- Artist: MAZ'N
- Album: On My Mind
- Label: recordJet
- VÖ: 10.06.2022
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Seitdem er denken kann, macht MAZ’N Musik, beherrscht verschiedene Instrumente und hat in diversen Formationen gespielt und gesungen. Seit 2012 ist der in Köln lebende Musiker als MAZ’N unterwegs und veröffentlicht nach der letzten erfolgreichen EP „Renewal“ am 10.06. seine neue EP „On My Mind".
„Ich mache ab jetzt mal alles“ so, oder so ähnlich könnte man die neue EP von MAZ’N allerdings auch nennen. Der in Köln lebende Musiker produziert, spielt Klavier, Synthies, singt und spielt auf diesem Album Klarinette. Seinem eigenen Sound bleibt er dabei treu, irgendwo zwischen Dream Pop, Minimal Electro und Downtempo , zwischen Freude und Melancholie, zwischen Chillen und Tanzen bewegen sich die Songs auch auf der neuen EP.
Wenn auch sonst im Bereich Rock und Metal angesiedelt, hat mich die EP mit den ruhigen, chilligen und trotzdem dynamischen Sounds angefixt. Es ist, abgesehen von den Texten, ein Album, das zu einem sonnigen, ruihigen Urlaubssommertag passt und somit perfekt abgestimmt ist auf das Veröffentlichungsdatum. Ein kleines Manko ist natürlich die Tatsache, dass es sich um eine EP handelt und nicht um ein Full-Length-Album, das man nach der letzten EP erwarten konnte.
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- Artist: The Tangent
- Album: Songs From The Hard Shoulder
- Label: Inside Out Music
- VÖ: 10.06.2022
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Im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens freuen sich The Tangent, ihr zwölftes Studioalbum „Songs From The Hard Shoulder“ ankündigen zu können. Das Album ist das Werk einer Band, die sehr stark mit der modernen Welt in Kontakt steht, aber dennoch die Prinzipien der Progressive Rock-Musik aus allen Epochen demütig beibehält. Auf diesem Album konzentrieren sich The Tangent fast ausschließlich auf ihre langformatigen Songs oder "Epics", wobei nur ein Song weniger als 16 Minuten lang ist. Eine sehr ausgereift klingende Platte, die Band hat sich hörbar auf die kompositorische Struktur dieses Albums konzentriert, die im Falle der drei langen Stücke auch sehr komplex und "durchdacht" ist. Was es noch interessanter macht, ist, dass die drei Stücke völlig unterschiedlich sind. Von einem üppigen und erhebenden Song über die Einsamkeit im Covid-Lockdown über ein volles 17-minütiges Jazz/Prog/Canterbury-Fusion-Instrumental bis hin zu einer düster-elektronischen Geschichte einer obdachlosen Frau mit Schattierungen von Nine Inch Nails, Po90, Japan und Van Der Graaf lauert darin.
Andy Tillison sagt: „Es ist unser bisher am besten organisiertes und strukturiertes Album innerhalb jeder Komposition, aber jede Komposition hat einen völlig anderen Zweck. Es ist fast wie drei verschiedene Alben in einem.“ Thematisch bezieht sich der Titel des Albums darauf, die Welt von einem statischen Punkt aus zu betrachten – steckegeblieben im Lockdown, während das Leben an uns vorbeirast. „Für viele war die Einsamkeit des Lockdowns eine entfremdende Erfahrung“, sagt Andy, „als würden wir den Kontakt zum fließenden Verkehr verlieren … etwas, das mit der obdachlosen Figur auf dem Cover geteilt wird, die am Straßenrand saß, als wir an ihr vorbeigingen. " Der letzte Track des Albums ist der 4-minütige, lebhafte Track „Wasted Soul“ im Motown-Stil, in dem die Band einen wundervollen Tag in der Zukunft vorwegnimmt, wenn die Pandemie für immer vorbei ist. Vielleicht naiv… aber naiv zu sein ist jemandes Aufgabe. TheTangent übernehmen dies gerne.
Wer The Flower Kings und die jazzigen Norweger von Ruphus als Kombination erfahren möchte, sollte sich diesem Album annehmen.
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- Artist: Yoo Doo Right
- Album: A Murmur, Boundless To The East
- Label: Mothland
- VÖ: 10.06.2022
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Nach der Uraufführung der Albumtracks für Fans ihrer Heimatstadt in der Kuppel der Société des arts technologiques de Montréal im Sommer 2020 wussten die Post-Rock-Ingenieure von Yoo Doo Right, dass es nur einen Weg gibt, A Murmur, Boundless To The East aufzunehmen: live im weltberühmten Studio Hotel2Tango . Um diese Vision zu verwirklichen, wandten sich die Musiker an den gefeierten Plattenproduzenten Radwan Ghazi Moumneh (Suuns, Ought, Fly Pan Am), der geschickt fünfundvierzig Minuten düsteren experimentellen Post Rock mitentwickelte.
Die Band kommentiert:
„Das übergreifende Thema von A Murmur, Boundless To The East ist unterdrückte Wut oder zusammengebissene Zähne . Wie hauptsächlich auf unserem vorherigen Album, haben wir die meisten Tracks wieder live von der Bühne aufgenommen. Eine andere Freundin von uns, Jessica Moss, hat etwas Geige auf das Album gelegt. Die Tracks sind dann den ganzen Weg nach Pawtucket gereist, RI wird von Seth Manchester bei Machine With Magnets gemischt , bevor er zum Mastern in Chicago endet."
Mit inspirierten Beiträgen der innovativen Geigerin Jessica Moss (Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra & Tralala Band, Black Ox Orkestar) zur Ergänzung von Percussion, Bass, Gitarre, Synthesizern und Gesang ist A Murmur, Boundless To The East ein Muss Have für Fans von Godspeed You! Black Emperor , My Bloody Valentine , METZ usw.
Wer an experimenteller, teils repetitiver Rockmusik interessiert ist, der sollte sich das Album der Band, die sich nach einem Song der Krautrock-Legenden CAN benannt hat, unbedingt zu Gemüte führen.
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- Artist: Datadyr
- Album: Woolgathering
- Label: Is It Jazz? Records
- VÖ: 10.06.2022
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Datadyr ist ein Jazztrio aus Bergen. Die Musik reicht von herzlich und sanft bis energisch und explosiv, und sie ist selten weit zwischen diesen Extremen. Während des vierjährigen Jazz-Studiums an der Grieg-Akademie sammelte sich Inspiration und Ausdruck, der bis heute geblieben ist, geprägt von traditionellem Jazz, neueren Richtungen im Jazz und improvisierter Musik.
Viele der Songs auf dem Debütalbum haben ihren Ursprung in den Anfängen ihres Studiums und haben sich parallel zur Band entwickelt. Songwriting und Arrangieren haben nach und nach einen größeren Teil der Proben eingenommen, während die Band hart daran arbeitet, den spontanen und spielerischen Ausdruck zu bewahren, der der Ausgangspunkt für das Trio war.
Wie die Band selbst sagt:
„Es war eine bewusste Entscheidung, alles im selben Raum aufzunehmen, mit so wenig Overdubs wie möglich. Wir wollten eine gute Kommunikation zwischen uns haben, um das Spielen so einfach wie möglich zu machen und die Energie einzufangen, die aus der Freude am Musizieren entsteht. Wir wollten, dass die Instrumente ineinander übergehen, um einen organischen Raumklang zu erhalten.“
Das Album wurde im Solslottet-Studio in Bergen Kjøtt mit Iver Sandøy als Toningenieur und Produzent aufgenommen.
Mit „Woolgathering“ zeigt Datadyr eine andere und aufregende Richtung des norwegischen Jazz, der einerseits hochkomplex ist und andererseits eingängig genug ist, um Hörer, die sich anderen Genres verschrieben haben, auf sich aufmerksam zu machen. So muss moderner, zeitgenössischer Jazz klingen!
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- Artist: HÆCTOR
- Album: Modern Urban Angst
- Label: Dachshund Records
- VÖ: 10.06.2022
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Gegründet im Jahr 2017, bildet HÆCTOR inzwischen eine feste Größe in der Hamburger Musiklandschaft. Mit ihrem Debütalbum „Modern Urban Angst“, das zehn Songs beinhaltet und jetzt erscheinen ist, wollen die vier versierten und erfahrenen Musiker (Bassistin Lena Schöllermann, Sänger Martin Wendt, Gitarrist Christopher Kellner, Drummer Christoph Rosemeier) ihre Karriere festigen. Eine wachsende Fanbase mit respektablen Hörer- und Streamingzahlen auf den einschlägigen Plattformen können sie schon vorweisen. Etwa 20 Shows in Hamburg, unter anderem im Grünen Jäger und auf dem Spielbudenplatz, hat das Quartett bereits gespielt – leider hat die Corona-Pandemie auch sie ausgebremst.
Schwermut und Auftrieb sind das Kitt, das dieses Album zusammenhält und in typischer Brit-Indie-Manier aufwartet. Irgendwo zwischen Pulp, Verve, U2, Coldplay und Muse spielen die vier Bandmitglieder ihr Debütalbum ein und es hört sich an, als wären sie schon seit den frühen 1990er fester Bestandteil der Indie-Pop-Szene.
Für eine „Newcomer“-Band ist solch ein (Debüt-)Album ein Grenzstein, der gesetzt ist und an dem sie sich in Zukunft messen lassen müssen, denn hier haben sie ein zeitloses Indiewerk rausgehauen, das mit Sicherheit immer wieder den Weg in den Player finden wird.
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- Artist: Unprocessed
- Album: Boy Without A Gun (EP)
- Label: Airforce1 / Universal Music
- VÖ: 03.06.2022
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Ihr Bandname deutet es an: Unprocessed experimentieren gerne. Probieren sich immer wieder aus, um ihren markanten Signature-Sound ständig weiterzuentwickeln und zu perfektionieren. Mit seinem futuristischen Hybrid Mix aus packendem Modernen Metal, düster-atmosphärischen Electronica-Parts und catchy-poppigen Elementen stellt das Quartett nicht weniger als den nächsten Entwicklungsschritt in der Evolution des modernen Metal dar – wie Unprocessed auch mit ihrer heute erschienenen Digital-EP "Boy Without A Gun" beweisen, mit der die Formation nun die Brücke zu ihrem im August folgenden, nächsten Studioalbum schlägt.
Mit ihrer kontrastreichen Mischung aus Pop, Rock und Metal haben Unprocessed im vergangenen Jahr nicht nur ganze Stil Grenzen eingerissen, sondern sich ihr völlig eigenes Genre erschaffen und sich den Status als eine der aufregendsten und progressivsten Combos innerhalb der europäischen Heavy-Community erspielt. Momentan verzeichnet die Band fast 21 Millionen Spotify-Streams und blickt auf eine Fanbase von 310k Followern zurück. Nach ihrem 2019 erschienenen Durchbruchs Werk „Artificial Void“ schlagen Sänger und Gitarrist Manuel Gardner Fernandes, David Levy (Bass, Synthesizer), Christoph Schultz (Gitarre) und Leon Pfeifer (Schlagzeug) mit der brandneuen EP nun das nächste Kapitel in ihrer History auf. Auf „Boy Without A Gun“ transformieren Unprocessed ihren eigenständigen Sound einmal mehr auf innovative und bisher noch nie gehörte Weise.
Diese Mischung aus Rock, Metal und Pop nährt die Hoffnung das junge Künstler doch noch richtig gute Mucke einspielen können ohne sich dem Kommerz oder den Richtlinien verschiedener Trendlabels zu unterwerfen und trotzdem erfolgreich sein können.
Diese EP wird als Wegweiser für das kommende Album gesehen, das hier mit voller Vorfreude erwartet wird.
Rock und Metal sind tot! Es leben Rock und Metal!
Verpackt in ihren kompromisslosen musikalischen Ausdruck verarbeiten Unprocessed auf ihrer „Boy Without A Gun“-EP aktuelle Themen wie Fernweh, Sehnsucht und Veränderung („Orange Groove“), Selbstbetrug („Portrait“) und innere Konflikte („Closer“) sowie verschiedene Formen der Liebe. "Der Track `Ocean` wurde von dem EP-Titel `Boy Without A Gun` inspiriert und ist eine Metapher für jemanden, den man abgöttisch liebt. Genau wie der Ozean ist auch die Liebe gewissen Gezeiten unterworfen. Manchmal ist sie stürmisch und wild, dann wieder ruhig und das Wasser glasklar. Es gibt strahlend weiße Strände, während das, was hinter dem Horizont liegt, für immer ein Geheimnis bleibt. Von genau diesen Gegensätzen lebt auch unsere Musik.“
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- Artist: Astronoid
- Album: Radiant Bloom
- Label: 3DOT Recordings / Century Media Records
- VÖ: 03.06.2022
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ASTRONOID , die Bostoner Band, deren Musik als „fantastische Kreuzung aus Black Metal Geprügel und Shoegaze Schmelz“ (Pitchfork) beschrieben wurde und deren selbstbetiteltes Album 2019 von NPR als „der süßeste, weichste Heavy Metal des Jahres“ bezeichnet wurde, veröffentlicht ihr mit Spannung erwartetes drittes Album „Radiant Bloom“ am 3. Juni über 3DOT Recordings (lizenziert von Century Media Records außerhalb von Nordamerika, Australien, Neuseeland und Japan).
Die Mischung, die Astronoid auf ihrem dritten Album anbietet, entführt den Hörer durch den zuckersüßen, klaren Gesang von Brett Boland in andere Universen, während die Blasts einen wieder auf den Boden der tatsachen holen. Selbst Punkanleihen und ein NWOBHM-Solo in 'Sedative' kommen einem nicht wirklich spanisch vor und fügen sich hervorragend in dieses Soundkonglomerat ein. Die Wall of Sounds mit Bolands Gesang erinnern teils stark an Anathema und könnten nach deren Auflösung ein wegweisender Erfolgsgarant sein.
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- Artist: Las Cruces
- Album: Cosmic Tears
- Label: Ripple Music
- VÖ: 03.06.2022
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Blicken wir zurück in die fernen Weiten der berauschenden Urzeit des Doom Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre, und inmitten der vielen Säulen des Stils, deren Namen wir gut kennen und stoßen vielleicht auf einen, der weniger bekannt ist, aber nicht weniger majestätisch und beeindruckend ist, was sie geschaffen haben: LAS CRUCES. Dieses texanische Doom-Kraftpaket war wie ein Gewitter in der Wüste mit seiner einzigartigen Interpretation von sludgy, melodischem Doom, mit hochfliegenden Vocals und düsterer, erdbebender Riff-Power, der seinesgleichen sucht.
Wer allerdings hier großartige Neuerungen sucht, der wird sie nicht finden. Las Cruces spielen den sludgy Doom, den sie schon immer spielten und den viele Anhänger des Genres seit den 1990ern weiterhin erwarten: schleppende, fuzzy Gitarrenwände und Riffs, jammernder unwettererwartender Gesang, fette Basslinien und ins Gesamtbild eingebundenes Schlagzeugspiel. Es ist ein solides Doom-Album aus der texanischen Wüste, das so konstant im Genre ist, dass es immer wieder Spaß macht, den Player anzuwerfen und das nahende Unwetter über der in Deutschland nicht verhandenen Wüste zu suchen.
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- Artist: Somnus Throne
- Album: Nemesis Lately
- Label: Heavy Psych Sounds
- VÖ: 03.06.2022
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Nemesis Lately ist das zweite Full-Length-Album von Somnus Throne. Diese LP ist in hohem Maße eine Fortsetzung ihres ersten Albums (Burning World Records 2020), aber mit viel mehr Liebe zum Detail und einer weiteren Erforschung der Tiefen jeder Nische innerhalb von „Doom“ und einer größeren Vielfalt an Sounds.
Nemesis Lately mischt in derber Weise ein übles Hexengebräu aus Doom, Heavy Psych, Stoner und teilweise Grunge. Schleppende Gitarren mit FuzzEffekten (kyuss lassen grüßen), Bässe, die aus den tiefsten Niederrungen kommen, Gesang, der in Großteilen an Grunge-Größen wie Perl Jam oder Soundgarden erinnert und immer wieder spacige Heavy Psych Einlagen. Das ist die Mischung, die den Hörer mit - und runterzieht.
Somnus Throne ist ein Trio, das vor langer Zeit im Jahr 2016 in einer Kakophonie aus Underground-Heavy-Musikshows, undichten Lagerhallendecken und fortwährender Beruhigung der einen oder anderen Art gegründet wurde. Während ihre Mitglieder von New Orleans bis Portland viele '5 dollar-at-the-door, Monday through Friday no rent crash-pad, repurposed crack-house turned venues' heimgesucht haben, haben sie ihren Sitz mittlerweile in Los Angeles, Kalifornien. Sie flogen bis zur Veröffentlichung ihres ersten Albums „Self Titled“ auf Burning World Records (berühmt beim Roadburn Festival) im Jahr 2020 größtenteils unter dem Radar.
- Artist: Crystal Palace
- Album: Still There
- Label: Progressive Promotion Records
- VÖ: 20.05.2022
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Dem Progressive und New Art Rock affinen Hörer sind Crystal Palace schon seit längerem ein Begriff. Nun legen sie ihr fünftes Studioalbum vor und um es vorweg zu nehmen: es soll ihr Opus Magnum sein und beweist die zusammengewachsene Bandstruktur und ihr Feingefühl für Text und Songwriting.
Die Hintergrundgeschichte zum Allbum ist der tragische Suizid einer Engländerin am Berliner Müggelturm im Jahr 2014, von dem Gründungsmitglied Yenz einige Tage nach seinem dortigen Besuch erfahren hat und somit im Nachhinein die Worte verstehen konnte, die an die Wand des Treppenhauses geschrieben waren: „08. März 16:00 Uhr noch lebend“ und ein Etage weiter: „Still There“, das dem Jahre später erscheinenden Album den Namen gab.
Vor diesem Hintergrund entsteht eine fiktive Geschichte, die die Band feinfühlig musikalisch umzusetzen weiß.
Werden Crystal Palace hierzulande meist als Progressive Rock Act betitelt, so machen sie mit diesem Konzeptalbum einen Schritt in Richtung New Art Rock, wie man ihn mittlerweile bei Marillion seit Jahren zu schätzen weiß und ebenso bei t aka Thomas Thielen, in dessen Live-Besetzung Yenz ebenfalls kräftig mitwirkt. Dieser Schritt ist seit ihrem Vorgänger "Scattered Shards" folgerichtig und wird ihnen mit Sicherheit weiter zu Gute kommen.
Das Album ist durch den Konzeptcharakter nicht auf Einzelsongs zu reduzieren als durchgängige Geschichte bzw. Suite, deren Dramaturgie anhand der Tracktitel ableitbar ist. Flächige Keyboardsound wechseln sich mit feinster Riffarbeit und filigranem und trotzdem druckvollem Schlagzeugauftritt. Passagenweise kommen immer wieder Erinnerungen an diverse Genregrößen wie die schon angesprochenen Marillion wach, aber auch an David Bowie (Orange Popsicle Sky) oder Pink Floyd (A Scream From A Wall).
In dieser Konstellation und dieser Machart werden wir hoffentlich noch das ein oder andere Meisterwerk zu hören bekommen, wenn vielleicht auch nicht mehr in dieser eindrucksvollen Weise. Da lasse ich mich aber gerne in Zukunft belehren.
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- Artist: xPropaganda
- Album: The Heart Is Strange (LP)
- Label: ZTT / Universal Music
- VÖ: 20.05.2022
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Vor 40 Jahren gründete sich in Düsseldorf (wo auch sonst), eine Synthie-Elektro-Pop-Band namens Propaganda, die in der Welle des aufkommenden Elektro- und Synthie-Pops einige beachtliche Erfolge aufweisen konnte und mit Dr. Mabuse einen absoluten Welthit landeten. Geprägt war die Musik auch durch die unterkühlten Stimmen von Claudia Brücken und Susanne Freytag. Nach mehreren Auflösungen, Reunions, Bandsplittings kommt nun ein neues Album mit den beiden charismatischen Sängerinnen unter dem Bandnamen xPropaganda auf den Markt und auch wieder über das Ursprungslabel ZTT (Universal Music).
Brücken und Freytag gelingt es mit ihrem damaligen und auch heutigen Produzenten Stephen Lipson ein zeitloses und ins Hier und jetzt transformiertes Elektro-Synthie-Pop-Album zu produzieren, dem die Trademarks der unterkühlten Stimmen und teilweise mystisch, verträumten Melodielinien nicht fehlen. Dann sind da noch ein, zwei Tracks, die es geradezu darauf anlegen, dass sie mit Airplay gekrönt werden. Das Highlight des Albums ist der fast zehnminütige Closer "Ribbons Of Steel", das als verträumtes Ambientstück beginnt und sich in der zweiten Hälfte schon fast Richtung Jazz Noir entwickelt und einem David Lynch Film entsprungen sein könnte.
