- Artist: Reaptile
- Album: Humanidead
- Label: Hexerei Records / Helldog Records / Throne Of Lies Records / Vinyltroll Records
- VÖ: 21.10.2022
4 Jahre nach der Geburt ihres gut aufgenommenen Debütalbums „Extinction Chronicles“ veröffentlichten die Schweizer Sludgecore-Monger Reaptile endlich ihr zweites Album mit dem Titel „Humanidead“.
Ein brandneues Album, das auf die Veröffentlichung einer Split mit dem belgischen DETRVIRE folgt und jetzt auf CD, LP & Digital via Hexerei Records (Swi), Helldog Records (PL), Throne Of Lies Records (USA) & Vinyltroll Records (DK) erhältlich ist.
Reaptile spielen seit 2016 einen dunklen, kraftvollen und rachsüchtigen Sludgecore/Metal. Die Combo wurde in Freiburg/Schweiz von 4 Typen aus der lokalen Hardcore-Punk- und Stoner-Szene gegründet und hat im Oktober 2018 ihr erstes 11-Track-Album „Extinction Chronicles“ veröffentlicht, das die ersten 2 Jahre des Komponierens illustriert.
Im Jahr 2020 taten sich Reaptile mit der belgischen Melodic-Hardcore-Crust-Band DETRVIRE zusammen, um zu Beginn einer Pandemie eine intensive Split zu veröffentlichen. Alle Konzerte sind abgesagt, darunter ein Gig mit Cro-Mags und die Vernissage des Splits.
Im September 2022 erscheint „Humanidead“ mit einem neuen Gitarristen und einem neuen Schlagzeuger. Schneller, brutaler und noch wütender als seine Vorgänger bestätigt diese neue 40-minütige LP mit 13 Tracks Reaptile in ihrer kompromisslosen Sludge-Hardcore-Identität.
Die Zusammenarbeit mit Lead and Sulphur Studio, das Artwork von Flore Lacoste und der Beitrag von Gastkünstlern (Arnaud von Charlene Beretah und Julia von Gøldi) haben diesem Album den letzten Schliff gegeben.
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- Artist: WIZRD
- Album: Seasons
- Label: Karisma Records
- VÖ: 21.10.2022
WIZRD ist eine norwegische Rockband, die sich in allen möglichen Genres austobt. Von Rock und Indie bis hin zu Jazz und Prog kennt WIZRD alle Regeln, bricht sie aber bewusst.
Die vierköpfige Besetzung von WIZRD, die am Jazzkonservatorium in Trondheim gegründet wurde, besteht aus Hallvard Gaardløs (Spidergawd, Draken und mehr) an Bass und Leadgesang, Karl Bjorå (Megalodon Collective und mehr) an Gitarre und Gesang, Vegard Lien Bjerkan (Soft Ffog und mehr) an Keyboards und Gesang, Axel Skalstad (Krokofant, Soft Ffog und mehr) an den Drums.
Seit 2020 arbeitet die Band an ihrem Debütalbum, das vom norwegischen Filmmusikkomponisten und Jaga-Jazzist-Schlagzeuger Martin Horntveth produziert wird. Das Album wurde im Studio Paradiso in Oslo von Marcus Forsgren (Bror Forsgren, Jaga Jazzist) und Horntveth aufgenommen. Der in Bergen lebende Musiker und Produzent Matias Tellez (Young Dreams, Girl in Red) hat das Album abgemischt.
„Seasons“ ist eine groovige, eingängige und progressive Meisterklasse mit wunderschönen Gesangsharmonien, fantastischen Melodien, schrulligen Jazz-Grooves und einem Rock’n’Roll-Drive zum Sterben.
Und wieder muss man feststellen: Die Norweger haben's drauf, wenn es darum geht, mutig an das Mischen von Genres zu gehen und dann auch noch ein abgefahrenes, gelungenes Album abzuliefern, dass diese Mischung so unverschämt selbstverständlich präsentiert.
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- Artist: HILLA
- Album: Seeleninventur
- Label: Cloudberry Records/recordJet
- VÖ: 21.10.2022
„Die Seeleninventur hat sich gelohnt“ für mich.“
Mit diesen Worten endet HILLAs Debütalbum, das nach dem letzten Track „Seeleninventur“ benannt ist, und am 21.10 erscheint. Die 12 Songs sind - so wie sowohl der Titel, als auch das Cover schon erahnen lassen - persönlich, ehrlich, authentisch und direkt.
Musikalisch eingebettet in einen internationalen Pop-Sound mit elektronischen und trappy Elementen besingt HILLA die Themen, die ihr am Herzen liegen. Von Selbstliebe über Body Positivity hin zu Feminismus und Gleichstellung. Ihr Anliegen ist es dabei auf Probleme in der Gesellschaft aufmerksam zu machen, und Menschen zu ermutigen und zu empowern.
Mit ihren eingängigen Melodien und ihren teilweise unterhaltsamen, teilweise berührenden Texten nimmt HILLA uns mit auf ihre „Seeleninventur“ und zeigt offen ihre Ecken und Kanten.
Musikalisch ist alles ausgelegt auf die neue, deutsche Musikwelle, die sich an den großen, internationalen Popproduktionen orientiert und auf Airplay ausgerichtet ist. Und genau hier liegt die Krux am Album. Mögen die Texte Ecken und Kanten haben, so ist musikalisch und produktionstechnisch alles glatt geschliffen.
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- Artist: O.R.k.
- Album: Screamnasium
- Label: Kscope
- VÖ: 21.10.2022
Nachdem das Quartett im Laufe von drei früheren Studioalben eine starke kreative Bindung aufgebaut und unzählige Meilen auf Tour zurückgelegt hat, ist der mit Spannung erwartete Nachfolger des gefeierten Ramagehead aus dem Jahr 2019 endlich da. Die aufgestauten, entgleisten Energien von O.R.k. haben mit ihrem mutigen, kathartischen und markanten neuen Album Screamnasium eine Veröffentlichung gefunden.
Der Lead-Single/Album-Opener „As I Leave“ gibt das Tempo vor und liefert eine destillierte Form des O.R.k. Geists direkt zum Zuhörer. Lefs kraftvoller Gesang, Carmelo Pipitones energisches Riffing, Pat Mastelottos einfallsreiche rhythmische Begleitung und Colin Edwins unverwechselbare Basstöne verleihen Screamnasium eine erfrischende Intensität und eine neue Leuchtkraft. Das Energieniveau wird während der 42-minütigen Laufzeit aufrechterhalten, während O.R.k. für Optimismus, Toleranz und Empathie plädieren - das sind hoffnungsvolle Hymnen für eine zunehmend unsicher werdende Welt.
Ein besonderes Highlight ist „Consequence“, in dem Lef mit der Grammy-Gewinnerin Elisa antritt, die außerhalb ihrer Heimat Italien vor allem für ihre Zusammenarbeit mit dem legendären Ennio Morricone bei Quentin Tarantinos Django Unchained-Soundtrack bekannt ist.
Der Albumabschluss „Someone Waits“ zeigt den virtuosen Cellisten Jo Quail, der verführerische, ineinander verschlungene Melodien liefert, um Screamnasium zu einem dramatischen und unerwarteten Finale zu bringen.
Das Kreativduo aus Grammy-Gewinner Adam Jones (von Tool) und Marvel/DC Comics-Illustrator Denis Rodier hat sich um das Artwork und Layout gekümmert, um ein ikonisches Albumcover mit bemerkenswerten visuellen Bildern zu schaffen, während Mixing und Mastering von Machine übernommen wurden (Lamb Of God, King Crimson, Clutch).
Im Album steckt viel 90's Alternative/Grunge von Soundgarden und die Arrangements heben das Ganze durch den starken progressiven Einfluss auf eine Art Rock Ebene, die nur solch ein Gespann vollziehen kann. Das Album ist dicht gesponnen und vertrackt genug um es vom mainstreamingen Alternative Rock abzuheben und ist doch so eingängig, dass auch Anhänger des vorgenannten Mainstream Alternative Zugang finden.
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- Artist: Solitude Within
- Album: When Kingdoms Fall
- Label: Boxfish Records
- VÖ: 21.10.2022
Solitude Within sind eine Female Fronted Symphonic Rock/Metalband aus Ninove (Belgien). Der Name ist vom Song „Solitude Within“ von Evergrey inspiriert. Die Band wurde 2017 gegründet und das Debütalbum „Disappear“ erhielt viele positive Kritiken, nicht nur in Belgien, sondern auch in den Niederlanden, Deutschland, England und Amerika. Das nächste Album war für Ende 2021 geplant, wurde aber durch das Corona-Virus verzögert. Der neue Veröffentlichungstermin für „When Kingdoms Fall“ wurde auf Oktober 2022 verschoben.
Der Musikstil erinnert an Within Temptation, Delain, Nightwish, Evanescence. Viel Neues gibt es hier nicht zu entdecken. Das Meiste spielt sich in den bekannten Rahmen des Genres ab. Die Produktion und die Arrangements sind auf einem recht guten Niveau, so dass sich das Album immer mal wieder in den Player verirren kann.
Zuhörer werden die melodische Stimme, bombastische Intros, epische Refrains und wunderschöne Melodien bemerken, weshalb diese Musik- und Stilrichtung von vielen geliebt wird.
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- Artist: Michael Rudolph Cummings
- Album: You Know How I Get
- Label: Ripple Music
- VÖ: 21.10.2022
Michael Rudolph Cummings (mRc) ist als Sänger und Gitarrist der Stoner-Grunge-Band Backwoods Payback von der Ostküste bekannt. Sein Solomaterial ist gleichermaßen düster, aber gedämpft und erinnert an die Ditch-Trilogie-Ära von Neil Young und die langsameren Momente von Townes Van Zandt, während es sich auch an zeitgenössische Solo-Acts wie The White Buffalo anlehnt.
Sein neues Album „You Know How I Get“ wird am 21. Oktober als Teil der Akustikserie „Blood and Strings“ von Ripple Music veröffentlicht (die zuvor Soloalben von Scott „Wino“ Weinrich und Tony Reed vorstellte). Um die Veröffentlichung zu unterstützen, wird mRc mit seiner Soloband auf eine US-Tournee gehen, deren Liste sich wie das Who-is-Who der Underground-Hauptstützen der Ostküste liest, buchstäblich einige der besten Spieler da draußen, darunter Mel Parsonz von Royal Thunder, Patrick Shannon von All Else Failed und Mike Bardzik von The Boils.
Das Akustikalbum klingt wunderbar entspannt und sonnig und doch düster genug, um die musikalische Herkunft von Cummings nicht zu verschweigen. In vielen Teilen erinnert es tatsächlich an Neil Young und an Johnny Cash. Dank Ripples Blood And Strings Serie werden hier akustische Perlen gezüchtet, die es wert sind, dass sie das Licht der Welt erblicken und den Hörern ganz andere Herangehensweisen an die Werke der Künstler eröffnen.
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- Artist: The Otolith
- Album: Folium Limina
- Label: Blues Funeral Recordings
- VÖ: 21.10.2022
Als SubRosa 2019 ihre Auflösung ankündigten, spürte die Heavy-Music-Community den Verlust ihrer einzigartig eleganten und intensiv atmosphärischen Doom-Andachten. Anstatt sich zu fragen, welche samtige Dunkelheit noch auf sie warten könnte, tauchten Kim Cordray, Levi Hanna, Andy Patterson und Sarah Pendleton von SubRosa schnell als neue Einheit namens The Otolith auf, mit der Hinzufügung von Matt Brotherton am Bass. Der gleichen Muse der katastrophalen Melancholie folgend, sind THE OTOLITH bereit, ihre mit Spannung erwartete Debüt-Doppel-LP „Folium Limina“ in die Welt zu bringen.
Dem Fünfer gelingt es als Neuformierung in gewisser Weise die Grundrichtung von SubRosa fortzuführen, allerdings mit einer atmosphärischeren Dichte. Die schleppenden Gitarren und Bässe, die mystisch gestrichenen und gezupften Violin-Anteile, die nicht mehr ganz so bissigen, aber dafür harmonischeren weiblichen Gesangsparts und die nun hinzukommenden Growleinwürfe machen aus diesem Debütalbum einen äußerst schweren Doom-Monolithen, der sich in die kommende dunkle Jahreszeit wunderbar einfügt und bei der geneigten Hörerschaft einen Stammplatz auf dem Dreher finden wird.
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- Artist: Ruby The Hatchet
- Album: Fear Is a Cruel Master
- Label: Magnetic Eye Records
- VÖ: 21.10.2022
Hier ist ein weiterer klanglicher Leckerbissen aus dem Lager von Magnetic Eye Records, mit dem vierten Studioalbum von Philadelphias wilden und hexenhaften 70er-Heavyrockern RUBY THE HATCHET. Eingebettet in ihre Mischung aus Doom und Hardrock, getränkt in okkulter Psychedelia, ist „Fear Is a Cruel Master“ genau der eingängige Thriller, den die Fans von dem geliebten Quintett erwarten können. Inspiriert von klassischen Sci-Fi- und Grindhouse-Filmen, ist dieses vierte Album randvoll mit schwülen Vocals und hallenden Riffs, verpackt in erstklassiges Songwriting und wird nicht aufhören, die Fans zu beeindrucken!
Allerdings muss man feststellen, dass die Band sich in ihrem Werdegang nicht wirklich weiterentwickelt und dem Status Quo huldigt, sogar noch weiter Richtung mainstreamigem 70's Heavy Rock entgegendriftet. Dass die Songs hervorragend durcharrangiert sind und die Produktion nichts zu wünschen übrig lässt, verleiht dem Album doch noch ein wenig Glanz.
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- Artist: MAL
- Album: Malbum
- Label: Ordovician Records
- VÖ: 21.10.2022
MAL stammt aus Minneapolis und ist eine 4-köpfige Band, die Hardcore, Jazz und Prog vermischt, um einen völlig einzigartigen Sound zu erzeugen. Das Power-Trio plus Sax wurde Ende 2019 gegründet und nutzte die Zeit während der Pandemie, um an seinem Sound zu feilen und das Material für ihr Debüt Malbum fertigzustellen.
Was die Jungs hier abliefern ist keine seichte Kost: hier treffen noisige Gitarrenwände auf proggige Arrangements mit dissonant freejazzigen Saxophon-Einlagen. Das Ganze wird verfeinert mit einer aggressiven Stimme, die an die hardcore-lastige Phase eines Henry Rollins erinnert.
- Artist: Nuit d'Encre
- Album: De l'Autre Côté
- Label: Bitume Prods
- VÖ: 07.10.2022
Zwei Jahre nach "Sans Maux Dire..." bringt das Projekt NUIT D'ENCRE sein zweites Album heraus: "De l'autre Côté". Er schafft es durch acht Stücke, uns in eine musikalische Welt mit einer sehr persönlichen und originellen Identität zu führen. Der Pariser Musiker, der alle Gitarren-, Bass- und Keyboardparts übernimmt, zeichnet Klanglandschaften mit unterschiedlichen Klimazonen.
Kraftvoll und melodisch kombiniert "De l'autre Côté" abwechselnd Atmosphären, die an Crowbar, Cult Of Luna oder PG-Lost erinnern. Das rein instrumentale Universum von NUIT D’ENCRE ist fesselnd, kraftvoll und tiefgründig.
NUIT D'ENCRE ist das musikalische Projekt eines einzelnen Mannes (Franswa Felt), das uns in ein Universum entführt, in dem Sludge-, Doom- und Post-Metal-Einflüsse mit helleren atmosphärischen Post-Rock-Tönen verschmelzen. Felt versteht es als Instrumentalist auf der Klaviatur der dunklen Gefühle zu spielen, eine hellen Schein am Horizont zu kreiieren, um den Hörer dann unvermittelt wieder von der Klippe zu stossen.
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- Artist: ORM
- Album: Intet • Altet
- Label: Indisciplinarian
- VÖ: 30.09.2022
Die dänische Black-Metal-Band ORM kehrt mit ihrem dritten Album „Intet • Altet“ zurück, das am 30. September 2022 über Indisciplinarian veröffentlicht wurde. Es ist ein Doppelalbum, das ORMs epischen und visionären Black Metal durch eine Erzählung über die vier Lebensphasen, die sich über vier grandiose Kompositionen entfalten, noch einmal erweitert.
Vier Songs mit einer Gesamtspielzeit von knappen 92 Minuten. Das ist erstmal ein Brocken und dann noch die Kompositionen, die sich von garstigem, skandnavischem Black Metal speisen und immer wieder in postrockige Gefilde abgleiten, um dann im nächsten Moment wieder von Black Metal Geknüppel überrumpelt zu werden. Die 19:23 von TranceFloden, som kan lede spielen die ruhige Seite der Band voll aus, in dem es getragenen Post Rock mit floydigen Elementen koppelt und opethartige Gitarrensounds einwebt. Hier ist ein absolutes Meisterwerk an düsterem Metal entstanden, das derzeit seinesgleichen sucht.
ORM wurde 2015 gegründet und veröffentlichte 2017 ihr gleichnamiges Debütalbum, das die Bühne für den epischen melodischen Black Metal der Band bereitete. Mit ihrem zweiten Album „Ir“ aus dem Jahr 2019 überwanden ORM die Grenzen des zeitgenössischen Black Metal mit einer vollständigen LP, die aus zwei langen Tracks progressiver extremer Musik bestand. ORM ist stets bestrebt, ihr künstlerisches Universum zu erweitern und die Grenzen des extremen Metals auszuloten und zu überschreiten. Eines der einzigartigen Markenzeichen der Band ist das epische Format mit langen Kompositionen und gleichzeitig persönlichen und metaphysischen Erzählungen über die menschliche Existenz.
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- Artist: Aura
- Album: Underwater
- Label: My Kingdom Music
- VÖ: 30.09.2022
„Underwater“ ist das vierte Studioalbum der italienischen Progsters AURA und erscheint 7 Jahre nach der letzten Veröffentlichung. Sie spielen eine Kombination von Stilen, die unter dem Genre Progressive Metal zusammengefasst werden. Ihre Musik zeichnet sich durch ungerade Taktarten und dynamische Tempowechsel, verträumte Melodien, schwere Gitarren und klaren Gesang aus.
Mit ihrem neuen Album „Underwater“ sind AURA bereit, den Hörer in ihr unglaubliches Universum aus intensiven Melodien, verträumten Atmosphären und den gewohnt großartigen technischen Fähigkeiten einzuhüllen. Beim ersten Durchlauf kommen direkt Assoziationen an Haken, Leprous und Porcupine Tree hoch, ohne allerdings als Plagiate durchzugehen.
Das Album spielt sich überwiegend im Midtempo-Bereich ab und fällt auch oft in ruhigere, sphärische Momente zurück, die in der Gitarrenarbeit auch gerne mal an die neueren Opeth erinnern. Als Rausschmeißer gestatten sich die vier Italiener noch eine zeitgenössische Cover-Version des Pink Floyd Klassikers Astronomy Domine, das sie gekonnt umsetzen, ihm einen aktuellen Atem einhauchen ohne jedoch sich zu weit vom Original zu entfernen.
Dieses Album stellt den Höhepunkt einer Karriere dar, die seit über 25 Jahren andauert und die sie dazu gebracht hat, auf wichtigen Bühnen nicht nur in Italien zu spielen. Der Wert des Albums wird durch die großartige Arbeit am Mastering im Domination Studio von Simone Mularoni und das eindrucksvolle Cover-Artwork von Annalisa Di Verniere bereichert, die das intime Universum der Band aus intensiven Melodien und verträumten Atmosphären umsetzen konnte.
