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KAISER FRANZ, der royale Ruhrpottbarde, stürmt mit "Alles auf Anfang" die Bühne und hinterlässt einen imposanten Eindruck. Sein ungeschliffener Deutschrock zieht uns in die musikalische Monarchie seiner Gedankenwelt. Vom königlichen Intro des Kinderchors bis zum aufrüttelnden Finale von "Viva" navigiert uns das Album durch ein Wechselbad der Emotionen.
"Goldmädchen" verführt mit bluesiger Raffinesse, während "Sommer" die Bedeutung von Gemeinschaft kraftvoll besingt. Die Ballade "Fünf Buchstaben" zeigt KAISER FRANZs bemerkenswerte lyrische Tiefe und die schmerzliche Ehrlichkeit in seiner Suche nach der eigenen Schuld. "Federleicht" wirbelt mit Warnungen vor Egoismus, während "Viva" uns mit einem lyrischen Plädoyer für die Erde zurücklässt.
Die Vielfalt der musikalischen Einflüsse - von Deutschrock über Blues bis hin zu Indie - zeigt die königliche Bandbreite von KAISER FRANZs Talent. Seine direkten, ehrlichen Texte werden von einem starken Line-Up unterstützt, das die königliche Energie perfekt einfängt.
"Alles auf Anfang" ist ein bemerkenswertes Debüt, das authentischen Alternative Rock mit deutscher Poesie verschmilzt. KAISER FRANZ hat die Höhen und Tiefen der letzten Jahre gekonnt verarbeitet und zeigt, dass sein königlicher Klang noch viel mehr zu bieten hat. Obwohl hier und da noch Luft nach oben ist, überzeugt dieses Album mit Herz, Ehrlichkeit und einem majestätischen Sound, der Lust auf weitere königliche Abenteuer macht. Mit 7/10 Kronen bewerten wir diese königliche Rockreise, die definitiv im Ohr bleibt.
Chicago's Necronomicon Ex Mortis betritt die Bühne mit ihrem zweiten EP-Release "Silver Bullet". Die Band, angeführt von Michael Nystrom Bala und Manuel Barbará, verfolgt mutig eine Fusion aus klassischem Death Metal und dem 80er Jahre Shred-Wahnsinn. Ihre Lieder sind eine unheilige Allianz aus blutrünstigen Texten über B-Movie-Horror und Gitarrensolos, die schneller einschlagen als ein umherwirbelndes Projektil.
Die Eröffnungsnummer, "Crypt of the Gorilla God", dröhnt mit thrashiger Wut und überraschenden Wendungen aus den Boxen. Der Song reißt einen mit in die dunkle Welt eines untoten Affen, der seine Opfer in Stücke reißt. Und wenn die Gitarrensolos nicht wie peitschende Schläge auf den Schädel wirken, dann weiß ich auch nicht. Die Band selbst beschreibt den Track als einen "bleiernen Schlag auf eine Ziegelwand, möglicherweise mit deinem Gesicht dazwischen".
Die Vielfalt ist definitiv das Gewürz des Lebens für Necronomicon Ex Mortis. Mit einer Bandbreite an Einflüssen, von Arsis bis hin zu The Black Dahlia Murder, weben sie ein Klanggewebe aus schreddernden Riffs, gutturalen Gesängen und sogar akustischen Experimenten. Sie streben danach, die glorreiche Ära der Twin-Guitar-Attacken à la Iron Maiden und Racer X wiederzubeleben. Während die Gitarrenarbeit heute technisch brillant ist, vermisst man oft diese mitreißende Feierlichkeit, die viele Bands der 80er Jahre verkörperten.
Die EP "Silver Bullet" reißt nicht nur mit, sondern drückt auch auf die Bremse. In "The Swamp" entführt uns die Band in düstere Sümpfe, während "Cycle of the Werewolf" mit einem kurzen Synth-Zwischenspiel aufwartet. Der Titeltrack "Silver Bullet" hüllt uns in eine Aura des Abenteuers, während die Gitarren das Ohr umschmeicheln.
Alles in allem hinterlässt "Silver Bullet" einen zwiegespaltenen Eindruck. Die Verschmelzung von Death Metal und Shred ist faszinierend, aber die Umsetzung fühlt sich an manchen Stellen etwas unausgegoren an. Die Band schwankt zwischen Genialität und Überambition, was zu einem Ergebnis führt, das sich nicht ganz entscheiden kann, welchen Weg es einschlagen möchte.
Necronomicon Ex Mortis zeigt definitiv Potenzial und einen kreativen Ansatz. Ihr Mut zur Vielfalt und ihre Hommage an die Ära des glorreichen Shreds verdienen Anerkennung. Doch trotz all der großartigen Solos und B-Movie-Texte fühlt sich die EP nicht so zusammenhängend an, wie man es sich gewünscht hätte.
URNE's Album "A Feast On Sorrow" ist eine musikalische Expedition in die Tiefen menschlicher Emotionen. Frontmann Joe Nally, begleitet von Angus Neyra und Schlagzeuger James Cook, schöpft aus persönlichem Schmerz, um ein Werk von intensiver Brutalität zu schaffen. Die Hilfe von Joe Duplantier verleiht dem Album eine weitere Dimension.