Die Produktion des Vinyls ist klar, offen und trotzdem druckvoll für Elektropop. So soll eine moderne Pop-Produktion auf Vinyl klingen.
Die beiden Sängerinnen geben noch zu Kommentar:
„Wir fanden es immer wahnsinnig schade, dass ein dermaßen unverwechselbares und erfolgreiches Album wie ‘A Secret Wish’ dazu verdammt sein sollte, eine einmalige Angelegenheit zu bleiben. Uns hat (dieses Album) so viel bedeutet, und es fühlte sich nie richtig an, die Geschichte an dem Punkt ausklingen zu lassen. Diese erneute Zusammenarbeit mit Stephen Lipson gab uns die Möglichkeit, unsere Vision davon, wie der ZTT-Nachfolger zu ‘A Secret Wish’ klingen sollte, endlich Realität werden zu lassen. Jetzt ist sie Wirklichkeit – auf ‘The Heart Is Strange’.“
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- Artist: Sex Pistols
- Album: The Original Recordings (2 LP)
- Label: Universal Music
- VÖ: 27.05.2022
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Pünktlich mit Erscheinen der Disney+-Miniserie "Pistol" wird auch eine Compilation mit den essenziellen Pistols Singles veröffentlicht. Wer nicht im Besitz der beiden offiziellen Veröffentlichungen "Never mind the bollocks" und "The great Rock'N'Roll Swindle" ist und auch nicht die teilweise horrenden Preise für die Vinyl-Editionen und Erstpressungen bezahlen will, der kann hier beruhigt zugreifen.
Die Compilation umfasst die wichtigsten Auskopplungen der wegweisenden Band in remasterten Versionen, die klanglich ordentlich bearbeitet wurden und trotzdem den Rotz der Musik transportieren. Natürlich ist diese Compilation genau das, was Punk kritisierte: Ein Luxusgut für etablierte alte Säcke. Und die alten Säcke so: "Scheiß drauf. Das Ding brauchen wir!" Ein kleiner Wermutstropfen ist bei dieser Compilation allerdings dabei: es gibt leider kein schönes Booklet mit Bildern oder Stories. Die Vinyls sind nur in gefütterten Innersleeves verpackt und ein paar Fotos sind im Gatefold abgebildet.
Die Sex Pistols brachten die britische Musikszene in den 70er Jahren zum Beben, als sie den Anstoß zu dem gaben, was später als Punk bekannt wurde – ein Begriff, mit dem die Band selbst allerdings nie etwas anfangen konnte. Denn mit „Never Mind The Bollocks“ veröffentlichten die Sex Pistols 1977 ein Album, das mit „God Save The Queen“ eine Single beinhaltete, die durch ihren provokativen Text („God Save The Queen/She ain’t no human being“) und die Tatsache, dass die Veröffentlichung des Songs genau mit dem silbernen Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. zusammenfiel, für ein Ausmaß an öffentlicher Empörung sorgte, das es in Großbritannien bis dahin nur selten gegeben hatte. Der Song wurde von negativer Presse geradezu überschüttet und von der BBC sogar aus dem Radio verbannt. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – erreichte „God Save The Queen“ Platz 1 der britischen NME-Charts, wurde in den offiziellen britischen Single-Charts allerdings nur auf Platz 2 gelistet. Das wiederum führte zu Anschuldigungen, dass der Song absichtlich von der Spitzenposition ferngehalten wurde und stellte somit das Establishment infrage. Auch deshalb gilt „Never Mind The Bollocks“ bis heute als eines der einflussreichsten Alben aller Zeiten und wurde von Musikern wie Kurt Cobain, Noel Gallagher, Green Day oder YUNGBLUD als Inspiration genannt.
„The Original Recordings“ bietet einen Überblick über die damalige Zeit und enthält u.a. die Schlüsselsingles 'Anarchy In The UK', 'God Save The Queen', 'Pretty Vacant' und 'Holidays In The Sun', wichtige Titel von Never Mind The Bollocks, weitere Originale und Covers vom Soundtrack-Album The Great Rock & Roll Swindle sowie einige B-Seiten mit 'I Wanna Be Me' (die Kehrseite von 'Anarchy... '), 'Satellite' (die B-Seite von 'Holidays In The Sun') und 'Did You No Wrong' (aus 'God Save The Queen').
Tracklist:
- Pretty Vacant
- God Save The Queen
- Bodies
- No Feelings
- I Wanna Be Me
- Anarchy In The UK
- Submission
- No Fun
- (I’m Not Your) Stepping Stone
- Holidays In The Sun
- New York
- Problems
- Lonely Boy
- Silly Thing
- Something Else
- C’Mon Everybody
- Satellite
- Did You No Wrong
- Substitute
- My Way
Ergänzt wird das neue Album von der Serie „Pistol“, die später im Jahr in Deutschland streambar sein wird. Die Serie basiert auf dem Buch „Tales from a Sex Pistol“ von Sex Pistols-Gitarrist Steve Jones, der in seinem Buch die aufregende Zeit in den 70er Jahren aus dem Blickwinkel der Bandmitglieder beschreibt. Zum Cast der neuen Serie von Regisseur Danny Boyle gehören unter anderem Toby Wallace (als Steve Jones), Anson Boon (als Johnny Rotten), Louis Patridge (als Sid Vicious), Jacob Slater (also Paul Cook), Christian Lees (als Glen Matlock), Dylan Llewllyn (als Wally Nightingale) oder Game Of Thrones-Star Maisie Williams (als Pamela Rooke).
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- Artist: Sarah P.
- Album: Birdsong (EP)
- Label: EraseRestart
- VÖ: 13.05.2022
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Ein Album über Trauer, das Wiederauftauchen alter Erinnerungen und die versteckte Hoffnung in Momenten der Hoffnungslosigkeit. Die Birdsong EP besteht aus vier Songs und ist Sarah P.s bisher ausgereiftestes Werk. Sarah experimentiert weiterhin mit analogen und elektronischen Klängen, minimalem Gesang und nachdenklich stimmenden Texten. Inspiriert von ihrer eigenen Erfahrung mit Verlust, berührt sie die alltäglichen Kämpfe, die entstehen, wenn man einen geliebten Menschen verliert - wie man lernen muss, ohne ihn zu leben. Die in ihrer Einfachheit komplexe Birdsong EP erzählt eine Geschichte, die viele kennen, und sorgt dafür, dass sich die Hörer am Ende des Hörens etwas erleichtert fühlen.
Die Birdsong EP wurde von Flavio Gonnellini und Sarah P. virtuell produziert - entsprechend den Beschränkungen der Pandemie - und balanciert zwischen Dramatik und schlichten Emotionen. Gemischt und gemastert wurde sie von George Priniotakis in den Artracks Studios.
So wichtig und dringlich die Themen sind, die Sarah P. in ihren Songs verarbeitet, so resilient, ruhig und dahinplätschernd kommensie daher. Es passiert musikalisch nicht viel. Es dümpelt, rüttelt aber nicht auf. Der Hörer wird regelrecht eingelullt wie mit seichter Fahrstuhlmusik. Aber vielleicht braucht dies genau der ein oder andere Hörer, um endlich wieder runter zu kommen und zu verschnaufen. Wer weiß?!
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- Artist: Elis Noa
- Album: i Was Just About To Leave
- Label: LasVegas Records
- VÖ: 27.05.2022
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Das Duo besteht aus Aaron und Elisa, die beide in Wien leben. Die beiden lernen sich während ihrer gemeinsamen Studienzeit an der Jazzabteilung der Wiener Musikuniversität kennen. Der Sound von ELIS NOA reicht von Pop über zeitgenössischen RnB bis hin zu Future Soul. Inspiriert sind die beiden von den Werken von Emilie Nicolas, Jacob Banks, Jordan Rakei, Frank Ocean, Jazmine Sullivan und Oliver Malcolm. ELIS NOA's eigener Sound weist Parallelen zu Billie Eilish, Lana Del Rey, Jordan Rakei und Jacob Banks auf. Gemeinsam haben ELIS NOA zwei EPs: „High EP“ und „Love Letters“ veröffentlicht, sowie ihre erfolgreiche Debüt-LP „What Do You Desire?“ (2020).
Das neue Album "I Was Just About To Leave" ist ein Konzeptalbum über den Akt des Loslassens. Das Album folgt auf die Veröffentlichungen von „Mad About You“, „Weights“ „I Don't Like It Here" und „Make Me Think Of You", welche alle im Laufe der letzten Monate und in Vorbereitung auf das Album veröffentlicht wurden. ELIS NOA waren seit ihrem Debütalbum “What Do You Desire?“ (2020) auf den verschiedensten Bühnen Europas (Reeperbahn Festival, Waves Festival, Popfest Wien u.a.) zu sehen und haben bereits mit Marco Kleebauer (Leyya und Bilderbuch) sowie Max Walch (Left Boy und Bilderbuch) zusammengearbeitet. Insgesamt haben ELIS NOA über 1,1 Millionen Plays auf verschiedenen Plattformen erreicht und wurden von bekannten internationalen Medien wie Tonspion, NBHAP, Glamglare, Music Export und Everything Is Noise, sowie Deutschlandfunkkultur, FM4 und Oe1 unterstützt. Mit „I Was Just About To Leave“ lassen die beiden Musiker*innen ihr Publikum wieder einmal tief in ihr Inneres eintauchen und laden ein, Verbindungen zu den eigenen Geschichten und Gefühlen zu finden. Loslassen ist keine einfache oder lineare Mission, deswegen nimmt sich das Duo Zeit, jeden Schritt des Prozesses musikalisch zu erforschen, indem es mit jedem Song die Reise der Heilung durchwandert und Momente des Widerstands und des Schmerzes bis hin zu Akzeptanz und Leichtigkeit beschreibt.
ELIS NOAs Musik ist gefühlvoll, ehrlich, roh und ungeschönt. Sie lässt einen nicht kalt sondern aufhorchen. Musikalisch überlagert wird der Sound des Duos mit sanften Pinseln aus eleganten Tönen und rollenden Beats, die dem Erlebnis unerwartete Tiefe verleihen.
Selten hat es eine ähnliche Mischung moderner (Indie-)Popmusik mit RnB, Jazz und Soul mich so zu packen, dass ich das gesamte Album durchhören wollte. Die Themen sind tiefgründig, die Stimme nachdenklich, aber nicht jammernd oder gar zu weinerlich. Allerdings ist dies kein Sommeralbum, sondern ein Album, dass ich nochmals zur Seite lege, wenn die ersten Herbsttage wieder einziehen.
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- Artist: Besvärjelsen
- Album: Atlas
- Label: Magnetic Eye Records
- VÖ: 27.05.2022
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Was tun, wenn man Rock und Doom aus der Wüste mag, die Umgebung aber alles andere als trockenes Land bietet? BESVÄRJELSEN fanden eine beeindruckende Antwort in den düsteren Wäldern ihrer Heimat im schwedischen Dalarna. Aufgewachsen im hohen Norden an den Treffpunkten altnordischer und finnischer Kulturen inmitten von Echos von Runen und Göttern, Schamanen und Geistern, gestaltete der faszinierende Fünfer seinen Namen aus dem schwedischen Wort für „beschwören“, während er sich stark von einheimischen Überlieferungen, Mystik und die dunklen, alten musikalischen Traditionen inspirieren ließ.
Doch BESVÄRJELSEN sind alles andere als ein weiteres „heidnisches“ Outfit, das sich nach einer Zeit sehnt, die es nie gab. Als Sängerin Lea Amling Alazam mit einer feurigen Leidenschaft für Punk und Stoner Rock ankam, die im örtlichen Skatepark begann, als sie gerade 13 Jahre zählte, degradierten Andreas und Staffan ihre gemeinsamen Gesangspflichten glücklich auf eine Nebenrolle – eine einfache Wahl wie die von Lea unverwechselbare Stimme beschwor die Intimität und das Charisma von Sängerinnen wie Nina Simone oder Amy Winehouse herauf.
Entlang der Küsten des bekannten Stoner- und Doom Rock mit Heavy Psych und Heavy Blues Anleihen schippert die Kombo aus Schweden und hat doch mit der Stimme von Lea einige Trademarks, die die Band so einzigartig macht. Mit ihrer dunklen Stimmfarbe, die auch gut in soulige R'n'B Stücke passen könnte, groovt die gesamte Platte im Midtempobereich ohne große Ausreißer und umhüllt den Hörer wohlig warm. Hier wird aus allen genannten Genres eine Mischung geboten, die eine knappe dreiviertel Stunde genussvolle Unterhaltung bietet.
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- Artist: Mark Tremonti
- Album: Mark Tremonti sings Frank Sinatra
- Label: Take A Chance For Charity
- VÖ: 27.05.2022
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Mark Tremonti wird am 27. Mai 2022 ein Charity-Album veröffentlichen. Zum Welt-Down-Syndrom-Tag, am 21. März, wurde die Platte mit dem Titel "Mark Tremonti Sings Frank Sinatra" angekündigt. Hierauf covert der Alter Bridge-Musiker Lieder der 1998 verstorbenen Ikone Frank Sinatra. Die Einnahmen aus der Veröffentlichung werden an die National Down Syndrome Society gespendet.
Es ist ein nobles und gutes Ansinnen von Mark Tremonti wohltätig für die National Down Syndrome Society tätig zu sein. Dies sei ihm sehr hoch anzurechnen.
Warum in aller Welt müssen sich Künstler für solche Zwecke immer an die große Jazz-/Swing-Künstlern, allen voran Frank Sinatra, wagen. Tremontis Stimme kommt der eines Sinatra schon sehr nahe und auch das Swing Orchester bzw. die Big Band ist durch das Mitwirken von ehemaligen Mitgliedern sehr gediegen. Aber braucht es noch ein Sinatra-Cover-Album und dann noch so nahe am Original? Warum wagt man nicht neue Interpretationen?
Musikalisch ist es nichts, was man sich ins Regal stellen müsste. Wenn Sinatra, und dann noch so, dann bitte das Original.
Mark Tremonti hat sich mit überlebenden Mitgliedern von Franks Orchester zusammengetan, um neue Interpretationen einiger Klassiker und einige tiefere Schnitte aus Franks Katalog zu kreieren.
Mark hat dieses Album der National Down Syndrome Society (NDSS) geschenkt und alle Erlöse verwendet, um die NDSS zu finanzieren und Kindern mit Entwicklungsstörungen Musik zu schenken.
Take A Chance For Charity ist eine neue Wohltätigkeitsorganisation, die sich darauf konzentriert, Künstlern / Schauspielern / Sportlern die Möglichkeit zu geben, ihre Komfortzone zu verlassen, indem die Menschen mit einer Plattform das Genre verlassen, für das sie bekannt sind, um Spenden / Bewusstsein für die Wohltätigkeitsorganisation zu sammeln ihrer Wahl. Ein Schauspieler kann singen, ein Sportler kann tanzen, ein Musiker kann ein Lied aus seinem musikalischen Genre singen - jede künstlerische Interpretation. Dies gibt dem Künstler die Möglichkeit, im Namen der Nächstenliebe etwas Außergewöhnliches, ja Außergewöhnliches zu tun. Tremonti Sings Sinatra wird die erste Veröffentlichung für die Sache sein, der Empfänger ist NDSS.
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- Artist: Black Lung
- Album: Dark Waves
- Label: Heavy Psych Sounds
- VÖ: 27.05.2022
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Während „Dark Waves“ in gewisser Weise eine Abkehr von früheren Black Lung-Platten bietet, bleibt die Band ihren Wurzeln in der Doom- und Psychedelic-Musik treu und liefert acht Songs voller wilder, verzerrter Gitarren, dröhnender Drums und gefühlvoller Vocals. Das werden langjährige Fans zu schätzen wissen.
Die Entscheidung, die Bassgitarre prominent in den Mix von „Dark Waves“ einzubeziehen, fügt ihren Songs neue Ebenen von Tiefe und Schwere hinzu, was vielleicht die bemerkenswerteste und aufregendste Entwicklung des Albums ist.
Für die Band bedeutete es, diese dunklen Zeiten zu überstehen, über die Vergangenheit nachzudenken und gleichzeitig vorwärts zu gehen, ohne zu wissen, was die Zukunft bringen könnte. Das Ergebnis ist eine Platte, mit der BLACK LUNG zu neuen klanglichen Höhen aufsteigen.
Diese Diskrepanz zwischen dystopischem Jetzt in Anbetracht von Pandemien, Klimawandel, den kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa und einer gewissen Hoffnung auf eine andere, bessere Zukunft klingt in jedem Track mit und packt den Hörer an seinen emotionalsten Stellen.
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- Artist: Sounds Of New Soma
- Album: Musique Bizarre
- Label: Tonzonen Records
- VÖ: 27.05.2022
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Es gibt Bands, die ständig auf Reisen sind. Die Stones sind immer auf Konzertreisen, veröffentlichen aber kaum Neues, Sounds Of New Soma (SONS) sind auf ständigen Reisen durch ihren Musikkosmos und saugen jegliche Materie auf, um sie in Töne und Musik zu verwandeln.
Dieses Mal haben sie viele Bekannte in der Tonzone getroffen und ihre Ideen mit ihnen umgesetzt. Treffen können wir hier unter anderem die Tonzonen-Labelkollegen von Taumel, Nazca Space Fox, The Spacelords, Vespero, Moop und Grombira.
Ihre Soundkollagen bewegen sich immer im Umfeld von Neo- und Elektrokraut, sowie Kosmischer Musik. Es blubbert, wabbert und spact vor sich hin und nimmt den Hörer mit auf die verrücktesten Reisen.
Die Herangehensweise an die Entstehung der Songs war dieses Mal komplett anders. Als Konzept war eine Doppel-LP vorgesehen, mit verschiedenen Musikern von Bands des Labels Tonzonen Records. Eine Zusammenarbeit, bei der Musiker / Bands dem Duo Soundfiles zur Verfügung stellen, die für dieses Konzept aufgenommen werden sollen. Was am Ende dem Duo zur Verfügung gestellt wird, konnten die Musiker völlig frei entscheiden.
Die entstandenen Fragmente verarbeitete das Duo anschließend in ihrem Studio in Helmtown. Ideen für die Soundfiles wurden entwickelt und aufgenommen. Ein Prozess, der mehrere Monate dauerte. Einige der Songs kamen sehr schnell zusammen, andere waren komplex und schwierig, aber schließlich gelang es dem Duo, alle eingereichten Ideen in neue Songstrukturen zu bringen und dem Album eine Einheit zu geben. Kein leichtes Unterfangen, denn die Vorgaben der Bands reichten von klassischen Rockelementen über avantgardistische Soundfiles bis hin zu Free Jazz und orientalischen Elementen. Aber Musique Bizarre hat eine klare Struktur bekommen und ist ein in sich geschlossenes, stets spannendes Konzeptalbum.
Ein besonderer Klangkosmos von eingängigen Songs bis hin zu schwer fassbaren Freistücken. Der elektronische Teil von Sounds Of New Soma spielt eine große Rolle, ebenso wie die klassische Instrumentierung von Rock- und Jazzmusik.
Die Aufnahmen wurden im heimischen Helmtown Studio abgemischt und erneut von Eroc (Grobschnitt) gemastert.
Das bewusst reduzierte Cover-Artwork wird durch die vielschichtige bunte Illustration auf der Innenseite ergänzt, die perfekt zum Thema des Albums passt.
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- Artist: BAEST
- Album: Justitia (EP)
- Label: Century Media Records
- VÖ: 27.05.2022
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Gerade mal knapp ein Jahr nach ihrem letzten Longplayer "Necro sapiens" veröffentlichen die Dänen ihren nächsten Death Metal Hammer "Justitia (EP)". Leider ist es nur ein 35-minütiges 6-Track-Kurzalbum geworden, aber auch ein Vermächtnis für die Metalszene.
Die düsteren Atmosphären mit extrem harten Riffs, Tempiwechsel, Geknüppel an der Schießbude und denfurchteinflößende, aber dennoch verständlichen Growls sind auch für dieses Album und das Genre wegweisend. Und immer wieder beweisen sie ihr Geschick für vielschichtiges Songwriting.
Für die EP haben sie sich noch zwei Gastsänger hinzugenommen. Beim titelgebenden Justitia wirkt Aborted-Sänger Sven De Caluwé mit und Gargoyles wirkt der leider viel zu früh verstorbene Black-Dahlia-Murder-Fronter Trevor Strnad mit, der hier wohl sein Vermächtnis am Mikro hinterlassen hat.
Auch dieses Minialbum wird sich in die dunklen Herzen der Fangemeinde spielen und sollte für Genre-Liebhaber im Regal und im Player landen.
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- Artist: Soft Ffog
- Album: Soft Ffog
- Label: Is It Jazz? Records
- VÖ: 27.05.2022
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Is It Jazz? Records, der neueste Spross der Norweger Dark Essence und Karisma Records, wird ihre erste Veröffentlichung am 27. Mai mit dem selbstbetitelte Debütalbum der Jazz-Prog-Rocker SOFT FFOG raushauen. Ein Doppel-Debüt, das zeigt, wo die Reisen der Bands und des Labels hingehen sollen.