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- Artist: Trauma
- Album: Awakening
- Label: Massacre/Soulfood
- VÖ: 09.09.2022
Sieben Jahre nach ihrem letzten Album ist ein neues Album der Kult-Speed-Metaller Trauma erschienen.
Verspricht der Albumtitel ein Erwachen, dann ist man nach dem ersten Durchlauf davon weit entfernt, denn die Speed-Truppe hat sich weit entfernt von ihrem Genre und spielt jetzt eher in der Power oder vielleicht noch in der NWOBHM Sparte. Die Instrumentenpersonalien machen ihren Part echt gut, aber gesanglich ist mit dem neuen Sänger Brian Allen nicht viel zu holen. Die Höhen an den entsprechenden Stellen schafft er nicht, Growls oder Gekeife greifen auch nicht und wären für die Spielart auch nicht wirklich angebracht.
Ob Trauma sich mit diesem Album einen Gefallen getan haben, sei dahin gestellt. Für Hardcore Fans kann die Platte in die Sammlung.
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- Artist: Kenneth Minor
- Album: Retirement
- Label: Unique Records / The Orchard
- VÖ: 18.10.2022
Bereits 2020 versammelten sich die drei Musiker von Kenneth Minor in den fränkischen Hersbrooklyn Studios, um die Arbeiten an ihrem nun erscheinenden Album Retirement aufzunehmen.
Die neue Platte bietet twangige Gitarrenriffs, Pop-Refrains, unterhaltsame Gitarrensoli, die in Klanglandschaften gehüllt sind, verzerrtes Picking, rotziges Geballer mit einem Honky-Tonk-Piano oder eine Art Blues-Punk-Attitüde mit einem Augenzwinkern (Down My Spine, Tears Don't Dry in Rainy Season, Always, When It's All Gone). Es gibt auch sumpfig-mystische, hypnotische Songs, die in Eimer mit psychedelischer Farbe getaucht sind. Songs mit unterstützenden Cellolinien und dem Einsatz eines Flügelhorns, die nach angenehmen Melodien genauso gut in einem völlig überraschenden Geräuschinferno einer bösen Fuzz-Gitarre enden könnten, die sich mit einem atonal schönen Saxophon duelliert. Mystische Tremolo-Gitarre im Wechsel mit einem punkigen Refrain und schwindelerregenden Trommelwirbeln. Oder zwei Minuten lang zu einer asketisch gestalteten „Mini-Hymne“ mitklatschen. (Down in Our Hearts, Pictures, Crew Love’s Coming, You). Dazu kommen Lieder, deren Erzählstrang klar im Vordergrund steht und der Umfang der musikalischen Untermalung jeweils unterschiedlich ist. Von einer leichtfüßigen, klimpernden Gitarrenbegleitung platziert in einem warmen Mellotronbett, über malerische Basslinien gepaart mit verträumtem Gitarrenpicking und karibisch anmutenden Beginenrhythmen bis hin zu einer gewissen mikrokosmischen Majestät. (Is This the World We’re Living In, All Your Demons, From What We Know, The Day She Came By).
Das alles liest sich ziemlich verschroben, ist aber richtig gut (hand)gemachter Indie-Garagen-Rock, der entfernt an die frühen Element Of Crime (Try To Be Mensch, Freedom Love & Happiness) erinnert. Dieses Album kommt in die Immerwiederhören-Kiste.
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- Artist: Harvest of Ash
- Album: Ache and Impulse
- Label: Horror Gore Pain Death Productions
- VÖ: 23.09.2022
Ache And Impulse baut sich aus den vier Stadien eines Migränekopfschmerzes auf. Wir verstricken uns in die Moral gebrochener Menschen (Prodrom und Aura). Diese engen Standards ersticken unsere Instinkte und Gaben (Headache). Dennoch können wir aus diesem mentalen Nebel hervortreten und annehmen, wer wir wirklich sind (Postdrome).
Anker dieser Reise ist eine akribische Mischung aus Doom und Post-Metal, Sludge und Hardcore. Kolossale Riffs, spacige Zwischenspiele und triumphale Vorsätze füllen diese Tracks. Mitreißend und verheerend sprengt HARVEST OF ASH die Grenzen und bringt gleichzeitig den Beatdown.
Die Idee, das Thema Migräne in ein sludgy Doom Album zu verpacken, wurde von dem US-Trio grandios umgesetzt, so dass sich viele, die nicht mit Migräne zu kämpfen haben, vielleicht ansatzweise in Migränepatienten hineinversetzen können.
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- Artist: Frayle
- Album: Skin & Sorrow
- Label: Lay Bare Records
- VÖ: 23.09.2022
FRAYLE wurde 2017 von Gitarrist Sean Bilovecky (ehemals Disengage, Plattenkünstler von Man's Ruin) und Sängerin Gwyn Strang, einer Sängerin mit einer verführerischen Stimme und einem ebenso überzeugenden Gespür für Bilder, gegründet. Ihr „Lullabies Over Chaos“-Ansatz beim Songwriting gibt der Gruppe die Freiheit, zu erkunden, was mit harter Musik möglich ist; ihr herrlich ominöser Sound ist das Ergebnis komplexer Schichtung und Tonstapelung, während er gleichzeitig die perfekt empfindliche Balance zwischen wogenden, schweren Riffs und eindringlichen Gesangsmelodien herstellt.
Mit Skin & Sorrow scheint die weibliche Reinkarnation von Type O Negative gefunden zu sein, die sich mit Ozzy und Björk in einem düsteren Hinterzimmer inmitten eines Pentagrams vergnügt.
Mit ihrer betörenden Stimme und den schweren, schleppenden Riffs zieht Strang den Hörer in den Bann und verschlingt ihn im Sumpf ihres perfekt vorgetragenen Doom Pops.
FRAYLE EUROPEAN TOUR 2022:
Nov. 1 – Willemeen – Arnhem (NL)
Nov. 2 – Patronaat – Haarlem (NL)
Nov. 3 – VII – Rotterdam (NL)
Nov. 4 – Ragnarök – Bree (BE)
Nov. 5 – Damnation Festival – Manchester (UK)
Nov. 6 – The Black Heart – London (UK)
Nov. 8 – Simplon – Groningen (NL)
Nov. 9 – Alte Meierei (DE)
Nov. 10 – Stengade – Copenhagen (DK)
Nov. 11 – Plan B – Malmo (SE)
Nov. 12 – The Abyss – Gothenburg (SE)
Nov. 13 – Revolver – Oslo (NO)
Nov 15 – MTC – Cologne (DE)
Nov. 16 – Backstage – Munich (DE)
Nov. 17 – Heinrichs Club – Gera (DE)
Nov. 18 – Zolkatine – Bremen (DE)
Nov. 19 – Gloomaar Festival – Neunkirchen (DE)
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- Artist: Emetropia
- Album: Equinox (Symphonic Edition)
- Label: self released
- VÖ: 23.09.2022
Im Februar haben Emetropia ihr Symphonic Rock Album Equinox vorgelegt, das sich an den Genregrößen on Epica, Therion oder Nightwish orientierte.
Nun haben die Schweden eine orchestrale Version dieses Albums nachgelegt. Hatte das ursprüngliche Album noch seine Momente und Höhepunkte, so ist diese Version in ihrer orchestralen Fassung einfach nur entbehrlich, denn es wird weder den typischen Symphonic Metal Fan, noch den Klassi Fan ansprechen. Dafür ist dieses Gebilde zu sehr in Richtung Musical mit einem Touch von Pirates Of The Carribean ausgelegt.
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- Artist: Proceed On Your Way To Oblivion
- Album: Ceremorphosis
- Label: Blood Blast Distribution
- VÖ: 23.09.2022
Die neue Kraft im U.S. Technical Death Metal, PROCEED ON YOUR WAY TO OBLIVION, hat am 23. September ihr Debütalbum Ceremorphosis über Blood Blast Distribution veröffentlicht. Die Band besteht aus aktuellen und ehemaligen Mitgliedern von Through The Eyes Of The Dead, Cognitive, We Are The Romans und Aronious.
Was der US-Vierer hier abliefert ist übelstes Tech Death Geballer in irrwirtziger Geschwindigkeit, schnellste Riffs und Gitarrenläufe, ein Drum-Geknüppel aus der Hölle mit wahnsinnigen Tempiwechseln und dazu ein horrendes Gekeife und Geknurre am Mikrofon. Dieses Album gehört zu den extremsten Alben, die hier im Player gelandet sind. Technisch zeigen die vier, was sie auf ihren Instrumenten beherrschen. Das ist aber musikalisch nicht immer das Maß aller Dinge.
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- Artist: Lorimer Burst
- Album: Voyager
- Label: self released
- VÖ: 23.09.2022
Lorimer Burst präsentieren auf ihrem aktuellen Longplayer Voyager eine Reise durch unendliche Weiten. Von einer Band, die sich nach extremen Radiowellenausbrüchen und ihr zweites Album nach dem NASA-Raumsondenprogramm benennt, kann man nichts anderes erwarten als ein Post Rock Album, das zum einen von unendlich schwerer Stille getragen wird und sich dann zu absoluten energetischen Ausbrüchen emporhangelt.
Das Trio aus Hannover hat es geschafft ein Post Rock Statement abzuliefern, das ganz oben im Genre mitspielt. 38 Minuten gebündelte Energie.
Zurücklehnen, anschnallen und den Trip durch die Weiten des Post Rock Universums genießen.
- Artist: Ghoster
- Album: Sombre Crame
- Label: Atypeek Music
- VÖ: 14.10.2022
Ghoster wurde auf einer Party geboren. Eigentlich nicht, sondern auf 74 Partys. Die Art von Party, bei der die Zeit zu schnell vergeht, bei der zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens nichts existiert. Die Art von Parties, die man immer wieder erleben möchte. Ben und Greg mögen Partyenden nicht besonders. Und sie mögen es, wenn der Sound «hart» wird, weil sie es vermissen, mit einer Rockband auf die Drums zu hauen. Wenn sie also an den Knöpfen drehen, um Techno zu machen, ist es nicht wirklich Techno. Es geht mehr um das Erbe ihrer vergessenen Indie-Rock-Träume, abzüglich der Langeweile und der giftigen Ambitionen. Sie behielten jedoch den großen verzerrten Bass bei. Wenn Ghoster mit Maschinen improvisieren, behalten sie nur die Unfälle, um das Unerwartete zu polieren. Die Bedingungen für eine gute Party schaffen und wild werden lassen.
Bei ihrer ersten EP-Veröffentlichung im Jahr 2019 wollte Ghoster anonym bleiben. Vielleicht aus Angst, sich von der eigenen Persönlichkeit in die Quere kommen zu lassen? Ghoster leben für die Shows, das Durcheinander, den Moment, die Überraschungen. Die Tracks von Sombre Crame waren von den ersten Shows des Duos geprägt, und sie haben das Beste davon bewahrt. Wenn Ghoster auf die Bühne kommen, werden Genres irrelevant. Bleibt nur noch eine Frage: Party? Eine Antwort: Party!
Wer minimalistischen Techno mag oder besser gesagt minimalistische elektronische Musik,zwischendurch auch mal in Richtung Indie und Post-Punk schielt, der ist bei dieser 20-minütigen 4-Track-EP gut aufgehoben. und wil tanzen, tanzen, tanzen.
Hintergrundinfos zur Band:
St Ouen. Fast Paris, aber nicht ganz. Weniger Druck, mehr Freiheit. Ein Ort, an dem es einem «egal» ist. Der Geburtsort von Ghoster: Innerhalb weniger Stunden entsteht in Gregs Studio Fête 0. 2 Jahre später wird der Track in einer Chanel N°5 Kampagne verwendet. Entgegen aller Logik.
Jetzt ist St Ouen auch Bens Zuhause geworden. St Ouen bietet eine Leichtigkeit und ein dringend benötigtes «Nachgeben», denn Ben und Greg kommen in ihrem Alltag nicht zur Ruhe: Sie arbeiten sich an 36 Projekten gleichzeitig den Arsch ab. Ihre Begegnung musste stattfinden, nachdem sie sich viele Jahre lang spät in der Nacht getroffen hatten.
Ihre Zusammenarbeit beginnt mit einem unerwarteten Erfolg: Gemeinsam kreieren sie die Soundsignatur für Citroën und setzen sich gegen viele weitaus berühmtere Producer durch. Ben und Greg haben so viel Spaß zusammen und Ben bringt Greg bei, wie man Improvisation willkommen heißt und wie man feiert. Und Greg bringt Ben bei, wie man RIESIGE Bassklänge erzeugt.
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- Artist: Parius
- Album: The Signal Heard Throughout Space
- Label: Willowtip Records
- VÖ: 07.10.2022
The Signal Heard Through Space ist eine 60-minütige Rockoper des Progressive-Metal-Quintetts PARIUS, die das zusammenhängende Songwriting von Bands wie Mastodon und Opeth mit den Exzentrizitäten von Bands wie Mr. Bungle, The Mars Volta, Ayreon oder Devin Townsend kombinieren.
Die Platte ist das Full-Length-Debüt für Schlagzeuger Dan Silver und die erste Veröffentlichung der Band mit dem Keyboarder Sean Gallagher. Produziert mit dem berühmten und Grammy-nominierten Jamie King, ist das Album eine echte Rockoper, die mehr als doppelt so lang ist wie The Eldritch Realm aus dem Jahr 2018.
Hier wird ein 61-minütiger Rockopus geschaffen, der sich an die absoluten Prog-Metal-Größen anlehnt und ihnen in nichts nachsteht.
Die Band über das Album:
„The Signal Heard Through Space ist eine konzeptionelle Rockoper, die die Geschichte eines Weltraumkapitäns erzählt, der ein Notsignal hört, sei es real oder in einem Traum, und sich aufmacht, seine Quelle zu finden. Das Album zeichnet die Suche des Kapitäns auf, während er sich abmüht mit den Selbstzweifeln, die mit dem Versuch einhergehen, seine Ziele zu erreichen, während er gleichzeitig hoffnungslos gezwungen ist, seine Mission zu erfüllen. Er trifft auf ein kosmisches Wesen namens „The Formulator", das ihn auf seiner Reise sowohl unterstützt als auch behindert. Das ist die Botschaft des Albums der Ausdauer angesichts von Widrigkeiten und der Entwicklung der Kraft, die Ziele, die Sie sich selbst gesetzt haben, trotz des Ergebnisses zu erreichen.
Musikalisch haben wir uns jede Rockoper angesehen, die wir finden konnten, von Jesus Christ Superstar bis Ziltoid the Omniscient, und am Ende haben wir eine Menge Ideen getestet. Wir haben wahrscheinlich Material im Wert von 3-5 Alben geschrieben, das wir verschrottet haben, bevor wir das meiste Material geschrieben haben, das auf dem endgültigen Album landen würde. Wir waren einfach noch nicht bereit, dieses große, zusammenhängende Album zu schreiben, das unser Sänger Louis Thierry konzipiert hatte – es dauerte ein paar Jahre.“
- Artist: Alter Bridge
- Album: Pawns & Kings
- Label: Napalm Records
- VÖ: 14.10.2022
Die Zeit, die die Mitglieder von ALTER BRIDGE getrennt verbrachten, entfachte ein neues Feuer und erschuf den Drang nach neuer musikalischer Härte, bis sich das Quartett – bestehend aus Myles Kennedy (Gesang/Gitarre), Mark Tremonti (Gitarre/Gesang), Brian Marshall (Bass) und Scott Phillips (Schlagzeug) – an die Arbeit für das neue Album Pawns & Kings machte. In Zusammenarbeit mit dem langjährigen Produzenten und Kollaborateur Michael "Elvis" Baskette wurde das Album zu einer massiven, beeindruckenden und für Arenen gemachte Produktion und ist ein weiteres musikalisches Highlight des erfahrenen und eingespielten Kennedy/Tremonti-Dreamteams.
Auf Pawns & Kings liefern ALTER BRIDGE drei epische Hymnen, von denen zwei eine Spielzeit von über sechs Minuten haben: der nachdenkliche und absolut epische Titeltrack "Pawns & Kings", das düster-riffige, progressiv beeinflusste "Sin After Sin" und das gefühlvolle achteinhalbminütige "Fable Of The Silent Son". "Silver Tongue" wird von einem packenden Riff eingeleitet, das in einen der mitreißendsten Refrains der Bandgeschichte übergeht – Myles Kennedy singt: "Truth of a crime. You can’t outrun. Under the spell of my silver tongue”.
Tracks wie "Holiday" und "Season Of Promise" sind dagegen klassische facettenreiche und metallisch beeinflusste ALTER BRIDGE Rock Offenbarungen, die Fans seit nunmehr einer Generation verzaubern. Songs wie Opening Track "This Is War", "Dead Among The Living" und "Last Man Standing" betonen mit aufsteigenden Leads, herausstechenden Vocals und persönlichen Texten die härtere Seite einer Band, die sich über die gesamte Spieldauer in Höchstform präsentiert. Bei dem erhebenden "Stay" übernimmt Lead Gitarrist Mark Tremonti den Leadgesang – eine Konstellation, die erstmals auf dem vierten Album, Fortress (2013), zu hören war und seitdem immer wieder die Vielseitigkeit der Band und der einzelnen Musiker zeigt. Nach fast 20 gefeierten Karrierejahren ist Pawns & Kings eine musikalische Offenbarung von ALTER BRIDGE, die weiterhin von Höhepunkt zu Höhepunkt eilen und durch ihre herausragende Kreativität Menschen weltweit berühren und begeistern.
Alles in allem lässt sich das Album gut an und weiß mit Sicherheit auch Fans von Queensrÿche zu begeistern.
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- Artist: Electric Jaguar Baby
- Album: Psychic Death Safari
- Label: Rebel Waves Records
- VÖ: 07.10.2022
In einer Zeit, die Musikproduktionen so richtig fett wirken lassen und bei denen an nichts gespart wird, kommt das Pariser Duo Electric Jaguar Baby mit einem LoFi-Album um die Ecke und präsentiert 12 Songs, die sich anhören wie eine Live-Aufnahme aus dem Proberaum oder ein Demo.
Alles scheint sehr simpel gehalten zu sein: eingängige Riffs, reduzierte Instrumentierung von Antoine D'Aiello (Gitarre, Gesang) und Franck Devaux (Schlagzeug, Gesang). Aber genau das ist es, was den Charme des Albums ausmacht: roh, ungeschliffen und dann noch verschiedene Musikrichtungen zwischen den Tracks vereint. Auf dem Album mischen sich Garage Rock, Stoner Rock, Surf Rock, Punk und Beat. Das Ganze rotzt man wie Kurt Cobain dahin und schon ist dieses Album fertig.
Wer den überproduzierten, perfektionischten Auskopplungen entfliehen will, der sollte auf dieses Album setzen.