Vom gewaltigen Opener "The Flood Came Rushing In" bis zu den epischen 11-minütigen Monumenten "A Stumble Of Words" und "The Longer Goodbye/Where Do The Memories Go?" spiegelt das Album ein zerbrochenes Inneres wider, das sich in einer Kaskade von roher Aggressivität und tiefgründiger Introspektion entlädt.
Die Mischung aus Zerstörung und Befreiung ist ergreifend, während sich die Songs durch düstere Texturen und unerbittliche Riffs winden. Trotzdem fehlt es gelegentlich an der Vielfalt, die das Debüt der Band auszeichnete. "A Feast On Sorrow" ist wie ein unablässiger Sturm, der in seiner Wut und Schwere beeindruckt, aber auch nach mehr Abwechslung verlangt.
Nallys kathartische Reise ist spürbar, und die Texte lassen die tiefen Wunden seiner Seele erkennen. Der Albumtitel ist Programm, denn die düstere Faszination des Leids ist allgegenwärtig. Doch fehlen manchmal die Nuancen und Überraschungen, die ein Album wirklich herausragend machen.
Insgesamt ist "A Feast On Sorrow" ein kraftvolles Album, das in seiner Rohheit und Intensität beeindruckt. Die Dunkelheit, die es einfängt, wird jedoch gelegentlich von repetitiven Strukturen überschattet. Trotzdem ist es eine lohnenswerte Reise in die tiefsten Abgründe menschlicher Emotionen.
Mit "Close Encounters" liefern die Bostoner Schwergewichte KIND nach dem gefeierten Album "Mental Nudge" von 2020 erneut ab. Diesmal präsentieren sie neun Juwelen aus grungigem Stoner-Rock und bluesgeschwängerter Doom-Atmosphäre, verfeinert mit Percussions, Mellotron und Synthesizern. Die eingespielte Rhythmussektion, die mächtigen Riffs und die kraftvollen Vocals versprechen eine intensivere Erfahrung. Werfen wir einen genaueren Blick auf dieses düstere Meisterwerk.
Weiterlesen: Kind - Close Encounters
Wenn zwei mächtige Kräfte der Doom-Szene wie REZN und Vinnum Sabbathi aufeinandertreffen, ist Großes zu erwarten. "Silent Future" entfaltet sich als kosmische Symphonie, bei der sich erdige Riffs mit astralen Klanglandschaften vereinen. Dieses Album ist mehr als eine bloße Sammlung von Songs; es ist eine hypnotische Reise, bei der sich düstere Melodien und schwerelose Texturen miteinander verweben.
Die beiden Bands schaffen eine einzigartige Symbiose aus Chicagoer Atmosphäre und mexikanischem Sci-Fi-Doom. Die tiefen, erdigen Klänge von REZN treffen auf die kosmischen Klangexperimente von Vinnum Sabbathi, und das Ergebnis ist eine klangliche Fusion, die den Hörer in den unendlichen Raum entführt.
"Silent Future" erkundet eine Bandbreite von Stimmungen, von der erhabenen Leichtigkeit bis zur erdrückenden Schwere. Jeder Track fügt sich nahtlos in das Gesamtgefüge ein und trägt zur hypnotischen Atmosphäre bei, die das Album durchdringt. Die Kollaboration von zehn Musikern führt zu einer außergewöhnlichen Kohärenz, bei der jeder Ton seinen Platz findet.
Die Vielfalt der Instrumentierung - von Gitarren und Bass über Synthesizer bis hin zu Saxophon und Flöte - verleiht "Silent Future" eine facettenreiche Textur. Die Tracks verschmelzen zu einem Gesamterlebnis, das den Hörer in einen Sog zieht. Es ist schwer, sich dem Sog dieser Musik zu entziehen, während sie zwischen den Grenzen von Klang und Stille wandert.
Die Tracks wie "Born Into Catatonia" und "Hypersurreal" führen uns durch ein Labyrinth aus Klanglandschaften, in denen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Jeder Song ist wie ein Kapitel in einem Buch, das uns tiefer in die hypnotische Reise zieht. Die Spoken-Word-Einlagen von Manuel Wohlrab geben dem Album eine weitere dimensionale Ebene und verstärken das Gefühl des Eintauchens in eine surreale Welt.
Die Bewertung von 8/10 spiegelt das außergewöhnliche musikalische Erlebnis von "Silent Future" wider. Die Kollaboration von REZN und Vinnum Sabbathi hat eine hypnotische, zusammenhängende Reise geschaffen, die die Grenzen des Doom-Genres sprengt. Dieses Album ist ein Fest für die Sinne und eine Reise für die Seele.
Mit einer Mischung aus altbewährtem Hardcore-Punk und intensivem Metal hat sich PERISCIANS einen Namen gemacht. Ihre neueste Single "Halo", die am 9. August erscheint, setzt diesen innovativen Ansatz fort und fügt dem Metalcore-Genre eine persönliche Note hinzu.