Die erste Band auf dem Label zu sein, ist, wie man sich vorstellen kann, etwas, worauf sich SOFT FFOG sehr freuen, wie die Band erklärt:
"SOFT FFOG sind super begeistert, die erste Band zu sein, die bei Is it Jazz? Records unter Vertrag genommen wird und wir freuen uns darauf, gemeinsam in den Kosmos aufzusteigen! Also über uns. Hast du dich jemals gefragt, wie es klingen würde, wenn JIMI HENDRIX zu DEEP PURPLE stoßen würde und sich zum Ziel gesetzt hätte, wie GENTLE GIANT zu klingen – aber kläglich daran scheiterte, weil in letzter Zeit zu viel Jazz konsumiert wurde? Wahrscheinlich nicht, aber trotzdem ist der Sound von SOFT FFOG einzigartig und zieht in Stil, Komposition und Ästhetik gewisse Parallelen zu den oben genannten Acts, ist aber mehr im Jazz verwurzelt - mit ausgedehnten Soli und Improvisationen."
Zu dieser Melange gesellen sich Sounds, die man von Pat Metheny, Klaus Doldingers Passport und The Tangent kennt verknüpft mit manchen 80's Computerspiel-Quietsch-Sounds. Das list sich zuerstmal verquer, aber es ist genau die richtige Mischung, die die Band und deren Sound ausmacht und den genreoffenen Hörer in den Bann zieht. Mit dem neu gegründeten Label Is It Jazz? Records, das sich mit den Gründungslabels Karisma Records Und Dark Essence Records immer auf neuen Pfaden bewegt, wird die Band hoffentlich noch weitere vielversprechende Outputs vorlegen und die jazzige Gemeinde erfreuen.
Die Entstehung von SOFT FFOG im Jahr 2016 war insofern etwas ungewöhnlich, als es sich um einen einmaligen Auftritt im Auftrag des Kongsberg Jazz Festival handelte. Trotz des Erfolgs dieser Veranstaltung bekam die Band nicht den nötigen Schwung, um eine richtige funktionierende Einheit zu sein, und in Kombination mit den vollen Terminkalendern der jeweiligen Musiker, jede mit anderen Bands und Projekten, spielten SOFT FFOG nur noch ab und zu Gigs. Live zu spielen hat jedoch dazu beigetragen, den Sound der Band so sehr zu definieren und zu verfeinern, dass Gründer Tom Hasslan entschied, dass 2020 der richtige Zeitpunkt für SOFT FFOG war, um ihr erstes Album aufzunehmen.
Die Band besteht aus Tom Hasslan (KROKOFANT), der auch das Album geschrieben hat, an den Gitarren, Axel Skalstad (KROKOFANT) am Schlagzeug, Trond Frønes (RED KITE, GRAND GENERAL) am Bass und Vegard Lien Bjerkan (WIZRD) an den Keyboards. Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Mitglieder von SOFT FFOG einzeln wahrscheinlich mit jedem in der norwegischen Jazzszene gespielt haben, und jetzt haben sie ein Vehikel, mit dem sie ihr eigenes Ding machen können. Durch die Kombination von Einflüssen von KING CRIMSON mit TERJE RYPDAL, DEEP PURPLE mit PAT METHENY haben SOFT FFOG ein Album mit glühenden Gitarrensoli, knorrigen Bässen, verrückten Drums und Überschall-Keyboardspiel produziert!
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- Artist: Cities Of Mars
- Album: Cities Of Mars
- Label: Ripple Music
- VÖ: 20.05.2022
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Vollgepackt mit den langjährigen Sci-Fi-Bildern des Trios präsentiert „Cities of Mars“ die 8-Kapitel-Geschichte eines sowjetischen Kosmonauten, der 1971 eine alte Marsstadt entdeckt und eine schlafende Verschwörung erweckt. Wenn ihr mit diesen mächtigen Schweden nicht vertraut sind, erwarten euch bebende Riffs mit eindringlichen Melodien, großartigen Gesangsharmonien und subtilen Synth-Layern, die fesselnde und abenteuerliche Klanglandschaften schaffen. Fans von Baroness, The Sword, Kylesa und Mastodon werden es lieben!
Die Band packt alles in das Album, was Doom-, Stoner-, Space- und Psychedelic Rock zu bieten haben: düstere, schwere Riffs, eindringliche, hypnotische Vocals und spacige Klanglandschaften. Das ganze wird verpackt in eine sich steigernde, spannende Geschichte und somit entwickeln sich die einzelnen Tracks mit der Intensität der Story auch in ihrer Dramaturgie und Härte. Diese Kombination fesselt den Hörer durchgängig an die Boxen bzw. Kopfhörer und lässt ihn bis zum letzten Ton und darüber hinaus nicht mehr los. Man ist geneigt, die Playtaste erneut zu drücken, um die Abenteuer des sowjetischen Kosmonauten nochmals zu erleben.
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- Artist: Geezer
- Album: Stoned Blues Machine
- Label: Heavy Psych Sounds
- VÖ: 20.05.2022
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Ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung ist GEEZER zu einer festen Größe im US-Heavy-Underground geworden. Seit ihrem Debüt im Jahr 2013 hat sich das Trio aus Kingston, NY, in und durch Open-Space-Jams und denkwürdige Hooks entwickelt, die Einblicke in ihr Wachstum auf Alben wie „Gage“ von 2016, dem selbstbetitelten 2016er und 2017er „Psychoriffadelia“ geben.
Inmitten der düsteren Existenz des Jahres 2020 entfesselten sie „Groovy“, ihre bisher wichtigste Veröffentlichung, und brachten das zusammen, was Harrington die „drei Säulen von Geezer“ nennt: schweres Trippy-Groovy, mit einer Reihe unvergesslicher Songs und leicht rollenden Vibes. Es ist eine seltene Band, die ihren Sound so ansprechend findet, und mit dem neuen Album „Stoned Blues Machine“ bauen sie erneut auf ihren Errungenschaften auf, die sie in Zusammenarbeit mit Produzent Chris Bittner bei Applehead Recording in Woodstock, NY, erzielt haben, um die bisher umfangreichste Produktion der Band zu nutzen. Das Album, mit dem sie zum ersten Mal seit 2017 nach Europa zurückkehren und als ihre zweite Veröffentlichung für Heavy Psych Sounds dienen wird, ist ein weiteres Beispiel dafür, was mit klassischem Songwriting in einfallsreichen Händen erreicht werden kann. „Stoned Blues Machine“ betont die Dynamik der Band und die Freude am gemeinsamen Spielen und Schreiben von Songs – mehr denn je als Einheit – und zeigt, dass man selbst in einigen der dunkelsten Stunden immer sagen kann, scheiß drauf, geh hoch und durchkreuze den Kosmos.
Die Blues-/Stoner-Rock-Welle ebbt nicht ab und Geezer legen mit ihrem Album eine 50/50-Scheine hin. Der erste Teil liegt definitiv dem Blues-Rock näher, der zweite Teil ist wieder näher am Psychedelic Stoner Rock. Somit ist für jeden Schmuddelbruder was dabei, in dem er sich suhlen kann.
- Artist: Anderes Holz
- Album: Continuo
- Label: Tonzonen Records
- VÖ: 20.05.2022
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Anderes Holz sind eine wahnsinnig sprudelnde Mischung aus artistischem Progressive Rock, melodiensüchtigem Artpop/-rock und stampfendem Krautrock. Die Instrumentierung ist teilweise auch sehr exzentrisch mit elektrischer Waldzither und Theremin, Field Recordings, diversen percussiven Instrumenten, Handsirene, japanischem Windgong, mit experimentellen deutschen Texten und unvergesslichen Bühnenshows (siehe youtube-Kanal der Band).
Das ist magisches Theater und Avantgarde mit verrücktem Make-up, Requisiten und Kostümen wie man sie von den frühen Genesis, Hella von Sinnen oder avantgardistischem Tanztheater kennt. Ein krasser und faszinierender Live-Act im Trio-Outfit!
2018 veröffentlichte Anderes Holz das Debütalbum Fermate auf STF Records. Nun, im Jahr 2022, erscheint das zweite Album Continuo am 20. Mai auf Tonzonen Records.
Dieses Künstler-Kollektiv ist in der heutigen Zeit mit nichts vergleichbar. Entfernte Vergleiche mit Amon Düül, Nina Hagen, Hallelujah Ding Dong Happy Happy und in verschieden Sequenzen auch mal Einstürzende Neubauten (in manchen Texten) oder Element Of Crime laufen beim Auftauchen des Gedankens auch direkt wieder fehl, weil's dann direkt wieder in eine andere Richtung geht.
Aber genau so geht Avantgarde, so geht abgedreht, so geht innovative Musik!
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- Artist: Small Fires
- Album: Stairwell
- Label: Membran / The Orchard
- VÖ: 20.05.2022
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Wie muss sich moderner Indie-Pop anhören? - Es muss eine gewisse Melancholie als Grundschwingung vorherrschen, die sich anfühlt wie Liebeskummer pickliger, pubertierender Außenseiter (weinerliche Vocals, schrammelnde Gitarren, geheimnisvolle Field Recordings (?) und düstere Bassläufe), andererseits die Luftigkeit jugendlicher Unbeschwert- und Unbekümmertheit (hallende Keyboards, euphorische Vocals, locker-flockiger 4/4-Takt).
All diese Zutaten mischen Small Fires in ihrem dritten Studio-Album gekonnt zusammen und servieren eine moderne und scheinbar zeitlose Indie-Pop-Nummer, die auch in 30 Jahren noch funktioniert.
Auf ihrem dritten Album „Stairwell“ präsentiert sich die Hamburger Indie-Pop Band Small Fires vielseitig wie nie zuvor. Neben den vertrauten Klängen melodiöser, verhallter Gitarren und einer atmosphärischen, elektronisch geprägten Klangwelt, verschafft sich auf "Stairwell" nun ein weiteres Element seinen Platz in der Soundwolke: die Gastmusiker Tim Schierenbeck und Jonas Böker statten viele der Songs mit einem dynamischen und selbstbewussten Schlagzeugfundament aus. Die Stimmungen der elf Songs des Albums rangieren im weiten Spannungsfeld von melancholisch über psychedelisch bis hin zu gut gelaunt. Mit den Singles "Referee", "Matador" und "Odd Beliefs" haben Small Fires schon drei Vorboten in die Welt entsandt. Doch bei aller Spielfreude und Vielschichtigkeit der Musik stehen immer die nach Tiefe suchenden Songs & Texte im Mittelpunkt.
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- Artist: James LaBrie
- Album: Beautiful Shade Of Grey
- Label: Inside Out Music
- VÖ: 20.05.2022
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James LaBrie, bei vielen bekannt als Sänger der Progressive Metal Legende Dream Theater, veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen auch mal Solo-Alben, so nun auch sein viertes eigenständiges Werk "Beautiful Shade Of Grey".
Das neue Unterfangen führt ihn durch persönliche Reifung, Verlust, unzählige komplexe Beziehungen und vor allem durch LaBries brennende Leidenschaft für Musik. Auf dem Papier nahm das neueste Studioangebot des kanadischen Sängers kurz nach Beginn der globalen Pandemie Gestalt an.
Diese Intimität setzt LaBrie mit einer "akustischeren" Version seiner Songs um. Manche sprechen von einem Akustik- oder sogar Unplugged-Album. Das ist allerdings etwas weit hergeholt. Ja, es wird viel mit akustischer Gitarre gearbeitet, aber auch Keyboards und Schlagwerk ist vertreten. Vielleicht beschreibt Old School Rock mit Singer-/Songwriter- und Folkeinflüssen dieses Album besser.
Es geht definitiv nicht sehr in die Prog Metal Richtung, was natürlich dem Charakter des Solo-Albums zuträglich ist und somit die Stimme LaBries in den Vordergrund rücken lässt. Löst man sich von der Vorstellung, dass es sich hier um ein Album eines Prog Metal Sängers handelt oder wenn man keine Vorstellung davon hat, wer James LaBrie überhaupt ist, dann wird man schnell warm mit dieser Platte. Die Struktur der Songs ist eingängig, aber ausreichend komplex, um auch anspruchsvollere Hörer ansprechen zu können. LaBries Stimme klingt warm und offen und weniger gequetscht wie bei so manchen DT-Tracks.
Eine große Überraschung ist der Schlußtrack "Ramble On", eine Cover-Version des Led Zeppelin Songs, dem sich LaBrie mit Ehrerbietung annähert und Rober Plant sogar stimmlich das Wasser reichen kann. Als Bonus Track kommt Devin In Drag in einer "elektrischen" Version um die Ecke und beweist im Ansatz, dass so mancher Song des Albums sogar als DT-Version funktionieren könnte.
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- Artist: Dirty Honey
- Album: Dirty Honey EP / LP
- Label: Dirt Records
- VÖ: 20.05.2022
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Während die Band in ihrer Heimat, den USA, bereits als eine der aufregendsten neuen Rockbands angesehen wird, machen sich DIRTY HONEY nun bereit, sich mit ihrer Debütalbum-Veröffentlichung sowie einer umfangreiche Tournee auch in Großbritannien und Europa einen Namen zu machen.
Mit ihrer aktuellen Single “When I’m Gone” ist es Dirty Honey in den USA als erster Band ohne Plattenvertrag gelungen, die Nummer 1 der Billboard Mainstream Rock Airplay Charts zu erreichen. Für den US-Rolling Stone gehören sie zu den “Artists You Need To Know”. LA Weekly schrieb über die Newcomer:
“Diese Jungs haben einen dreckigen Blues-Sound in ihrem Rock und einen Swing, den man bei neuen Bands eine ganze Weile lang vermisst hat. Einfach ausgedrückt: Sie bringen den Roll wieder in den Rock.”
In der aufblühenden Szene des Blues- und Southern-Rock werden die Jungs um Marc LaBelle viel Zuspruch ernten können. Ihr Sound fußt auf den Klassikern des Genres und sie machen keinen Hehl aus ihrer musikalischen Nähe zu Guns'N'Roses und Aerosmith, die sich komplett durch das ganze Debütalbum zieht. Allerdings ist dies auch ein großes Manko des Albums, denn vieles hört sich gleich an und wiederholt sich. Der einzige Ausreißer, der dem Album noch eine kleine Kehrtwende entlockt und für die Zukunft vielleicht etwas mehr Abwechslung verspricht ist der Closer "Another Last Time", der die bluesige Note hervorhebt und in gewissen Zügen schon fast an Janis Joplin erinnert. Ansonsten sind die restlichen Songs auf dem Prinzip "More of the same" aufgebaut.
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- Artist: Jens Pauly
- Album: 1989
- Label: eRecords (eR002) / Whiltelabrecs
- VÖ: 12.05.2022
Jens Pauly ist ein Musiker aus Köln. Zuvor hat er die Alben „Vihne“ und „Below“ auf „Whitelabrecs“ veröffentlicht und außerdem eine Zusammenarbeit mit Stijn Hüwels auf „Vaagner“ und Mi Cosa de Resistance auf „Minimal Resource Manipulation“.
Seit seinem Debüt bei r/f im Jahr 2017 hat er einen organischen Sound entwickelt, der die subtile Schönheit zeitloser Momente verewigt, anspruchsvoll in seinem gesamten emotionalen Unterholz – eng verflochten in Sehnsucht und Vision.
Das Herzstück jedes Songs von 1989 ist eine live aufgenommene Improvisation auf Tonband. Es ertrinkt in sehr nostalgischen Schwingungen, schafft aber auch einige schön strukturierte zukünftige Erinnerungen.
Jens Pauly entwickelt mit seinen Sounds Musik jenseits aller Musikrichtungen und lässt sich noch am Besten als experimentelle auf Ambient und neoklassische Klanglandschaften charakterisieren, die in ihrer cineastischen Ausprägung an "Bohren und der Club Of Gore" und im Entfernten an Anna von Hausswolff erinnern möchten. Dieses 24-minütige und aus 4 Tracks bestehende Werk lässt den Hörer in einem meditativen Zustand das Jetzt und Hier verlassen und in andere Dimensionen oder tief ins eigene Ich entgleiten.
eRecords ist eine von Whitelabrecs erstellte Serie digitaler Aufzeichnungen. Diese Ausgaben zielen darauf ab, das digitale Format in etwas zu verwandeln, das auf ähnliche Weise erlebt werden kann wie die Interaktion eines Hörers mit einer echten Schallplatte. Jede Ausgabe enthält ein spezielles PDF-Sammelalbum.
Bestellen Sie die Neuerscheinung gleich hier: https://jenspauly.bandcamp.com/1989
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- Artist: Ecstatic Vision
- Album: Elusive Mojo
- Label: Heavy Psych Sounds
- VÖ: 13.05.2022
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ECSTATIC VISION stellten Ende 2013 ihre Heavy Primal Psych Marke vor, die von Gruppen wie Hawkwind, Aphrodites Child, Olatunji, Can und den frühen Amon Düül ll beeinflusst wurde. Gegründet in Philadelphia, um in erster Linie „zu spielen, was sie hören wollten“, stieg die Band schnell zu einer Kraft auf im Wissen, dass man mit ihnen jederzeit rechnen muss.
Im Herbst 2019 veröffentlichte die Band For The Masses auf Heavy Psych-Sounds und unterstützte Brant Bjork auf einer USA-Tour. Sie machten sich dann sofort auf den Weg nach Europa für eine ausverkaufte Clubtour. Nachdem die For The Masses-Tour aufgrund der Pandemie abgebrochen wurde, machten die EV-Jungs eine dringend benötigte Pause. Sie gruppierten sich ein Jahr später neu und begannen mit dem Jammen, was ihr neues Album werden sollte. Im Herbst 2021 nahm die Band live in den RetroCity Studios in Philadelphia mit Joe Boldizar auf. Er holte die Band aus dem Dreck und zusammen produzierten sie ihre bisher am besten klingende Platte.
Elusive Mojo lässt die Band mit diesem aus den Fugen geratenen, rohen und gefährlichen neuen Album aus allen Rohren feuern. Die Band setzt ihren einzigartigen Kriegspfad fort und mischt schweren Psych-Rock, Detroit-Rock, Proto-Punk und Weltmusik. Das Album enthält Caveman-Grooves, die den Asheton-Brüdern die letzten Zähne aus den Schädeln schlagen würden, sengende Saxophone, die Nik Turner mit einer potenten Mischung aus Speed und Viagra high machen würden, und Basslines, die heiß genug sind, um die Lemmy-Statue zum Schmelzen zu bringen und Sonic Youth hätten ihre Freude gehabt bei The Kenzo Shake mitzujammen. Elusive Mojo wurde in ihrer geliebten Heimatstadt Philadelphia von Joe Boldizar (Sonic Praise) mit Bob Pantella (Monster Magnet) live auf 2-Zoll-Band aufgenommen und von ihrem alten Saufkumpan Tim Green (Melvins) gemastert. Herausgekommen ist eine kräftige, zeitlose und einzigartig klingende Platte, bei der schwer zu sagen ist, ob sie 1971 oder 2022 aufgenommen wurde.
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- Artist: Misery Index
- Album: Complete Control
- Label: Century Media Records
- VÖ: 13.05.2022
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Zwei Jahrzehnte nach ihrer ehrwürdigen Karriere sind die Baltimore-Death-Metal-Experten MISERY INDEX mit ihrem neuen Album „Complete Control“ zurück. Das Album wurde im September und Oktober 2021 aufgenommen und anschließend von Will Putney gemischt, bevor es von Jens Bogren in den Fascination Street Studios gemastert wurde. Das Cover zeigt die viszerale, unheimliche Arbeit des bildenden Künstlers Matt Lombard.
Das siebte Studioalbum der Band und ihr erstes bei Century Media ist der Nachfolger von „Rituals of Power“ aus dem Jahr 2019 – und aus Sicht der Band eine raffinierte Fortsetzung ihrer bisherigen Bemühungen. Musikalisch teilen sie mit: „Wir mischen Death Metal noch expliziter mit unseren brutalen Hardcore- und Grindcore-Einflüssen. Es ist, als hättest du unsere frühen Punk-Neigungen genommen, sie mit der thematischen Dunkelheit von ‚The Killing Gods‘ gemischt und sie weiter mit der Geradlinigkeit von ‚Rituals of Power‘ vermischt, alles in einer prägnanten Präsentation.“
Was der US-Ostküsten-Vierer hier abliefert gehört im Genremix von Death, Hardcore und technisch versiertem Grindcore zum Besten, was der Markt derzeit hergibt. Mit viel Wut und Geknüppel werden die sozialen Misstände in Politik und im menschlichen Miteinander angeprangert und angeschrien, wobei kompositorisch die Melodik für dieses Genre nicht auf der Strecke bleibt und eine dichte Atmosphäre spinnt und auch mal in "Necessary Suffering" ein exzessives NWOBHM-Riff Anklang findet.