- Artist: ERANAËS
- Album: After The Rain (Single)
- Label: Dr. Music Records
- VÖ: 06.10.2022
Mit ERANAËS hat Stephan Lipp, ehemaliger Sänger von Second Reign, Anfang des Jahres sein Soloprojekt gestartet, um mit hochkarätigen Gastmusikern, die jeweils ihren eigenen Charakter und Spielstil einbringen, einen außergewöhnlichen Klangkosmos zu schaffen. Für die Veröffentlichung der ersten Single „After The Rain“ am 06.10.2022 hat der Schweizer Musiker bei Dr. Music Records unterschrieben und sich musikalisch die Unterstützung von Edge Of Paradise Sängerin Margarita Monet sowie Tastenmagier Derek Sherinian (u. a. Dream Theater, Joe Bonamassa, Whitesnake) gesichert. Doch auch die übrige Besetzung mit Eluveitie-Schlagzeuger Alain Ackermann und Gitarrist Simon Burri (Rage Of Light, Vorax, Sinverse) kann sich sehen lassen. Produzent Mack Schildknecht (China, The Three Sum, Fueled By Grace) saß zudem nicht nur an den Reglern, sondern steuerte zusätzlich auch noch den Bass bei. Chris Beyerlein von Stem Masters (Schandmaul, Fiddler’s Green, Stahlmann) sorgte anschließend mit seinem tighten, aufgeräumten wie auch druckvollen, imposanten Sound für den Feinschliff beim Mastering. Mit der Single „After The Rain“ (feat. Margarita Monet & Derek Sherinian) samt Musikvideo mit subtiler Optik haben ERANAËS einen bemerkenswerten Mix aus Melodic und Progressive Metal erschaffen, der mit tiefgründigen Lyrics das ernste Thema Kindesmissbrauch in den Vordergrund rückt. Die folgenden Teaser vermitteln einen ersten ergreifenden Eindruck und lassen das Leiden der jungen Protagonisten erahnen, ohne die beiden Kinder im Videoclip moralisch angreifbar zu machen:
ERANAËS stellen heute auch das Single-Cover von „After The Rain“ vor, welches nicht den Standards entspricht, zeigt es doch ein Gemälde des Schweizer Künstlers Christophe Terraz, der das bedrückende Thema mit seiner ureigenen Bildsprache aufgreift. Das spezielle Zusammenspiel aller Akteure lässt diese Single trotz des ernsten Hintergrunds zu einem einzigartigen musikalischen Erlebnis werden. Dank seiner starken Eingängigkeit setzt sich der Song sofort in den Gehörgängen fest und hat die geballte Aufmerksamkeit von Fans und Medien mehr als verdient.
Nach der Veröffentlichung dieser bemerkenswerten und doch thematisch beklemmenden Debüt-Single erscheint am 08.12.2022 mit „After The Rain“ (Piano Version) zunächst eine weitere sanftere, aber nicht weniger intensive Variante des Songs als Single, die auch eine zusätzliche Orchester-Fassung beinhaltet, gefolgt von weiterer Musik im kommenden Jahr. Einige Songs sind bereits geschrieben und warten nur noch darauf, aufgenommen zu werden. Lassen wir uns überraschen, wer bei den kommenden Songs mitwirken wird. Für den Moment erfreuen wir uns an der herausragenden musikalischen Qualität von „After The Rain“ (feat. Margarita Monet & Derek Sherinian) und schenken dem allerersten ERANAËS Kapitel die gebührende Beachtung.
- Artist: Deaton Lemay Project
- Album: The Fifth Element
- Label: Progressive Promotion Records
- VÖ: 14.10.2022
Die Staaten sind groß, also braucht es etwas Bombast im Sound, um den Raum zu füllen. Und es gibt viele Musiker, also braucht man etwas Geschick, um aufzufallen. Und viele Kulturen kommen zusammen, also braucht man einige harmonische Melodien und Gesangslinien, um sie alle anzusprechen. Deaton Lemay Project (D.L.P.) bietet all das!
Roby Deaton, Keyboarder aus derselben Wahnsinnsklasse wie Vincent Crane, Keith Emerson oder Jordan Rudess, gründete das Project mit Schlagzeuger Craig LeMay, der sich mit Prog genauso wohl fühlt wie mit Power-Metal. Er klingt wie eine Mischung aus Peart, Palmer und dem frühen Genesis Phil Collins. Auf ihrem neuesten Album „The Fifth Element“, dem ersten, das in Europa erscheint, ist es einfach, die Hörer zu überwältigen. Aber zwei Gitarristen bringen einen schönen Ausgleich zum kraftvollen Keyboardsound. Der iranische Sänger Hadi Kiani ist eine echte Entdeckung, mit einer kristallklaren Stimme, die an einen jungen Dennis De Young erinnert. Musikalisch reicht das Album von AOR bis zu Uptempo-Prog-Metal-Songs.
Fans von Dream Theater werden das DEATON LEMAY PROJECT sicherlich lieben. Fans von Symphony X oder frühen Styx auch. Sogar die epische Grandiosität des frühen Kansas findet sich auf „The Fifth Element“. Die von PPR veröffentlichte limitierte europäische Version wird einen Bonustrack enthalten, der nicht auf der US-Pressung war.
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- Artist: Queensrÿche
- Album: Digital Noise Alliance
- Label: Century Media Records
- VÖ: 07.10.2022
Queensrÿche haben mit Digital Noise Alliance ihr 16. Album und viertes Album in der Nach-Tate-Ära veröffenlicht.
Mit ihrer aktuellen Besetzung aus LaTorre, Wilton, Jackson, dem Gitarristen Mike Stone und dem Schlagzeuger Casey Grillo blicken QUEENSRŸCHE in die Zukunft und gleichzeitig auf den Einfluss und die Wirkung ihrer Vergangenheit zurück. „Wenn du zwei der ursprünglichen Mitglieder hast, kannst du nicht anders, als diese QUEENSRŸCHE-Elemente zu bekommen“, sagt Jackson, der die Band 1982 mit Wilton gründete. „Das liegt in unserer DNA. Aber es ist auch schön, frische Ideen oder Interpretationen von Todd, Casey oder Mike Stone zu hören.“ Für LaTorre ist diese Balance zwischen Vergangenheit und Gegenwart der Band entscheidend. „Wir sind alle Verfechter bestimmter Eigenschaften, die sehr bezeichnend für den Sound der Band sind“, sagt der Frontmann. „Die Herausforderung für uns besteht darin, diese Geschichte und die Nuancen zu vereinen, die für die Band wichtig und treu sind, sich aber dennoch modern anfühlen.“
Und genau das ist es, was die Fans bekommen: ein Queensrÿche-Album, ein erstklassiges Hardrock Album mit den bandtypischen Elementen und einer gewissen Progressive Rock Attitüde. Selbst die Ballade Forest knüpft an den Bandbestseller Silent Lucidity an. Den einzigen Ausreißer im negativen Sinne kommt als Coverversion des Billy Idol Klassiker Rebel Yell daher, den es auf dem Album nicht gebraucht hätte.
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- Artist: Haven Of Echoes
- Album: The Indifferent Stars
- Label: Self-released
- VÖ: 07.10.2022
Haven of Echoes ist ein neues Projekt der von der Kritik gefeierten Musiker Paul Sadler (Spires) und Andreas Hack (Frequency Drift), das anspruchsvolles Songwriting, durchdachte Texte und emotionale Gesangsdarbietungen in den Vordergrund stellt.
Paul ist vor allem als Sänger, Gitarrist und Songwriter der gefeierten britischen Progressive-Metal-Band Spires bekannt und besitzt eine eindringliche Stimme, die von seidenweich bis rau und gequält reicht. Sein Talent für einfallsreiche Melodien und vielschichtige Gesangskompositionen steht im Mittelpunkt dieses aufregenden neuen Projekts.
Andreas Hack ist ein Musiker aus Deutschland, dessen ehemalige Band Frequency Drift sich mit Konzerten in ganz Europa eine internationale Fangemeinde erspielte und weltweit acht Alben veröffentlichte, die von Fans und Presse gleichermaßen begeistert aufgenommen wurden.
Das Duo kommentiert: „Sirensong funktioniert wunderbar als Eröffnungstrack und als Einführung in Haven of Echoes, da es sich mit dem vielleicht durchschlagendsten Thema des Albums befasst, nämlich Isolation und unsere allmähliche Trennung voneinander. Insgesamt bietet der Song jedoch eine Botschaft der Hoffnung, die darauf hindeutet, dass es immer einen Weg zurück gibt, auch wenn es ein unglaublich schwieriger Weg zu sein scheint. Musikalisch verkörpert es auch die dunklen und ahnungsvollen, aber eindringlich schönen Klanglandschaften, die auf dem gesamten Album zu finden sind."
Als Gastmusikerin bereichert die ehemalige Bandkollegin von Andreas, die E-Harfenistin Nerissa Schwarz, die Musik mit einem breiten Klangspektrum, von unheimlichen Ambient-Klanglandschaften bis hin zu energiegeladenen Ausbrüchen. Sie schrieb auch die Musik zum düsteren und grüblerischen The Lord Giveth.... E-Gitarren, akustische Saiteninstrumente, analoge Synthesizer, digitale Klangerzeuger und dynamische Drums fügen der Musik weitere schillernde Töne hinzu.
Hack gelingt es auch mit diesem Projekt, den Hörer zu fesseln und in verschiedene Dimensionen seinen Klang- und Kompositionskosmos zu entführen.
Die Vielfalt an progressiven Elementen mit cinematischen Episoden und einem leichten Einschlag von Gothic, den unvergleichlichen Stimmen von Sadler und Schwarz verleihen dem Album vielmehr einen New Art Rock Stempel als denn einen klassischen Progressive Rock Stempel.
The Indifferent Stars ist definitiv ein Grower und wird sich einen Stammplatz in der Nähe des Players und im Player erspielen.
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- Artist: VARIALS
- Album: Scars For You To Remember
- Label: Fearless Records
- VÖ: 14.10.2022
Gleichgewicht entsteht inmitten von Extremen. VARIALS wechseln nahtlos zwischen Momenten vernichtender Kraft und melodischer Ausgeglichenheit und setzen Harmonie inmitten entgegengesetzter Pole frei. Das Quintett aus Philadelphia – Mitchell Rogers [Gesang], Mike Foley [Bass], James Hohenwarter [Gitarre], Shane Lyons [Gitarre] und Sean Rauchut [Schlagzeug] – schärft diesen charakteristischen Stil weiterhin mit sengender Intensität, unbändiger Energie und kompromissloser Kreativität. Nach zig Millionen Streams und Anerkennung von Decibel, Revolver und Alternative Press, um nur einige zu nennen, liefert die Band auf ihrem dritten Album für Fearless Records „Scars For You To Remember“ kontrolliertes Chaos wie nie zuvor.
„Wir schreiben schwere Songs, die gleichzeitig eingängig und strukturiert sind“, sagt Mitchell. „Es ist nicht nur heavy, um heavy oder übermäßig poppig zu sein. Wir treffen uns irgendwo in der Mitte. Im Grunde ist Varials der schwerstmögliche Ausdruck des kumulativen Geschmacks der Band“, grinst er.
Das Album bietet wirklich nicht viel Neues aus den Bereichen Metalcore, Nu-Metal, Alt-Metal, sondern kombiniert die Stile und produziert sie auf dem derzeitigen technischen Niveau. Das klingt alles gut und professionell, bringt uns aber musikalisch nicht weiter, sondern verwaltet Dagewesenes auf einem hohen Level.
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- Artist: Destinova
- Album: Pieces
- Label: Plattenfirma To Go
- VÖ: 07.10.2022
Pieces, so heißt das neue Full-Length Album der Leverkusener Rock Band DESTINOVA. Es ist ihre bisher zweite Langspielplatte und ihre erste in neuer Besetzung.
Viele der auf Pieces enthaltenen Titel wurden bereits Jahre vor dem Aufnahmeprozess geschrieben, doch von der Band für immer noch so gut befunden, dass sie sie einfach auch auf diesen Tonträger setzen mussten. So entstand ein Patchwork-Album aus Songs, die aus verschiedenen Ären von DESTINOVA stammen und vorerst wie unzusammenhängende Stücke erschienen, woraus sich der Titel Pieces ableiten lässt.
Die vier Musiker bedienen sich instrumentell überwiegend aus den Genres Alternative Rock und Alternative Metal, aber auch Versatzstücke aus Post Rock, Stoner Rock und Indie Rock fließen in die Musik ein. Vielleicht deutet Pieces auch dieses Flickenwerk an. Man weiß nichts genaues nicht.
So beliefern sie auf diesem Album nicht nur den elanvollen Headbanger mit harten Soundbrettern und intensiven Screams, sondern bedienen auch den passionierten Musikgenießer mit fließenden instrumentellen Klängen und leidenschaftlichen Gesängen.
Auch wenn Flickenteppich eine durchaus negative Konnotation beinhaltet, so kann man getrost sagen, dass das Album zwar aus verschiedenen musikalichen Stilrichtungen gespeist wird, insgesamt aber einen deutlich zusammenhängenderen Eindruck hinterlässt, als man anfangs vermutet hatte.
Tourdates 2022
24.09. 2022 Leverkusen- KAW Kulturausbesserungswerk 01.10. 2022 Kamp-Lintfort – Club Carthago
07.10. 2022 Kronberg – Recepturkeller 08.10.2022 Euskirchen – Escalate Festival 14.10.2022 Hachenburg – Pit`s
04.11.2022 Hofen am Taunus – Harley Garage Wallau
05.11.2022 Bad Oeynhausen – AK Bel Etage 18.11.2022 Emlichheim – Jugendhaus@21
02.12.2022 Köln – Tsunami Club
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- Artist: Lorna Shore
- Album: Pain Remains
- Label: Century Media Records
- VÖ: 14.10.2022
Für LORNA SHORE war 2020 nichts weniger als eine Abrechnung – in einer Karriere, die auf Herausforderungen, Veränderungen und einer zielstrebigen Vision aufbaut. Für das New-Jersey-Quintett 2020 signalisierte die Pandemie einen Sängerwechsel, abgesagte Tourneen. Das folgende Jahr stellte die Band vor eine atemberaubende kreative Herausforderung in Form des Songs „To the Hellfire“ von ihrer äußerst angesehenen …And I Return to Nothingness-EP. Dennoch haben sie mit ihrem kommenden Album „Pain Remains“ ihren klanglichen Einsatz gesteigert, das nicht nur mit allem übereinstimmt, was LORNA SHORE angedeutet haben, sondern es auch noch übertrifft – brutal und großartig. „Es fühlt sich für uns wie eine Wiedergeburt von allem an – die Energie, die Band, die Moral“, sagt Drummer Austin Archey.
Pain Remains ist der Sound einer Band, die ihren Sound und ihre Identität verfeinert hat. Von den einleitenden Chorgesängen und der Orchestrierung (komponiert von Gitarrist Andrew O'Connor) von „Welcome Back, O' Sleeping Dreamer“ direkt in ein Labyrinth aus musikalischen Wendungen, Techniken und rohen Emotionen im Kern von Tracks wie „Sun//Eater“ oder „Soulless Existence“ haben LORNA SHORE ein weitläufiges Dokument voller Ehrgeiz, Seele und Können verwoben, das nur wenige erreichen können. Es ist auch der Sound von LORNA SHORE, die aus jeder Art von Kategorisierung ausbrechen und sich als großartige Extreme-Metal-Band zurechtfinden. Mit Pain Remains sind LORNA SHORE wirklich angekommen. „Das ist seit Jahren die Idee und Vision der Band“, sagt Adam. „Wir wollten nie eingeschränkt sein oder die Erwartungen von jemandem an das erfüllen, was wir sein sollten.“
Deathcore wird nach Erscheinen dieses Albums nicht mehr das Genre sein, das es bis dahin war. Lorna Shore definieren das Genre neu, reißen Grenzen ein und machen sich auf den Weg eine der Bands zu werden, die ein Genre formen und dominieren und Pain Remains wird das Album sein, auf das sich die folgenden Extreme-Metal-Bands berufen werden.
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- Artist: No More
- Album: Kissin’ In The Blue Dark
- Label: rent a dog / ALIVE / Orchard
- VÖ: 14.10.2022
„Kissin’ In The Blue Dark“ ist ein Doppelschlag, mit dem NO MORE den Herbst einläuten. 29 Songs erzählen auf zwei sehr unterschiedlichen CDs von den (Liebes)dingen, die einem so zwischen den blauen Stunden widerfahren können. NO MORE beginnen einen Rückblick mit dem poetischen Realismus von „Berlin Soul“ und verorten sich danach sofort im Hier & Jetzt mit dem Spoken-Word-Post-Punk von „Keep It Cool“. NO MORE sind Meister des Happy-Sad, ob in einem HighSpeed-PopSong wie „Paris Blue“ oder in dem leisen choralartigen „A Happy Place“. Sie lassen eine albtraumhafte Nacht in den hellen Morgen münden („ All The Dark That Shines“) und fragen entspannt groovend „Wer bin ich?“ in „It’s So Easy To Get Lost“.
Das Duo stellt diese Gegensätze offensiv heraus und erfindet sich Song für Song immer wieder neu. Tina Sanudakura umschreibt im freien Spiel des Theremins das Sehnsuchstvolle, das Unerfüllte, Rastlose. Ihre elegischen Flächen bilden das Fundament für gefühlvolle Verzerrungen bitter-süßer Melodien. Andy Schwarz crooned, erzählt, flüstert mit Tremolo und Vibrato in Stimme und Gitarre. Er schmeißt fragmentarische, Melodiesprengsel mal auf den nackten Beton, mal in die Wolken.
Der Albumtitel, einem Text von Lana Del Rey entliehen, beleuchtet die unterschiedlichsten Aspekte von Liebe,Lust und Verlust. NO MORE haben keine Angst vor der Romantik, dem Klischee und erst recht nicht vor deren Dekonstruktion.
Der schwere Rhythmus und die orchestralen Bläser, die das Ende einer Amour Fou in „Valentina“ beschreiben, verweisen auf die dunkle Seite der Nacht auf der zweiten CD. Fast gänzlich instrumental stehen minimalistische Songs urplötzlich opulent orchestralen Stücken gegenüber, verbinden die stürmische Partynacht mit dem kommenden Montagmorgen.
Es beginnt eine Wanderung durch die Nacht, geisterhaft, spooky, in Trance, taumelnd. Mal im Fiebertraum, mal meditativ. „Man denkt nur in Bildern“ hat Camus einmal gesagt und hätte zum Beweis diesen zweiten Teil von „Kissin’ In The Blue Dark“ anführen können. „The Nightly Runner“ beginnt mit schrillen verzerrten Celli, der letzte Song „First Light“ kombiniert elektrische Störgeräusche mit einem sanften Piano und einer melancholischen Melodie.
Alles passiert gleichzeitig, Wie im richtigen Leben.
No More ist es gelungen ein (Doppel)Album für die Ewigkeit zu schreiben, das im ersten Teil (CD 1) so zeitlos klingt wie die Klassiker von New Order, Joy Division und David Bowie und im zweiten Teil (CD 2) schon fast ein Soundtrack zu einem David Lynch Film sein könnte.
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- Artist: Austin Meade
- Album: Abstract Art Of An Unstable Mind
- Label: Spinefarm / Snakefarm
- VÖ: 14.10.2022
„Abstract Art of an Unstable Mind“ ist ein musikalisches „Es war einmal“ aus dem kreativen und unkonventionellen Geist von AUSTIN MEADE. Dank einer wahnsinnig schnellen Karrieredynamik könnten Neulinge in Meades einzigartiger Musikwelt vorgefasste Meinungen haben. Aber die Erwartungen sind verdammt: „Nur weil ich in der Texas Country Red Dirt-Szene aufgewachsen bin, denken die Leute, dass wir eine Country-Band sind. Dann kommen sie zur Show und sagen: ‚Was zum Teufel war das? Das war Rock 'n' Roll!‘“, sagt Meade. „Das Album mit ‚Violation Delight‘ zu beginnen, einem harten Song mit einem fiesen Riff, bringt die Leute dazu, zu denken ‚Oh, Scheiße, worauf bin ich da?!‘“
„Abstract Art of an Unstable Mind“ ist nicht nur ein Album, es ist ein Hörabenteuer. Die 19-Song-Sammlung überzeugender moderner Rocksongs von Sänger/Gitarrist Meade reicht vom ergreifenden, nostalgischen „Loser Mentality“ über die treibende, kantige Eröffnung „Violation Delight“ – mit einem unvergesslichen aggressiven Refrain und jammernden Gitarren – bis hin zur endlosen Sommer Songgeschichte von „Varsity Type“. Das Album kann sogar mit ein paar coolen Co-Writern aufwarten – darunter „Quicksand“ und „Forever Unfaithful“ – geschrieben mit Tyler Bryant und Caleb Crosby von Tyler Bryants Shakedown. Die Zusammenarbeit ermöglicht es Meade, seinen Gedankenwelt zu erweitern, während er der Handlung des Albums treu bleibt.