PERISCIANS setzen ihre unverwechselbare musikalische Reise mit "Halo" fort, einem Song, der am 9. August das Licht der Welt erblickt. Schon mit ihrer Debütsingle "Blind By Design" haben sie in diesem Jahr aufhorchen lassen. Ihre Kunst besteht darin, altmodischen Hardcore-Punk mit der Wucht des Metals zu verbinden und so einen klanglichen Angriff zu schaffen, der die Herzen von Extremmusik-Fans höher schlagen lässt.
"Halo" ist ein Beispiel dafür, wie gekonnt die Band verschiedene Genres miteinander verschmilzt. Die Kombination aus Heavy-Rock-ähnlichen Akkordprogressionen, vielschichtigen Gitarren und intensivem Schlagzeug erzeugt einen Sound, der dich in den Bann zieht. Die Songstruktur variiert zwischen rhythmischen Strophen, die ein Wechselspiel aus Licht und Dunkelheit bieten, und kraftvollen, donnernden Refrains, die eine Urgewalt an Schlagzeug und Bass entfesseln. Dabei schweben die Gesangsmelodien über allem, und die Kontraste könnten nicht stärker sein.
PERISCIANS, ansässig in Columbus, Ohio, haben sich im April 2023 mit "Blind By Design" vorgestellt. Sie setzen sich thematisch mit Korruption auseinander und enthüllen, wie die herrschende Klasse Manipulation, Zensur und Fehlinformation einsetzt, um die öffentliche Wahrnehmung zu formen. Ihre Musik spricht Fans von Bands wie GOJIRA, FEAR FACTORY, CURRENTS und TRIVIUM an und fügt gleichzeitig eine frische, eigene Note hinzu.
Mit "Halo" beweisen PERISCIANS erneut ihre Fähigkeit, Musik in einer einzigartigen Weise zu gestalten, die sich nicht auf ein einziges Genre beschränkt. Ihre musikalische Vielfalt und das Streben nach Innovation verdienen zweifellos eine Bewertung von 8/10.
Grandpas Basement präsentiert mit "No Regrets" ein kraftvolles Album, das die perfekte Symbiose aus Heavy Rock und Stoner Rock bildet. Von der ersten Sekunde an nehmen sie den Hörer mit auf eine explosive Reise. Die Songs sind wie ein donnernder Hammerschlag, der die Boxen zum Beben bringt.
Mit "Equality" eröffnen sie das Werk und setzen direkt ein Statement. Der Song packt mit seinen wuchtigen Gitarrenriffs und der kraftvollen Stimme des Sängers. Bei "You're Not As Pretty As You Used To Be" wird der Sound etwas melodischer, aber nicht minder intensiv. Der Titeltrack "No Regrets" vereint eingängige Hooks mit einer unaufhaltsamen Energie, die zum Mitgrölen animiert.
Die Vielfalt von "5 Little Monkeys" bis "Atomic" beeindruckt. Mal präsentiert sich die Band düster und melancholisch, dann wieder mitreißend und explosiv. Dabei zeigen sie, dass sie nicht nur ihre Instrumente beherrschen, sondern auch Songwriting im Blut haben.
"Guide Us" führt uns mit hypnotischen Rhythmen in eine andere Dimension. "Fault" drückt aufs Gaspedal und feuert ein Riffgewitter ab. "Screw You" beendet das Album mit einem lauten Knall.
Einziges Manko: Manchmal geht die Abgrenzung zwischen den Songs etwas verloren, da sie ähnliche Strukturen aufweisen. Dennoch schaffen Grandpas Basement mit "No Regrets" ein beeindruckendes Werk, das mitreißt und eine erfrischende Würze in die Rockszene bringt.
Mit "Oscillating Forest" schafft Tangled Thoughts Of Leaving eine beeindruckende Klangrekonstruktion der australischen Wildnis. Das Album, inspiriert von der Natur und den Jahreszeiten, entfaltet eine intensive und emotionale Atmosphäre. Die Post-Metal- und Instrumental-Rock-Elemente verweben sich zu einem hypnotischen Gesamtkunstwerk. Die einzelnen Stücke fließen nahtlos ineinander und bilden ein kohärentes und fesselndes Hörerlebnis.
Die Band demonstriert ihr virtuoses Können, indem sie sich von traditionellen Songstrukturen löst und stattdessen eine fließende und kraftvolle Komposition erschafft. Gracie Smith und Paul Briggs bringen frische Energie in die Band, die sich in beeindruckenden Improvisationen widerspiegelt. Die Live-Aufnahmen verleihen dem Album Authentizität und eine spürbare Dynamik.
Die detaillierten Klanglandschaften erzeugen eine fesselnde Spannung, die den Hörer in eine faszinierende Reise durch die Natur entführt. "Oscillating Forest" ist ein audiovisuelles Abenteuer, bei dem sich Gefahr und Schönheit in jedem Moment abwechseln.
Die Verwendung von Live-Aufnahmen und die experimentelle Herangehensweise der Band verleihen dem Album eine besondere Eindringlichkeit. Die fesselnde Musik zieht den Hörer immer tiefer in den "Oscillating Forest" hinein, wo man sich in den vielschichtigen Texturen und Klängen verlieren kann.