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- Artist: Sonic Circus
- Album: Foreign Light
- Label: Parrandera Records
- VÖ: 13.05.2022
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Sonic Circus ist eine junge Grunge-Rock-Band aus Illingen im Saarland.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 konnte sich die fünfköpfige Gruppe mit ihrem 90er-Grunge-Sound sowohl lokal als auch regional einen Namen machen.
Am kommenden Freitag, den 13. veröffentlicht die Band über Parrandera Records ihre Debüt-EP mit fünf (respektive sechs) Tracks und einer Gesamtspielzeit von knapp einer halben Stunde.
Wie bereits oben geschrieben verortet man die Band und ihren Sound im Grunge-Milieu, was aber so nicht ganz stimmt, denn an vielen Stellen mischen sich Stoner-Elemente mit Heavy-Psych-Einflüssen auf Basis des ursprünglichen Grunges. Dass man den Sound nahe an Pearl Jam baut ist kaum überhörbar aufgrund der Stimmlage und der örtlichen und labelseitigen Nähe zu den Bandkollegen von rebelsoul, deren Sänger Tom Nothof man sich für diverse Gesangspassagen ausgeliehen hat.
Als kleiner Tipp am Rande. Den letzten Song "Of Addiction, Fame and Solitude" sollte man nach den letzten Klängen nach 7 Minuten 34 Sekunden nicht ausmachen, sondern weiterlaufen lassen, denn dann kommt noch als Bonus ein Hidden Track namens "Shellbreaker" zu Tage, der in seiner Heavy-Blues-Manier das EP-Gesamtwerk abrundet.
Für eine Debüt-EP ist dies für eine junge Band schon eine respektable Leistung und verdient definitiv viel Gehör, Zuspruch und Verbreitung.
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- Artist: Stöner
- Album: totally...
- Label: Heavy Psych Sounds
- VÖ: 06.05.2022
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Erst ein Jahr ist es her, dass STÖNER – das Projekt der Wüstenrock-Pate Brant Bjork (Kyuss-Gründungsmitglied, Ex-Fu Manchu), Nick Oliveri (Mondo Generator, Ex-Kyuss und Queens of the Stone Age) und Ryan Güt (Brant Björks Schlagzeuger) – ihr Debütalbum „Stoners Rule“ auf Heavy Psych Sounds veröffentlichten.
Aufgeregt ist die Band nun bereit, ihr zweites Album „totally...“ herauszubringen. Während „Stoners Rule“ dieses rohe, bluesige Jam-Feeling hatte, vermittelt „Totally“ einen fuzzigeren Sound und eine mutigere Attitüde mit einem echten tiefen Wüsten-Punk-Vibe und Brant und Nick, die sich die Gesangspflicht 50/50 teilen. Stoner-Rock-Giganten, die Spaß haben, ihre Geschichten erzählen und Zugang zu ihrer wilden Welt gewähren: Das ist "total..." und nun Party on!
Alles klingt nach Wüste: staubtrocken, rauh, unwirtlich und genau das ist es, was man von einem Stoner-Album erwartet. Die Protagonisten haben nichts verlernt und bieten das Beste, was das Genre hervorbringen kann.
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- Artist: OU
- Album: one
- Label: Inside Out Music
- VÖ: 06.05.2022
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Das Progressive-Metal-Quartett OU (Aussprache: „O“) freut sich, sein Debütalbum „One“ am 6. Mai 2022 auf InsideOutMusic zu veröffentlichen.
Die aus Peking, China, stammende Gruppe kombiniert eine Vielzahl von Elementen und Einflüssen (Devin Townsend, The Gathering, Björk, Mahivishnu Orchestra um nur einige zu nennen), um ihren extrem einzigartigen Sound zu kreieren.
Gegründet vom Schlagzeuger und Songwriter Anthony Vanacore, kam die Idee hinter OU von jedem Mitglied, das eine lange Geschichte des Spielens in lokalen House-Bands hatte und neue Herausforderungen in seinem Wachstum als Musiker suchte. Vanacore rekrutierte den talentierten Gitarristen und House-Band-Veteranen Jing Zhang sowie den begehrten Bassisten Chris Cui, wobei die drei die ersten Grundlagen für die Songstruktur und den kreativen Ansatz legten. OU rekrutierte die hochtalentierte Sängerin Lynn Wu für die Leitung des Projekts, die mit ihrem ätherischen Gesang einen Kontrast zur dynamischen und ansprechenden Musik einbringt und einen kraftvollen und schwebenden Sound liefert. Bei ihrem Debüt hatten OU nur ein klares Ziel vor Augen, nämlich sicherzustellen, dass jeder Song seine eigene, einzigartige Identität hatte.
Und die Entwicklung diese jeweils eigenständigen Identitäten gelingt den Newcomern exzellent. Kein Song gleicht dem anderen, die Songstrukturen müssen jedes Mal aufs Neue erarbeitet werden und sind doch dann wieder so eingängig, dass man dem Album den Stempel "zu verkopft" nicht aufdrücken kann. Dieses Album ist ein Grenzgänger zwischen Genres und Kulturen. Progressive Rock, der seinem Namen alle Ehre macht.
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- Artist: Astodan
- Album: Évora
- Label: Dunkrecords
- VÖ: 06.05.2022
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Es scheint noch nicht lange her zu sein, dass diese belgische Band ein Newcomer war, den das Label Dunkrecords unter seine Fittiche genommen hatte, und jetzt sind sie plötzlich fest verwurzelte Veteranen, die sich sowohl unter Post-Metal- als auch Post-Rock-Fans einen Namen gemacht haben. Auf ihrer dritten Veröffentlichung haben Astodan wirklich ihre Flügel ausgebreitet und das doppelt beeindruckende Kunststück vollbracht, ihren etablierten Sound weiter auf neue Höhen zu treiben und gleichzeitig ein völlig neues Element nahtlos einzufügen, da Évora das erste ihrer Alben ist, das Gesang enthält. Während es theoretisch wie eine scharfe Wendung in eine neue Richtung erscheinen mag, stellt es sich in der Praxis als eine völlig natürliche Weiterentwicklung des Sounds der Band dar, die schon immer die Art von leiser, lauter Dynamik enthielt, die zur Einbeziehung eines Sängers einlädt.
Bart Van Der Elst schlüpft selbstbewusst in diese Rolle mit einem Vortragsstil, der integrale zusätzliche Energie und Textur bietet, ohne den dominierenden Raum einzunehmen, den man von Bands mit traditionelleren Leadsängern erwarten würde. Seine Platzierung in der Mitte des Mixes im Gegensatz zur Front schmälert jedoch nicht die Bedeutung seiner Rolle; Tatsächlich ist es seine Stimme, die als durchgehende Linie fungiert, die alles zusammenhält, wie eine Brücke, die die Musik verbindet, während sie sich verändert.
Mit ihrer Mixtur aus Shoegaze, wie man ihn von Alcest kennt und traditionellen Post Rock Gitarrenwänden kreieren sie einen Sound, der den Hörer in düstere, geheimnisvolle und bedrohliche Traumlandschaften entführt.
Das Einbeziehen von Liedtexten ermöglicht es ihnen, die Themen, die ihre bisherige Arbeit durchzogen haben, deutlicher hervorzuheben. Die Band vertieft sich erneut in die Idee von Bestattungsritualen und beruft sich auf die „Knochenkapelle“ von Capela dos Ossos, die in Evora, Portugal, steht. Als die Friedhöfe der Stadt im 17. Jahrhundert voll waren, bauten Franziskanermönche die Kapelle und schmückten die Wände und die Decke mit exhumierten Knochen. Ihr Ziel war es, die Besucher daran zu erinnern, die Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens sowie das Potenzial für Schönheit zu berücksichtigen. Es gibt Gedichte und andere Phrasen, die um die Kapelle geschnitzt sind, und einige davon wurden in den Texten für die Platte verwendet. Dieses Konzept, das Leben des Einzelnen vor dem Hintergrund des Lebens im weitesten Sinne zu betrachten, passt perfekt zu Astodans gewähltem Sound, der versucht, riesige, mitreißende Schwere mit Momenten der Intimität und Verletzlichkeit zu paaren.
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- Artist: WO FAT
- Album: The Singularity
- Label: Ripple Music
- VÖ: 06.05.2022
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WO FAT kehren mit ihrem siebten Album zurück, einem Album, das ihrer Meinung nach ihr bisher abenteuerlichstes und forschendstes ist! Mit Themen, die sich auf den Kampf um die Zukunft unseres Planeten und unserer Zivilisation beziehen, bezieht sich der Titel „Die Singularität“ auf einen ökologischen Wendepunkt, jenseits dessen eine irreversible Klimazerstörung unvermeidlich ist, sowie auf einen Punkt in der Entwicklung von K.I. und maschinelles Lernen, nach dem alles außer Kontrolle gerät und möglicherweise zur Zerstörung der Menschheit führt. Apokalyptische und Sci-Fi-basierte Ideen dienen als Metaphern für den Kampf um Wahrheit und Realität angesichts von Desinformation, fabrizierten Fakten und kultischem Denken.
Um diesem thematischen Wahnsinn entgegenzuwirken, erschaffen die drei Musikberserker ein musikalisches Monstrum aus Doom, Sludge, Blues und Space Rock, das es mit Verlaub in den Jahrescharts der entsprechenden Genre weit nach oben schaffen kann. Sieben Tracks mit einer Spielzeit von knapp 75 Minuten deuten auf exzessive Gitarrenarbeit hin und das tut der Nackenmuskulatur wirklich gut.
„The Singularity“ wagt sich außerhalb des etablierten Blues-basierten Paradigmas von WO FAT, behält die ganze Härte bei, nutzt aber auch einige Fusion-Einflüsse der 70er Jahre und zeigt Kent Stumps schärfsten und fokussiertesten Gesang und Produktion bis heute. Mit atemberaubender Kunst von Eli Quinn markiert es die perfekte Rückkehr einer der ikonischsten Bands in der Geschichte des Heavy Rock!
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- Artist: Three Days Grace
- Album: Explosions
- Label: RCA Records / Sony Music
- VÖ: 06.05.2022
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Gefühlt erscheinen jede Woche mindestens fünf Modern Alternative Rock Alben mit Bezug zum Nu- oder Metalcore. Nach Produktionstechnik und Charttauglichkeit zu urteilen müsste man das Album im oberen Bereich der Bewertung ansiedeln und genau das ist der Knackpunkt des Albums: in vielerlei Hinsicht ist es überproduziert und zu herkömmlich bzw. zu sehr auch Charts getrimmt, dass man dem Album und der Band mit ihren Posen die Glaubwürdigkeit aberkennen möchte. Alles ist vorhersehbar und wiederholt sich in den Songstrukturen. Nach dem dritten Stück möchte man die Scheibe aus dem Player nehmen und gegen die im Februar erschienene KORN austauschen, um das Original zu bekommen.
Seit 2003 hat sich die Band kontinuierlich und unermüdlich ihren Platz an der Spitze der US-amerikanischen Hard Rock-Szene erobert, Rekorde gebrochen, die Charts gestürmt und weltweit Millionen von Tonträgern verkauft. Mit ihrem 2015 veröffentlichten Album „Human“ platzierten sie sich bereits zum zweiten Mal an die Spitze der Billboard Top Hard Rock Album-Charts und zum vierten Mal in Folge mit einer Veröffentlichung in die Top 20 der Top 200-Charts. Das Album brachte mit „Painkiller" und „I Am Machine" zwei Nummer-1-Singles hervor, die ihre insgesamt 13. aber zugleich auch fünfte Nummer-1-Platzierung in Folge in den US Active Rock Radio-Charts bedeuteten. Die vierköpfige Band erreicht monatlich im Schnitt 3,9 Millionen Hörer auf Spotify und ist damit eine der meistgehörten Rockbands der Welt. Im Jahr 2012 stiegen Three Days Grace mit „Transit of Venus“ in die Top 5 der Top 200 ein und wurden bei den Juno Awards in der Kategorie „Bestes Rockalbum des Jahres" ausgezeichnet. Für ihr wegweisendes Werk „One-X“ [2006] erhielt die Band von der RIAA mit dreifach Platin, während sie für das nach sich selbst benannte „Three Days Grace“ [2003] Platin und für das Album „Life Starts Now“ Gold mit nach Hause bringen konnten. Zu ihrem ansehnlichen Katalog an Nummer-1-Hits gehören bis dato „Chalk Outline", „The High Road", „Misery Loves My Company", „World So Cold", „Good Life", „Break", „Never Too Late", „Animal I Have Become", „Pain", „Just Like You" sowie „Home".
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- Artist: Pure Reason Revolution
- Album: Above Cirrus
- Label: Inside Out Music
- VÖ: 06.05.2022
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Immer wieder werden Pure Reason Revolution als Progressive Rock Band bezeichnet. Doch das greift bei dieser Band zu kurz, denn mittlerweile verortet man die Band eher im New Art Rock, da sie immer wieder neue Spielweisen und Genres in ihre Stücke miteinfließen lässt und man sie als Gesamtkunstwerk sehen kann.
Es verschmelzen elektronische, diskoeske Element mit toolscher, perkussiver Härte, die Melancholie eines Steven Wilson mit den Riffs einer ungebändigten Riverside zu Anno Domini Zeiten. Und von Album zu Album, von Song zu Song erfinden sich PRR immer wieder neu und lassen den Hörer in neue Klangkosmen eintauchen. Die Alben von PRR kann man genießen und muss sie sich doch zum Teil erarbeiten, aber alles in einem ausgewogenen Gleichgewicht.
Auf „Above Cirrus“ setzt die Band viele der musikalischen Zeilen fort, die Fans erwarten; Es hält ein Gleichgewicht zwischen düsterer Reflexion und unerschrockener Erkundung aufrecht und führt die Zuhörer durch eine formwandelnde Sammlung von sieben Tracks, die eine Reihe von Emotionen hervorrufen. Bei den Songs „Our Prism“ und „New Kind of Evil“ erreicht die Energie großartige Höhen gitarrengeführter Katharsis und konkurriert mit den besten Bemühungen von Acts wie Tool und Filter, während die Angebote in „Lucid“ und „Dead Butterfly“ verschmelzen Keyboard-zentrierte Songstrukturen der Gruppe mit gewaltigen, epischen Klanglandschaften, die das Publikum von Acts wie Muse und Porcupine Tree willkommen heißen werden. Aber im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist „Above Cirrus“ weit entfernt von einem narrativen Konzeptalbum. Wie Jon anvertraut, ist jeder Song, obwohl er von seinen persönlichen Reisen und den Bedingungen der modernen Zeit angetrieben wird, wirklich sein eigenes Vehikel.
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- Artist: AWOLNATION
- Album: My Echo, My Shadow, My Covers and Me
- Label: Better Noise Music
- VÖ: 06.05.2022
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AWOLNATION haben heute ihr mit Spannung erwartetes Cover-Album My Echo, My Shadow, My Covers and Me über Better Noise Music veröffentlicht. Die epische Tracklist wurde bereits im letzten Jahr enthüllt und beinhaltet Kollaborationen mit Beck, Jewel, Portugal. The Man, Taylor Hanson von Hanson, Brandon Boyd von Incubus und vielen mehr. Das kollaborative Projekt ist eine Sammlung meisterhaft gearbeiteter und sorgfältig kuratierter Coverversionen, die aus der persönlichen Verbindung zwischen AWOLNATION Mastermind Aaron Bruno und den jeweiligen Künstlern entstanden sind. Die vollständige Tracklist gibt es weiter unten. Das Ziel des Projekts ist es, die heilende Kraft der Musik zu veranschaulichen und den kollaborativen Geist der künstlerischen Gemeinschaft zu feiern.
Coverversionen von Welthits sind nicht jedermanns Geschmack, doch was Aaron Bruno mit seinen Gastmusikern hie auf die Beine gestellt hat, kann als Refernzwerk für kommende zeitgenössische Künstler angesehen werden, wie bei Coverversionen mit den Welthits umgegangen wird. Die Mischung der Tracklist ist so vielseitig wie die Umsetzung der Neuarrangements und der Abarbeitung an den Originalversionen. Ob man sich an Midnight Oils politisch, sozialkritischem "Beds are burning", an Alan Parsons "Eye in the sky", an ABBAs "Take a chance on me" oder an einer der Post-Hardcore-Hymnen von Fugazi ("Waiting Room") abarbeitet, irgendwie schafft es Bruno seine Note einzubringen und trotzdem noch am Original zu bleiben, dass sich die ursprüngliche Hörerschaft damit anfreunden kann.
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- Artist: Strange Horizon
- Album: Beyond The Strange Horizon
- Label: Apollon Records
- VÖ: 06.05.2022
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Es gibt bei den Neuerscheinungen Alben, die hört man und fühlt sich in der Zeit zurückversetzt und meint die alten Heroen, die es so schon lange nicht mehr gibt, hätten ein neues Album herausgebracht.
So ist es auch hier bei Strange Horizon, denen es gelingt den Sound aus 50 Jahren Hard und Space Rock, Heavy und Doom Metal so zu extrahieren und neu zu komponieren, dass das Destillat frisch, betörend und berauschend schmeckt. Hier treffen sich Black Sabbath, Saint Vitus, Hawkwind mit Alcest, Monkey3 und Motorpsycho zu einer Jam-Session und kreieren einen neuen und doch bekannten Stilmix.
Sie sind weder modern noch retro. Weder hip noch wahr. Riffs und Melodien sind ihre Waffen. Ehrliche Musik für unehrliche Zeiten.
Mit acht Songs und einer Spielzeit von 47 Minuten garantieren die Norweger aus Bergen tiefe, versttimmte, sludgy Riffs und eine düster schöne Sommerzeit.
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- Artist: Alison Wonderland
- Album: Loner
- Label: Universal Music
- VÖ: 06.05.2022
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Alison ist eine der angesehensten Künstlerinnen der Electronic Music-Szene und hat mit ihren Songs mittlerweile über 800 Millionen globale Streams generieren können. Mit ihrem Debüt-Album „Run“ aus dem Jahr 2015 hat sie die Pole Position der Dance/Electronic Albumcharts erreicht, genauso wie mit dem Nachfolger „Awake“, der 2018 veröffentlicht wurde. Sie hatte Live-Auftritt in Arenen auf der ganzen Welt und war Headliner auf den größten Festivals – dazu gehörte auch die Ehrung als „Highest Female DJ Billing Ever At Coachella“. 2018 war sie „Billboard Dance Breakout Artist of 2018“. Dann hat sie die weltweite Pandemie wie uns alle getroffen und es wurde auf einmal ganz still um sie und ein Gefühl der Einsamkeit setzte ein. Diese Gefühle hat sie in ihrer Musik und vor allem dem Album „Loner“ umgesetzt. So sagt Alison selbst:
„This time, something shifted in me, and I decided that I didn’t want to be the victim anymore. Instead, whatever I wrote from here would empower me, and help me find strength in this loneliness. For me, “Loner” feels like a rebirth."
Mit verletzlichem Gesang und tiefen, emotionalen Texten geht eine der ambitioniertesten EDM-Künstlerinnen einen Spagat zwischen Tanzbarkeit und Nachdenklichkeit ein, der diesem Genre gut tut. Treibend, beeindruckend, verletzlich und zugleich hoffnungsvoll, Loner ist auch der feuchte Traum der EDM-Festivalmassen. Die vorliegende Vinyl-Produktion ist dynamisch und mit mehreren organischen Elementen wie Celli, Gitarren, Pfeifen verfeinert. Und mehr noch: die künstlerische Umsetzung bezieht die emotionalen, menschlichen Elemente auf verträumte Weise mit ein und schafft diese besonderen Momente, die sich in die Erinnerungen von Tausenden von Menschen einprägen werden, wenn sie live aufgeführt werden.
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- Artist: Windwaker
- Album: Love Language
- Label: FEARLESS RECORDS / SPINEFARM RECORDS
- VÖ: 06.05.2022
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Leben ist gleich Liebe. Wir treffen jede Entscheidung auf der Grundlage des Strebens oder im Dienst der Liebe, entweder absichtlich oder unbewusst. Die Liebe treibt uns an und macht uns verrückt, aber wir leben dafür und sterben letztendlich mit ihr. Windwaker präsentieren mit ihrem Debütalbum Love Language eine andere Perspektive auf die Liebe. Das australische Quartett – Will King [Gesang], Jesse Crofts [Gitarre], Indey Salvestro [Bass] und Chris Lalic [Schlagzeug, Programmierung] – untersucht die Nachbeben der Liebe und die Veränderungen, die in ihrem Gefolge vorgenommen wurden, während eines Soundtracks, wirbeln von Momenten wahnsinniger Schwere zu himmlischer Erlösung.
Will King lässt uns in den siebten Himmel schweben mit seinem Klargesang und reißt uns drei Takte später mit seinen Screams und Growls in die Liebeshölle hinab. Die Riffs sind teilweise schön auf Nu-Metal getrimmt und zwischendurch klingen zeitgenössische, poppige Synthies, die das Airplay-Potential hervorheben.