Es gibt musikalisch nicht viel Neues zu entdecken. Es sind vor allem typische Rocksongs US-amerikanischen Schlags. Das mag sich jetzt despektierlich lesen, ist es aber mit nichten. Es sind ausnahmslos gute Rocksongs, die den Hörer zum mitwippen einladen und ihn gedanklich im Cabrio über südstaatliche Highways cruisen lassen.
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- Artist: Nothing More
- Album: Spirits
- Label: Better Noise Music
- VÖ: 14.10.2022
NOTHING MORE veröffentlichen am 14. Oktober ihr neues Album Spirits über Better Noise Music. Spirits zählt musikalisch zu den bis dato fokussiertesten, abenteuerlichsten und intensivsten Werken der Band, wobei introspektive, philosophische Texte mit ungeschminkten, wuchtigen Hymnen vereint werden. Das Album wurde von der Band - Jonny Hawkins (Gesang), Daniel Oliver (Bass), Mark Vollelunga (Gitarre) und Ben Anderson (Schlagzeug) - und ihrem langjährigen Manager Will Hoffman gemeinsam geschrieben und produziert.
Es dokumentiert die stürmische Zeit, die die Welt in den letzten zwei Jahren erlebt hat und fängt Themen wie Verzweiflung durch Isolation, die Spirale von Drogenmissbrauch, den Schmerz zerbrochener Beziehungen und das Überleben in der Selbstständigkeit ein, während es die Mission von NOTHING MORE zusammenfasst: Reflektieren, Provozieren, Inspirieren.
Das Album hat in den harten, metallischen Nummern seine Stärken und in den ruhigerenn, balladesken Stücken definitiv seine Schwächen. Grundsätzlich weiß die Band, wo sie mit ihren Kompositionen steht und braucht niemandem mehr beweißen zu müssen, wer sie sind und was sie können. Die Fan-Gemeinde wird das Album herzlich willkommen heißen und feiern.
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- Artist: Tons
- Album: Hashension
- Label: Heavy Psych Sounds
- VÖ: 07.10.2022
Die aus Turin stammenden Doom- und Weed-Metaller Tons veröffentlichen mit Hashension ihr drittes Full-Length-Album und preisen, wie es der Albumname nicht nur andeutet, den Gott des bewußtseinerweiternden Grüns.
Das musikalische Rezept ist genauso dreckig und ätzend wie viele Keller-Kiffer-Clubs. Der Malstrom aus langsamem, sludgy Doom Metal verbunden mit den Grundfesten ihrer Hardcore-Basis lässt Fans von Bongzilla, Dopethrone oder Weedeater noch eine Extratüte drehen für diesen Trip.
TONS wurde 2009 von Mitgliedern verschiedener Hardcore-Bands aus der Turiner Szene gegründet. Ganz langsam und heftig behandeln Tons Themen rund um Gras mit viel Humor, mit einem gewissen Hang zur Esoterik, der die Stadt Turin auszeichnet. 2010 nahmen sie ein Demo auf und 2012 die erste „Musineè Doom Session“ in voller Länge auf Heavy Psych Sounds. Im Jahr 2013 begannen Tons, europäische Veranstaltungsorte zu beackern und die Bühne für Bands wie Bongzilla, Unsane, Church of Misery, Napalm Death und Pentagram zu öffnen. Die Band spielte auch auf den renommierten Festivals Duna Jam auf Sardinien und Incubate Fest in Tillburg (NL). 2018 veröffentlichten TONS ihr zweites Album „Filthy Flowers of Doom“ auf Heavy Psych Sounds, gefolgt von der „Doom Sessions Vol. 4'-Split-EP mit den Sludge-Meistern Bongzilla im Jahr 2021.
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- Artist: Quarter Wolf
- Album: Yeah Baby
- Label: Westergaard Records
- VÖ: 07.10.2022
"Yeah Baby!", seit Jahren der Slogan von Frontmann Marius, spontan von der Bühne gerufen und letztendlich zusammenfassend die energiegeladene und lebenslustige Party-Attitüde der Band. "Ich habe das erst bemerkt, als die Leute anfingen, "Yeah, Baby!" zu rufen, wenn sie mich auf der Straße trafen. Ich schätze, das ist jetzt irgendwie bei mir hängen geblieben. Es hätte auch schlimmer sein können", schließt Marius ab.
Neun eigene Songs, eine Fugazi-Coverversion, verpackt in 28 Minuten mitreißenden, stimmungserhellenden Punk'n'Roll. Das ist die Mischung, die uns das norwegisch-australische Duo präsentiert. Es wird nicht lange gefackelt und gibt dem Hörer direkt eins auf die Zwölf. Das Album macht einfach nur Laune und ist mit Sicherheit ein Garant für Gigs, die den Schweiß von den kleinen Club-Decken tropfen lassen wird.
“Yeah Baby” ist das mittlerweile dritte Album der beiden. Aufgenommen während des Lockdowns. Aufgenommen auf einem Dachboden im Herzen von Oslo. Und ihrer DIY-Einstellung entsprechend, wurde die Platte von Schlagzeuger Paul Daniel aufgenommen, gemischt und gemastert - Und das Cover hat er gleich mitgestaltet. “Aber es gibt noch mehr DIY- und Familiy-Spirit auf dem Album, denn meine Mutter und mein kleiner Bruder Sebastian spielen beide Saxophon und Trompete auf "Guess Who", sagt Marius Kromvoll.
Bei solch einem Album gibt es nicht viel Neues zu entdecken, aber das braucht es auch nicht, denn es soll enfach nur die Stimmung heben und nach vorne gehen.
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- Artist: Lacuna Coil
- Album: Comalies XX
- Label: Century Media Records
- VÖ: 14.10.2022
Die italienischen Metal-Legenden LACUNA COIL veröffentlichen am 14. Oktober ihr Geburtstagstörtchen „Comalies XX“. Dies ist nicht nur eine Neuaufnahme, sondern eine vollständig dekonstruierte und neu erstellte Version ihres dritten Albums „Comalies“, das ursprünglich 2002 veröffentlicht wurde.
Jetzt, 20 Jahre später, wird dieser unbestreitbar hymnische Millennial-Klassiker in neuem Gewand – produziert von Marco Coti Zelati und gemischt von Marco Barusso – am 14. Oktober 2022 über Century Media Records veröffentlicht, erhältlich als Ltd. Deluxe 2CD Artbook, 2CD Jewelcase, Ltd. Gatefold 2LP+2CD & LP-Booklet und digitales Album, mit der Original- und Neuversion der 13 Tracks.
Die Band zum Album:
„Willkommen zu ‚Comalies XX‘, einer brandneuen Platte. Um den 20. Geburtstag von „Comalies“ zu feiern, waren wir der Meinung, dass dieses besondere Album mehr als ein Remastering verdient hat. Wir haben ihm nicht nur ein neues Kleid verpasst, wir haben ein neues Skelett gebaut und ihm eine neue Haut und ein neues Leben gegeben. „Comalies XX“ lebt und läuft alleine, dies ist kein Remake oder Neustart, es ist „Comalies“ auf Steroiden!"
Dem ist eigentliche nichts hinzuzufügen, denn ein Vergleich mit der Ursprungsfassung ist kaum angebracht. Die Härte hat zugenommen, die gutturalen Töne des männlichen Gesangsparts verleihen den Songs eine aggressivere und düstere Stimmung. Hier wird im Re-Arrengement nicht gekleckert, sondern geklotzt. So dürfen zukünftig gerne mehr Geburtstagsversionen großer Alben ausfallen.
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- Artist: Boogie Begique
- Album: Machine
- Label: Boogie Belgique Records / PIAS / The Orchard
- VÖ: 14.10.2022
Vier Jahre nach dem Erfolg des Breakout-Albums Volta ist Boogie Belgique mit Machine zurück. Ihr sechstes Album zieht sowohl musikalisch als auch politisch eine Parallele zu den 1930er Jahren. Der Sound des Albums ist eine Hommage an die musikalischen Trends des Jahrzehnts wie Schlagersänger, Big Bands und Swing. Die Band bringt dieses Konzept in ihrem herausragenden Album „Wonder“ zur Geltung, einem modernen Crooner-Track, der von Harold Orlobs Hit „I Wonder’s Kissing You Now“ inspiriert ist, mit Anspielungen auf Fan-Favoriten wie „Goodnight Moon“ und „Forever & Ever“.
In beiden Epochen soll die Musik eskapistisch sein. In den 30er Jahren tanzten Musikfans ihre Sorgen durch Ausgelassenheit weg. In der Moderne, in der dieses Album spielt, lädt Boogie Belgique seine Zuhörer ein, langsamer zu werden, zu atmen und sich von den hektischen Ablenkungen des modernen Lebens zu erholen, die viele von uns verschlingen.
Die Parallele zeigt sich auch in den wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Schattenseiten des Jahrzehnts, die letztlich zu katastrophalen Ereignissen führen. Obwohl die Bedrohung in ihrer Musik nie explizit genannt wird und die Bedeutung des Albumtitels Machine jedermanns Interpretation offen steht, ist diese drohende Präsenz etwas, das in vielen Themen des Albums zu sehen ist. Boogie Belgique hat das Gefühl, dass sie kurz davor stehen, Dinge zu verlieren, die in dieser Welt wertvoll sind, und warnt seine Zuhörer vor gefallenen Königreichen (Tales of Old) und den Gefahren ihres ständig wachsenden Konsums in der heutigen Zeit (Risk).
Trotz des inhaltlichen Tiefgangs (oder gerade deswegen) schafft es die Band ihrer Intention eines entschleunigenden Eskapismus ein Ausrufezeichen hinzuzufügen und den Hörer musikalisch für eine knappe Stunde zu beruhigen.
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- Artist: The Mañana People
- Album: Song Cycle, Or Music For The End Of Our Times
- Label: Unique Records / The Orchard
- VÖ: 14.10.2022
The Mañana People veröffentlichten am 14. Oktober ihr neues Album. Song Cycle, Or Music For The End Of Our Times, das zweite Album des deutsch-kolumbianischen Multiinstrumentalisten-Duos The Mañana People, ist ein weiterer tiefer Einblick in ihre exzentrische Mischung aus Pop-Sensibilität und experimenteller Selbstsabotage.
Die Sammlung von zehn Songs, die zwischen Elementen von Freak-Folk und Art-Pop schwingt, bietet sich überlagernde minimalistische Gitarrenarrangements, kombiniert mit gruseligen Synthesizern und ungebundenen Gesangsharmonien, die eine filmische Gesamtästhetik von Lo-Fi erzeugen. Die Kassettenveröffentlichung enthält eine besonders eigentümliche Bonusversion von ABBAs Souper Trouper.
Diese Spiel zwischen Folk, Singer/Songwriter und Art-Pop kommt so entspannt um die Ecke, dass man sich erst beim wiederholten Durchlauf der Größe dieses Albums bewusst wird. Das Album kommt definitiv in die Kiste der immer wieder zu spielenden Alben.
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- Artist: Tusmørke
- Album: Intetnett
- Label: Karisma Records
- VÖ: 07.10.2022
Norwegens abgefahrenste und einzigartigste Prog-Band TUSMØRKE ist zurück – diesmal mit einem weiteren Kinderalbum über künstliche Intelligenz, technologische Fortschritte, die Singularität – und alte mesopotamische Götter, denn Tusmørke lehrt uns immer etwas über die alte vergessene Geschichte.
Intetnett erzählt eine Geschichte über zwei böse Wissenschaftler, die einer ahnungslosen Schule ein selbstlernendes Computersystem unterwerfen. Das System namens Intetnett erobert bald die Köpfe von Schülern und Lehrern gleichermaßen - mit Ausnahme eines technikbegeisterten norwegischen Lehrers, einer Vertretung ohne Zugangsdaten und einer kleinen Gruppe von Schülern. Mithilfe elektronischer Impulse steuert der Computer eine in der Schulküche lebende Ameisenkolonie und übernimmt die Kontrolle über alles.
Die Welt gleitet dann langsam in einen totalitären Albtraum. Niemand denkt mehr für sich, niemand träumt mehr, und die menschliche Kultur selbst ist in Gefahr. Aber jemand vermisst die Menschen! Unten in den tiefsten Tiefen hungern die alten mesopotamischen Götter aus Mangel an menschlicher Aufmerksamkeit. Sie wollen der Menschheit helfen, ihre Freiheit wiederzuerlangen. Das einzige, was Intetnett stoppen kann, ist Technologie aus einer vergangenen Zeit: Magie! Der norwegische Lehrer, der Stellvertreter und die Kinder erhalten Anweisungen, wie man einen Golem beschwört, der Internett entgegentreten und den gefährlichen Computern den Stecker ziehen kann.
Das Album besteht aus den beiden Originalmusicals „Intetnett“ und „Når Enden er Golem“, die 2017/2018 für die Aktivitetsskolen Nordstrand geschrieben und dort uraufgeführt wurden.
Diese abgefahrene und düstere Geschichte ist verpackt in feinsten Retro-70's-Folk-Prog, der Fans von Ruphus, VdGG, King Crimson, Black Widow und Wobbler auf den Plan rufen kann. Allerdings wird eine Hörbarriere die norwegische Sprache sein, in der alle Songs vorgetragen werden. Wer sich davon und von der Tatsache, dass es sich um ein Kinder-Musical handelt, nicht abschrecken lässt, kommt in den Genuss bester norwegischer Prog-Kunst.
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- Artist: Major Parkinson
- Album: Valesa – Chapter I: Velvet Prison
- Label: Apollon Records /Plastic Head Distribution
- VÖ: 07.10.2022
Das neue Album enthält 17 akribisch ausgearbeitete Songs, die neue klangliche Territorien erkunden und vor dem politischen Hintergrund der 1980er Jahre spielen, während sie den Zeitgeist einer Periode in der Menschheitsgeschichte anzapfen, die sich als gleichbedeutend mit der Gestaltung unserer Welt erwiesen hat. Von den Hallen einer verlassenen amerikanischen High School bis zum weinbefleckten Kopf von Gorbatschow – das Album ruft ein allumfassendes Gefühl unguter Nostalgie hervor, als würde die Menschheit gemeinsam mit einer zersprungenen, rosaroten Brille in die Vergangenheit blicken.
Man hört einen düsteren Leonard Cohen (oder war es doch Nick Cave), der sich ein Duett mit Bruce "The Boss" Springsteen teilt, Tony Banks stößt zu den poppigen YES der 90125-Ära. Cindy Lauper koketiert mit Madonna. Das Ganze ist in ein modernes Kleid gehüllt, lässt den Hörer eine kleine Zeitreise vollbringen, ihn dabei aber immer noch mit einem Bein im Hier und Jetzt stehend.
Dieses Album, das zwischen Nostalgie und gescheiterten Revolutionen changiert, ist ein absolut einzigartiger Star für den Soundtrack des Jahres 2022.
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- Artist: Sun Voyager
- Album: Sun Voyager
- Label: Ripple Music
- VÖ: 07.10.2022
Sun Voyager werden häufig als Heavy Psych Rockformation betitelt, was der ganzen Geschichte allerdings nicht ganz gerecht wird, denn auf ihrem neuen slbst betitelten Album vereinen sie den Heavy Psych Sound mit schrammelndem und trotzdem modern klingendem Garage Rock der alten Schule und fügren dem Gemenge noch schöne repetitive Krautstrukturen bei. Und so entsteht ein Album, das sich der strikten Heavy Psych Kiste völlig entzieht und den Hörer in entrückte, chaotische Klangkosmen entführt.
SUN VOYAGER wurde 2014 gegründet und angetrieben von ihrem Split-Album mit Greasy Hearts. SUN VOYAGER ist ein Heavy-Psychedelic-Rock-Kraftpaket aus New York, das frühe Metal-Einflüsse aus der Comedown-Ära mit Kraut-Jam-inspirierten Stoner-Rock-Freakouts verschmelzt. Nach der Veröffentlichung ihres Debüts „Seismic Vibes“ aus dem Jahr 2018 nutzten SUN VOYAGER das Beste aus ihren ausgedehnten Tourneen, um auf der Bühne zu experimentieren und ihre Jam-Facette zu verfeinern, mehr auszuflippen, mehr zu grooven und gleichzeitig eine ganz neue Ebene ihres Sounds zu finden. Die Proben verwandeln sich dann in zweistündige Jams und der Sound ihres neuen Albums „Sun Voyager“ stammt zu einem großen Teil aus diesen Experimenten.
Über das Album sagt SUN VOYAGER: „Dieses Album wurde wirklich als Band geschrieben. Wir verbrachten zwei Jahre damit, einfach zusammenzukommen und zu sehen, was passieren würde, und der größte Teil der Musik stammt aus wilden 15-minütigen Voice-Memo-Jams wo wir drei die Tasche gefunden haben und du hättest dort sein sollen. Die lyrischen Themen reichen von drohendem Untergang über Arschtritte bis hin zum Verlieben."
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- Artist: Caustic Casanova
- Album: Glass Enclosed Nerve Center
- Label: Magnetic Eye Records
- VÖ: 07.10.2022
Wer sagt, dass (Post)Punk, Noise, Indie, Psychedelic und Progressive Rock nicht friedlich auf einem Album und sogar in einzelnen Tracks koexistieren können, der hat sich dieses Album der Washington DC Rocker von Caustic Casanova noch nicht angehört.
Dieser Genre-Mix ist so wild, abstrus und gleichzeitig vereinnahmend und betörend. Das Album fasziniert in seinen fünf Tracks mit einer Spielzeit von einer dreiviertel Stunde, wobei der Closer "Bull Moose Against The Sky" mit 22 1/2 Minuten die Hälfte der Spielzeit ausmacht und diesen schon oben aufgeführten Genre-Mix nochmals vervollkommnet.
2005 als Trio bestehend aus der Schlagzeugerin und Sängerin Stefanie Zäkner, dem Bassisten und Sänger Francis Beringer und dem Gitarristen Andrew Yonki gegründet, wählten CAUSTIC CASANOVA einen Weg, um ihre aufregend unvorhersehbare Musik, die von sardonischem Noise Rock bis hin zu proggy Sludge reicht, ständig zu verfeinern. Nach einer Reihe stolzer DIY-Veröffentlichungen erregte CAUSTIC CASANOVA die Aufmerksamkeit von Kylesa, die das dritte Album „Breaks“ der Band über ihr eigenes Label veröffentlichte. Nachdem CAUSTIC CASANOVA ihre pure Rock-Wut auf mehr als einem Dutzend US-Tourneen zu den Riff-hungrigen Massen gebracht hatten, wandten sie ihr routiniertes Können an, um für das triumphale Album „God How I Envy The Deaf“ von 2019 ein härteres, fröhlicheres, aufrichtiges Set an aufrichtigen Songs herauszuschlagen.