Tangled Thoughts Of Leaving haben mit "Oscillating Forest" eine außergewöhnliche Leistung erbracht, die das Genre des Post-Metal und Instrumental Rock bereichert. Das Album verdient definitiv eine Bewertung von 8/10 und ist ein Muss für alle Musikliebhaber, die sich auf eine eindringliche und abenteuerliche Klangreise einlassen wollen.
The Ancestry Program haben mit ihrem ambitionierten Werk 'Mysticeti Ambassadors - Part 1' den Grundstein für eine aufregende Fortsetzung gelegt. Die Band erweiterte ihr Line-up und fügte eine Vielzahl neuer Instrumente hinzu, um ihr Konzept von einer bartenlosen Walart, die die Welt retten will, zu vertiefen. Das Album bietet epische Tracks wie 'Path Of Inspiration', 'War Is Over' und 'Maria's Smile', die durch ihre vielschichtigen Arrangements beeindrucken.
Die Stärke von '...Of Silent Mammalia' liegt jedoch auch in der kreativen Verarbeitung moderner Alltagsthemen, die mit eingängigen Melodien und tiefgründigen Texten durchzogen sind. Die abschließende Nummer '... Of Silent Mammalia' rundet das Werk mit einem hypnotischen Finale ab.
Der Gesang von Ben Knabe, unterstützt von den harmonischen Backing Vocals der anderen Bandmitglieder, verleiht dem Album eine besondere Note. Auch die instrumentale Vielfalt, darunter Saxophon, Hornsektion und Geige, fügt sich nahtlos in die Musik ein.
Obwohl '...Of Silent Mammalia' aufgrund der Verzögerungen möglicherweise nicht alle Erwartungen erfüllt, ist es dennoch ein starkes Album. Die musikalische Bandbreite und die engagierte Darbietung der Band verdienen Anerkennung. Es ist ein Werk, das einen in seine Klangwelten entführt und zum Nachdenken anregt.
Insgesamt verdient dieses Album eine solide Bewertung von 7/10. The Ancestry Program haben bewiesen, dass sie sich weiterentwickeln und ihre künstlerische Vision erweitern können. Wir freuen uns bereits auf weitere kreative Abenteuer dieser talentierten Formation.
Mit "Mammoth II" beweist Mammoth WVH, dass sie mehr sind als nur ein "One-Hit-Wonder". Wolfgang Van Halen präsentiert ein Album, das gekonnt die Grenzen des bereits Bekannten sprengt und dabei seinen einzigartigen Stil weiterentwickelt. Die zehn Tracks offenbaren eine beeindruckende Bandbreite von rockigen Openern bis hin zu Beatles-inspirierten Klängen.
Wolfgang hält an seiner bewährten Methode fest, sämtliche Instrumente selbst einzuspielen und den Gesang zu übernehmen. Dabei setzt er auf vielseitige Arrangements und fängt die Zuhörer in einem Wechselbad der Emotionen ein. Songs wie "Like A Pastime", "Take A Bow" und "Waiting" unterscheiden sich zwar klanglich, spiegeln aber zugleich die Identität und Kreativität von Mammoth WVH wider.
Besonders hervorzuheben ist die erste Single-Auskopplung "Another Celebration At The End Of The World", ein mitreißender Rocker, der das Publikum von den Stühlen reißen wird. Das dazugehörige Musikvideo zeigt den selbstironischen Wolfgang, wie er sich von seinen ehemaligen Video-Wolfgangs trennt und eine unglaubliche Live-Band präsentiert.
"Mammoth II" bietet ein reichhaltiges Potpourri aus energiegeladenen Tracks und tiefgründigen Momenten, die den Zuhörer in den Bann ziehen. Es ist erfrischend zu sehen, wie Wolfgang sich stimmlich weiterentwickelt und dabei den Zuhörer in seine musikalische Reise einbindet.
Die eingängigen Hooks und dröhnenden Riffs werden von tiefgründigen Lyrics begleitet, die eine persönliche Note vermitteln. Der Sound ist dynamisch und packend, und die Produktion von Michael "Elvis" Baskette verleiht dem Album eine professionelle Note.
Die "Mammoth II"-Tournee wird zweifellos ein Highlight für Fans, da Wolfgang Van Halen und seine Bandmitglieder das Publikum weltweit begeistern werden. Mit den bereits bestätigten Europa-Tourdaten für 2024, darunter Support-Gigs für Metallica, steht ein Spektakel bevor, das man nicht verpassen sollte.
Insgesamt verdient "Mammoth II" eine starke 8/10 Bewertung. Mammoth WVH beweisen erneut, dass sie zu den aufstrebenden Größen im Rockzirkus gehören und ihre Musikalität gekonnt in die nächste Stufe befördern. Ein Album, das zum Anhören, Genießen und Feiern einlädt!
