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Artist: SOUND OF SMOKE

Album: MIRAGE

Label: Tonzonen Records

VÖ: 27.03.2026

Zehn Jahre, drei Alben: SOUND OF SMOKE feiern mit „Mirage“ ein staubtrockenes, psychedelisches Rockfest voller Seele und Wüstenflair.


Zehn Jahre Bandgeschichte, drei Studioalben und unzählige verschwitzte Clubshows später legen SOUND OF SMOKE mit „Mirage“ ein Werk vor, das wie ein konzentrierter Trip durch ihre eigene DNA wirkt. Das Freiburger Quartett hat sich Zeit gelassen – und diese Zeit hörst Du jeder Note an.

Nach den letzten Veröffentlichungen wurde es zunächst ruhiger um die Band. Statt Dauer-Tourmodus standen Songwriting und Feinschliff im Fokus. Das Ergebnis: neun Stücke, die das bewährte Fundament aus treibendem Schlagzeug, druckvollem Bass und fuzzgetränkter Gitarre nicht nur bestätigen, sondern mit neuen Farben erweitern.

Die Rhythmussektion arbeitet wie ein gut geöltes Uhrwerk. Der Bass schiebt nicht nur an, er trägt, brummt, knarzt und übernimmt stellenweise fast Gitarrenfunktion. Darüber legen sich Twang-Gitarren, WahWah-Exzesse und flirrende Echo-Kaskaden, ergänzt durch oszillierende Synthesizerflächen, die dem Ganzen eine kosmische Schlagseite geben. Und dann ist da natürlich diese Stimme: soulgeladen, kraftvoll, manchmal sirenenhaft, manchmal fast verletzlich – aber immer mit Wiedererkennungswert.

„Mirage“ spielt bewusst mit Gegensätzen. Da treffen Stoner-Riffs auf NDW-Anklänge, 60s-Psychedelia auf 80s-Synth-Vibes, Bluesrock auf Surf-Western-Atmosphäre. Besonders spannend ist der Schritt zu deutschsprachigen Texten, die dem Seelenleben des lyrischen Ichs mehr Direktheit verleihen. Das wirkt nicht wie ein kalkulierter Stilbruch, sondern wie eine organische Weiterentwicklung.

Produziert wurde erneut im Berliner Big Snuff Studio – diesmal in neuen Räumen mit geschichtsträchtigem Hintergrund. Vintage-Bandmaschinen, analoges Equipment und das eingespielte Team um Richard Behrens sorgen für einen warmen, organischen Sound, der nie steril wirkt. Hier knarzt und knistert es an den richtigen Stellen. Gitarren dürfen ausufern, Synthesizer dürfen flirren, und selbst rückwärts abgespielte Spuren fügen sich selbstverständlich ins Gesamtbild.

Thematisch reicht die Platte von gesellschaftlicher Kritik über toxische Beziehungen bis hin zu popkulturellen Referenzen. Dabei bleibt „Mirage“ trotz stilistischer Vielfalt erstaunlich geschlossen. Der rote Faden ist unverkennbar: SOUND OF SMOKE klingen immer nach SOUND OF SMOKE. Und genau das ist ihre größte Stärke.

Unterm Strich wirkt „Mirage“ sogar noch eine Spur reifer als der Vorgänger. Die Songs haben mehr Luft zum Atmen, mehr Mut zu Details, mehr Selbstbewusstsein. Wenn eine Band nach zehn Jahren noch immer hungrig klingt, dann macht sie offensichtlich einiges richtig.

8/10
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