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- Artist: Red Mess
- Album: Breathtaker
- Label: All Good Clean Records
- VÖ: 07.10.2022
„Mit einem instinktiven Verlangen nach Chaos lässt sich Red Mess von zahlreichen Bands und Künstlern der brasilianischen Underground-Szene inspirieren, denen es gelingt, schmutzig klingende Platten zu machen.“
Mit ihren schweren, schleppenden Gitarren erfinden sie den Stoner Rock nicht neu, klingen aber trotzdem frisch, frech und rotzig. Sollten sie diesen Sound auch so auf die europäischen Bühnen bringen (die Europtour steht in den Startlöchern), dann wird es definitiv ein Erlebnis für die Stoner Fangemeinde. Ziel des Albums war es jedenfalls den Sound ihrer Liveshows ins Studio und somit auf das Album zu transportieren.
Das Trio wurde 2013 in Londrina, Brasilien gegründet, wobei sich Douglas (Drums) und Thiago (Gitarre) schon seit Kindestagen kennen, aber mit dem Einstieg von Drummer Lucas bekam es Struktur und wurde zu einer der spannendsten Bands des Brasilianischen Rock-Underground.
2017 wurden RED MESS zu einer Brasilien-Tour von Stoned Jesus (Ukraine) eingeladen. Aktuell verlegen sie ihren Schwerpunkt nach Europa und möchte hier Fuß fassen. Die Band bewegt sich musikalisch zwischen den Fixpunkten Progressive und Stoner Rock. Bislang gibt es drei EPs ("Crimson" 2014, "Drowning in Red" 2015, "Phantom Limb" 2022) und mit "Into the Mess" 2017 ein Album, wobei alle auf dem Brasilianischen Label Abraxas Records veröffentlicht wurden. Jetzt bringen RED MESS ihr zweites Album "Breathtaker" über All Good Clean Records (Norwegen) raus und starten im Herbst 2022 ihre erste Europatournee.
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- Artist: Orango
- Album: Mohican
- Label: Stickman Records
- VÖ: 07.10.2022
ORANGO, Norwegens Melodic-Classic-Rock-Powerhouse, ist mit einem neuen Studioalbum zurück. Auf “Mohican” präsentiert das Trio um Helge Bredeli Kanck, Trond Slåke und Hallvard Gaardløs – zusammen mit einigen Gästen – zehn Tracks, die beweisen, dass ihnen noch lange nicht die Puste ausgeht.
Zehn Classic-Rock-Tracks, die an die große Zeit des (Hard)Rock und Blues Rock erinnern, gute Laune verbreiten und immer zu mitwippen einladen. Das Album läuft durch, man fühlt sich umschmeichelt von den "alten" Vibes. Es gibt keine Ausreisser nach oben oder unten. Aber genau das ist das "Problem" des Albums, es ist viel zu beliebig in diesem Genre. Dies soll natürlich nicht an der ursprünglichen Qualität der Musik rütteln.
Wenn man nicht wüsste, dass sie sich in den Bergen Norwegens verstecken, könnte man meinen, ORANGO sei in den Smoky Mountains von Tennessee oder an den Küsten Südkaliforniens zu Hause. Zwischen den südländisch gefärbten, gefühlvollen Riffs und sonnendurchfluteten dreistimmigen Gesangsharmonien der Band bieten sie Classic Rock der Meisterklasse. “Mohican” fühlt sich besonders herzlich und persönlich an, ein Faden der Sehnsucht zieht sich durch die zehn Songs des Albums. Vielleicht liegt dies an der Phase des Übergangs und der Fremdheit, in der sich die Band während des Songwritings befand, wie Gitarrist/Sänger Helge Kanck erklärt:
„Mohican war nicht immer der Plan. Ich hatte genug Songs für drei weitere Alben geschrieben, aber während der Pandemie sah die Band wenig voneinander, spielten keine Gigs, und die Tour zur Unterstützung unserer “Battles”-Wiederveröffentlichung wurde abgesagt, da der VÖ mit dem Corona-Lockdown Norwegens zusammenfiel. Es fühlte sich an wie sehr dunkle und langweilige Zeiten. Aber nach einigen guten Proben, waren wir bereit dort einzusteigen wo wir aufgehört hatten. Mohican ist ein Album voller guter Laune, und die Aufnahmesessions waren durchweg großartige Zeiten, in denen alle Bandmitglieder alles gaben und hart daran arbeiteten, unser bisher bestes Album zu machen. Echte Bandharmonie!“
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- Artist: Goddys
- Album: Monsters Of Reality
- Label: RecordJet / edel
- VÖ: 07.10.2022
Das Quintett läutete mit ihrer Single „Oddkilla“ und dem dazugehörigen Video ihr zweites Album „Monsters Of Reality“ ein, das am 7. Oktober erscheint. Stoner, Blues, Rock prallen hier aufeinander. Classic Rock, der von der Stimme von Frontfrau Emma geprägt wird und Vergleiche zu Genregrößen, wie den Blues Pills aufkommen lässt.
Ihre absoluten Stärken spielt die Kombo in den Desert- und Stoner Rock Passagen aus, die vor allem im mittleren Part des Longplayers (Wave, Joker, Yeast Beast und Caveman) zum Tragen kommen. Die Blues und Classic Rock Anteile sind grundsolide und stark ausgespielt, so dass es keine groben Ausreisser nach unten gibt.
Der Bandname GODDYS (GOD- engl. Gott und DYS für Abweichung von der Norm) steht für die Schönheit des Unvollkommenen in der Welt sowie die Fehlbarkeit der scheinbar vollkommenen Menschheit. Eine unendliche Anzahl an musikalischen und lyrischen Themen eröffnet sich unter diesem Bandnamen für die fünf Musiker aus dem Thüringer Wald.
2019 veröffentlichen sie ihr Debüt Album „Ambrosia“. Im Anschluss folgt eine Tour durch kleine Festivals und Clubs und zahlreiche Rezensionen bescheinigen GODDYS eine vielversprechend Zukunft, doch die pandemiebedingte Pause erwischte natürlich auch die GODDYS unerwartet und zahlreiche Auftritte wurden abgesagt. Ihr Drummer stieg aus privaten Gründen aus, doch der sich auftuende Abgrund inspirierte die Band scheinbar und neue Ideen und frische Kräfte trieben das Songwriting voran. In neuer Besetzung und einem zusätzlichen Mann am Synthesizer spielten die Fünf nun „Monsters of Reality“ ein. Die Stil-Mixtur hat auffällig neue Farben und Facetten bekommen. Düster, spannungsgeladen und massiver im Sound. Vielseitiger und zielstrebiger im Songwriting. Scheinbar hat die Band sich gefunden und fühlt sich innerhalb der Genre-Grenzen sichtlich wohl.
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- Artist: Even Flow
- Album: Mediterraneo
- Label: self released
- VÖ: 03.10.2022
Die italienischen Prog-Metaller von Even Flow veröffentlichen am 3. Oktober ihre dritte Platte "Mediterraneo".
Ihr jetziger Output spielt irgendwo zwischen den Prog-Metal-Legenden von Queensrÿche, Dream Theater und den NWOBHM-Giganten von Iron Maiden. Die 23 Minuten der EP vergehen wie im Fluge und man wünscht sich einen längeren Durchgang in Form eines kompletten Longplayers. Auch wenn man nicht wirklich viel Neues in diesem Genre entdeckt, so ist dies ein gelungenes, weil mehr als nur solides, klassisches Prog-Metal-Album.
Even Flow ist eine Progressive-Metal-Band, die Ende der 1990er Jahre von den Brüdern Pietro Paolo (Gitarre) und Giorgio (Schlagzeug) gegründet wurde.
2008 veröffentlichte die Band ihre erste Debüt-EP „Dream Weaver“, die weiterhin allgemeine Anerkennung von Fans und Kritikern erhält.
2011 kehrte die Band ins Studio zurück, um ihr erstes Album Ancient Memories aufzunehmen, das einen reiferen und vielseitigeren Sound offenbart, bei dem Fabrizio di Sarno (Paul Di Anno und Angra) an den Keyboards und Jani Loikas (Nocturnal Winds) am Bass hinzukommen.
2015 verspricht ein magisches Jahr für die Band zu werden, denn sie werden das Studio betreten, um ihre zweite EP in einer akustischen Tonart von Flower Path aufzunehmen, die von Mark Zonder, dem ehemaligen großartigen Schlagzeuger von Fates Warning, Mike Lepond (Bassist von Symphony X) begleitet wird und Matt Guillory (Keyboarder für James Labries Soloprojekte, bekannt für seine Teilnahme an Dream Theater).
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- Artist: Autopsy
- Album: Morbidity Triumphant
- Label: Peaceville Records
- VÖ: 30.09.2022
„Morbidity Triumphant“, das achte Album der Band, ist wahrlich ein dunkles Vergnügen für erfahrene und neue Zuhörer gleichermaßen, mit einem rohen, organischen Sound, der perfekt verkörpert, was Autopsy unter seinen Mitstreitern so unverwechselbar macht, denn es kann ohne weiteres als eines seiner bisher stärksten Outputs angesehen werden.
Die treibende Kraft von Autopsy ist nach wie vor das virtuose Gitarrenpaar von Eric Cutler und Danny Coralles, die mühelos ihre schizophrenen Leads abwechseln und vom totalen Death-Metal-Wahnsinn zum groove-beladenen Heavy Doom wechseln, mit der unverwechselbaren Schlagzeug-/Gesangslegende Chris Reifert, dem Meister, der seine eigenen unendlich kreativen wahnsinnigen Gedanken ausrotzt.
Ihre Höhepunkte haben die Vier auf dem Album, wenn es schleppend wird und die Atmosphäre so richtig unheimlich und dicht wird. Aber auch die dahingerotzten Thrash-Einschübe haben ihren ganz eigenen Charme, denn die Gitarrenparts sind auch dort noch recht filigran und zeugen von perfektionistischer Fingerarbeit.
Mit diesem Spätalbum beweisen Autopsy, dass sie zurcht zu den absoluten Größen im Death-Genre gehören. Dieses Album gehört definitiv zu einem Must-Have für alle Extrem-Düster-Metaller. Die definitiven Abräumer des Albums sind: Final Frost, The Voraciuos One, Skin By Skin und Slaughterer Of Souls.
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- Artist: Public Display Of Affection
- Album: I Still Care
- Label: self released
- VÖ: 30.09.2022
Der Bandname sagt es vielleicht schon aus: diese Band zeigt sich gerne, sie sind für den Voyeur in uns allen. Eintertainment. Eine Band, die mehr ist als nur Musik. Tanz, Performance, Farbe, Sound…
Die Live-Shows von P.D.O.A. spiegeln das Image, das Berlin zu einem Magneten internationaler Künstler werden ließ und erinnern an die Exzentrik der West-Berliner Performance-Kunst- und Musikkollektive der 1980er Jahre. Anything goes.
Hier treffen sich die Punks (Nina Hagen, Ton Steine Scherben) mit der aufkommenden Post Punk (The Fall) und New Wave Szene (Ideal), die Elektronik-Krautrocker jammen mit den Noise- und Garage-Rockern in den besetzten Häusern im Berlin der 1980ern. Die junge Björk schaut auf eine Improvisationeinlage vorbei während Kim Gordon die Saiten bearbeitet und Elemente Of Crime in der Küche diskutieren/philosophieren.
Für Menschen, die in ihrer Jugend mit Punk, Indie, Post Punk, New Wave, Noise und dem ganzen hippen Berlin- und Manchester/London-Sound sozialisiert wurden, ist dieses Album ein absolutes Muss. Es vereint genau das alles, wonach uns früher musikalisch dürstete. So gesehen sind die 47 Minuten dieses Albums genau diese eine Mixtape-Seite, die immer auf allen Parties lief und alle vereinte, egal aus welcher musikalischen Richtung sie kamen.
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- Artist: OFF!
- Album: Free LSD
- Label: Fat Possum Records
- VÖ: 30.09.2022
Nach acht Jahren veröffentlichen OFF! Mit „Free LSD“ ihr neues Album an!
OFF!, die von Keith Morris (ehemals Black Flag, Circle Jerks) und Dimitri Coats (ehemals Burning Brides) ins Leben gerufene Denkfabrik des Punk Rock, haben soeben ihr erstes neues Studioalbum seit acht Jahren über Fat Possum veröffentlicht.
Free LSD markiert einen fulminanten Neustart für die Band, deren charakteristischer, hochexplosiver Sound mit dem neuen Schlagzeuger Justin Brown (Thundercat, Flying Lotus, Herbie Hancock) und Bassisten Autry Fulbright II (...And You Will Know Us By The Trail Of Dead) eine zusätzliche Energie-Infusion verpasst bekommen hat. Gemeinsam treiben sie das Konzept des Punk Rock frenetisch in eine völlig neue Dimension. Das Ergebnis ist zugleich greifbar wie sprunghaft und verleiht der ohnehin schon aufwieglerischen Kraft ihrer Musik neuen Schwung.
Während das neue Line-Up einer Art experimentellem Flair frönt und Coats – neben der perkussiven wie explosiven Virtuosität von Brown – bei einer Reihe von Songs das Untergrund-Heulen der Band mit vielschichtigen Elektronik-Elementen in die Umlaufbahn von Sun Ra und The Stooges zu versetzen vermag oder das Gast-Saxophon von Jon Wahl (Claw Hammer) sein Übriges tut, klingt Morris so zeitlos wie eh und je. Der Sänger präsentiert in 90-Sekunden-Geschossen wie “Kill To Be Hear“ seine grundehrlichen und kompromisslosen Tiraden. Zum revitalisierten Sound des Albums erklärt Morris "After making music for as long as I have, it was time to use a palette that includes lime green, turquoise, and magenta instead of the typical colours and shades that were involved in all of the other breakneck and car chase scenarios. Miles Davis with Herbie Hancock and the Headhunters as opposed to Milo Goes to College.“
Die Mischung aus Punk, Hardcore, Noise und teilweise psychedelischem Stoner und experimentellen Passagen ist grandios gelungen und markiert somit tatsächlich einen Neuanfang für Band und hoffentlich auch für neuen Schwung im Genre.
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- Artist: Bjørn Riis
- Album: A Fleeting Glimpse
- Label: Karisma Records
- VÖ: 30.09.2022
Gerade als Karisma Records dabei war, das vierte Soloalbum von Airbag-Mitbegründer, Songwriter und Leadgitarrist Bjørn Rii, „Everything to Everyone“, zu veröffentlichen, kam er mit einer Idee für ein neues Mini-Album auf sie zu. Mit „A Fleeting Glimpse“ hat Bjørn Riis seine Inspiration von Pink Floyd so richtig zur Geltung kommen lassen. Hier bietet er vier neue Songs in knapp 30 Minuten, bei denen man sich während des Hörens wirklich die Pink-Floyd-Referenzen aussuchen kann. Riis hat sogar Durga McBroom, eine der Background-Sängerinnen von Pink Floyd aus den 80er und 90er Jahren, dazu gebracht, Gastgesang auf einem der Tracks zu singen.
Während der Opener "Dark Shadows (Part I)" eher inspiriert von den langsamen, balladesken Gitarrenparts der späten 80er und 90er von David Gilmour zu sein scheint, mit der unerbittlichen Parallele durch McBrooms Gesangspart, so kommt "A Voyage To The Sun" als definitiver Psycho-Track mit der repetitiven und bewusstseinserweiternden Ära der Floyds (Set The Controls For The Heart Of The Sun, Astronomy Domine) daher. "Summer Meadows" ist dagegen wieder eher ein populäres Floyd Stück Richtung "A Pillow Of Winds" (Meddle) geworden, während sich Part II von Dark Shadows an der "The Wall" Ära, aber noch näher an Steven Wilson abarbeitet.
Hört man sich das Mini-Album mit seinen knappen 26 Minuten in Gänze an, kommt man zwangsläufig zu der Frage, ob Riis ein Undercover-Pink-Floyd-Mitglied ist und sich aus dem großen Studiofundus der Band bedient hat.
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- Artist: Final Stair
- Album: Hope
- Label: Sonic Grit
- VÖ: 30.09.2022
Das Berliner Trio Final Stair veröffentlicht am 30. September 2022 sein neues Album über Sonic Grit.
Der Titeltrack zum Album erschien bereits und ist ein weiteres atemberaubendes Stück emotionsgeladenen Alt-Rocks. Treibende Rhythmen überlagert von wunderschönen Harmonien. Das Video führt die Erzählung früherer Videos für die Singles „End Of Love“ und „Morning Dew“ fort. Die Geschichte des „Hope“-Videos dreht sich um einen Vater, der friedlich und zurückgezogen Zeit mit seinem Sohn verbringt, jedoch in einem dramatischen Ende bis zum Äußersten gehen muss, um seinen Sohn zu beschützen. Wie bei „End of Love“ wird visuell auch hier wieder auf 1813 und die Völkerschlacht von Leipzig unter Napoleon Bezug genommen, eine Zeit, die die Band persönlich sehr interessiert und bewegt und die sie selbst im Rahmen des Reenactments immer wieder darstellen.
Die Band sagt über Hope:
„Wir alle sehnen uns nach Glück im Leben. Gerade in schwierigen Zeiten suchen wir nach Kraft und Motivation. Insgesamt haben uns persönliche Niederlagen und das Leben in einer Metropole inspiriert. Die Welt ist schon laut genug und deswegen sollte man die wenige Stille noch mehr wertschätzen. Hoffnung sollte immer ein Antrieb sein. Darum handelt es sich in diesem Song.“
Nach mehreren Single-Auskopplungen ist das Debüt-Album der drei Berliner ein wirklicher Lichtblick am Alternative Rock Himmel, denn es verbindet stonigen Rock, wie man ihn von den Queens Of The Stonage Age kennt, mit dem Alternative Rock der Foo Fighters und setzt diese Komposition so gekonnt zusammen, dass sie sich frisch und unverbraucht anhört und den Hörer trotzdem im gewohnten Klangckosmos umherreisen lässt. So darf es gerne weitergehen!
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- Artist: Sonic Flower
- Album: Me and My Bell Bottom Blues
- Label: Heavy Psych Sounds
- VÖ: 30.09.2022
SONIC FLOWER, das Nebenprojekt der legendären japanischen Psychedelic-Doom-Band Church Of Misery, haben ihr neues Album heute veröffentlicht. Wenn Sie auf der Suche nach den leckersten bluesigen Licks und dem perfekten 70er-Rückblick in einem sind, dann suchen Sie nichts weiteres als „Me and My Bellbottom Blues“!
Mit Church Of Misery-Bassist und -Gründer Tatsu Mikami an der Spitze besteht das Line-up aus Original-COM-Sänger Kazuhiro Asaeda, Blues-Gitarrist Fumiya Hattori und Schlagzeuger Toshiaki Umemura. Dieses dritte Album, das härter und schwerer klingt als ihre vorherigen Auftritte, hält das grandiose Niveau an Groove und Prahlerei aufrecht und sollte Fans von Bands wie Cactus, Sir Lord Baltimore, Granfunk Railroad, Clutch und ... Church of Misery begeistern!