Mit dem donnernden Druck eines Metal-Hammers und einem Hauch von Old-School-Flair katapultieren uns CHUPACABRA in die Welt des Thrash Metal. Ihr Debüt-EP "Fortified with Ashes" entfesselt einen wütenden Sturm, der mit modernen Produktionswerten geschmiedet wurde. Heather Taylors kraftvolle Vocals durchbrechen die Grenzen, während sie in den Texten toxische Beziehungen, soziale Ungerechtigkeiten und die Wut einer gebrochenen Gesellschaft erkundet. Unterstützt von Nige Savages rasenden Instrumenten und Alex Brents zerschmetterndem Gitarrenspiel, beweisen sie, dass sie die Dosis Adrenalin sind, die dein Leben braucht. Das Album ist eine energiegeladene Hommage an die großen Namen des Genres, aber mit einem einzigartigen, authentischen Twist. CHUPACABRA hat das Zeug, sich einen festen Platz im Thrash Metal Olymp zu erobern. Ein starkes Debüt, das aber noch Raum für weiteres Wachstum lässt.
DUN RINGILL sind keine Unbekannten im düsteren Musikuniversum, und ihr neues Album "150 - Where the Old Gods Play Act 1" beweist, dass sie ihrem musikalischen Abenteuergeist treu bleiben. Die schwedische Band hat sich mit diesem Werk einem wagemutigen Vorhaben gestellt: ein doppeltes Konzeptalbum zu komponieren und gleichzeitig eine packende Geschichte zu erzählen.
Die Nordische Folklore, der Doom und der Progressive Metal vermischen sich in einem faszinierenden Zusammenspiel, das den Hörer in eine Welt voller dunkler, progressiver Visionen entführt. Schon der Opener "Awakening" zieht uns in seinen Bann und signalisiert den Beginn einer emotionalen Reise. Mit kraftvoller Intensität entwickeln sich die einzelnen Songs zu einem beeindruckenden Gesamtwerk.
DUN RINGILL haben ihre Komfortzone verlassen und mit einem neuen Schlagzeuger die Grenzen ihres musikalischen Schaffens erweitert. Das Ergebnis ist ein vibrierendes, kraftvolles und manchmal düsteres Album, das technisch und emotional neue Dimensionen erreicht.
Die Geschichte, die auf einem Drehbuch von Bassist und Haupt-Songwriter Patrik Andersson Winberg sowie Jonas Granath basiert, spielt in Schottland zu Beginn des 20. Jahrhunderts und dreht sich um die Manipulation der Kirche durch einen Priester mit geheimen Absichten. Die Musik und die Lyrics ergänzen sich perfekt und weben ein fesselndes Erlebnis, das den Hörer nicht mehr loslässt.
Mit "150 - Where the Old Gods Play Act 1" ist DUN RINGILL ein mutiger und beeindruckender Schritt gelungen. Das Album lässt uns auf den zweiten Teil der Geschichte gespannt warten, der 2024 veröffentlicht werden soll. Die Gastbeiträge von Per Wiberg und Sara Uneback sowie die exzellente Produktion von Magnus Lindberg runden das Gesamtpaket ab.
Insgesamt bietet uns "150 - Where the Old Gods Play Act 1" eine einzigartige und mitreißende Erfahrung. Obwohl das Album noch Raum für weitere Entwicklungen lässt, ist es ein beeindruckender Schritt in der Evolution von DUN RINGILL. Für Fans von düsterem Progressive Metal und nordischer Folklore ist dieses Album definitiv ein Muss!
Mit ihrem EP "Trouble in Paradise" zündet BIG RED FIRE TRUCK ein klangliches Feuerwerk. Vom 80er-Jahre Synth-Einstieg bis hin zu den sonnendurchfluteten "Hot Summer Nights" entführt die Band die Hörer auf eine Reise durch den Rock-Olymp. "Neon Sunsets" fesselt mit faszinierenden Instrumentals, während "Trouble in Paradise" die Energie entfesselt und mit mitreißenden Rhythmen und kraftvollen Gesangsharmonien punktet.
"Love Bite" und "Miami Skies" setzen auf groovige Klänge und punkige Anthems. In "Psychotropic Thunder" zeigt die Band ihre dunklere Seite mit unheimlichen Klängen und eingängigen Refrains. BIG RED FIRE TRUCK beweisen ihr Können, indem sie ihre Idole wie VAN HALEN und AEROSMITH würdigen und dennoch einen einzigartigen Charakter präsentieren. Eine erfrischende EP, die Rock-Liebhaber nicht verpassen sollten. Trotzdem bleibt Raum für Wachstum und noch mehr Innovation. Insgesamt eine starke 7/10 - "Trouble in Paradise" ist ein wilder Ritt, der die Boxen zum Beben bringt und das Rock'n'Roll-Herz höher schlagen lässt. Keep on rocking!
Leaves In Flames, die junge und ambitionierte Newcomerband aus Mönchengladbach, präsentieren auf ihrer EP "Individuum" eine faszinierende musikalische Reise. Mit einem Mix aus Hard Rock und Alternative beweisen sie ihre vielseitigen Talente und versuchen, eine breite Palette von Stilen zu vereinen.
Die EP startet kraftvoll mit "Silence of the Night", einem klassischen Hard Rock-Stück, das die Energie der Band widerspiegelt. Der Song baut eine starke Atmosphäre auf und zieht den Hörer sofort in seinen Bann. "Between Two Sides" bietet eine gelungene Abwechslung mit einem eingängigen Refrain und emotionalen Texten.