Langweilig wird es auf dem Album definitiv nicht, was die Gefühlsschwankungen zwischen den Tracks angeht. Vieles hört sich bekannt an von den vielen Metalcore-Bands, die sich momentan im Musikbusiness tummeln. Für eine Sommerausfahrt mit offenen Fenstern ist dieses Album aber durchaus gut geeignet.
„Love Language beschreibt unsere eigene persönliche Erfahrung mit Liebe und Lust auf innerer und äußerer Ebene und unsere Synergie als Kollektiv, nicht nur wenn es darum geht, Kunst zu schaffen, sondern einfach nur in der gleichen Zeitachse nebeneinander zu existieren“, erklärt Will. „Wir haben gesehen, wie wir uns im Laufe der Jahre als Menschen verändert haben, und das war mit viel Schmerz und Leid verbunden. Wir alle haben jedoch diese unausgesprochene Bindung, dass diese Band FÜR ETWAS sein würde, um unserem Leben Sinn und Bedeutung zu verleihen und im Gegenzug anderen zu helfen. Vom ersten Tag an waren unsere Herzen an diese Platte gekettet. Wenn diese Platte floppt oder steigt, ist sie wirklich alles, was wir brauchten. Das Album waren wir alle.“
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- Artist: Patrick Noe
- Album: Ich
- Label: Musikwirtschaft Records / Dig Dis
- VÖ: 06.05.2022
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Der Titel des Debütalbums von Patrick Noe kann - zugegeben - erstmal auf die falsche Fährte locken. Aber was wäre Popmusik ohne die vielen Gedankenebenen, die sich hinter einfachen Reimen oder kleinen Melodien auf tun?
Also nochmal von vorne: "Ich" ist weder das Minaifest eines Riesenegos noch die selbstherrliche Spiegelung eines ausgewiesenen Narzissten.
Musikalisch spielt das Album zwischen Schlager für den ZDF Fernsehgarten, deutscher Popmusik wie Adel Tawil und den aktuellen, schlageresken, massengröhlenden Toten Hosen. So gesehen ist es eine Anbiederung an die breitestmögliche Masse. Es gibt keine wirklichen Ecken und Kanten, alles ist feinst produziert und fühlt sich aalglatt an.
Patrick Noe ist Sänger, Texter, Produzent, Vater, Ehemann, Freund, Nachbar, überzeugter Europäer und Popsong-Poet. Er gilt, kurzum, als äußerst vitaler Beweis dafür, dass konsequent verfolgte Leidenschaft am Ende immer mit Applaus belohnt wird - längst auch in den Schaltzentralen der deutschsprachigen Popmusik. Andreas "Bär" Läsker, Manager der Kultband "Die Fantastischen Vier", berät und fördert Patrick Noe seit Mitte des letzten Jahrzehnts aus Leidenschaft für dessen Songs. Auch die Initiative Musik (https://www.initiative-musik.de/) unterstützt ihn.
Patrick Noe, Jahrgang 1978, ist Sohn einer sizilianischen Mutter und eines deutschen Vaters. Musik entfachte schon früh ein Feuer in ihm, das heute stärker denn je brennt. Den Mann aus dem Odenwald, nahe Heidelberg, zieht es seit Jahrzehnten auf die Bühne. Da oben, wo Gefühle phonstark ausgelebt werden können, und begeistern, verortet er sich selbst am liebsten.
Nachdem Patrick Noe bereits mit seiner ersten Single "Himmel" deutschlandweit - vor allem im Radio - für Aufhorchen sorgte, folgten mit "Ein Mann Ein Wort" "Lass Uns Über Liebe Reden", "Das Leben Ist Jetzt", "2020" und dem jüngst veröffentlichen Song "Nur für Dich" weitere vielbeachtete Vorboten seines Debüt Album.
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- Artist: Kaipa
- Album: Urksog
- Label: Inside Out Music
- VÖ: 29.04.2022
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Mit einer "kleinen" achtzehnjährigen Pause zwischen 1982 und 2000 gibt es die Band nun fast schon 50 Jahre und wer meint, die "alten" Männer würden sich auf ihren Altenteil zurückziehen und altbekannte Strukturen widerkäuen, der irrt sich. So frisch und engagiert hören sich nicht viele Newcomer im Retro-Prog-Genre an.
Hans Lundin hat alle Register seines Schaffens für dieses Album gezogen und im Songwriting die folkloristischen Element wieder perfekt mit Jazzeinlagen (Jonas Reingold zupft mal wieder meisterlich die Basssaiten) und exzessiven Instrumentalparts gemischt. Mit Patrik Lundström und Aleena Gibson an den Mikrophonen stehen zwei erstklassige Vokalisten, die einzeln, aber im Chor noch mehr, perfekt die Stimmung der Meldien in den Gesang transportieren.
Hans kommentiert: Die meisten Songs wurden 2018 geschrieben. Zu der Zeit arbeitete ich an der 6-CD-Box „Hans Lundin: The Solo Years 1982-1989“, und die Überarbeitung meiner alten Soloalben beeinflusste meinen Songwriting-Prozess für „Urskog“. . Das Hören dieser alten Kompositionen beeinflusste meine neuen Kompositionen im Allgemeinen; Es gab auch wenige Fälle, in denen ich eine schöne Akkordstruktur oder ein melodisches Fragment eines alten Songs genommen und daraus etwas völlig Neues gemacht habe. Ich habe auch einige Sounds aus den 80ern gesampelt, die auf dem neuen Album zu hören sind.
Das neue Album beginnt mit „The Frozen Dead of the Night“, einem 19-minütigen Epos, das uns aus der kalten und trostlosen Mitte des Winters in den Frühling und sein Versprechen führt, das Leben neu zu beginnen. Der Schlusssong des Albums „The Bitter Setting Sun“ spiegelt dieses Thema wider, da es an der Zeit ist, sich vom Sommer zu verabschieden, während wir die Blätter fallen sehen und uns an Sommernächte erinnern, in denen die Sonne nicht untergehen wollte. Der Titeltrack „Urskog“ führt uns tief in das Herz des schwedischen Urwalds und beschwört mit seinen schwedischen Texten Bilder alter Folklore herauf.
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- Artist: Kodiak Empire
- Album: Silent Bodies
- Label: Bird's Robe Records
- VÖ: 29.04.2022
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Die australische Progressive/Experimental-Rock-Gruppe Kodiak Empire hat sich der Liste des renommierten australischen Plattenlabels Bird’s Robe Records angeschlossen. Das Album Silent Bodies erscheint am 29. April.
Das Album des Quintetts ist alles andere als für ruhige Körper. Es mischen sich Progressive Rock mit vertrackten Rhythmen mit großflächigen Post Rock Soundlandschaften und teilweise frickeligen Math Rock Passagen.
Wenn man Vergleiche zu anderen Bands ähnlicher Genre ziehen will, dann fallen einem noch am ehesten die Franzosen von "Klone" ein. Vielleicht liegt das auch an den Stimmfarbe der beiden Sänger, die sich durchaus ähneln.
Mike Solo, Direktor von Bird's Robe, sagt über die Partnerschaft: "Ich bin sehr stolz, Kodiak Empire in der Bird's Robe-Familie willkommen zu heißen. Diese Jungs besuchen seit Jahren Bird's Robe-Shows und ich habe sie als höflich kennengelernt , unglaublich talentierte und gutmütige Menschen. Genau die Art von Menschen, die ich mag!
Sie haben einen so einzigartigen und begabten Sound und ich bin schon lange ein großer Fan von ihnen. Bevor sie ihr nächstes Album mit brandneuer Musik veröffentlichen, wollte ich Silent Bodies unbedingt mit mehr Menschen auf der ganzen Welt teilen. Ihre Musik verdient es, gehört und geschätzt zu werden, und ich hoffe, wir können die Tage der Menschen mit ihrer aufregenden Mischung aus Mathy-Experimental-Alternative-Rock ein wenig erhellen.
Auf jeden Fall sind wir hier, mit einem fantastischen neuen Album, das wir mit Leuten dieser fleißigen und einzigartigen australischen Post-Rock-Gruppe teilen können."
Die Band sagte: „Wir sind begeistert, diesem legendären australischen Label und Kreativkollektiv beizutreten. Weitere Details zu unserer Albumveröffentlichung folgen in Kürze!“
Kodiak Empire haben Lob für ihre Live-Shows verdient, darunter Auftritte neben COG, sleepmakeswaves, Caligula’s Horse und mehr.
Silent Bodies wurde von Govinda Doyle im Galaxial Paradise am Tweed River aufgenommen, gemischt und gemastert.
Die Band arbeitet derzeit an einer neuen Platte, die Ende 2022 erscheinen soll.
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- Artist: Sammary
- Album: Monochrome
- Label: Progressive Promotion Records
- VÖ: 29.04.2022
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Debütalben sind immer schwierig einzuordnen, vor allem wenn sie noch durch einen Multiinstrumentalisten eingespielt werden. Lediglich am Mikrophon hat er sich durch drei verschiedene Sängerinnen (Stella Inderwiesen, Marie Stenger, Larissa Pipertzis) und einer Gastsängerin (Elena Pitsikaki) Verstärkung geholt.
Sammy Wahllandt hat hier ein Debütalbum herausgebracht, das sich vor keinem der gestandenen Prog-Protagonisten verstecken muss. Wobei Progressive Rock hier zu eng gegriffen ist. Es handelt sich eher um ein New Art Rock Projekt, das auch auf Indie und teilweise Dark Wave Elemente zurückgreift. Es werden dem geneigten Hörer Parallelen zu Anathema, The Gathering, Within Temptation und an so mancher Stelle vielleicht sogar an Silke Bischoff oder auch Anne Clark bewusst werden, ohne allerdings komplett in deren Schubladen abzurutschen. Es sind immer nur Reminiszenzen, die aufgerufen werden.
sammary begann als Studioprojekt von Sammy Wahlandt, der alle Tracks selbst schrieb und aufnahm. Dann lernte er Stella Inderwiesen kennen, die den Gesang übernahm. Und weil „Monochrome“ verlangt, auf die Bühne gebracht zu werden, wurde eine siebenköpfige Liveband zusammengestellt: Sammy Wahlandt (Schlagzeug), Stella Inderwiesen (Gesang), Marvin Kollmann (Leadgitarre), Jörg Wahlandt (Gitarre), Mario Zehren (Piano), Ivan Khobta (Synthesizer) und Julius Stapenhorst (Bass). Neben traditionellen Live-Auftritten ist für den 18. und 19. Juni in Wiesbaden die Uraufführung eines auf dem Konzept des Albums und seiner Musik basierenden Stücks geplant.
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- Artist: bölter.
- Album: Therapie
- Label: Green Mother Records
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Nicht jedem liegt wirklich viel an deutschsprachiger Musik, denn diese ist oft ausgelegt auf Schlagercharts oder genuschelten bzw. überdrehten HipHop oder vielleicht noch auf wehklagenden Pop-Singer/Songwriter-Nummern.
Philip Bölter (Gesang, Gitarren, Mundharmonika), Heiko Peter (Schlagzeug) und Steffen Knauss (Bass) gelingt es nordamerikanischen Countryfolk, Americana und Blues Rock mit deutscher Sprache so intelligent klingen zu lassen und zu kombinieren, dass es auch einem der deutschen Musik kritisch gegenüberstehenden Hörer Spaß macht diesem Werk zu lauschen und auch die Texte zu ergründen.
Die Band schafft es, die 13 Songs ihres Debüt-Albums “Therapie“, trotz klassischer Trio-Besetzung, abwechslungsreich klingen zu lassen. Mit Bass, Drums, Resonator-Gitarre und sparsamen Overdubs von Pedal-Steel- und E-Gitarren oder der Blues-Harp kreieren sie einen transparenten Klang und viel Druck. Es entsteht Sound, der sehr ehrlich, organisch, der bei weitem nicht überproduziert ist, sondern einen emphatischen Gesamtsound liefert. Jeder Ton macht Freude!
Wer auf Pop, Blues-Rock und Folk steht und gerne Neil Young, Stoppok, Udo Lindenberg oder AnnenMayKantereit hört, der ist bei bölter. bestens aufgehoben. Für bölter. selbst ist das Album gar eine Mischung aus „Bob Dylan und AC/DC geworden – aber auf Deutsch!“
Wer bölter. 2022 live sehen will, hier sind die Daten:
21.04. Tübingen - Sudhaus
23.04. Rulfingen - Alte Kirche
29.04. Ludwigsburg - Scala - CD-Release
30.04. Laupheim Kulturhaus - Songwriter Festival
01.05. Stuttgart - Marktplatz 1. Mai Kundgebung
06.05.Glems - Hirsch
25.05. Landshut - Rocket Club (Solo)
28.05. Ilmenau Festival
03.06. Herrenberg - Mauerwerk
09.06. Göppingen - Engel
10.06. Schlitz - "Take me to the moon"-Festival
11.06. Dillenburg - Schwan
21.06. Leipzig - Fête De La Musique (Solo)
24.06. Backnang - Straßenfest
25.06. Weinheim - RippRockFestival
08.07. Sonthofen - Kulturwerkstatt (Solo)
15.07. Neu-Ulm - Glacis (Solo)
21.07. Loshausen - Schlossgarten
22.07. Bad Hersfeld - Buchcafé
24.07. Stockeheim - Kulturhalle
29.07. Neuburg a.d. Donau - Gitarrenfestival
31.07. Burg Herzberg Festival
18.08. Waffenrod - Woodstock Forever Festival
19.08. Wermelskirchen - Kulturinitiative
20.08. Hattersheim - Folk & Blues Festival
02.09. Geislingen - Rätsche
13.10. Hahnstätten - Kulturhaus Kreml (Solo)
14.10. Karlsruhe - Mikado
15.10. Pfaffenhofen - Fiddlers Green Pub
20.10. Wetzlar - Franzis
21.10. Kassel - Schlachthof
22.10. Fulda - Kulturkeller
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- Artist: DOROTHY
- Album: Gifts From The Holy Ghost
- Label: Roc Nation / Spinefarm
- VÖ: 22.04.2022
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Dorothy Martins Leben veränderte sich für immer, als sie vor etwa drei Jahren in ihrem Tourbus dem Tod ins Auge sehen musste. Nachdem ihr Gitarrentechniker eine Überdosis genommen hatte und das Licht anfing, sich zu erheben und aus seinem Körper herauszutreten, begann Dorothy instinktiv für sein Überleben zu beten. Obwohl er vorübergehend gestorben sein mag, wurde der Techniker auf erstaunliche, wundersame Weise wieder zum Leben erweckt, als Dorothy und ihre Crew einen Gebetskreis in der Nähe seines Körpers bildeten. Dieser Moment schien auch Dorothy zum Leben zu erwecken. Ihr wurde eine Wiedergeburt mit einem göttlichen Eingriff geschenkt, der ein radikales und spirituelles Erwachen in der Sängerin auslöste, dessen Ergebnis auf Gifts From The Holy Ghost, Dorothys drittem Studioalbum als Frontfrau der pseudonymen Bluesrock-Band Dorothy, zu hören ist.
So lautet die Mär zur Entstehungsgeschichte des dritten Dorothy-Albums.
Egal wie und ob wahr oder nicht, das Album lebt von der kraftvollen Stimme von Dorothy und dem lebendigen Blues-Rock der Bandmitglieder, die in der Tradition (weiblicher) Bluesrock-Größen wie Patti Smith, Blues Pills oder Graveyard stehen. Den einzigen Negativpunkt, den es zum Album gibt, ist die Spieldauer von lediglich 38 Minuten für den "Long"player mit zehn Tracks. An manchen Stellen hätten die Stories einiges an instrumentaler Ausarbeitung vertragen können.
„Ich denke, dieses Album wird viele Menschen ansprechen, es soll heilen, vereinen, Augen öffnen, Ohren öffnen, Herzen öffnen und feiern“, sagte Dorothy und fügte hinzu: „Ich wollte das Beste aus diesem Album machen und ich ging mit der Frage heran, ob ich mich dadurch lebendig fühle? Fühle ich mich dadurch frei? Wenn ein Song mir keine Gänsehaut bereitet oder mein Herz höher schlagen lässt, dann hat er es nicht geschafft.“
Der bluesrockaffine Hörer wird sich jedenfalls lebendig und frei fühlen bei den durchaus gelungenen Nummern.
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- Artist: Caliban
- Album: Dystopia
- Label: Century Media Records
- VÖ: 22.04.2022
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Der deutsche Metalcore-Moloch CALIBAN ist zurück mit seinem beispiellosen dreizehnten Studioalbum in einer Karriere, die sich der Marke eines Vierteljahrhunderts nähert. Das neue Album „Dystopia“ ist genauso unerbittlich wie die bisher härtesten Einträge in der Diskographie der Band – es umfasst elf dynamische Tracks mit hämmernden Drums und Bässen, schreddernden Gitarrenriffs und sich in die Eingeweide schlagenden Gutturals. Unter der Leitung von Gründungssänger Andreas Dörner und Leadgitarrist Marc Görtz folgt der neueste Eintrag der Band dem ersten Album des Essener Quintetts, das vollständig in ihrer deutschen Muttersprache aufgeführt wurde (2021 „Zeitgeister“).
Im sich rasch ausbreitenden Metalcore-Kosmos ist dieses Album entgegen dem Albumnamen keine Dystopie, sondern ein Lichtblick, denn der Fünfer versucht sich nicht der airplay-anbiedernden US-Variante des Genres anzunähern, sondern sie verfolgen ihren härteren Weg des Genres und setzen somit einen weiteren Meilenstein in ihrer Bandkarriere.
Auf „Dystopia“ setzt CALIBAN einen Standard für die Ausarbeitung ihrer Instrumentalarrangements, die zu unbestreitbar kraftvollen Hooks aufblühen. Obwohl die Ergebnisse mit jeder neuen Platte stärker werden, hat sich die Methodik der Band, um diese Ergebnisse zu erzielen, nicht geändert – ein Zeichen dafür, wie wichtig Beständigkeit und Überzeugung in ihrer Musik sind. „Unser Schreibprozess ist immer: Musik/Instrumental -> Songtexte/Gesang -> Zusammenbau und Feinabstimmung“, und fügt hinzu: „Manchmal sind die ersten Ideen, die aus meinem Bauch kommen, am besten, wenn ich die Riffs höre.“
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- Artist: Noorvik
- Album: Hamartia
- Label: Tonzonen Records
- VÖ: 22.04.2022
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Das Quartett aus Köln, das sich seit 2016 mit ihrem in 2018 erschienenen bandnamensgleichen Debüt, ihrem Nachfolger Omission (2019) und gelungenen Liveauftritten einen Namen in der Art-/Postrock-Szene gemacht hat, legt mit ihrer dritten Scheibe „Hamartia“ noch eine Schippe drauf.
Nachdem sie sich auf ihren ersten beiden Veröffentlichungen thematisch kälteren Gefilden verschrieben hatten, tauchen Noorvik und ihre neue Besetzung auf Hamartia in das feurige Reich der griechischen Mythologie ein. Die Geschichte von Tantalus steht im Mittelpunkt einer epischen musikalischen Reise: Fast siebzig Minuten progressive Instrumentalmusik, in denen ein König die Konsequenzen seines arroganten Handelns erkennt und am Ende von seinem Thron auf eine besondere Ebene der Unterwelt, Tartarus, fällt.
Während Noorvik bei ihren ersten beiden Alben näher am Postrock lagen, so setzen sie bei ihrem jetzigen Werk mehr Elemente des progressiven Rocks bzw. Metals ein ohne aber die Stilelemente des Postrocks zu vernachlässigen oder zu verneinen. Die Tracks entführen den Hörer in atmosphärisch dichte Klanglandschaften mit immensen Weiten, um sie dann mit harten Riffs und perkussivem Sperrfeuer in die Mangel zu nehmen und dann wieder in die Weite entfliehen zu lassen.
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- Artist: Carpet Waves
- Album: Inner Weapons
- Label: Waveland Records
- VÖ: 22.04.2022
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Das deutsche Post-Punk-Quartett Carpet Waves veröffentlichen ihre neue EP mit dem Titel Inner Weapons auf Waveland Records.
Mit dem Nachfolger ihrer letzten EP Darkness and Bright Thoughts will die Band mit Inner Weapons an die Post-Punk- und Wave-Szene anknüpfen, ohne ihre Wurzeln in der Alternative- und Indie-Musik zu verlieren.
Auf ihrer neuen EP Inner Weapons beschreiben Carpet Waves das Gefühl des Zerrissenseins, Konflikte mit der Außenwelt und der eigenen Welt, sowie den Willen, irgendwann alles rauszuschreien, um endlich einen Platz in Raum und Zeit zu finden: „All Your Numbers Are Chromatic“. Der erste Song Biography geht allerdings nicht in kleinen Schritten voran: Taschentrommeln und Post-Punk-Gitarrenfiguren kündigen die Fünf-Song-EP an, bevor Sänger Benny über den Frust mit der Außenwelt singt Mitmenschen mit stoischem Gesang, im Refrain folgt der Bruch und der Stoizismus weicht Dissonanz und Ausbruch: Die anderen, all jene, die uns so weit voraus zu sein scheinen, sind es eigentlich nicht.