SONIC FLOWER wurde 2001 als Nebenprojekt von Church of Misery gegründet. Tatsu Mikami (Church Of Misery-Bassist) und Takenori Hoshi (Gitarrist auf Church of Miserys zweitem Album „The Second Coming“) taten sich zusammen, um mehr bluesigen und instrumentalen Heavy Rock zu spielen beeinflusst von 70er Acts wie Cactus, Grand Funk Railroads, Groundhogs oder Savoy Brown. Gitarrist Arisa und Schlagzeuger Keisuke Fukawa schlossen sich ihnen schnell an. 2003 veröffentlichten sie ihr selbstbetiteltes Blues-Heavy-Rock-Debütalbum „Sonic Flower“ auf dem japanischen Label Leafhound Records. Diese instrumentale, improvisierte Doppelgitarren-Platte wurde international gefeiert und sie bekamen die Chance, Electric Wizard, Bluebird oder Acid King bei ihren Japan-Shows zu supporten.
2005 ging SONIC FLOWER ins Studio, um neues Material aufzunehmen, aber da Arisa schwanger war und der Alltag sie vereinnahmte, legten sie die Band nach der Aufnahmesession auf Pause. Diese Aufnahmen schlummerten fünfzehn Jahre lang im Tresor, bis Tatsu 2018 beschloss, die Band zu reformieren. Diesmal tat er sich mit dem ehemaligen Sänger von Church Of Misery zusammen: Das Ergebnis war ihr neues Album „Rides Again“, 2021 über Heavy Psych Records. Ihr brandneues Album „Me and My Bellbottom Blues“ wird von Gitarrist Fumiya Hattori an der Gitarre begleitet und Ende September auf dem italienischen Label veröffentlicht. Aufgenommen in Tokio Anfang 2022 und gemischt vom japanischen Doom-Guru Yukito Okazaki von Eternal Elysium, ist „Me And My Bellbottom Blues“ laut Mikami „ihr bisher größtes Werk“.
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- Artist: ABBA
- Album: Gold - Greatest Hits (30th anniversary)
- Label: Universal Music
- VÖ: 23.09.2022
ABBA „Gold“ wurde erstmals am 21. September 1992 veröffentlicht. Mit mehr als 32 Millionen Verkäufen weltweit ist ABBA „Gold“ der größte Erfolg der Band aller Zeiten. Als zweitbestverkauftes Album aller Zeiten in Großbritannien hat es sich über 1055 Wochen in den offiziellen britischen Albumcharts gehalten und ist damit das am längsten in den Top 100 der offiziellen Albumcharts vertretene Album.
Mit 19 der größten ABBA-Hits wie "Dancing Queen", "Knowing Me, Knowing You", "Take A Chance On Me", "Mamma Mia" und "The Winner Takes It All", um nur einige zu nennen, ist es seit drei Jahrzehnten ein Favorit der Fans.
Zur Feier des 30-jährigen Jubiläums wird ABBA „Gold“ am 23. September in folgenden Formaten veröffentlicht:
• NEU - 2LP Picture Disc: Heavyweight-Vinyl, in einer gestanzten Gatefold-Hülle
• NEU - Goldene Kassette, auch als schwarzer Kassette erhältlich
• Gold 2LP: goldenes 2 x 180g Vinyl, bereits zuvor erhältlich
Über den musikalischen Erfolg und die musikalischen Qualitäten braucht kein Wort mehr verloren zu werden, denn diese beiden Kriterien stehen über jedem Zweifel.
Die vorliegende Picture Disc ist verpackt in einer ausgestanzten Gatefold-Hülle, damit man die wahre Pracht der Picture Disc sieht. Die 180g schwere Vinyl liegt satt auf dem Teller und hat keine Unwucht. Im Gegensatz zu früheren Picture Discs ist kaum ein klanglicher Qualitätsabfall zu hören. Wer jedoch aus Klanggründen keine Picture Discs mag, der kann auf unifarbene, güldene Vinyl zurückgreifen oder gar auf das gute alte Tape, das nun wieder immer mehr im Kommen ist.
Für eine Jubiläumsedition hätte ich mir vielleicht noch einen kleinen Beipackzettel mit Linernotes oder ähnlichem gewünscht.
Aufgrund der immer wieder erscheinenden Jubiläumseditionen wird hier keine Bewertung vergeben.
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- Artist: Virgil & Steve Howe
- Album: Lunar Mist
- Label: Inside Out Music
- VÖ: 23.09.2022
Virgil und Steve Howe waren nicht nur Vater und Sohn, sondern auch musikalische Verwandte. Zusammen arbeiteten sie zuletzt an einem geminsamen Werk, namens Nexus, dass leider wegen des plötzlichen Todes des 41 jährigen Virgils nicht mehr veröffentlich wurde. Dieser bereits erarbeiteten Musikfragmente nahm sich Steve Howe nun nochmals an und veröffentlicht diese, überarbeitet, unter dem Titel "Lunar Mist".
Leider hört sich das Album auch so an: eine Zusammenstellung der einzelnen Fragmente als dokumentarische Veröffentlichung des Schaffens der beiden. Viele diese Fragmente könnten bei esoterischen Seancen eingesetzt oder als Meditationsmusik veröffentlicht werden. Lediglich der Opener (Lunar Mist) und der Closer (Martian Mood) könnten als Basis für (Elektro)Krautsongs dienen und stechen somit aus dem ganzen Zyklus positiv heraus.
Musik war eine Konstante in Steve Howes Leben. In den Sechzigern machte er sich als Gitarrist der Psychedelic-Pioniere Tomorrow einen Namen. In den siebziger Jahren kam er zu Yes und trug dazu bei, diese Band zum Progressive-Rock-Superstar zu machen. In den Achtzigern landete Steve als Gründungsmitglied der Supergroup Asia und später GTR erneut an der Spitze der Charts. Gleichzeitig entwickelte Steve eine brillante Solokarriere, trat auf und verfeinerte seine Fähigkeiten als Produzent, indem er mehr als zwanzig Alben veröffentlichte. Zusammen mit seiner Frau Jan hat er eine Familie gegründet und nebenbei Projekte mit Sohn Dylan in The Steve Howe Trio geleitet.
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- Artist: Kid Kapichi
- Album: Here’s What You Could Have Won
- Label: SPINEFARM RECORDS
- VÖ: 23.09.2022
Nachdem die Band 2021 ihr Debütalbum „This Time Next Year“ unabhängig herausgebracht hat, hat sie einen weltweiten Vertrag für ihren Nachfolger „Here’s What You Could Have Won“ unterzeichnet. Verdiente Belohnung für all ihre Anstrengungen. Diese elf neuen Songs sind ein hervorragendes Beispiel für den größeren, druckvolleren Beat-Punk-Sound der Band, der gemeinsam mit Dom Craik von Nothing But Thieves produziert wurde.
Dank der Hastings-Szene, die sie hervorgebracht hat, sind sie auf und hinter der Bühne ein Gigant von einer Band. Ihre besten Songs erforschen Rassismus, Armut am Arbeitsplatz, psychische Gesundheit, Gewalt, Frustration und alles verzehrende Liebe mit Ehrlichkeit und Humor. Alle ihre Songs sind mit Stacheldrahthaken übersät, voller zitternder Erschütterung gelebter Erfahrung, dem kathartischen Nervenkitzel einer geballten Faust, die sich zu einem Luftschlag entspannt.
Was die Jungs hier vorlegen, das ist das beste Beispiel für die Kreativität britischer Working-Class-Musiker, wie man sie noch aus der 60er-Jahre-Liverpool- oder 80er-Jahre-Manchester-Szene kennt. Sie vereinen rotzigen Punk mit dem Sophisticated-Brit-Pop mit Sprechgesangseinlagen und Nu-Metal-Einschlag. Und dann kommt noch eine Polit-Ballade im Stile der Beatles ums Eck (Party At No. 10).
Was will man mehr? - Dass die Rotzlöffel genauso weitermachen!
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- Artist: The Rasmus
- Album: Rise
- Label: Playground Music
- VÖ: 23.09.2022
Das zehnte Studioalbum "Rise" der finnischen Rocker The Rasmus erscheint heute. Nach einem zweijährigen Aufnahmeprozess während der Pandemie führte ein Anruf beim legendären Songwriter Desmond Child zu den letzten drei Tracks für das Album. Die Single „Jezebel“ führte Finnland bis zum Eurovision-Finale in Turin, dort allerdings nur auf Platz 21 und der Nachfolgetrack „Rise“ gewann im Sommer immer mehr an Fahrt im Äther.
Das alles täuscht aber nicht über die Schwächen des Albums hinweg. Vom ehemaligen Alternative Rock ist kaum noch was übrig. Der Opener "Live And Never Die" könnte auch eine rockigere Justin Timberlake Nummer sein und auch der Rest hört sich eher nach der Rockvariante der Norweger von a-ha an. Man kann kaum rockige Gitarrenriffs ausmachen, vieles verläuft im poppigen Sand, der dann auch negativ im Getriebe einer Rockband wirkt.
Das Album lässt sich hervorragend nebenbei als Berieselung hören, irgendwo in einem Radiosender zwischen zwei Werbeblöcken.
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- Artist: Eva Under Fire
- Album: Love, Drugs & Misery
- Label: BETTER NOISE MUSIC
- VÖ: 23.09.2022
Sechs Jahre dauerte es bis zum heute erscheinenden dritten Full-Length-Album "Love, Drugs & Misery" der US-Rockband Eva Under Fire. Groß waren die Erwartungen an dieses Album und die Ankündigungen zum Album:
„Wir wollten uns mit dieser Platte wirklich selbst herausfordern und uns auf Melodien konzentrieren und das beste Material schreiben, das uns einfiel“, erklärt Eva. „Wir haben wirklich das Beste vom Besten gefunden, als es um unser Songwriting ging. Manche Songs machen Spaß, andere sind emotionaler.“
Doch beim ersten Durchhören des Albums kommt einem die PopArt-Konserve eines Andy Warhols in den Sinn, die zigmal auf dem Wandgemälde abgebildet ist. Vieles hört sich nach beliebiger Modern-Rock-Verwurstungsindustrie aus dem Baukasten an, um eine möglichst breite Hörerschaft anzusprechen und keine wirklichen Eclken und Kanten abzubilden. Das mag für das Business "Rock" gut und billig sein und auch Geld in die Kasse spülen, aber wirklichen Tiefgang hat die Scheibe dann doch nicht, auch wenn man sich an einen U2-Klassiker wie "With Or Without You" traut und Gäste von Ice Nine Kills, Fraom Ashes To New und Ego Kill Talent einlädt. Positiv gesagt: das Album ist solide moderne Rockmusik, perfekt produziert und hat die klassischen Elemente für ein modernes Rockalbum.
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- Artist: Banco del Mutuo Soccorso
- Album: Orlando: Le Forme dell’Amore
- Label: Inside Out Music
- VÖ: 23.09.2022
Es könnte keinen besseren Zeitpunkt und Anlass für die Banco del Mutuo Soccorso geben, ihr 50-jähriges Bestehen zu feiern und gleichzeitig ihr möglicherweise ambitioniertestes Konzeptalbum seit der Veröffentlichung des Debütalbums „Darwin“ im Jahr 1972 zu veröffentlichen. Das neue Album heißt „Orlando: Le Forme dell’Amore“.
Vittorio Nocenzi arbeitete jahrelang zusammen mit seinem Sohn Michaelangelo und dem Texter Paolo Lugli am musikalischen Konzept dieses neuen Albums. Ein echtes Gedicht aus dem 16. Jahrhundert durch verschiedene Lieder zu erzählen und möglicherweise die Fakten und Ideale zu beschreiben, war ein Berg, den es zu erklimmen galt.
Das Ergebnis der immensen Arbeit im Studio ist in vollem Umfang in einem epischen Album vertreten, das für Progressive-Rock-Fans neue Maßstäbe setzen wird. Zweifellos waren Banco schon immer stark mit ihren Wurzeln verbunden, aber „Orlando: Le Forme dell’Amore“ ist ein definitiver Beweis dafür, wie sich traditioneller Prog-Rock in einer modernen neuen Mischung aus Sound und Geist weiterentwickeln kann.
Banco beweisen, dass sie mit ihrem 50. Bandjubiläum nicht zum alten Eisen gehören, sondern immer noch ein heißes Eisen im Progressive-Rock-Feuer sind. Auch wenn die italienische Sprache für den ein oder anderen Hörer ein Hindernis ist, so ist die kompositorisch, musikalische Leistung ein Ausrufezeichen. Einerseits wirken die Italo-Prog-Wurzeln durch, andererseits kommen klassische und folkige Elemente zum Einsatz, die auch manch vertrackten Song eingängig wirken lassen.
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- Artist: Brennenstuhl
- Album: No
- Label: Tonzonen Records
- VÖ: 23.09.2022
Präzise Rhythmen und dennoch große musikalische Freiheit zeichnen das neue Album No der Acid-Jazzer Brennenstuhl aus. So lassen sich unerwartete, aber immer eingängige Strukturen finden. Bass und Schlagzeug als treibende Krautrock-Maschine, gepaart mit psychedelischem Gitarrenspiel aus Jazz und Blues, bilden den fliegenden Teppich für Saxophonistin und Sängerin Eva, deren Stimme an eine Mischung aus Erykah Badu und Tess Parks erinnert.
Bei dieser Melange aus Acid Jazz, Krautrock, Soul und Avantgarde bleibt dem Hörer nicht viel anderes übrig als ständig auf der Hut zu sein vor den nächsten Überraschungen. Wenn das Album nach dem 3:43 langen Intro mit einigen Erläuterungen zum Inhalt des Werks mit dem Titeltrack No beginnt, dann fühlt sich der Hörer souljazzig eingehüllt, um nach dem Walfischmagen-Interlude, auf den ruhig beginnenden Turtledrive zu gelangen, der in einer fast Avantgarde-Kakophonie endet. Damit ist dann auch der Übergang zum quirligen Xpress Yourself gemacht. Der Common Slider ist die konsequente Kehrtwende zum Verschnaufen, bevor dann hardboppig mit Ja Ja aus einem Ja ein ein undefiniertes Nein wird. Die (fusion)rockigsten Stücke haben sie sich dann mit "Machine Gun Mammut" und "Stars In Her Eyes" für das Ende des Longplayers aufgehoben.
Brennenstuhl verwirklichen auf diesem Longplayer tatsächlich die oft postulierte künstlerische Freiheit und schaffen somit ein psychedelisch elektrisierendes Werk, das weder an Zeitgeist noch an Moden angepasst ist und somit als zeitloses Werk in der Schatulle "Immer wieder in den Player" einsortiert wird.
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- Artist: Drenalize
- Album: Edge Of Tomorrow
- Label: self released
- VÖ: 23.09.2022
Heute veröffentlichen Drenalize ihr zweites Studioalbum "Edge Of Tomorrow". Der fünfköpfige Hardrock-Act aus Frankreich hat sich dem klassischen Hardrock verschrieben und bezeichnet Bands wie Scorpions, Whitesnake und Def Leppard als größte Einflußquellen ihres musikalischen Schaffens. Das hört man auch gleich beim ersten Track "Strangers In The Mirrors" nach dem knapp einminütigen Intro "2049" heraus und ist somit gleich auch ein Wegweiser für den Rest des Albums. Mit "Thirty More Seconds" in der Mitte des Albums kommt eine Whitesnake-Powerballade zum Tragen, die ordentlich Potenzial für zukünftigen Airplay hat und bei Konzerten die Feuerzeuge (ach nee, die Handy-Taschenlampe) aufleuchten lassen wird. Danach gehts aber auch gleich wieder mit Schmackes weiter wie der Titel "Passage En Force" vollmundig verspricht und hält. "Into Madness" gleicht einer frühen Scorpions-Nummer mit einer Mein-gleichen Stimme.
Für Fans klassischen AOR-Hardrocks ist dieses Album ein absolutes Must-Have, denn es vereint drei der größten Hardrockbands (s.o.) und lässt den ein oder anderen in alten Zeiten schwelgen. Dazu kommt die moderne, druckvolle Produktion, die dem Album die nötige Dynamik verleiht.
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- Artist: Freedom Hawk
- Album: Take All You Can
- Label: Ripple Music
- VÖ: 23.09.2022
Die Heavy-Rock- und Proto-Metal-Champions der Ostküste, FREEDOM HAWK, sind diesen Herbst mit ihrem sechsten Studioalbum zurück! Nach dem Erfolg ihres Ripple Music-Debüts „Beast Remains“ aus dem Jahr 2018 kehrt das Quartett selbstbewusster als je zuvor zurück und liefert seine bisher stärkste Leistung ab, indem es in jedem Beat und jeder Note dieses neuen 9-Trackers sein Herz ausschüttet. Stellen Sie sich vor, Ozzy Osbourne stürzt bei einer Generatorparty mit Fu Manchu an der Küste von Virginia Beach ab. Du hast es: ein lustiges und warm klingendes Proto-Heavy-Album mit genügend Treibstoff, um es jahrelang am Laufen zu halten.
Sie erfinden das Rad des Heavy-Rock bzw. Proto-Metals nicht neu und TR Mortons Stimme ist schon mehr als nur nahe dran an der von Ozzy. Das sind die Stärken und gleichzeitig die Schwächen des Albums, wenn man davon überhaupt sprechen kann. Hier wird ganz solide und entspannte Rockarbeit abgeliefert, die immer wieder zündet und die alten Rocker zum Wippen bringt.
Die schweren Riffs, der rollende Groove, die gefühlvollen Gitarrenmelodien und die harmonische Metal-Verpackung von FREEDOM HAWK stammen aus den Küstendünen von Virginia und erzeugen einen unverwechselbaren Sound. Der Heavy Rock des Quartetts fängt das Beste der Heavy 70er mit einem Hauch von Heavy Metal der frühen 80er ein und präsentiert es auf eine einzigartige und doch sehr vertraute Weise. Inspiriert von ihren Erfahrungen, die nur durch das Leben in der Nähe des Ozeans gemacht werden können, sprechen ihre Songs von diesem Lebensstil und beschwören Bilder von der warmen Sonne, dem Wellenreiten, dem Cruisen mit offenem Verdeck und dem Feiern am Strand herauf.
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- Artist: Gebhardt
- Album: Geb Heart
- Label: Apollon Records
- VÖ: 23.09.2022
"GEB HEART" heißt das neue Gebhardt-Album, auf dem der ehemalige MOTORPSYCHO Drummer fast alles selbst macht: schreiben, komponieren, Gitarren und Keyboards spielen, trommeln, singen, an den Gesangsharmonien feilen, produzieren, mischen, Loops schneiden und einfach nur herumspielen.
Ein tolles, frisches und spannendes Album zwischen Alternative, Indierock, Folk, großartigem SingerSongwriter Sounds und Prog-Einsprengseln. Das Gesamtwerk kommt sehr relaxt rüber und lässt den Hörer nach dem Komplettdurchgang ganz relaxt im Sessel verweilen. An so manchen Stellen fühlt sich der Hörer in den Soundtrack eines Tarantino-Films versetzt und an anderen Stellen in einen alten Pickup auf dem Weg entlang der Panamericana.
Nur seine Frau Marì Simonelli begleitet seine Arbeit am Bass und als Co-Autorin der Texte.
Und natürlich hat Gebhardt auch das Artwork gestaltet: Er fertigt leidenschaftlich gerne Collagen und visuelle Arbeiten aus Zeitschriften, Zeitungen und Werbeplakaten an. Diese Kunst ist dann auch im ersten Video zu sehen, 3500 Fotos wurden als Collagen handbewegt animiert und in Szene gesetzt.
Seit über 30 Jahren arbeitet Gebhardt mit vielen verschiedenen Künstlern zusammen, spielt in Bands, tritt live in ganz Europa, Amerika, Japan und Russland auf und produziert viele Platten in seinem Studio in Florenz, Italien.