"Secret Little Fantasy" überrascht mit poppigen Klängen und zeigt die experimentelle Seite der Band. Ein Ohrwurm, der sich im Gedächtnis festsetzt. "Rather Be A Dreamer" präsentiert sich als eine Mischung aus Alternativrock und melancholischen Elementen. Hier zeigt die Band ihre Fähigkeit, Stimmungen gekonnt zu transportieren.
"I Don't Want Much" besticht durch seine eingängige Melodie und mitreißende Rhythmen. Der Song lädt zum Mitsingen ein und zeigt, dass Leaves In Flames den Dreh raus haben, eingängige Hooks zu kreieren. Abschließend rundet "I Wonder" die EP ab und fesselt mit tiefgründigen Texten und einem emotionalen Gesang.
Die Stärke von Leaves In Flames liegt zweifellos in ihrer Vielseitigkeit. Jeder Song auf "Individuum" zeigt eine andere Facette der Band und beweist, dass sie sowohl melodische als auch kraftvolle Stücke beherrschen. Die lyrische Tiefe ist bemerkenswert und lässt Raum für Interpretationen.
Die Produktion ist solide und hebt die Stärken der Band hervor, doch gelegentlich könnten die Instrumente etwas präsenter sein, um die volle Energie der Songs zu entfalten.
Alles in allem ist "Individuum" eine beeindruckende EP und ein vielversprechender Einblick in das Potenzial von Leaves In Flames. Obwohl nicht jeder Song die gleiche Strahlkraft hat, schaffen sie es dennoch, den Hörer in ihren Bann zu ziehen und neugierig auf ihre zukünftigen Werke zu machen.
Mit ihrem Debüt-EP "Animus" streben CROWN SOLACE danach, aus den typischen Grenzen des Symphonic Metal auszubrechen. Und das gelingt ihnen teilweise recht gut. Die EP zeigt eine Band, die sich in verschiedenen musikalischen Bereichen ausprobiert und dabei mit Dramatik, epischen Melodien und einer beeindruckenden Kombination aus opernhaften und dämonischen Gesangseinlagen experimentiert.
Der Opener "Inside My Mind" präsentiert eine eher melodische Seite der Band und eröffnet das Potenzial für größere Melodien und orchestrale Arrangements. "Dangerous Eyes" hingegen bietet donnernde Rhythmen und beeindruckende Gesangseinlagen, die das Ohr gefangen nehmen. Besonders hervorzuheben ist hier die Kombination aus der trainierten Sopranstimme von Pete Rawcliffe und den harten Screams von Callum Hutchinson, die gemeinsam eine emotionsgeladene und mitreißende Atmosphäre schaffen.
Die EP erreicht jedoch nicht immer die erhoffte Wirkung. "Animus" zeigt zwar kreative Ideen, verliert sich aber manchmal in zu langen Songstrukturen, die den Hörer aus dem Erlebnis reißen können. "The Sounds That Make Me Feel Alive" bringt zwar eine eindrucksvolle emotionale Note ein, aber sie verliert sich in der Komplexität ihrer Arrangements, sodass die Essenz des Songs etwas untergeht.
Insgesamt ist "Animus" eine anständige EP, die mit viel Energie und Enthusiasmus aufwartet. Die musikalischen Einflüsse von Bands wie NIGHTWISH und EPICA sind spürbar, jedoch suchen CROWN SOLACE noch nach ihrer ganz eigenen Identität. Die EP zeigt vielversprechende Ansätze, aber es gibt noch Raum für Wachstum und Weiterentwicklung.
CROWN SOLACE haben definitiv das Talent und die Leidenschaft, um sich in der Symphonic-Metal-Szene zu etablieren, aber sie müssen noch ein wenig an der Feinabstimmung arbeiten, um ihre einzigartige Note vollständig zu entfalten. "Animus" ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bleibt abzuwarten, wohin die Reise die Band in Zukunft führen wird.
Mit "Cemetery Paths" zeigen The Glorious Dead, dass sie ihr Fundament aus dem Debütalbum gekonnt erweitern. Die Kombination aus Death Metal im alten Geist und neuen Elementen wie Speed, Doom und Melodie verleiht dem Album eine erfrischende Progression. Die Songs sind durchdacht und gut geschrieben, sodass sie im Gedächtnis bleiben. Die musikalische Reise führt durch düstere Landschaften und die tiefe Hingabe der Band zur alten Death Metal-Ära ist spürbar.
Die glanzvolle Kreativität der Band manifestiert sich in "Cemetery Paths" und offenbart eine morbide Faszination für das Grab. Derb und schmutzig, aber dennoch kraftvoll und packend, gelingt es The Glorious Dead, den Hörer auf eine morbide Reise mitzunehmen.
Die Produktion ist solide, und die Kompositionen bieten ein ausgewogenes Verhältnis von Brutalität und Eingängigkeit. Die gespenstische Atmosphäre, die sie durch ihre Musik schaffen, ist beeindruckend. Obwohl das Album nicht perfekt ist und manchmal etwas mehr Innovation wünschenswert wäre, ist "Cemetery Paths" insgesamt ein starker Beweis für das Potenzial der Band.