Carpet Waves vermischen die Sounds des Post-Punks und Indies der frühen und mittleren 1980er mit den Indie-/Alternative-Sounds der 1990er: Robert Smiths (The Cure) trifft Thom Yorke (Radiohead), Johnny Marr (The Smiths) trifft Bernard Sumner (Joy Division) trifft Kim Gordon (Sonic Youth). Herauskommt ein eigenwilliger Sound der die Musik dieer Zeit ins Hier und Jetzt transportiert. So klingt moderner Post-Punk, der auch die ältere Generation mitnimmt.
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- Artist: Saturna & Electric Monolith
- Album: Turned To Stone - Chapter IV: Higher Selves
- Label: Ripple Music
- VÖ: 15.04.2022
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Das US-Label Ripple Music verwöhnt Heavy-Rock-Fans mit einer weiteren spannenden Zusammenarbeit im vierten Teil ihrer „Turned To Stone“-Split-Serie mit zwei herausragenden Bands aus der Rockszene Barcelonas: SATURNA und ELECTRIC MONOLITH. Beide Bands haben sich darauf spezialisiert, den Geist des Rock'n'Roll in seiner wahrsten, grenzenlosesten Ausdrucksform fortzusetzen: Wenn Saturna einen gefühlvollen, von den Südstaaten durchdrungenen klassischen Hardrock mit packenden, gefühlvollen Vocals spielt, operiert Electric Monolith am Rand, und damit mehr auf der psychedelisch aufgeladenen Seite des Rockspektrums der 70er. Eine raue, epische Paarung, die die Zuhörer durch einen von Riffs umgebenen Zeittunnel in den Himmel der klassischen Heavy-Musik katapultieren wird!
SATURNA wurde 2010 in Barcelona gegründet und ist eine Rockband in der alten Tradition des Begriffs, eine Band, die raue Riffs und hämmernde Rhythmen zum Besten geben kann, aber gleichzeitig mit ihrer Seelenfülle an den Herzen zerren kann mit der emotionalen Schwere ihrer Kompositionen. Sie veröffentlichten vier Studioalben und tourten durch Spanien, Europa und die Vereinigten Staaten, während sie ihre Musik reifen ließen. Die Tatsache, dass Saturna dies tun, ohne in die Falle zu tappen, „retro“ oder nostalgisch zu klingen, liegt an der Frische und Vitalität, die sie auf den Tisch bringen, indem die Band klassische Rezepte auf einem brandneuen Tablett serviert.
ELECTRIC MONOLITH ist ein Power-Trio, das 2015 in Barcelona, Spanien, gegründet wurde. Ihr Stil orientiert sich am breiten Spektrum des 70er-Rock, von Stadion-Hardrock über Heavy-Rock bis hin zu Psychedelic-Rock. Beeinflusst von Bands wie Black Sabbath, Budgie und Led Zeppelin, unternehmen sie eine Reise in den Weltraum mit einem säuregetränkten, riffgeladenen Sound, der den Hörer innerhalb einer Lichtgeschwindigkeitssekunde in die goldene Ära des Rock teleportiert.
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- Artist: Alunah
- Album: Strange Machine
- Label: Heavy Psych Sounds
- VÖ: 15.04.2022
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„Strange Machine“ ist nicht nur der Titel des neuen Alunah-Albums, sondern eine Zusammenfassung des Überlebens der letzten zwei Jahre. Während der Pandemie geschrieben und geprobt, während zahlreiche persönliche Kämpfe überwunden wurden, zeigt „Strange Machine“ Alunah in ihrem vielfältigsten und dennoch konzentriertesten Licht.
Die Briten aus Birmingham, der Geburtsstadt von Black Sabbath, zelebrieren eine wunderbare Mischung aus Proto Doom, klassischem 70's Hard Rock, Blues Rock, Psychedelic Rock und in Elementen auch aus Folk Rock (Vergleiche zu Magna Carta tun sich auf). Ganz besonders fällt auf, dass die Stimme von Sian Greenaway zu dieser Art von Musik ganz unprätentiös und ohne Genöhle daherkommt, sich ins musikalische Gesamtbild einfügt und nicht nervig heraussticht, wie es sooft passiert, wenn Bands des Genres mit weiblichen Vocals an den Start gehen wollen (sorry, Ladies).
Das mittlerweile breitgefächerte Blues und Retro Rock Genre hat hier eine besondere Perle hervorgebracht, die in Zukunft hoffentlich noch viele solcher Alben veröffentlichen wird.
Die neun Tracks, die im Oktober 2021 für den Nachfolger ihres Heavy Psych Sounds-Debüts mit Produzent Chris Fielding ins Foel Studio zurückkehrten, zeigen die Bandbreite von epischer Majestät in „The Earth Spins“ mit Gastgitarren von Shane Wesley (Crowbar) bis zum bluesigen Groove in „Dead Woman Walking".
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- Artist: Stone Broken
- Album: Revelation
- Label: SPINEFARM RECORDS
- VÖ: 15.04.2022
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STONE BROKEN haben ihr neues Studioalbum „Revelation“ heute über Spinefarm veröffentlicht. Geboren aus dem Wunsch, sich in neue Sphären der musikalischen Kreativität vorzuwagen, sieht Revelation Stone Broken in die großen Ligen des Rock stürmen.
Das sehen wir nicht so, denn das Album klingt nach x-beliebigem US-amerikanischen Airplay-Rock und könnte von jeder ähnlichen Band veröffentlicht worden sein. Die Stücke haben keine Ecken und Kanten und es können keine Trademarks einer (Hard)Rockband wahrgenommen werden. Produktionstechnisch ist das Album auf dem Stand der Zeit und es wird mit Sicherheit in den einschlägigen Rock-Radiosendern Sendezeit hierfür geben und auch die Anhänger bzw. Hörer des gefälligen Rocks werden hier fündig werden, aber das wars dann auch schon.
Stone Broken-Frontmann Rich Moss über das Album: „Wir hatten bei dieser Platte einen völlig anderen Ansatz als bei unseren vorherigen Alben, wir wollten alles ausprobieren, wir wollten experimentieren, wir wollten unseren Sound von Grund auf aufbauen und den ‚Stone Broken Sound‘ komplett neu erfinden, ABER ohne zu verlieren, was wir bereits hatten. Es war nicht leicht, nicht im Geringsten, aber wir haben es geschafft, ein paar Mauern niederzureißen, um dorthin zu gelangen, und auf dem Weg dorthin hatten wir einige großartige Entdeckungen, wie zum Beispiel, dass Robyn jetzt mehr Gesangspflichten auf dem gesamten Album hat, es funktioniert wirklich gut und bringt eine ganz neue Dynamik in unsere Songs.“
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- Artist: Monuments
- Album: In Stasis
- Label: Century Media Records
- VÖ: 15.04.2022
Die transatlantische Progressive-Metal-Formation MONUMENTS veröffentlicht heute ihr viertes Album „In Stasis“.
Über 10 Songs und knapp 50 Minuten entwickelt sich ein Progressive-Metal-Kraftpaket, das die Gegensätze, die Thema des Albums sind, musikalisch perfekt widerspiegelt. Traumhaftschöne Melodiebögen mit klarem Gesang kreuzen schwere Djentbässe, hartes Riffing und trockene, polyrythmische Prog-Metal-Drums mit tiefen, bösartigen Growls.
Während viele Progressive-Metal-Bands mehr denn je in die schöngeistige musikalische Ecke abdriften, schafft es der Vierer die Energie des düsteren Moments gleichbedeutend mit dem Schöngeistigen auf eine Ebene zu stellen.
Die Band kommentiert: „Wir sind an dieses Album herangegangen, ohne ein bestimmtes Konzept zu haben. Wie auch immer – nach drei Songs hatte das, was geschrieben wurde, ein gemeinsames Thema.
Dieses Gefühl, in der Mitte festzustecken, ein Gefühl, das wir unser ganzes Leben lang erleben – in Freundschaften und Beziehungen, Liebe zu Hass, Leben zu Tode, Glauben oder Unglauben, Machthaben zu totaler Niederlage, Isolation zu Freiheit. In den letzten 2 Jahren waren wir mit vielen dieser Prüfungen konfrontiert, und diese Kämpfe sind in der gesamten Platte zu hören.
Diese Platte ist ein Höhepunkt unserer größten Triumphe und unserer tiefsten Kämpfe. Wir hoffen, dass es bei Euch Anklang findet und Euch dem Gleichgewicht näher bringt.
Wir möchten den Gästen Neema Askari (Form Subtract, ex Fellsilent, ex-Monuments), Spencer Sotelo (Periphery, King Mothership) und Mick Gordon (DOOM, Prey, Killer Instinct) dafür danken, dass sie das Album mit ihren einzigartigen Perspektiven bereichern."
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- Artist: Project:Patchwork
- Album: Ultima Ratio
- Label: Progressive Promotion Records
- VÖ: 08.04.2022
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Ultima Ratio ist das neue, dritte Album der Band Project:Patchwork (P:P). P:P ist das musikalische Projekt von Gerd Albers, der mit mehreren Musikern zusammenarbeitet, um seine musikalischen Visionen zu verwirklichen.
Was vor etwa 10 Jahren als Freizeitspaß von Gerd Albers unter dem nonchalanten Namen Project:Patchwork begann, hat sich zu einem der faszinierendsten Projekte des zeitgenössischen Prog Rock entwickelt. Mit einer ganzen Armada von Gastsängern und Musikern, rekrutiert aus szenebekannten Bands wie Mystery, Subsignal, SSTTGD, Flaming Row, Cosmos, Pink Cream 69, Jossi Sassi Band und mit der Hilfe von Martin Schnella beim Engineering und Mastering. Gerd Albers und Peter Koll lliefern ein Album mit dunklen Themen, ohne einen dringend benötigten Lichtblick zu hinterlassen.
Ultima Ratio ist ein Rückblick auf das Jahr 2020 – ein grausames Jahr aufgrund der Covid-19-Pandemie. Wir befinden uns gerade im Spätwinter 2022 und es ist noch lange nicht vorbei! Wir befinden uns jetzt mitten in der 5. Welle mit sehr hohen Fallzahlen – so hoch wie nie zuvor! Dieses Album und sein textliches Konzept sind nicht darauf ausgelegt, die Existenz des Virus oder der Pandemie zu diskutieren, es ist ein Versuch, die gesellschaftlichen Folgen der langjährigen Lockdown-Situation und anderer Maßnahmen zu beschreiben – in Deutschland und weltweit. Und die Frage ist, ob diese Ultima-Ratio-Lösung proportional zu den Folgen dieser Politik ist, und ob sie möglicherweise schwerwiegender und belastender ist als jemals erwartet?
Musikalisch braucht sich das neue Kind des Projekts nicht vor den Genregrößen zu verstecken. Hier wird aus dem Vollen geschöpft, was die progressive Schublade zu bieten hat: die musikalische Umsetzung eines Themas in Form eines Konzeptalbums, Härte, melodische Einfühlsamkeiten, vertrackte Rhythmen, instrumentale epische Verspieltheit. Sollte man nun Vergleiche zu anderen Bands ziehen wollen, dann fallen einem erstmal Eloy, Pink Floyd, Spock's Beard und vielleicht noch die Blumenkönige und an der ein oder anderen Stelle noch PT ein.
Auch bei diesem Output hat Albers aus der Vernetzung in der Prog-Familie das Beste gemacht und sich eine Handvoll erlesener Gastmusiker ins Studio geholt.
Vocals: Lars Köhler, Arno Menses, Miriam Kraft, Olaf Kobbe, Anne Trautmann
Vocals, Flutes: Jean Pageau
Guitars, Drums, Percussions, Backing Vocals: Gerd Albers
Bass: Matthias Bangert
Keyboards: Marek Arnold, Daniel Eggenberger, Volker Wichmann
Lead Guitars: Ben Azar, Martin Schnella, Marco Wriedt
Veredelt hat das Werk im Studion unter anderem Martin Schnella
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- Artist: Bjørn Riis
- Album: Everything To Everyone
- Label: Karisma Records
- VÖ: 08.04.2022
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Auf den Airbag-Mitbegründer Bjørn Riis ist auch als Solokünstler Verlass. Sowohl, was die Veröffentlichungen angeht, mit dem nunmehr vierten erscheinenden Album "Everything To Everyone", als auch, was die Qualität der abgelieferten Tracks angeht.
Riis liefert auch bei seinem vierten Studio-Soloalbum eine Melange aus getragenen, teilweise pathetischen und emotionalen New-Art-Rocksongs ab, die sich im Universum zwischen Pink Floyd, Porcupine Tree/Steven Wilson, Marillion, Tim Bowness und seiner Ursprungsband Airbag bewegen, aber immer noch eigenständig genug sind, um sich von den vorgenannten Bands zu distanzieren.
Riis gelingt es immer wieder den Hörer mit seinen ausufernden Klanglandschaften auf Reisen mitzunehmen, die hin und wieder durch dissonante Klänge in gefährliche Tiefen hinabgleiten, um dann durch hartes Riffing wieder an die sonnige Oberfläche und "seichte" Gewässer zu führen.
Das Album umfasst 6 Tracks mit einer Gesamtspielzeit von 50 Minuten, wobei mit "Lay Me Down" und "Every Second Every Hour" zwei Longstracks mit über zehn Minuten vertreten sind.
Für das Album selbst, von dem Bjørn zugibt, dass es von Dantes Inferno inspiriert war, hat er sich erneut mit seinem langjährigen Mitarbeiter Vegard Kleftås Sleipnes zusammengetan, der das Album nicht nur gemeinsam mit Bjørn produzierte, sondern sich auch um das Engineering und den Mix kümmerte. Das Mastering übernahm Jacob Holm-Lupo (WHITE WILLOW und THE OPIUM CARTEL).
Neben Bjørns Gesang und gefeiertem Gitarrenspiel bietet Everything To Everyone auch Gastauftritte von Henrik Bergan Fossum (AIRBAG), Kristian Hultgren (WOBBLER), Simen Valldal Johannessen (OAK) und der norwegischen Singer/Songwriterin MIMMI TAMBA.
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- Artist: Papa Roach
- Album: Ego Trip
- Label: New Noize Records / ADA
- VÖ: 08.04.2022
Papa Roach,einer der großen Namen im Crossover-NuMetal-Universum legen ihr elftes Album vor. Und der Name des Albums ist Programm: Ego Trip.
Die Band findet zeitweise zurück zu ihren Ursprüngen im raueren NuMetal-Bereich und brechen dann direkt wieder mit den in der neueren Schaffensphase dahinplätschernden Hard-Pop-Stücken. Somit ist irgendwie für jeden etwas aus allen Schaffensphasen dabei. Das aber ist genau die Krux an dem elften Studiowerk - es ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Es findet sich kein roter Faden und die stärksten Momente finden die Jungs in ihren "Retro"-Stücken, die mit Sicherheit bei den anstehenden Festivals und Konzerten auch zünden werden. Der Rest geht unter im musikalischen Einerlei.
JACOBY ÜBER DIE BEDEUTUNG VON „EGO TRIP“:
„Mein ganzes Leben lang habe ich mich auf diese ständige Reise begeben, um dieses … Ding zu enträtseln“, beginnt Jacoby. „Dieses ewige Paradigma; dieser Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. Ich sehe es lebendig in der Welt und es ist etwas, in dem ich ständig versuche, ein Gleichgewicht in Bezug auf mein eigenes Leben zu finden. Wer sitzt am Steuer meines Egos? Ist es die hochfrequente Version von mir selbst, die spiritueller und selbstbewusster ist, oder ist es die niederfrequente Version, die egoistisch, egozentrisch und selbstsüchtig sein kann? Während der Aufnahme dieser Platte hatten wir einige wirklich tiefgründige Gespräche über das Leben, wer am Ruder unseres Egos steht und was uns antreibt und motiviert.
Ich leide manchmal unter einem schmerzhaften Selbstbewusstsein, aber ich habe das Gefühl, dass Bewusstsein den Fortschritt in meinem Leben unterstützt und es mir ermöglicht, ein einfühlsamerer und mitfühlenderer Mensch zu sein. Wenn ich an mir selbst arbeite, werde ich für andere verfügbarer, aber ich habe die Fähigkeit, mich genauso oft abzuschalten und zu isolieren. Es ist wie in dem Song „Liar“, wo ich davon spreche, dass es einen guten Wolf und einen bösen Wolf gibt: „Muss einen verhungern, einen füttern.“ Ich schaue oft auf die Orte zurück, an denen ich gewesen bin, und auf die Entscheidungen, die ich getroffen habe, und dadurch kann ich sehen, welchem Wolf ich das Fleisch zugeworfen habe. Wir hatten einige ziemlich starke Durchbrüche. Es hat mir geholfen zu erkennen, dass beim Aufnehmen einer Platte jeder Song nur ein weiteres Element des zum Ausdruck gebrachten Egos ist.“
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- Artist: KISS
- Album: Off The Soundboard - Live In Virginia Beach
- Label: Universal Music
- VÖ: 11.03.2022
Am 11. Juni letzten Jahres haben die Rock-Legenden KISS ihre neue offizielle Liveserie mit der ersten Veröffentlichung „Off The Soundboard – Tokyo 2001“ eingeläutet. Nun folgte am 11. März der Nachfolger in Form der Veröffentlichung des nächsten Live-Albums „Off The Soundboard – Live in Virginia Beach“. Es handelt sich dabei um eine Aufnahme ihres Live-Auftritts im Virginia Beach Amphiteatres am 25. Juli 2004. Erhältlich ist dieser als Stream, Download, 2-CD-Set, 3-Vinyl-Set in schwarz und als limitierte Ausführung mit grünem Vinyl.
„Off The Soundboard – Live in Virginia Beach“, dieses Konzert war Teil ihrer Rock The Nation Tournee, ihrer ersten Tour durch die Staaten in der Besetzung von Paul Stanley, Gene Simmons, Tommy Thayer und Eric Singer. Das Live-Set mit 20 Songs bestand u.a. aus den KISS Klassikern „Lick It Up“, „I Love It Loud“ und ihrem Smash-Hit „I Was Made For Loving You“, wie auch den Fan-Lieblingen „Makin‘ Love“, „King Of The Night Time World“ sowie „100.000 Years“.
Nur gut, dass die Zusammenstellungen als offizielle Bootlegs herausgebracht wurden, denn die Aufnahmequalität ist stark bootlegverdächtig und die Tatsache, dass schwierige Gesangspassagen nicht durch Playbacks hinterlegt wurden wie bei vielen anderen offiziellen Livealben, sondern stimmlich nicht immer einwandfrei klingen, verleihen dieser Geschichte einen besonderen Charme, den audiophile Hörer am liebsten in die Tonne treten möchten.
KISS wären aber nicht KISS und somit die Könige des Merchandising, wenn sie nicht alles vermarkten würden, was sich irgendwie auf Tonträger oder in andere physische Geldquellen umwandeln ließe.
Für Sammler und KISS-Fanboys muss diese Sammlung in Recycle-Karton und keinem wesentlichen Begleitmaterial ins Plattenregal.
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- Artist: Decasia
- Album: An Endless Feast For Hyenas
- Label: Heavy Psych Sounds
- VÖ: 05.04.2022
An Endless Feast For Hyenas ist das Debütalbum von Decasia.
Im Laufe des Entstehungsprozesses der Band und des Albums war man auf der Such nach heftigeren Psych- und Krautrock-Einflüssen. Die ersten Proben dieses Debütalbums AN ENDLESS FEAST FOR HYENAS wurden direkt auf der Bühne getestet, um die Live-Wirkung zu erkunden.
Entstanden ist ein weites, vielseitiges und kraftvolles Werk. Das Trio zieht uns schnell mit seinem psychedelischen Rocksound, der mit Stoner- und fast narrativen Instrumentalpassagen nuanciert ist, in seinen Bann. Es wabert, es fuzzt und die charismatische Stimme von Maxim Richard pendelt zwischen Ozzy Osbourne und Lupus Lindemann (Kadavar). Die 45 Minuten Musikreise, die in 10 Songs verpackt sind, findet immer wieder neue Wege und Kreuzungen, die es für den Hörer gilt zu erkunden.
Die Entsehungsgeschichte des Albums war ein Weg der Improvisation beim Schreiben und Komponieren. Es wurde mitten auf dem Land in der Auvergne (Frankreich) aufgenommen. Das Haus verwandelt sich in ein Studio mit Instrumenten in der Scheune und der Regie im Wohnzimmer.
Aufgenommen und gemischt von Thomas de Fraguier. Gemastert von Erwan Le Mao. Artwork von DECASIA, Fotos von Mariette Briand.
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- Artist: Steak
- Album: Acute Mania
- Label: Ripple Music
- VÖ: 01.04.2022
Steak veröffentlichen nun ihren dritten Longplayer "Acute Mania" und der liegt dem Hörer ganz schön schwer im Magen oder den Ohren.