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- Artist: Mork
- Album: Den Svevende Festning
- Label: Peaceville Records
- VÖ: 16.09.2022
Die vorliegende Vinyl-EP Den Svevende Festning enthält sechs Tracks und über 32 Minuten rohen und atmosphärisch dichten, norwegischen Black Metal, vor allem exklusives und unveröffentlichtes Material, das während der Katedralen-Albumsessions aufgenommen wurde, in Form des Titeltracks (auch das Thema für das Coverbild, eine alte Zeichnung der Fredriksten-Festung in Eriksens Heimatstadt Halden) und 'Ormtunge'. Seite A wird durch das alternative Arrangement des Tracks „Født Til Å Herske“ vervollständigt, der zuvor nur digital erhältlich war. Seite B enthält eine Auswahl von Live-Tracks aus Morks jüngsten Shows, darunter eine Reihe von Tracks aus dem Katedralen-Opus.
Eriksens Gekeife, die beißenden Riffs und scheppernden Becken beschwören eine düstere Atmosphäre herauf, die den Hörer in einem beklemmenden Strudel in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele ziehen. Die Live-Tracks der B-Seite beweisen, dass Mork auch auf der Bühne sein Potenzial ausspielen kann.
Mork wurde 2004 von Thomas Eriksen in der Stadt Halden in Norwegen gegründet. Mork war von Anfang an bis zur Veröffentlichung des Debütalbums im Jahr 2013 in erster Linie ein Nebenprojekt für Eriksen, und seitdem hat sich die Band zu Recht ihre Auszeichnung als eine der besten norwegischen Black Metal-Acts der letzten Jahre verdient gemacht, die von ihren Kollegen starke Unterstützung erhielten, in kurzer Zeit bereits fünf Full-Length-Alben veröffentlicht haben und Gastacts wie Darkthrone, Dimmu Borgir, Kampfar und mehr auf ihren Veröffentlichungen vereinen konnten.
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- Artist: Sophie Grobler
- Album: Woman
- Label: Kick The Flame
- VÖ: 16.09.2022
Die Berliner Sängerin Sophie Grobler veröffentlicht dieses Jahr mit „Woman“ eine EP, die wie eine einzige Befreiung klingt. Sophie Grobler ist keine Unbekannte im Jazz-Bereicht, hat sie doch bereits mit Peter Herbolzheimer oder auch Bobby McFerrin zusammengearbeitet.
Es geht um Frauen, die nie Mutter werden wollten, um Bodyshaming und Bodypositivity, um eine Sängerin, die beginnt sich ihrer Rolle als Frau in einem männerdominierten Business bewusst zu werden. Sophie Grobler singt von schmerzhaften Widersprüchen, die das Leben von Frauen heute prägen und richtet ihren Blick doch immer nach vorn. Diese Suche nach gemeinsamen und verbindenden Erfahrungen zieht sich durch all ihre Songs.
Mit Leichtigkeit wechselt die Sängerin zwischen Soul, Pop und Jazz. Ihre Stimme scheint wie gemacht für das Überwinden von musikalischen Stereotypen und klingt smooth, doch nie glattgeschliffen. Wer poppigen Jazz und Soul à la Katie Melua oder Norah Jones mag, der ist bei Sophie Grobler hervorragend aufgehoben.
Tourdaten:
16.09.2022 Kulturhof Gohlis, Leipzig RELEASE KONZERT
17.09.2022 Schloß Sacrow, Potsdam RELEASE KONZERT
23.09.2022 Mon Ami, Weimar RELEASE KONZERT
01.12.2022 B flat, Berlin RELEASE KONZERT
02.12.2022 Focus Female Festival, Dresden RELEASE KONZERT
Sophie Grobler wuchs in Potsdam auf. Sie besuchte das örtliche Musikgymnasium, wurde bereits früh in Stimmbildung, an der Konzertgitarre und am Klavier gefördert.
2006 begann sie in Weimar Jazzgesang an der Hochschule für Musik Franz Liszt bei Jeff Cascaro und Michael Schiefel zu studieren.
In der Zeit ihres Studiums war sie Mitglied des BuJazzO sowie Stipendiatin am renommierten Berklee College of Music in Boston/USA. Außerdem sang sie in der European Masterclass unter der Leitung von Peter Herbolzheimer.
Sophie Grobler wurde für ihre Musik mehrfach ausgezeichnet und in Fachjurys berufen. Sie war Mitglied in Bobby Mc Ferrins Vokalensemble "Slixs and Friends", dem sie auch auf der Europatournee angehörte. 2016 veröffentlichte sie mit ihrer Band das Debütalbum „Ideal".
2018 arbeitete sie mit Clueso zusammen und ist unter anderem auf dem Album Handgepäck zu hören.
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- Artist: The Necromancers
- Album: Where The Void Rose
- Label: self released
- VÖ: 16.09.2022
Die französischen Heavy-Rocker THE NECROMANCERS haben ihres dritten Albums „Where the Void Rose“ veröffentlicht. Während ihr Fundament auf Proto-Doom und NWOBHM ruht, liefert das Quartett einen inspirierenden Sechs-Tracker, der bei jedem Hören neue Schätze offenbart. Fantasy-inspirierte Texte werden dank einer unschlagbaren Tiefe des Songwritings und der atemberaubenden Stimmlage von Newcomer Basile Chevalier-Coudrain zu alptraumhaften Geschichten. Angereichert durch eine hervorragende Produktion liefern die Franzosen eine Meisterklasse von dunklem und melodischem Heavy, die Fans von Iron Maiden, The Devil's Blood, Graveyard, Grand Magus oder Orange Goblin von Anfang an mögen werden.
Der Höhepunkt des Albums ist der Rausschmeißer "Over The Threshold", der sich anhört als hätten sich die neueren Opeth mit Iron Maiden und Black Sabbath zum Jammen im Studio getroffen.
Langweilig wird dem Hörer bei diesem Album definitv nicht, denn alle Songs sind klar durchdekliniert und passen trotz ihrer immer wieder neuen Wendungen perfekt zusammen.
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- Artist: Nuking Crownz
- Album: Kein Applaus für Scheisse
- Label: self released
- VÖ: 15.09.2022
Nachdem in diesem Jahr KoЯn mit ihrem Album "Requiem" dem Nu-Metal-Genre einen Defi-Reanimationsschock verpasst haben, kommt auch wieder ein mehr als nur veritables Crossover-/Nu-Metal-Album in deutscher Sprache auf den Markt. Und das noch als Debüt der Wuppertaler Band Nuking Crownz, die sich erst kurz vor Pandemiebeginn zusammengefunden haben.
Bei der Ankündigung eines deutschen Nu-Metal-Albums durch die Band war die Skepsis zuerst groß, aber beim ersten Durchlauf war ich dann auf einen Schlag 27 Jahre jünger und dachte, verdammt, Such A Surge kommen inkognito zurück.
Musik, die wie sich wie ein schartiger Holzpflock in deinen Gehörgang schlägt und kein gutes Licht auf den Zahn der Zeit wirft. Texte wie Fallbeile, bizarre Soundbilder, kompromisslose Arrangements, gleichzeitig eine moshpittaugliche Ballerorgie.
Hoffentlich schaffen es die Jungs die Bühnen und Festivals in nächster Zeit zu erobern und so zu einer gewaltigen Fanbase zu kommen.
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- Artist: Carnal Desecration
- Album: Sacrificial Death
- Label: Necktwister
- VÖ: 10.09.2022
CARNAL DESECRATION ist eine Death-Metal-Band aus Antwerpen, Belgien, mit ehemaligen Mitgliedern der besten belgischen Underground-Bands. Mit über zwanzig Jahren Erfahrung wissen diese Jungs, wie man Death Metal richtig spielt! Die Band wurde 2018 von Pieter Van De Putte (Gitarre) und Kristof Hectors (Bass/Gesang) gegründet. Kurz darauf schlossen sich Sam Vanhove (Schlagzeug) und Den Beuk (Gitarre) an, um das Line-Up zu vervollständigen.
Eine selbstbetitelte 3-Song-EP wurde 2020 veröffentlicht. 2022 wurden 11 Songs aufgenommen und ihr erstes vollständiges Album „Sacrificial Death“ wird von Necktwister veröffentlicht.
CARNAL DESECRATION liefert eine Mischung aus Aggression, halsbrecherischen Riffs und eindringlichen Melodien. Sie kombinieren das Beste aus den schmutzigen Welten von Death, Black und Thrash Metal.
Die besten Phasen sind die, in denen die Band die Geschwindigkeit reduziert und die bedrohliche Atmosphäre so richtig beim Hörer ankommt.
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- Artist: Scream Of The Butterfly
- Album: The Grand Stadium
- Label: Red Revolver Records
- VÖ: 09.09.2022
Das Quartett ist klar beeinflusst von dem Sound, der in den Sechzigern explodierte und in den Siebzigern seine Flügel ausbreitete, aber sie sind für viele Einflüsse offen und lassen so auch einen Hauch 90er Seattle Sound in ihre energetischen und Hammond-getriebenen Songs. Sie spielen modern produzierten Vintage Rock. Retro-Allüren, eingängiges Songwriting und melodische Hooks verweisen auf vielfältige Einflüsse unterschiedlicher Genres der letzten Jahrzehnte.
Seit 2016 gibt es SCREAM OF THE BUTTERFLY und nun kommt ihr drittes Album "The Grand Stadium". Eine hochwertige und internationale Produktion. Aufgenommen in Berlin, gemixt in den Big Snuff Studios von Kadavars Live Sound-Engineer Richard Behrens - was bekanntermaßen nicht die schlechteste Referenz für dieses Genre ist - und gemastert von Shane Trimble in Philadelphia im Studio von Mike Tarsia.
Langweilig wird es mit dem Gebräu aus 70's Rock, mit kleinen Anleihe aus dem Grunge und eindeutigen Reminiszenzen an The Doors (Manzareks Orgelspiel) nicht. In vielerlei Hinsicht erinnern sie stark an The Black Crowes. Es ist grundsolider Retro/Vintage Rock, der aber leider auch nicht viel mehr als dies zu bieten hat.
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- Artist: Anders Buaas
- Album: The Edinburg Suite
- Label: Apollon Records
- VÖ: 09.09.2022
Eine zweiteilige Reise durch Edinburgh. Zwei Songs mit jeweils über 20 Minuten Spieldauer, einer ellenlangen Liste an Instrumentarium und die ersten fünf Minuten der Suite Pt. I lassen sehr an Mike Oldfield erinnern, dann kommen auch mal verschiedene Fusion und Folk-Prog-Einwürfe mit symphonisch-bomastischen Orgeln zum Tragen. Und immer wieder breitet sich der oldfieldsche Schatten über dem Longtrack aus, was für Part I immer wieder zu Längen führt.
Part II dagegen geht gleich in die Vollen und erinnert zunehmend an Ayreon. Der Mittelteil der Suite spielt dann wieder ruhigen Gefilden, um dann in den Retro-Prog-Bereich überzuschwenken und den FloKis die Hand zu reichen.
Part II ist (imho) der ansprechendere Teil der zweiteiligen Suite, während Part I die oldfieldschen Längen beinhaltet.
Das Album bietet eine All-Star-Besetzung mit Marco Minnemann am Schlagzeug, Tony Franklin am Bass, Christian M. Berg an Mallets und Percussion und Richard Garcia an den Keyboards. Eine zweiteilige Suite, inspiriert von der Geschichte der großartigen Stadt Edinburgh.
Anders sagt: „Drehen Sie Ihre Lieblingsflasche Single Malt auf und begleiten Sie mich auf eine Klangreise durch die Geschichte und die Straßen von Edinburgh.“
Anders Buaas hat mit zahlreichen Bands gespielt und viele Alben in Norwegen produziert. Er war viele Jahre Tourgitarrist für Paul DiAnno (Iron Maiden) und Tim Ripper Owens (Judas Priest), bevor er sein eigenes Projekt startete: The Witches Of Finnmark, eine Instrumentalreise, die auf Geschichten über die Verfolgung von Hexen in der Finnmark im 16. und 17. Jahrhundert basiert.
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- Artist: Toehider
- Album: I Have Little To No Memory Of These Memories
- Label: Bird's Robe Records
- VÖ: 09.09.2022
Thematisch ist es ein Kommentar zum Erinnern. Wo sind unsere Erinnerungen jetzt? Müssen wir uns überhaupt so viel merken? Oder versuchen wir uns an zu viel zu erinnern? Vergessen wir besser? Sind diese Erinnerungen überhaupt meine? Wie?
Das Ganze erzählt die Geschichte eines Mannes, einer Frau, eines riesigen Vogels, eines dummen Außerirdischen und zweier Boote, die modifiziert werden, um eine Konfrontation im Weltraum zu ermöglichen.
Bei solch einer kuriosen Geschichte bleibt einem Musiker nichts anderes übrig als ein genauso kurioses Album zu produzieren. In einer Zeit, in der sich die Aufmerksamkeitsspanne bei einem Großteil der Bevölkerung auf einer (TikTok) bis drei Minuten (Radiosongs) oder auf die Schlagzeilen einer Zeitung (ohne den entsprechenden Artikel zu lesen) bzw. auf maximal 280 Zeichen (Twitter) beschränkt ist, produziert Mike Mills, der Kopf hinter Toehider, nicht der ex-Bassist von R.E.M., ein Progressive Rock Konzeptalbum, das aus einem (!) knapp 48 minütigen Track besteht. Natürlich ist dieser Coup auch ein kleiner, ironischer Seitenhieb auf die Longtrackverliebt-/besessenheit der Prog-Community.
Was Mike Mills hier auf die Menschheit losgelassen hat, ist eine bemerkenswerte Suite, die aus mehreren Teilen besteht, die genaugenommen auch als einzelne Tracks funktionieren könnten, aber durch entsprechende Interludes verbunden sind. Da werden schnell mal moderne Progressive Metal Teile, die an Ayreon (da war er auch schon beteiligt) oder Devin Townsend (eine Nähe zu Ziltoid ist auch nicht von der Hand zu weisen) erinnern, gemischt mit 70's Bombastrock à la Queen oder Hardrock nach Vorbild eines Ronny James Dios. Und immer wieder weder Reminiszenzen an die Progressive Rock Größen von Gentle Giant oder die jüngeren Spock's Beard deutlich.
Es gibt zwei verschiedene Enden. Eines auf der CD, das alternative Ende auf Vinyl.
Es gibt auch ein fantastisches animiertes Video für einen Teil des Songs, das auf Saltys Charakteren basiert und von Eleanor Evans & Giovanni Aguilar animiert wurde.
Toehider ist ein Gemeinschaftsprojekt des Sängers/Multiinstrumentalisten MIKE MILLS und des Grafikdesigners ANDREW SALTMARSH. I Have Little To No Memory Of These Memories ist das 5. Studioalbum in voller Länge und die 22. Gesamtveröffentlichung (nachdem das Projekt vor einem Jahrzehnt mit einer Reihe von 12 EPs in 12 Monaten gestartet wurde).
Seit 2018 betreibt TOEHIDER ein erfolgreiches Patreon-Abonnement, das Hunderte von Kompositionen und Illustrationen generiert, die den Fans zur Verfügung stehen. Ihr Patreon wurde kürzlich als eines der Top 10 der erfolgreichsten Musikabonnements Australiens aufgeführt.
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- Artist: High Tone Son Of A Bitch
- Album: Live at The Hallowed Halls
- Label: Ripple Music
- VÖ: 09.09.2022
HTSOB veröffentlichte 2020 eine Doppelalbum-Retrospektive mit 4 EPs, wobei das Veröffentlichungsdatum auf den 20. März festgelegt war, nur wenige Tage nachdem im ganzen Land alle Maschinen stoppten und es in den Lockdown ging. Das Label und der Vertrieb befanden sich in New York, und an dem Tag, an dem das Album „veröffentlicht“ wurde, wurden die Vertriebs- und Plattenläden im ganzen Land geschlossen. Die umfangreichen Tourneen der Band zur Unterstützung der Veröffentlichung wurden alle abgesagt oder verschoben. Im Laufe des Jahres wurde klar, dass Touren in absehbarer Zeit keine Option sein würden. Mitglieder von HTSOB begannen darüber zu sprechen, etwas anderes zu machen, das Live-Auftritte mit psychedelischen Multikamera-Produktionen verbindet und eine Gelegenheit bietet, die Gastkollaborationen zu präsentieren, die zu einem Maßstab für den Ansatz der Band geworden sind. Im November 2020 machte sich HTSOB auf nach Portland, Oregon, um zwei Live-Sets im legendären Aufnahmestudio The Hallowed Halls zu filmen, die als besondere Exklusivität auf Gimme Metal TV und im Rahmen des Mutants of the Monster 2 Online-Festivals ausgestrahlt wurden.
Dieses (Live)Album bietet eine Dichte an musikalischen Größen und Intensität des Genres, die seinesgleichen sucht. Die mit sieben Songs gefüllten 48 Minuten des Albums vergehen wie im Fluge und man fühlt sich am Ende wie der kristalline Bodensatz eines schweren roten Weins, verdammt am Glas zu kleben und dennoch ut beschwippst dahinzuscheiden.
HTSOB lineup on 'Live At The Hallowed Halls':
Russ Kent - Vocals
Paul Kott - Guitars
Jake Navarra - Guitars
Billy Anderson - Bass
Bryce Shelton - Keyboards
Eric Rancourt - Drums
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- Artist: Abrams
- Album: In The Dark
- Label: Small Stone Records
- VÖ: 09.09.2022
Ursprünglich versucht, melodische Hooks mit Dissonanzen zu verschmelzen, begann ABRAMS 2013 in Denver, Colorado, mit dem Gitarristen/Sänger Zach Amster und dem Bassisten/Sänger Taylor Iversen. Später, zusammen mit dem Schlagzeuger Ryan DeWitt, hat ABRAMS eine EP und drei Studioalben veröffentlicht, die alle von der Kritik hoch gelobt wurden. Mit jeder Veröffentlichung kann der Hörer hören, wie sich die Band zu dem entwickelt und reift, was sie heute ist. Als Band, die sich dem überzeugenden Songwriting und energiegeladenen Live-Auftritten verschrieben hat, legt ABRAMS mit dem stimmungsvollen, schweren, psychedelischen Rockprojekt ihrer kommenden LP In The Dark noch einen drauf.
Mit der Aufnahme von Patrick Alberts (Call Of The Void) in die Besetzung dient In The Dark als ihre erste Veröffentlichung als Vierer, die auf Modern Ways aus dem Jahr 2020 folgt. Als die Pandemie alle Tourpläne für Modern Ways absagte, machten sich ABRAMS sofort an die Arbeit und demonstrierten mehr als fünfundzwanzig Songs für ihre nächste Veröffentlichung. Angesichts der Tatsache, dass die Welt im Lockdown war, tauchte Amster tief ein, um die Besonderheiten des Home Recordings zu lernen, um die Songstruktur zu verfeinern, mit einem Hyperfokus auf Vocal-Hooks. Es war das Ziel, möglichst vollständige und ausgefeilte Songs zu haben, bevor sie im Sommer 2021 mit dem Produzenten, Ingenieur und Mitarbeiter Dave Otero (Khemmis, Cattle Decapitation) bei Flatline Audio ins Studio gingen, der das letzte Stück bei der Gestaltung des Songs zur endgültige Klangkulisse war.