Hervorzuheben sind Tracks wie "Horizons of Ash" mit seinem peitschenden Rhythmus und den verheerenden Riffs oder das epische "Daylight Graves", das die Hörer in eine düstere Klanglandschaft entführt. "Corpse of the King" punktet mit seinem einprägsamen Refrain, der sich sofort im Ohr festsetzt.
Allerdings gibt es auch Momente, in denen die Songs etwas vorhersehbar wirken und mehr Überraschungspotenzial vertragen könnten. Doch gerade wenn man denkt, das Album bewege sich in sicheren Bahnen, überrascht die Band mit einem unerwarteten Break oder einer kraftvollen Tempowechsel.
Insgesamt verdient "Cemetery Paths" eine solide 7 von 10. The Glorious Dead haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, den Geist des klassischen Death Metal aufleben zu lassen und gleichzeitig ihren eigenen Weg zu gehen. Die Band hat Potenzial, sich weiterzuentwickeln und noch stärker aus der Masse hervorzustechen. Wer sich gerne von düsteren Klängen verzaubern lässt und eine Vorliebe für morbide Themen hat, wird an diesem Album seine Freude haben.
Eaves aktuelles Werk "Fervor" ist eine klangliche Offenbarung, die uns in die Tiefen des atmosphärischen Metals entführt. Seit ihrem letzten Album "Phantoms Made Permanent" hat die Band eine beeindruckende Wandlung durchlaufen, ohne dabei ihren einzigartigen Charakter zu verlieren.
Die Rückkehr der Band nach Connecticut hat sich als Glücksfall erwiesen, denn das Album strahlt eine dringliche Energie aus, die mit jedem Ton spürbar ist. Die Mischung aus berauschender Melodik und schattenhafter Rauheit zieht den Hörer in einen Strudel aus Emotionen, geprägt von Dringlichkeit, Desillusionierung und Widerstandsfähigkeit.
Eave zeigt sich auf "Fervor" experimentierfreudig und vermischt geschickt Elemente aus verschiedenen Musikrichtungen. Diese gewagte Kombination verleiht dem New England Black Metal der Band eine ganz neue Dimension und führt sie in unentdeckte Gebiete.
Das Album wurde von der Band selbst in Connecticut aufgenommen und anschließend von Colin Marston in Queens, New York, gemischt und gemastert. Dadurch entfaltet sich eine faszinierende Klanglandschaft, die die Verbindung zwischen Mensch und Natur auf eindrucksvolle Weise beleuchtet.
Jeder Track auf "Fervor" ist ein einzigartiges Kunstwerk für sich. "Past Pulses" und "Chance is a Spectre" lassen uns in die Abgründe der Vergangenheit und die Spuren des Schicksals eintauchen. "Mirroring" und "Stale Ash" präsentieren uns einen Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit, der uns fesselt. "Bending the Light" und "Shards" überwältigen uns mit ihrer Intensität und Finesse. Abschließend führt uns "Into Perdition" in eine düstere Reise, die noch lange nachklingt.
Obwohl "Fervor" eine beeindruckende Leistung ist, verhindern einige kleine Schwächen eine höhere Wertung. Dennoch ist das Album eine Offenbarung und verdient eine solide 7/10 Bewertung.
Insgesamt ist Eaves "Fervor" ein kraftvolles Album, das die Band als Pioniere im atmosphärischen Metal etabliert. Mit einem Hauch von Experimentierfreude und einer Prise Dunkelheit erzeugen sie eine einzigartige Klanglandschaft, die den Hörer in den Bann zieht. Wenn du auf der Suche nach Musik jenseits des Mainstreams bist, ist dieses Album definitiv einen Versuch wert.
TakaLaiton's erstes Full-Length-Album "Mindfection" schmettert uns mit finnischer Wucht und melodischem Thrash entgegen. Die von Teemu Aalto produzierte Platte zeigt eine riskante, grenzenüberschreitende Attitüde, ganz im Sinne ihres Namens. Die Band mixt schnelle, treibende Energie mit fesselnden Melodien, die sich aus der düsteren und kalten nordischen Umgebung speisen.
"Rip N' Burn", der erste Vorgeschmack auf das Album, startet das Feuerwerk mit brachialer Urgewalt. Die unbändige Energie und die lyrische Wucht, mal auf Finnisch, mal auf Englisch, ziehen uns unaufhaltsam in den Bann. Das Video dazu verspricht ein wahres Moshpit-Fest!
Insgesamt schlagen TakaLaiton mit "Mindfection" eine raue und kompromisslose Richtung ein. Doch trotz ihrer zornigen Botschaften findet die Band den Raum für herzergreifende Melodien, die dem Hörer im Gedächtnis bleiben. Die verschiedenen Einflüsse von Pantera, Slipknot und Testament sind unverkennbar, doch TakaLaiton schaffen es, ihre eigene Identität zu wahren.
Songs wie "Hopeareunus" und "Destination... Termination" entfesseln eine düstere Atmosphäre, die mitreißen und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. "Mies Miestä Vastaan" zeigt die Vielseitigkeit der Band, die von brachialen Riffs zu eingängigen Passagen wechselt.