Steak präsentieren auf ihrem neuesten Album eine konsequent schwere Mischung aus ihrem bekannten Stoner Rock mit wesentlich höherem Anteil an Doom, Heavy Psych und Sludge. Und genau diese Mischung macht das Werk so prickelnd, denn es entführt den Hörer in die tiefsten und dunkelsten Ecken der eigenen Seele. Und trotzdem fühlt sich der Hörer geborgen und warm umhüllt, denn kalt klingen die Briten nie.
Aus den Schatten düsterer Londoner Bars aufgetaucht, kennt die Liebe dieses Quartetts zum Underground keine Grenzen. Gitarrist Reece Tee hat dazu beigetragen, eine Bewegung in der Rock'n'Roll-Musik in Großbritannien und Europa zu formen - Gitarrist Reece Tee gründete das legendäre Festival Desertfest und STEAK ist seit 2012 auf einem Kreuzzug, um Städte zum Beben und Köpfe zum Rollen zu bringen.
Das neue Album „Acute Mania“ enthält herausragende Gaststimmen von Tom Cameron (ex-Crystal Head) und Chantal Brown (Vodun). Es wurde von JB Pilon im Buffalo Studio aufgenommen und gemischt und von Karl Daniel Lidén in den Tri-Lamb Studios gemastert, mit Artwork von Schoph Schofield und Rhys Wootton. Es wird als Limited Edition Color Merge/Splatter Gatefold LP (mit Comicbuch), schwarzem Vinyl, CD und digital über Ripple Music veröffentlicht. Die Band wird im Frühjahr 2022 auch beim Desertfest London und Desertfest Berlin auftreten, um das Album neben ihren größten Stoner-Rock-Klassikern zu präsentieren.
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- Artist: Carpenter Brut
- Album: Leather Terror
- Label: Virgin Music / Universal
- VÖ: 01.04.2022
Aus der französischen Synthwave-Szene ist CARPENTER BRUT längst nicht mehr wegzudenken. Am 1. April 2022 nun legt das zwischen 80er-Nostalgie und Zeitgeist, Psychedelik und apokalyptischer Tanzbarkeit pendelnde Musik-Phänomen nun sein zweites Full-Length-Album "Leather Terror" vor.
"Leather Terror" spinnt die schon auf dem Debüt begonnene und als Trilogie angelegte Story um den fiktiven Protagonisten Bret Halford weiter. Für dieses zweite Abenteuer kollaborierte Carpenter Brut mit namhaften Gästen wie Greg Puciato (The Dillinger Escape Plan), Ben Koller (Converge), Kathrine Shepard (Sylvaine), Ulver, Persha, und Gunships Alex Westaway zusammen. Schauspieler Dylan Sprouse (Hotel Zack & Cody) schlüpft für visuelle Begleitung in die Rolle des Bret Halford.
Während die Uptempo-Nummern des Albums schon fast einen gleitenden Übergang von Synthwave zum härteren EBM- und Industrialbereich einläuten, glänzen aber auch die "ruhigeren" Nummern, die mit "Lipstick Masquerade" an eine 1990er Madonna-Nummern erinnern. Eine ganz besondere (düstere) Atmosphäre bieten die aus dem Album herausstechenden Tracks "...Good Night, Goodbye" (feat. Ulver) und "Stabat Mater".
Im an die 1980er angelehnten Synthwave-Genre sticht dieses Album durch extreme Wandelbarkeit zwischen den Tracks heraus und bieten einen Longplayer, der hier öfters im Player seine Runden drehen wird.
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- Artist: Neocracy
- Album: Pure Organic
- Label: self released
- VÖ: 18.03.2022
Im Sommer 2020 beschlossen Volker Pannek, Tim Pannek (Vater und Sohn) und Franziska Stolze für sich ein paar Songs aufzunehmen um sich die Zeit des verordneten Nichtstuns sinnvoll zu gestalten. Das Ziel war strukturierte Songs mit hohem Wiedererkennungswert zu entwickeln und die Natürlichkeit der Instrumente zu bewahren.
Ein Name für unser Projekt war schnell gefunden - NEOCRACY (ein Wortspiel für neue Demokratie).
NEOCRACY war ein früheres Projekt von Volker, welches zwei eigenproduzierte Alben hervorbrachte.
Der Drummer auf Pure Organic (Rene Jauernik) war auch Teil des früheren Projekts.
"Eigentlich sollten die Lieder nur für uns entstehen, da man sich in der heutigen Zeit keinerlei Illusionen hingeben sollte, "berühmt" zu werden oder gar seinen Unterhalt von eigener Musik bestreiten zu können."
Zudem stehen alle drei Bandmitglieder fest verwurzelt im Leben und haben ihr Auskommen.
Im Studio ist dann aber etwas Sonderbares geschehen.
Jeder von den drei Musikern hat mit soviel Emotionen, Hingabe und Herzblut an den Stücken gearbeitet, soviel Persönliches von sich preisgegeben, dass diese Lieder eventuell doch einen grösseren Kreis an Zuhörern erreichen sollten.
Geprägt ist das Album von der teilweise theatralischen Stimme von Franziska Stolze, die mit ihren Vocals an eine Mischung von Amy Lee (Evanescence) und Melanie Mau (Frequency Drift, Seven Steps To The Green Door) erinnert. Die härteren Stimmbänder hat Tim Pannek, der sich hier an den NU-Metal-Größen wie P.O.D., KoRn oder Papa Roach orientiert und auch mal ein paar Growls beisteuert.
Für ein Newcomer-Projekt ist dieses Album ein beachtliches Werk, das eine breitere Hörerschaft und auch Airplay bei den bekannten Rockstationen verdient.
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- Artist: Solár
- Album: Atlas
- Label: self released
Solár ist eine Post-Rock-Band aus Sockholm, die 2018 gegründet wurde. Die Bandmitglieder haben alle an derselben Musikschule studiert und dieses Projekt entstand aus der Dringlichkeit heraus, Musik zu schreiben, die weit entfernt von der Mainstream-Popmusik ist, die die heutigen Charts dominiert. Sie begannen in einem stockdunklen Proberaum mit dem Jammen und nahmen die Jams auf, die dann zu Musikstücken heranwuchsen.
Solár formen mit ihrem sludgy Postrock Klanglandschaften und nehmen den Hörer mit auf eine Reise. Ob dies eine körperliche Reise oder eine Erforschung des Geistes ist, bleibt dem Hörer überlassen. Da fast alle Songs länger als kommerzielle Standards sind, erfordert dies manchmal einen meditativen Zustand, in dem die Klanglandschaften im Laufe der Zeit miteinander verschmelzen.
In Teilen werden die die Musikgemälde mit orientalischen Farben (Erinnerungen an Lion Shepherd werden wach) ausgestaltet und auch progressive bzw. artrockige Elemente, wie man sie von der polnischen Band Riverside kennt, sind hier und da zu vernehmen. Dem Hörer wird hier großes (Kopf)Kino geboten und ist hoffentlich erst der Anfang einer lange andauernden Bandgeschichte.
Ein genaues Datum für die Veröffentlichung des Albums liegt leider noch nicht vor. Wir werden Euch aber über die Veröffentlichung in unseren News auf dem Laufenden halten.
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- Artist: OK WAIT
- Album: Well
- Label: Golden Antenna Records
- VÖ: 01.04.2022
OK WAIT, das soll ein Debüt sein? Well, ist es auch, aber mit altbekannten Musikern aus der Szene. Die Hamburger Band geht aus den Gitarristen der Vorgängerband SONIC BLACK HOLES, Christoph Härtwig und Michel Jahn, hervor. 2019/20 wurden sie vervollständigt durch Bassist Florian Zeh (zuvor bei RODHA), und durch Schlagzeuger Lutz Möllmann (auch bei BARRELS, zuvor bei CALEYA, EISENVATER, ULME u.v.m.).
Die Band orientiert sich in ihrem Stil auf dem Debüt am Postrock, streut aber gerne weitere Stile ein, um sich von anderen Bands des stark expandierenden Genres abzuheben. Während man beim viertelstündigen Opener "Wait" gerne mal an RPWL und somit auch an floydige Gitarren denkt, wird man zwischendurch von Violineinlagen überrascht. "Blow" und "Time" ziehen temporär bei der Härte etwas mehr durch, verleihen in Passagen mit schönen Klanglandschaften den Tracks allerdings auch eine ruhige Atmosphäre. "Dust" wirft mit noisigen Gitarren nochmal einen ganz anderen Blick auf das Debüt, während "Cope" als Closer alle Facetten der Vorgängertracks nochmals vereint und das Album im gesamten stimmig abschließt.
Produziert ist es von den Mitgliedern der Band, gemixt von Christoph Härtwig und gemastert von CULT OF LUNAs Magnus Lindberg inden Redmount Studios. Das Cover trägt ein Gemälde des US-amerikanischen Künstlers Frank Gonzales. Das Albumdesign wurde von Bassist und Designer Florian Zeh gestaltet.
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- Artist: Pattern-Seeking Animals
- Album: Only Passing Through
- Label: Inside Out Music
- VÖ: 01.04.2022
Pattern-Seeking Animals, das musikalische Projekt, das fast als Spock's Beard (SB) Klon mit Ted Leonard, Jimmy Keegan und Dave Meros erweitert um John Boegehold begann, hält die Schlagzahl ihrer Veröffentlichungen hoch und erinnert somit auch an die Schlagzahl des ehemaligen SB-Mastermind Neal Morse. "Only Passing Through" ist der dritte Output innerhalb von 3 Jahren und setzt in ihrem eigenen Projektkosmos neue Maßstäbe für die Band.
Dass die drei Bärte aufeinander eingespielt sind, sollte man vermuten und John Boegehold hat sich als Produzent und Songwriter hervorragend integriert und fungiert als Triebfeder des Projekts. Die Wurzeln der Musiker fließen in die Songs ein und bilden ein Zusammenspiel, wie man es gerne hört. Für Hardcore-Progressive-Rock-Fans mag das Album etwas zu eingängig sein, allerdings macht die Farbenvielfalt der eingestreuten Elemente und Instrumente genau dieses Album zu einem leuchtenden Stern am Progressive Rock Himmel.
Ein Markenzeichen des Albums ist die fortgesetzte Verwendung verschiedener Instrumente, darunter Streicher und Blechbläser. Boegehold sagt: „Ich durfte Charango, Ronrocco, Ukulele und Vihuela spielen, was einigen Tracks eine andere Note gab. Auch eine echte Fagottstimme in einem der Lieder sowie Geige, Trompete, Cello usw.“ Leonards zunehmender Einfluss als bemerkenswerter Leadgitarrist ist zu hören, während die Rhythmusgruppe von Meros und Keegan für angemessene Kraft und Dynamik sorgen. Der immer zuverlässige Rich Mouser kehrt zurück, um das Album zu mixen und zu mastern.
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- Artist: Small State
- Album: Low Expectations
- Label: Midsummer Records
- VÖ: 01.04.2022
Vor einigen Jahren haben SMALL STATE aus dem beschaulichen Saarland mit ihrem Debütalbum "Pirates In Stereo" und der gleichnamigen Single nicht nur im kleinsten Bundesland für erste Aufmerksamkeit gesorgt, in der bis dato recht überschaubaren hiesigen Pop-Punk-Szene. Nach drei Singles, die im Laufe der letzten zwei Jahre veröffentlicht wurden, meldet sich das Punkrock-Quartett aus dem Südwesten nun vollumfänglich mit dem ersten Album seit über einer Dekade zurück. "Low Expectations" heißt das neue Werk, welches von Daniel Keller (Studio 411, u. a. Vitja, Me In A Million) aufgenommen und produziert wurde und am 1. April via Midsummer Records veröffentlicht wird.
Den vier Musikern ist nach knapp 13 Jahren ein gutlauniges und mit positiver Energie angereichertes Comeback-Album gelungen und das kurz vor Beginn der Festival-Saison. Damit können sie mit Sicherheit punkten, die Menge zum Schwitzen oder zu übelsten Schlammschlachten bringen. Musikalisch passiert im (Pop)Punk und Punkrock Genre derweil nicht viel, muss es aber auch nicht. Die Platte macht Spaß und hat trotzdem, wie es sich für Punk gehört auch noch etwas inhaltlichen Tiefgang.
In den zehn Jahren abseits der Bühne sind SMALL STATE gereift, als Band wie auch als Persönlichkeiten. Man lernte einander wieder zu schätzen und hat den anderen niemals aus den Augen verloren. Musik zu schreiben und zu spielen ist nach wie vor die beste Sache der Welt. Nach so langer Zeit noch immer in der gleichen Band zu spielen ist ein Geschenk. Die allgegenwärtige Pandemie hatte großen Einfluss auf die gesamte Musikszene, für SMALL STATE bot sie allerdings die Möglichkeit eines durchdachten und entschleunigten Entstehungsprozess für das erste Album seit knapp 13 Jahren.
Und jetzt macht weiter so!
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- Artist: Michael Romeo
- Album: War of the Worlds, Pt. 2
- Label: Inside Out Music
- VÖ: 01.04.2022
Niemand konnte sagen, er hätte uns nicht gewarnt. Im Jahr 2018, als Michael Romeo (am besten bekannt als Gitarrist, Chef-Songwriter und Allround-Antrieb hinter den Progressive-Rock-Giganten Symphony X) sein Soloalbum, namens "War of the Worlds, Pt. 1", veröffentlichte, hinterließ er einen nicht wirklich subtilen Hinweis darauf, dass es noch mehr geben würde.
„Der Titel wirkt etwas prophetischer als sonst“, sagt Romeo. „Nur indem man sich umschaut, was in der Welt vor sich geht. Zum größten Teil hat das Album ein starkes Sci-Fi-Element, aber bei einigen Songs denke ich: ‚Vielleicht können die Aliens das einfach aussitzen, während wir uns streiten … ha.‘“
Das Sequelalbum ist ein atmosphärisch dichtes Progmetal-Soundtrack-Album geworden, das die typischen Romeo/Symphony X Trademarks beinhaltet. Saftige Riffs, schnelle Läufe, einen knackigen Bass, der aber nicht zu aufdringlich rüberkommt und eine permanent hohe Doublebass-Quote mit schönen Breaks und Tempiwechsel. Dino Jelusick am Mikro verleiht dem ganzen Album mit seiner charismatischen Stimme einen Touch NWOBHM.
Die Zwischenspiele, die an Hollywoodsoundtracks vom Schlage Zimmer erinnern, runden dieses Album zu einem Soundtrack eines nicht gedrehten Spielfilms ab.
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- Artist: Witchpit
- Album: The Weight Of Death
- Label: Heavy Psych Sounds
- VÖ: 25.03.2022
„The Weight of Death“ ist das Debütalbum von Witchpit. Die Veröffentlichung verschmilzt den Einfluss von kraftvollem Stoner-Metal wie High On Fire und punkigen Gitarren mit der stimmungsvolleren und nachdenklicheren Arbeit von Neurosis.
Mit einer ordentlichen Portion Leidenschaft für ursprünglichen Stoner-Rock und Vintage-Equipment ist die Band in der Lage, klassischen Sludge-/Stoner-Rock zu beschwören, der diesen Sound wiederum auf ein anderes Level hievt.
Schnelle, punkige Gitarren kreieren zusammen mit schweren, zähen Sludge-/Stonerriffs und einer wütenden, keifenden Stimme einen knallharten, staubtrockenen Wüsten-Südstaaten-Sound, der für ein Debütalbum ausgesprochen ausgereift ist und dem Heavy Psych Sounds Label alle Ehre macht.
Freunden des harten Südstaaten-Sounds werden hier 34 aufregende und aufwühlende Minuten geboten.
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- Artist: Samavayo
- Album: Payan
- Label: Noisolution, edel Distribution
- VÖ: 25.03.2022
SAMAVAYO beschäftigt sich auf ihrem neuen Album inhaltlich viel mit „dem Ende“. Das Ende vom Schlechtem, vom Guten, das Ende der Menschheit, Ende der Art und Weise, wie wir mit unserem Planeten umgehen. Es geht um die Zerstörung unseres Planeten, Spaltung, Rassismus, Gier, Ausbeutung, Krieg, Isolation, Einsamkeit. Aber jedes Ende bedeutet gleichzeitig einen Anfang, einen Neustart und Beginn. „Payan“ - das siebte Album von SAMAVAYO im 22sten Jahr ihres Bestehens ist frisch und voller Energie und Kraft!
Der Sound klingt für Freunde des härteren Rocks vertraut und doch frisch. Er ist heavy, teilweise proggy, Spacerock vermischt sich mit Punkigem. Stimmlich erscheinen Alice In Chains Gesänge und auch die Black Space Riders erscheinen. Auch die Besucherschar im Studio war nicht ganz unbekannt: Igor Sydorenko (Stoned Jesus), Tommi Holappa (Greenleaf, Dozer), Nick DiSalvo (Elder) und Willi Paschen (Coogans Bluff). Und all dies schlägt sich in dem phantastischen siebten Longplayer nieder.
"Unser Sound war von Grund auf noch nie so klar, wie auf diesem Album. Man kann durchaus sagen, dass wir nach 22 Jahren endlich unseren Sound gefunden haben."
„Shot Shot Shot Shot“ geht, wie der Songtitel es sagt, steil nach vorne und schlägt ein. Ein fetter Auftakt, der keine Fragen offen lässt. „Transcend! Exceed!“ kommt stoney, melodiös, mit jeder Menge Riffs und trotzdem kompakt daher. Ein Album, sieben Songs und kein einziger Ausfall. Nebenbei eine grandiose Produktion von Richard Behrens (u.a. Kadavar, Silvershark).
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- Artist: Night Demon
- Album: Year Of The Demon
- Label: Century Media Records
- VÖ: 25.03.2022
2020: Das Jahr, in dem die Erde still stand. Zumindest, was den Kulturbetrieb angeht. Um die Fans in diesen üblen Zeiten bei Laune zu halten, veröffentlichten Night Demon Singles im Akkord, die von den Fans auch dankbar angenommen wurden und in Windeseile ausverkauft waren.
Auf Year of the Demon sammelt NIGHT DEMON alle fünf der seltenen, vergriffenen 2020-Singles in einem einheitlichen Kompendium zur Veröffentlichung in einer breiten Palette von physischen und digitalen Formaten. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Schließlich haben die streng limitierte Natur und der schnelle Ausverkauf der ersten 7-Zoll-Veröffentlichungen dazu geführt, dass selbst eingefleischte NIGHT DEMON-Fans möglicherweise die Gelegenheit verpasst haben, sie in einer physischen Ausgabe zu erwerben. Noch wichtiger ist, dass diese Tracks zu stark sind, um in der NIGHT DEMON-Diskographie in eine Fußnote verbannt zu werden. „Empires Fall“ und „Vysteria“ sind zwei der schnellsten und intensivsten NIGHT DEMON-Songs, die je geschrieben wurden. „Kill the Pain“ trifft den Hörer hart und destilliert den charakteristischen Sound der Band zu seiner kraftvollsten Essenz, gepaart mit einer zutiefst persönlichen Botschaft.
Und „Are You Out There“ ist NIGHT DEMONs tief empfundene Hommage an den verstorbenen, großartigen Phil Lynott und Thin Lizzy. Die Cover-Songs sind selbst unentdeckte Juwelen, vom obskuren NWOBHM-Glanz von „Fast Bikes“ (ursprünglich aufgenommen von LeGriffe) bis zum Remake von Cirith Ungols Klassiker „100 mph“ (mit Cirith Ungols Tim Baker im Duett mit Leatherby), bis hin zur Demonized-Version der düsteren Thin-Lizzy-Hymne „The Sun Goes Down“. Schließlich halten die Live-Aufnahmen einige der unvergesslichsten Momente von NIGHT DEMON auf der Bühne fest. Das „Wasted Years“-Cover von Iron Maiden ist ein bisher unveröffentlichter Track, der in derselben Nacht wie das legendäre „Live Darkness“-Album von NIGHT DEMON in Cleveland, Ohio, aufgenommen wurde. Und die beiden Scorpions-Klassiker („In Trance“ und „Top of the Bill“) wurden live in Deutschland aufgenommen, mit Special Guest Uli Jon Roth (ex-Scorpions), der mit Armand Licks und Leads tauschte.
Diese Compilation ist ein perfekter Einstieg in die Welt der Dämonen der Nacht und eine hervorragende Sammlung für alle Demon-Jünger.
NIGHT DEMON “Year of the Demon” (38:57):
1. Empires Fall (2:45)
2. Kill The Pain (4:18)
3. Are You Out There (4:16)
4. Vysteria (2:57)
5. In Trance (Live feat. Uli Jon Roth) (6:43)
6. Fast Bikes (2:58)
7. 100 MPH (feat. Tim Baker [Cirith Ungol]) (2:59)
8. The Sun Goes Down (3:35)
9. Wasted Years (Live) (5:20)
10. Top Of The Bill (Live feat. Uli Jon Roth) (3:01)
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- Artist: Ignite
- Album: Ignite
- Label: Century Media Records
- VÖ: 25.03.2022
Seit fast 30 Jahren sind Ignite mit ihrem Melodic-HC-Punk nun am Start und mit diesem Album kommt nun ein Nachfolger für Zoltán "Zoli" Téglás ans Mikro. Viele der Anhänger waren sich nicht sicher, ob es einen adäquaten Nachfolger geben und dies nun zum Ende der Band werden könne.