Mit diesen Klanglandschaften erinnern sie an die grandiosen UK-Rocker von Amplifier und mit den schweren Gitarren entfernt an Soundgarden. Hier wird dem Hörer eine Reise in düstere Klanglandschaften geboten, denen aber immer Wegkreuzungen mit lichten Momenten eingebaut sind. Ein phantastisches Stück Musik zum Einstieg in den diesjährigen Herbst.
- Artist: KISS
- Album: Off The Soundboard - Live In Des Moines 1977
- Label: Universal Music
- VÖ: 09.09.2022
Am 11. Juni letzten Jahres haben die Rock-Legenden KISS ihre neue offizielle Liveserie mit der ersten Veröffentlichung „Off The Soundboard – Tokyo 2001“ eingeläutet, gefolgt von „Off The Soundboard – Live In Virginia Beach“ am 11. März 2022. Im Gleichen Jahr, am 10. Juni erschien dann mit „Off The Soundboard – Live At Donington 1996“ die dritte Veröffentlichung. Das soll aber noch längst nicht alles gewesen sein, denn nun wird die beliebte Live-Serie mit dem Release von „Off The Soundboard – Live In Des Moines 1977“ fortgesetzt. Es handelt sich dabei um eine Aufnahme ihres Live-Auftritts im Rahmen der Alive II-Tour im Veteran’s Memorial Auditorium in Des Moines im US-Bundesstaat Iowa.
„Off The Soundboard – Live In Des Moines 1977“, dieses Konzert wurde während ihrer legendären KISS Alive II Tour aufgenommen. Das Live-Set mit 17 Songs bestand u.a. aus den KISS Klassikern „Let Me Go Rock“, „Love Gun“, “Rock And Roll All Nite”, „Shout Out Loud“ und „Beth”. Bei diesem Konzert war die Band in ihrer Zusammensetzung aus Paul Stanley, Gene Simmons, Ace Frehley und Peter Criss zu sehen und somit ist das Album ein weiterer wichtiger Baustein im Momentum der KISStory.
Während die neueren und offiziellen Live-Auskopplungen recht glatt klingen, so ist Live In Des Moines ein Zeugnis der Spielfreude und klangtechnisch ein echtes Bootleg mit allen Vorzügen für Fans und allen Nachteilen für audiophile Hörer. Es rumpelt, der Sound schwankt mit entsprechenden Peaks, das Timing ist nicht immer perfekt, dafür hören wir ein Zeitzeugnis der damals angesagtesten Liveband.
Ein Must-Have für alle Live- und AOR-Fans.
- Artist: King's X
- Album: Three Sides of One
- Label: Inside Out Music
- VÖ: 02.09.2022
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14 Jahre dauerte es bis neues Material der legendären King's X in das dreizehnte Studioalbum "Three Sides Of One" mündeten. Also fast schon ein Comeback der alten Recken. Doch was die 3 Herren aus den Staaten hier abliefern ist grandios und so manche "junge" Band kann sich hier einige Scheiben von abschneiden. Der Heavy Blues ist schwer und schleppend, die Gitarren knarzen und das Zusammenspiel von Bass und Rhythmusfraktion ist phänomenal. Doug Pinnicks Stimme gibt man keine fast 70 Jahre. Aber auch die Anleihen an Led Zeppelin, Pink Floyd oder gar die Beatles lassen sich unschwer erkennen. Und manchmal kommen sogar vertrackte, proggy Songstrukturen wie in "Swipe Up" zum tragen.
Die Vielfältigkeit des Albums ist beachtlich und für viele wohl ein Knackpunkt, da sich hier kein roter Faden durchs Album zieht, sondern man eher auf einem Patchwork-Zauberteppich reitet und das macht das Album und die gewachsene Bandstruktur aus.
„Wenn ich darüber nachdenke, fühlt sich King’s X wie ein paar alte beste Freunde an, die zusammenkommen, die Scheiße drehen und eine gute Zeit haben, es ist instinktiv. Als ich mir Demotapes von Jerry und Ty für die Platte anhörte, gab mir das einen großartigen Einblick, wie gesegnet ich bin, bei KING'S X zu sein. Was sie auf Three Sides of One gemacht haben, klang so gut. Denn so vertraut es auch ist, es ist, als wäre ich in einer neuen Band.“ (Doug Pinnick)
Ty Tabor fügt hinzu:
„Dieses Mal saßen wir herum, hörten uns die Ideen der anderen an und sagten gemeinsam: ‚Lasst uns daran arbeiten‘. Es war das unterhaltsamste Album, das ich persönlich jemals in meinem ganzen Leben aufgenommen habe, Punkt.“
Jerry Gaskill fährt fort: „Ich werde das, was wir getan haben, für immer in meinem Herzen bewahren. Alles hat perfekt gepasst.“
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- Artist: Megadeth
- Album: The Sick, The Dying....and the Dead
- Label: Universal Music
- VÖ: 02.09.2022
- Unterstützen Sie unsere Arbeit: Website öffnen
Die Thrash Metal-Pioniere und -Ikonen MEGADETH krönen einen konzertreichen Sommer mit der Veröffentlichung ihres lange erwarteten 16. Studioalbums „The Sick, The Dying….and the Dead“, das heute erscheint. Mit 12 brandneuen Titeln, wird es “The Sick, The Dying….and the Dead“ in den Formaten CD, Vinyl und MC geben und natürlich auch auf allen gängigen digitalen Plattformen erhältlich sein.
Einen ersten Vorgeschmack auf das Album gab es bereits mit der ersten Single und dem dazu gehörenden Video „We’ll Be Back:Chapter I“ in typischer MEGADETH Manier und begleitet von einem actiongeladenen Kurzfilm, der die Geschichte des MEGADETH Maskottchen Vic Rattlehead erzählt. Produziert von Dave Mustaine ist „We’ll Be Back:Chapter I“ die Geschichte eines Soldaten, die von Mut, persönlichen Entbehrungen und dem Willen zu Überleben handelt. Es war der erste Teil einer Trilogie von Videos, die im Zusammenhang mit dem Release von „The Sick, The Dying….and the Dead“ erscheinen werden. Der zweite Teil folgte mit der Veröffentlichung von „Night Stalkers:Chapter II“ mit niemand Geringerem als Bodycount-Legende Ice-T als Feature-Gast!
„The Sick, The Dying….and the Dead“ ist das furiose Comeback, das mit dem Grammy-Album “Dystopia” begonnen hat und kennzeichnet auch Mustaines triumphalen Sieg über den Kehlkopfkrebs. Es vereint auch den MEGADETH Visionär und Bandleader Dave Mustaine mit seinem Co-Produzenten Chris Rakestraw (Danzig, Parkway Drive), der bereits 2016 auf „Dystopia“ mit ihm zusammengearbeitet hat. Aufgenommen wurde das Album in Mustaines Studio in Nashville, zusammen mit Gitarrist Kiko Loureiro und Schlagzeuger Dirk Verbeuren. Bassist Steve DiGiorgio war zeitweise bei den Aufnahmen mit von der Partie, außerdem stieß das ehemalige Bandmitglied James LoMenzo wieder als fester Bassist dazu. „Zum ersten Mal seit langem, war alles, was wir auf diesem Album benötigten genau so wie es sein sollte“, so äußert sich ein begeisterter Dave Mustaine. „Ich kann es kaum erwarten damit endlich rauszugehen“.
Mit Dave Mustaine in Höchstform, was das Songwriting angeht und unter Beteiligung der anderen Bandmitglieder bringt „The Sick, The Dying….and the Dead“ zusammen, was man sich von einem MEGADETH Album erhofft: von Singles wie „Night Stalkers“ (featuring Rap Ikone Ice-T), der ersten Single „We’ll Be Back“ bis hin zu dem melodischen „Soldier On!“ und dem sehr persönlichen Titel-Track.
Was MegaDave und seine Mitstreiter mit diesem Album offenlegen, ist Thrashmetal, an dem sich alle andere Größen des Genres messen lassen müssen. Außerdem beweißt der Thrash-Meister, dass das Genre mit vielen Anleihen an die ruhmreiche Zeit der 1980er und 1990er noch lange nicht tot ist. Hier wird Metal zelebriert, Daves Kehlkopferkrankung scheint ihn gesanglich nur noch stärker gemacht zu haben und seine Soli sind sowieso über jeden Zweifel erhaben.
Das vorliegende Vinyl-Reviewexemplar ist sauber produziert und abgemischt, die Scheiben sind erfreulicherweise in gefütterten Innensleeves verstaut und endlich ist auch wieder mal ein großformatiges Inlet mit Songtexten dabei. So freut man sich auch auch Vinyl-Releases.
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- Artist: Infantry
- Album: Terminal Society
- Label: self released
- VÖ: 31.08.2022
Mit "Terminal Society" veröffentlichen Infantry nach fünf Jahren ihr zweites Full-Length-Album.
Die ersten 50 Sekunden des Albums lassen sich behäbig und schleppend an, aber was dann kommt ist bezeichnend für den Rest des Albums, schwirrende Gitarrenriffs mit den typischen Thrash-Harmonien und entsprechendem Geballer. Stimmlich bewegt sich alles im Death Metal Bereich, so dass sich eine Abgrenzung zwischen den beiden Subgenres schwer ziehen lässt. Das ist auch gut so und gibt dem Album die richtige Würze. Die Produktion ist astrein und lässt den Hörer nie im Stich. Für Fans der Genres ein absoluter Ohrenschmaus.
Infantry ist eine Thrash/Death Metalband aus der holländischen Zaan Region. Sie sind bekannt für ihre Uptempo-Thrash-Songs, kombiniert mit Death-Slamming-Riffs im Stil von Bands wie Slayer, Kreator, Decapitated, Strapping Young Lad und vielen mehr. Die lyrischen Themen reichen von Weltkriegen, Tod, Zerstörung und Verfall bis hin zu perversen Fantasien.
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- Artist: Steegmoord
- Album: Trepidation
- Label: self released
- VÖ: 25.02.2022
Am 25. Februar 2022 wurde das zweite Album und das erste Full-Length-Album des belgischen Projekts Steegmoord mit dem Titel „Trepidation“ veröffentlicht. Dieses zweite Album wurde als Independent Release veröffentlicht.
STEEGMOORD, das neueste Projekt des belgischen Songwriters Maarten Doumen, reicht von funkelnden, sauberen Gitarren, gesprenkelt mit Ambient-Synth-Schwellungen, bis hin zu wilden, drop-gestimmten experimentellen Prog-Riffs.
Doumen präsentiert hier ein Album aus einem Guss, das sich als gekonnter Balanceakt zwischen hartem, riffigem Progressive Metal und atmosphärisch dichtem Postrock mit leichten Stoner-Einflüssen bewegt.
Der in Ertvelde ansässige Progressive-Metal-Künstler STEEGMOORD steuert 2022 auf einen anderen Sound zu. Beeinflusst von einer riesigen Bandbreite an Musik, darunter Mastodon, Opeth, In Flames, Dorje, Rabea Massaad und Toska, hat STEEGMOORD sein neues Album „TREPIDATION“ in voller Länge fertiggestellt. was zu etwas mehr als einer halben Stunde instrumentaler melodischer Metal-Riffs mit viel Dynamik und einigen Stoner-Vibes führt, um das Ganze abzurunden.
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- Artist: M/A/T
- Album: Jupiter (EP)
- Label: recordJet
- VÖ: 02.09.2022
M/A/T? Nie gehört und vom Cover abgeleitet zuerstmal an 08/15-Mucke gedacht. Die Promofiles gestartet und uppps, was ist das? "Das Fundament" erinnert stark an die 1980er mit DAF (Der Mussolini) und die damit aufkommende EBM-Welle (z.B. Silke Bischoff). Und beim zweiten Track schon wieder direkt Assoziationen mit den 1980ern, diesmal mit - vielleicht liegts auch am Tracktitel - Liaisons Dangereuses "Los Niños Del Parque". Der dritte Song "Nueva Esperanza" schwenkt dann komplett um vom düsteren EBM zu spacigem Pop-Trance, der wie sollte es auch bei der Namenswahl anders sein, an Sven Väth erinnert. "Jupiter" liegt dann irgendwo zwischen diesen beiden Extremen und verbreitet den Flair eines Sci-Fi-Soundtracks. Ein knapp siebenminütiger Remix von "Das Fundament" schließt die EP ab.
Wer auf elektronische Musik aus den verschiedensten Epochen steht, der ist hier bestens aufgehoben.
M/A/T ist das elektronische Musikprojekt von Matthias Bischoff. Er ist Gründungsmitglied der ehemaligen Hamburger SynthPop Band Cyber und seit vielen Jahren als DJ aktiv. In den letzten Jahren produzierte Matthias Remixe für andere Bands, entschloss sich aber ab dem ersten Lockdown unter dem Namen M/A/T selbst wieder musikalisch aktiv zu werden und letztendlich eine EP zu produzieren. In den 80ern ist Matthias Bischoff mit den Musikgenres von SynthPop, Italo-Disco über New Wave bis EBM aufgewachsen, was natürlich Spuren hinterlässt - bis heute. Das ist zumindest in den Produktionen von M/A/T unüberhörbar. Zu tief stecken die synthetischen Wurzeln der 80er und die Begeisterung für elektronische Musik.
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- Artist: Columbarium
- Album: Rivers Of Blood / Save Our Children
- Label: Dust & Bones Records
- VÖ: 23.05.2022
Bereits am 23. Mai haben Columbarium ihre 2-Track-Single "Rivers Of Blood" und "Save Our Children" veröffentlicht. Das geruhsame, ambientartige Intro bei Rivers Of Blood mit Klavier weicht schnell schweren, schleppenden Gitarren mit ordentlich düsterem Gebrüll, so wie man es bei Doom Metal mag um am Ende mit Blasts nochmal richtig Gas zu geben.
Die zweite Auskopplung Save Our Children kommt genauso verhangen und schleppend daher um noch mit reichlich verstimmten Gitarren noch mehr Unbehagen beim Hörer aufkommen zu lassen.
Columbarium erfinden den Doom Metal nicht neu, beweisen aber, dass sie mit diesen ersten beiden Single-Auskopplungen auf dem richtigen Weg sind und man in diesem Genre gerne noch von ihnen hören mag.
Columbarium ist eine belgische Doom-Band, die Mitte 2021 gegründet wurde, aber seit über zehn Jahren aus erfahrenen Mitgliedern der Doomszene besteht. Nachdem sie etwa 100 Gigs in einem ehemaligen Setup in Belgien, den Niederlanden und Frankreich mit Bands wie The Gates Of Slumber, Nekromant, Marche Funèbre, Serpent Venom, FAAL, Famyne, King Hiss und auf Festen wie Little Devil Doom Days etc. gespielt haben, haben sie sich in den letzten zehn Jahren einen ernsthaften Ruf als Live-Act aufgebaut. Das Hinzukommen eines zusätzlichen Gitarristen/Keyboarders vor einigen Jahren (Koen Biesbrouck, ebenfalls von der Avantgarde-Instrumentalband Locus Control) hat die Musik an einen anderen Horizont geführt, und der neu entdeckte Sound der Band war kürzlich die Wiege für die Wiedergeburt der Band.
Columbarium fanden ihren Sound in der Zusammenarbeit mit dem belgischen Produzenten Lander Cluyse vom Hearse Studio (Amenra, Aborted …) und mit Brad Boatright vom AudioSiege Mastering Studio (US/Portland, der mit Größen wie Monolord und Pigdestroyer zusammenarbeitete …). Gemeinsam fanden sie den Klang, nach dem sie schon immer suchten. Columbarium spielten ihren ersten Gig Ende September 2021 mit der Brothers in Arms Funeral-Doomband FAAL im bekannten Underground-Club Little Devil in Tilburg/Niederlande.
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- Artist: Wired Ways
- Album: Wired Ways
- Label: Brokensilence
- VÖ: 09.09.2022
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Das am 9.9. erscheinende Album „Wired Ways“ ist das Debüt des gleichnamigen Bandkollektivs aus Berlin und Hamburg. Ursprünglich konzipiert als reines Studioprojekt, haben Richard Schaeffer und Dennis Rux hier über 40 Musiker*innen vereint, um eine detailverliebte Platte als moderne Hommage an die späten 60er und frühen 70er Jahre zu kreieren. Das Resultat ist ein vielschichtiger, beatlesker Prog-Rock mit Elementen aus Pop-Art, Psychedelic und Weltmusik. Hinter eingängigen Melodien und imposanten Gesängen entfalten sich überraschende Wendungen und spannende Instrumentierungen, die den Hörer auf eine genussvolle Klangreise schicken.
Im inspirierenden Ambiente der Yeah Yeah Yeah Studios zwischen Instrumenten und Technik aus analogen Zeiten entwickelten die Songs ihr Eigenleben. Ideen, Aufnahmemethoden und Einflüsse verdrahteten sich stetig neu und dabei entstand ein kreatives Netzwerk an Musikschaffenden, ein buntes Kollektiv aus Künstler*innen vieler Länder, die ein gemeinsames Gefühl für unverbrauchte Musik miteinander verbindet.
Weil fast alle Ideen zunächst von Richard Schaeffer in öffentlichen Verkehrsmitteln geschrieben wurden, geht es in den komplexen Songtexten und Geschichten um Themenwelten wie Transport, Kommunikation, Konnektivität, Trennung & Loslassen: Die Wahrnehmung oszilliert dabei zwischen Realität und offenen Traumsequenzen, sie bietet dem Zuhörer miteinander verwobene Meta-Ebenen der Interpretation. Textzeilen berühren einerseits, weil sie auf einer persönlichen, intimen Ebene stattfinden, während gleichzeitig gesellschaftliche Fragestellungen aufgeworfen werden und der Zuhörer zum Weiterrecherchieren angeregt werden soll, jedoch ohne moralischen Zeigefinger.
Was sich die Musiker hier musikalisch im positivsten Sinne zusammenspinnen, ist eine Hommage an die Hochphase der kreativen 1960er und 1970er. Dass die Beatles in diesem Zug mitfahren, lässt sich unschwer an den Arrangements erkennen und das nicht nur als Schwarzfahrer (Ticket Tally Man). Aber auch die Nähe zu modernere Prog-Ensembles sind nicht zu verleugnen. So klingt Lazy Daisy entfernt an eine Transatlantic-Nummer und Hanoi Tram könnte eine fernöstliche Moon Safari Geschichte sein. Und Wenn dann noch bei Planet 9 die Beach Boys zusteigen, dann ist die Kollektion komplett.
Jetzt werden viele Leser sagen: "Ich bin raus bei so vielen Plagiatsvorwürfen" - Nein, nicht aussteigen, denn die Kiste wird erst rund durch das Zusammenspiel und die Kreativität der beteiligten Musiker, die ihre eigen Note einbringen und das Feeling der damaligen Zeit ins Hier und Jetzt transportieren. Das ist nunmal das Ziel des Öffentlichen Personenmusikverkehrs.
Das Artwork zur Platte ist ebenfalls ein Kunstwerk für sich und wurde vom Prog-Art-Künstler Frank Grabowski gemalt, der auch ein treuer Unterstützer des Projekts ist. Dank ihm konnte bereits der ehemalige Genesis-Gitarrist Steve Hackett eine Vorabversion hören und zeigte sich begeistert: „It has a strong feel and is atmospheric, with a great use of Mellotron.“
In der Zukunft soll das Projekt auch vermehrt live auf die Festival-Bühnen gebracht werden, bereits diesen Sommer spielten sie ein umjubeltes Konzert beim „Night of the Prog“ an der Loreley, neben Genre-Größen wie Steve Hackett, Colosseum und Renaissance.
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