Allerdings offenbart sich auch ein gewisses Manko: Manche Tracks verlieren sich in der Monotonie und könnten mehr Abwechslung vertragen. Obwohl das Album mit seinen knapp 42 Minuten insgesamt gut in der Hand liegt, vermisst man dennoch den einen oder anderen überraschenden Moment.
Fazit: "Mindfection" ist ein solides Debüt, das die Wucht des nordischen Thrashs in die Welt trägt. TakaLaiton zeigen eine Menge Potenzial, doch fehlt es noch am letzten Schliff. Für Fans von kompromisslosen Rhythmen und melodischen Ausbrüchen definitiv hörenswert, auch wenn die Platte nicht ganz die Höchstwertung erreicht. Wir sind gespannt, wie sich die finnischen Thrasher weiterentwickeln werden!
Mit "News From The Invisible World" legen The Fierce and The Dead ein kühnes Werk vor, das in 5 Jahren entstand und ihren kreativen Geist widerspiegelt. Das Album zeigt ihre Vielseitigkeit, wenn sie sich durch Pschedelic, Stoner, Prog, Post Rock, Shoegaze und Metal Gefilde bewegen.
Erstmals inkludieren sie Gesang, der dem Ganzen eine neue Dimension verleiht. Kevin Feazey's Stimme fügt sich nahtlos in die Klanglandschaft ein und eröffnet neue Möglichkeiten für die Band. Die Einflüsse der Mitglieder reichen von Mercury Rev über Flaming Lips bis hin zu Carcass und Napalm Death, was zu einem spannenden und unkonventionellen Mix führt.
"News From The Invisible World" ist eine Reise in verschiedene Klangwelten, die den Hörer auf eine beispiellose musikalische Expedition mitnimmt. Obwohl das Album einige Zeit in Anspruch nahm und es gesundheitliche Herausforderungen gab, strahlt es eine spielerische Energie aus, die ansteckend ist. Die Kombination aus instrumentalen Passagen und fesselnden Gesangsparts sorgt für ein faszinierendes Hörerlebnis. Tracks wie "Shake The Jar" und "What A Time To Be Alive" reißen mit ihren Rhythmen und Melodien mit, während "Photogenic Love" und "Nostalgia Now" eine ruhigere, nachdenkliche Seite der Band zeigen. Die Gäste Matt Jones, Tom Hunt und Terry Edwards tragen zur Vielschichtigkeit der Platte bei und bereichern die Songs um interessante Klangfarben.
"News From The Invisible World" ist ein Album, das man immer wieder hören kann, um neue Nuancen zu entdecken. The Fierce and The Dead haben es geschafft, ihre musikalische Reise auf ein neues Level zu heben und liefern eine lebendige, genreübergreifende Platte, die definitiv ihre experimentelle Seite zeigt. Der einzige Wermutstropfen ist die Wartezeit von 5 Jahren, aber dieses Album ist definitiv die Geduld wert. Eine glatte 8/10 Bewertung - und die Vorfreude auf ihre kommende Tour im Jahr 2024 ist jetzt schon groß!
Die 2017 von den Gitarristen Alexy Khoury und Jeremy Pringsheim in London gegründete Band LOKUST schlägt mit ihrem Debütalbum "Infidel" ein neues Kapitel in der modernen Metal-Landschaft auf. Bereits mit den Instrumental-Demos, allen voran "Guiltless", sorgten sie für Furore, und das finale Line-Up mit dem charismatischen Sänger Alex da Costa ließ keine Wünsche offen.
"Infidel" ist ein kreativer Sturm aus Wut und Energie, der die Hörer mit pummelnden Drums, rasiermesserscharfen Gitarrenriffs und bedrohlich-bösartigem Gesang mitreißt. LOKUST haben sich bewusst dem Spannungsfeld zwischen altbewährten Metal-Elementen und modernen, technischen Facetten verschrieben. In den 11 Tracks des Albums zeigt sich eine komplexe musikalische Reise, die auch Raum für Momente der Introspektion und Emotionalität lässt.
Die Produktion ist kraftvoll, verleiht dem Album aber auch die nötige Rohheit und Erdigkeit. In Songs wie "The Sin of Doubt" oder "Vilified" entfesseln LOKUST ihre kompromisslose Energie, während "Anima" und "Eradication One" durch interessante Klangstrukturen überraschen.
Auch wenn "Infidel" als Gesamtwerk überzeugt, vermisst man mitunter etwas die absolute Einzigartigkeit und den letzten Schliff. Die Band betont zwar ihre Hingabe zu Imperfektion und roher Ausdruckskraft, dennoch wäre ein bisschen mehr Innovation wünschenswert gewesen.
Trotzdem haben LOKUST mit "Infidel" ein kraftvolles Statement gesetzt und ihre Position in der UK-Metalszene gefestigt. Das Album ist eine geballte Ladung Wut und Melodie, die in jedem Metalcore-Herzen Anklang finden wird. Die Zukunft verspricht viel Potenzial und Weiterentwicklung für diese vielversprechende Band. Also haltet die Augen und Ohren offen - LOKUST sind definitiv ein Name, den man sich merken sollte!