Alle Skeptiker wurden gestraft, denn der neue 35-minütige Longplayer vereint alles, was das Melodic-Hardcore-Genre zu bieten hat: catchy Punk-Riffs, schnelle treibende Drums, melodische und doch wütenden Gesang.
Wenn die Band das Album in Clubs und kleinen Hallen vorstellen wird, dann werden es definitiv Sessions, die den Schweiß von den Saaldecken triefen lassen und den Besuchern einiges an blauen Flecken bescheren werden.
Mit diesem Album besiegeln die US-Amerikaner ihre Zukunft und lassen uns auf weitere starke Melodic-HC-Alben hoffen.
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- Artist: The Jeremy Days
- Album: Beauty In Broken
- Label: Energie / Warner
- VÖ: 25.03.2022
The Jeremy Days waren Ende der Achtziger Jahre eine der wenigen Bands aus Deutschland, die es in einer Zeit auf MTV schafften, als das noch den großen internationalen Acts vorbehalten war. Ihre melodiöse Mischung aus britischem Pop und amerikanischem Art-Rock brachte sie in den zehn Jahren ihres Bestehens sowohl auf die Poster der Pop-Rocky als auch ins Feuilleton der FAZ. Sie landeten mehrere Hits und schufen mit „Brand New Toy“ sogar eine Art Evergreen, arbeiteten mit Produzentenlegenden wie Clive Langer, Alan Winstanley (u.a. für Madness, Elvis Costello) und Fred Maher (u.a. für Lou Reed, Lloyd Cole) zusammen. Am Ende hatten sie 1995 alle großen Clubs der Republik gesehen, eine UK-Tour absolviert und fünf Alben produziert, von denen sie über eine halbe Millionen Platten verkauften. Nach dieser intensiven Zeit konnte sich die Männer-WG, die sie waren, jedoch nicht mehr sehen, riechen, ständig um sich haben. Sie trennten sich, und es sah so aus als ob es kein Zurück mehr geben würde. Daß sie 2021 nochmal ein Album zusammen komponieren und einspielen würden, hätten sie drei Jahre vorher noch für illusionär gehalten.
Die 27 Jahre Bandpause sind dem Album nicht anzuhören. Hier spielen vier Männer, die nicht mehr auf Erfolg schielen brauchen, sondern scheinbar Musik machen, weil sie sich ewig nicht mehr gesehen und Bock drauf haben. Das neue Bandgefühl zeigt sich allein schon darin, daß erstmals alle Bandmitglieder am Songwriting beteiligt sind, nachdem dies früher Sänger Dirk Darmstaedter und Bassist Christoph Kaiser vorbehalten gewesen war. Letzterer ist der einzige vom ursprünglichen Lineup, der heute nicht mehr dabei ist. Das neue Album bleibt darüberhinaus den Trademarks der Band treu: Background-Chöre, britische Gitarren, amerikanische Attitüde, detailverliebte Arrangements und Songs, die wissen, daß ein Refrain Leben retten kann. Ein Gitarrenalbum, das sich nicht lange mit der Vergangenheit aufhält und in dem sich die Energie eines Debütalbums mit der Lässigkeit eines sechsten Longplayers vereint.
So wie sich das Debütalbum seit Erscheinen bei mir immer wieder auf Vinyl dreht, so wird sich auch das "zweite Debüt" immer wieder auf Vinyl drehen.
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- Artist: The Legendary Flower Punk
- Album: Beatroot 2020
- Label: Tonzonen Records, Soulfood
- VÖ: 25.03.2022
The Legendary Flower Punk begann 2012 als obskures Nebenprojekt von Kamille Sharapodinov, dem Gitarristen der etablierten russischen Heavy-Psych-Progger The Grand Astoria. Der einzigartige Sound des russischen Trios verbindet puren Psychedelic Rock mit klassischen Prog Rock Elementen.
Wer seichte, ruhige und harmonische Musik mag und bevorzugt, dem sei dieses Album nicht ans Herz gelegt. Die Compilation ist eine abgefahrene, instrumental-schräge und obskure Jam-Melange, die wir hätten erleben können, wäre uns nicht dieses f***ing C dazwischen gekommen.
Kamille Sharapodinov über die neue limitierte LP-Veröffentlichung:
„Unsere Tour im Frühjahr 2020 wurde wegen einer Pandemie dieses neuen fiesen Virus abgesagt (16 Gigs in 18 Tagen), und das war ein echter Mist für eine kleine und unabhängige Band wie The Legendary Flower Punk, denn wir hatten sie lange geplant und mehr als acht Monate damit verbracht, die Termine zu buchen, aber um positiv zu bleiben, kamen wir zu einer eleganten Lösung: Buchstäblich in den letzten Stunden vor Quarantäne und Selbstisolation versammelten wir uns in unserem Proberaum, stellten das Aufnahmegerät auf und haben dann gejammt und gejammt und gejammt. Danach hat unser Tontechniker Igor (ein echter Held!) alles gemischt und gemastert und wir haben das Ganze in 16 Sets geschnitten (nach der Anzahl der Shows, die wir spielen würden). Die neue LP Beatroot 2020 ist eine Zusammenstellung der schönsten Momente dieser Jam-Sessions."
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- Artist: Gong Wah
- Album: A Second
- Label: Tonzonen Records, Soulfood
- VÖ: 25.03.2022
Das zweite Album einer Band soll meist das schwierigste sein - zumindest um an einen möglichen Debüterfolg anzuknüpfen, einen möglichen Misserfolg wegzufegen oder einfach nur den eigenen Weg zu finden und oder (weiter) zu gehen.
Nur knapp eineinhalb Jahre nach ihrem fulminanten Debüt veröffentlicht die Kölner Fuzzwave-Band "Gong Wah" ihr zweites Full-Length-Album. Mit diesem beweisen sie, dass sie keine Eintagsfliegen sind und auch nicht bleiben werden, denn sie erweitern ihr musikalisches Spektrum des wave-noise-postpunkigen Debüts um melancholischen und auch tanzbaren Indiepop und Spacerock.
Hier wird feinster Indie-Art-Pop-Rock produziert und zelebriert.
Nima Davari und Giso Simon an Schlagzeug und Bass treiben die Songs voran, während die Gitarristen Felix Will und Thorsten Dohle – die A Second im bandeigenen Chestnut Tree Studio produziert haben – die atmosphärische Basis für Inga Nelkes Gesang liefern, der über allem schwebt, was Gong Wah so einzigartig macht.
Die Tracks auf A Second sind neun Fuzzwave-Perlen für den Tanz bis ans Ende der Welt.
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- Artist: Soonago
- Album: Fathom
- Label: Kapitän Platte
- VÖ: 25.03.2022
Das Einzige, was bei Soonago auf der Bühne schweigt, ist die Stimme. Alles andere erzeugt eine Naturgewalt, die die Zuhörer unwillkürlich in ihren Bann zieht. Der Musikstil der Band zeichnet sich durch eine Mischung aus harten Gitarrenriffs und melodischen Soundscapes aus. Soonago verzichtet bewusst auf den Gesang als Hauptinstrument. Die Songs, die größtenteils aus Schlagzeug, Bass und Gitarren bestehen, laden die Zuhörer auf ihre eigene individuelle Reise ein. Das Publikum soll sich eigene Assoziationen und Bilder im Kopf bilden können und sich nicht von Inhalten oder Kontexten leiten oder beeinflussen lassen. Im Vergleich zu anderen Post-Rock-Bands ist Soonagos Musik rifforientierter, dynamischer und deckt daher eine Bandbreite von sphärischen Klängen bis zu brachialer Härte ab.
Konzeptionell wird Fathom hauptsächlich von politischen Ereignissen beeinflusst. Während der Entstehung von Fathom wurde die Band immer wieder von politischen Botschaften und Missständen überschwemmt, was sich in der Vielfalt und Härte von Evac, Besa, Apophenia und Fathom widerspiegelt. Dies wird besonders durch Samples von der National Conference of Christians and Jews aus dem Jahr 1942 unterstützt.
Die 4 Songs mit knapp 42 Minuten Spielzeit bieten sich fast schon für ein Festival-Set beim Gloomaar-Festival in Neunkirchen an. Musikalisch wird hier eine große Bandbreite von sphärischen Klanglandschaften bis hin zu Metaleinflüssen verarbeitet.
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- Artist: Dark Funeral
- Album: We are the Apocalypse
- Label: Century Media Records
- VÖ: 18.03.2022
Aufgenommen in Fredrik Thordendals (Meshuggah) Studio 33, arbeitet die Band mit „We Are The Apocalypse“ erneut mit dem legendären Produzenten Daniel Bergstrand zusammen. Für Ahriman lassen sich die kreativen Herausforderungen dieses neuesten Angebots in einige Kernziele unterteilen: Neuland betreten, indem durch rhythmische Komponenten größere Klanglandschaften geschaffen werden, und eine Symbiose zwischen den Gesangspassagen und melodischen Abschnitten zu finden. „Viel Death/Black Metal ist irgendwie steif und geradlinig – das finde ich langweilig. Ich habe das Gefühl, dass der Gesang den Melodien folgen muss, und ich denke, Heljarmadr hat es auf dieser Platte verdammt nochmal geschafft.“
Diese Symbiose zwischen Gesangspassagen und melodischen Abschnitten ist Dark Funeral recht gut gelungen und trotzdem bietet der Schwedenfünfer nicht wirklich viel Neues oder Abwechslung im Genre und im eigenen Kosmos. Und all das ist Jammern auf hohem Niveau, denn Dark Funeral bleiben ihrem hohen Qualitätsstandard treu und verwöhnen ihre Fans mit fast perfekt austariertem Death-/Black-Metal.
Auf dem neuen Album beginnen sich bestimmte Themen und Prioritäten abzuzeichnen. Der wichtigste unter ihnen ist, dass ein so dringender Titel wie „We Are The Apocalypse“ nicht auf die leichte Schulter genommen wird und dass Dark Funeral beabsichtigen, dieses jenseitige Verderben für ihr Publikum so greifbar zu machen wie einen großartigen Film oder ein fesselndes Stück Literatur. Das wässrige Grab, das auf „Leviathan“ beschworen wird, baut sich dank Rhythmusgitarrist Chaq Mol und Bassistin Adra Melek bedrohlich von seinen frühen eindringlichen Tönen zu einer völligen Kakophonie auf, während die soziopathische Leidenschaft, die auf „A Beast To Praise“ erforscht wird, mit Blutdurst umherstreift und knüppelt. Das Album endet mit einer ohrenbetäubenden Katastrophe, die auf dem Titeltrack „We Are The Apocalypse“ zum Leben erweckt wird – unerschütterlich in seiner Absicht, die Zuhörer in ein Reich des wahren Bösen und der Klage zu ziehen. Hier sind und waren Dark Funeral am stärksten.
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- Artist: NANÉE
- Album: Tausend Farben (EP)
- Label: recordJet
- VÖ: 25.03.2022
Mit ihrer zweiten EP „Tausend Farben“ veröffentlicht Singer-Songwriterin NANÉE aus Hamburg ein musikalisches, textliches Ausrufezeichen für Toleranz und Vielfalt. Dabei überzeugt sie musikalisch in der Pop-Schlagerwelt mit Pop-Poesie, inspiriert durch echte Erfahrungen. Sie springt auf keinen Trend-Zug auf, sondern ist schon lange auf ihrer eigenen Reise jedoch mit einem starken Einschlag von Rosenstolz-Melancholie.
Ein paar Sätze zu den einzelnen Titeln:
"Geh deinen Weg!"
Der Song „Geh deinen Weg“ ermutigt dazu, an sich zu glauben und sich von Kritik nicht aufhalten zu lassen: die eigenen Ketten sprengen, sich von Selbstzweifeln befreien und mutig den eigenen Weg verfolgen.
"Frei sein"
Mit „Frei sein!“ ruft NANÉE dazu auf, aus dem Gewohnten auszubrechen und den Fokus auf das zu lenken, was wirklich zählt: Zeit für seine Mitmenschen, sich selbst und das Leben jenseits von Konsum und Materiellem. Gute Gespräche führen, eine Prise Verrücktheit ins Leben streuen, statt dem nächsten Statussymbol nachjagen.
"Monokultur"
„Stell dir vor, wir leben in einer Welt, in der jeder so sein darf, wie er ist.“, von dieser Vision singt NANÉE in „Monokultur“. Dazu müssen wir unseren Horizont erweitern und offen sein, einander anerkennen und schätzen trotz oder gerade wegen der Unterschiede: „Wir feiern, was uns zusammenbringt, vergessen, was uns trennt.“
"Tausend Farben"
Der Titelsong „Tausend Farben“ erzählt von Unsicherheiten, inneren Zweifeln und dem kritischen Blick von außen. Er ermutigt dazu, sein wahres Selbst zu entdecken und Makeln nicht so viel Macht zu geben. Sich selbst als Original und eigenes Ideal zu feiern. Die Essenz des Songs ist die Botschaft: „Du bist schön wie du bist.“
"Mutausbruch"
Mit ihrer Single „Mutausbruch“ erzählt NANÉE von der Magie der eigenen Entschlossenheit. Sie möchte dazu inspirieren, aus der Komfortzone auszubrechen und sich im Wagnis neu zu entdecken. Denn Mut wird belohnt!
Wie schon oben erwähnt liegt die EP textlich und thematisch ganz vorne, jedoch ist die musikalische Umsetzung etwas flach und dürftig ausgefallen. Zu sehr hat man sich beim Songwriting und der Produktion an Größen wie Rosenstolz oder Julia Neigel orientiert, was das Album und somit auch die Erreichbarkeit der Texte bei der Zielhörerschaft wahrscheinlich etwas verblassen lässt.
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- Artist: Slaeg
- Album: Goddess
- Label: Ce
- VÖ: 18.03.2022
Die Dänen von Slaegt präsentieren mit Goddess ihren vierten Longplayer und wie es sich schon abzeichnete, wird es mit den Skandinaviern nicht langweilig. Selten hört man experimentierfreudigere Metaller aus den dunkleren Ecken (außer vielleicht noch Voivod) als mit Slaegt, was übersetzt soviel heißt wie Erbe. Sollten die Jungs so weitermachen, dann werden sie noch Erblasser eines wunderbar experimentierfreudigen Death-/Blackmetals.
Die neues Auskopplung ist mit sechs Tracks und knapp 40 Minuten wahrlich kein Longplayer, der Hörer bekommt jedoch in diesem kurzen Zeitraum und auch innerhalb der Tracks mehr geboten als auf so manchem 60-Minüter anderer großer Namen im Metalgenre.
Mal geht's thrashig nach vorne (Kiss From A Knife), dann schleppen sich die Gitarren partiell genrebekannt dahin wie die Zombies (Hunt Again) und ein Saxofon wie in "Deceived By An Amethyst" ist in dieser Sxchublade auch nicht das gängigste Stilmittel und Instrument. Der Titeltrack "Goddess" ist mit elf Minuten das Spannungsbogenhighlight am Ende des Album und bietet alles auf, was athomosphärisch dichter Metal ausmacht. Selbst für progambitionierte Hörer könnte hier musikalisch etwas geboten sein. Jedoch sollte diese Hörerschaft ein etwas dickeres (Trommel)Fell haben.
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- Artist: Greyborn
- Album: Leeches
- Label: F2M Planet
- VÖ: 18.03.2022
Die Geschichte von GREYBORN begann in diesem kleinen Intervall zwischen Licht und Dunkelheit, irgendwo in der kalten und mineralischen Stadt Limoges. Die Hoffnungen einer hedonistischen Generation werden zerstört, als sie auf den programmierten Niedergang unserer Zivilisation stoßen. Greyborn ist der Botschafter dieser Massenernüchterung, liefert seinen ätzenden, aber hüftschwingenden Soundtrack und orientiert sich an so unterschiedlichen Einflüssen wie Red Fang, Queens of the Stone Age und Triggerfinger. Ihre dekadente Art von Heavy Rock ernährt sich in den dunkelsten Ecken der Welt (und der Seele) und folgt seinen eigenen Regeln.
Das Debütalbum der drei Franzosen geht steil nach vorne, hat seinen eigenen Stil ohne die eigenen "Vorbilder" zu verleugnen. Der einzige Schwachpunkt des Debüts ist die Länge/Kürze, denn es handelt sich leider nur um eine 5-Track-EP. Das Trio wäre vielleicht gut beraten gewesen, ein paar Tage länger im Studio in Klausur zu gehen und dann ein Hammer-Fulkl-Length-Album rauszubringen. Übrigens ist erwähnenswert, dass dieser 5-Tracker vom renommierten schwedischen Produzenten Karl Daniel Lidén (Katatonia, Lowrider, Crippled Black Phoenix) gemastert wurde.
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- Artist: Fooks Nihil
- Album: Tranquility
- Label: The Orchard / Membran
- VÖ: 18.03.2022
Der Sound der Westküste klopft wieder an. Und es ist tiefgründiger geworden, das Songwriting ist ausgefeilter. Der Sound reicht von Surf-twangigen Gitarrenlinien bis hin zu flockigen Ekstasen. Die Rhythmusgruppe wirkt deutlich voller, lebendiger als auf dem Debütalbum und die Drums geben dem Hörer lässig treibende Rhythmen mit auf den Weg, die in wahre Surf- und Beat-Hymnen münden. Die Band hat sich weiterentwickelt. Die ungewöhnlichen Kompositionen wirken gefestigt und ausgereift, die Musik insgesamt einen Hauch moderner.
Um auf die Frage der Review zurückzukommen: Nein, das gab es nicht. Und trotzdem haben es Fooks Nihil geschafft, dieses musikalische Sideproject zumindest für den Hörer zu realisieren. Und sie schaffen es auch noch ansatzweise die psychedelischen Beatles mit ins Boot zu holen.
Tranquility beginnt kraftvoll mit Pictures Of You, das viele typische Merkmale der Band vereint und eine neue, unerwartete Facette mitbringt. Ein knackiges Riff trifft auf einen entspannten Rhythmus, mehrstimmiger Gesang und sogar einige Latin-Elemente spiegeln sich im Einsatz von Percussion und den rein spanischen Texten des Refrains wider. Auf den folgenden zehn Tracks setzen Fooks Nihil fort, was sie mit ihrem Debütalbum begonnen haben, und zementieren ihren Westcoast-Beat ein für alle Mal im musikalischen Gedächtnis des Hörers. Was deutlich auffällt, ist die musikalische Vielfalt der Platte. Schlagzeuger Maximilian Schneider, Bassist Florentin Wex und Gitarrist Max Ramdohr erzählen ihre persönlichen Geschichten in eigenwilligen Kompositionen, die zusammen eine wunderbare Reise durch die Mischung aus Surfbeat und Neo-Psychedelia mit Westcoast-Gesangsharmonien ergeben, die diese Band so unverwechselbar machen.
Selten hat Retro-Mucke so viel Spaß gemacht und avanciert für mich schon zum Sommer-Sonne-Gute-Laune-Soundtrack 2022.
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- Artist: Stone Axe
- Album: Stay Of Execution
- Label: Ripple Music
- VÖ: 18.03.2022
Die Retro-Rock-Welle ebbt nicht ab. Und Stone Axe zelebrieren alle Spielarten des Retro-Rock.
„Stay of Execution ist ein Album mit unveröffentlichten Aufnahmen und Tracks, die wir mögen und die in den Rillen unserer Vinyls versteckt waren, die in sehr begrenzter Anzahl mit wenig oder gar keiner Werbung veröffentlicht wurden. Alle Songs wurden zwischen 2008 und 2011 aufgenommen und decken ein breites Spektrum an Stilen der Siebziger ab, für die wir bekannt sind. Die musikalischen Konzepte von Proto Metal, Southern Rock, Psychedelic Rock und Folk Rock werden in dieser Sammlung gut erforscht. Sieben der acht Tracks auf dem Album weisen die übliche Studio-Zusammenarbeit von Reed / Brinkerhoff auf, während der letzte Song von allen vier Mitgliedern der Live-Band gespielt wird. Ich habe das Gefühl, dass diese Tracks so stark sind wie alles andere auf unseren anderen Longplayern. Es ist großartig zu sehen, dass sie endlich veröffentlicht werden." (Toyn Reed)
Das Statement Reeds zur "neuen" Veröffentlichung trifft es perfekt. Jeder einzelne Song repräsentiert die verschiedensten Spielarten des Rock der 1970er. Hier wird nicht einfach nur nachgespielt, sondern die Vibes dieser Zeit werden zelebriert. Man möchte meinen, man hätte einen vergessenen Sampler mit Thin Lizzy, Lynyrd Skynyrd, Cream, Led Zeppelin oder Free gefunden.
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