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THUNDER HORSE präsentieren mit "After The Fall" ein kraftvolles Album, das sich schwer in eine Genre-Schublade stecken lässt. Doom, Psychedelic, Okkultismus und klassischer Rock verschmelzen zu einem mitreißenden Klangteppich. Das dritte Studioalbum zeigt die Band in Bestform: düsterer, schärfer und stärker denn je.
Von den brodelnden Klängen des frühen Black Sabbath über die mächtige Gitarrenwand à la Deep Purple und Mountain bis hin zur fesselnden Psychedelik von Pink Floyd - THUNDER HORSE zaubern ein mitreißendes Hörerlebnis. "After The Fall" markiert einen Wendepunkt und wird die Anhängerschaft im Underground-Doom-Szenario weiter vergrößern.
Die treibende Kraft hinter THUNDER HORSE ist Sänger und Gitarrist Stephen Bishop, bekannt durch seine Zeit als Frontmann von Pitbull Daycare. Zusammen mit T.C. Connally, dem Lead-Gitarristen und Mitgründer von Pitbull Daycare, teilt er die Leidenschaft für schweren, intensiven Sound. Die beiden lassen sich von legendären Musikern der späten 60er und 70er Jahre inspirieren, wie Roger Waters, Michael Schenker, Toni Iommi und Robin Trower.
Die Band veröffentlichte ihr selbstbetiteltes Debütalbum mit großartigen Kritiken. "Thunder Horse zieht den Hörer schnell in dunkle Atmosphären und beeindruckt mit gewichtigen Tönen" (The Obelisk). Ihr Debüt stieg drei Monate in Folge in die Top 20 der Doom Charts ein und erreichte im Dezember 2018 Platz 12 sowie Platz 63 in den Top 100 Doom Chart-Alben. Ihr zweites Album "Chosen One" wurde im März 2021 von Ripple Music veröffentlicht und stieg auf Platz 2 der Doom Charts ein.
THUNDER HORSE bietet auch live ein intensives Erlebnis. Mit Video-Projektionen und Quadrophonie erinnern ihre Shows an die großen Rockkonzerte der 70er Jahre. Als stolze Orange Amplifiers-Botschafter liefern sie dem Publikum einen gewaltigen Sound - ein absolutes Muss sowohl klanglich als auch visuell!
Saint Agnes' Album "Bloodsuckers" ist ein kraftvolles und engagiertes Werk aus dem Vereinigten Königreich. Die vierköpfige Band zeigt sich mit ehrlichen Texten und intensiven Gesangsleistungen (von Kitty A. Austen) sowie einer wütenden Musik, die denen eine Stimme verleiht, die am Rand stehen.
Als Band und Gang zugleich, stärkt Saint Agnes jene, die mit Schlägen gezeichnet sind, aber sich weigern, aufzugeben. Diese Energie durchzieht 'Bloodsuckers' tief – das erste Album der Band für Spinefarm und der Nachfolger von 'Welcome To Silvertown' aus dem Jahr 2019, das auf dem eigenen Label veröffentlicht wurde.
Neben '...Silvertown' hat Saint Agnes zahlreiche Singles, Videos und EPs veröffentlicht, Headliner-Touren in Großbritannien und Europa absolviert und an einer Vielzahl von Festivals wie Download, 2000 Trees, Isle of Wight und Kendal Calling teilgenommen. Doch erst 2023 haben sie ihre volle Kraft entfaltet. Mit einer europäischen Tournee im Frühling und Sommer zusammen mit Monster Magnet, dem neuen Bassisten Ryan Brown (ersetzt Ben Chernett) haben sie nun definiert, was es bedeutet, ein vollwertiges Mitglied der Death or Glory Gang zu sein.
Eines ist sicher: Es hat nichts mit Regeln zu tun oder sich sicher zu verhalten.
Von der Titelnummer (auch die Leadsingle und ein Video) an, ist 'Bloodsuckers' ein Genre-übergreifendes Werk, das Elemente aus Metal, Punk, Industrial und Grunge vereint, ohne sich an einen spezifischen Stil zu binden. Die 11 Tracks stammen größtenteils aus eigener Produktion und Mischung (NIN-Mitarbeiter Sean Beavan steuerte Produktion und Mischung für die kommende Single 'Follow You' bei). Diese eigenständige Herangehensweise verleiht dem Album zusätzliche emotionale Tiefe. Die Doom Trap Provokateurin und Kerrang! Coverkünstlerin Mimi Barks steuert zum Chaos des energiegeladenen Tracks 'Body Bag' bei.
'Bloodsuckers' entstand in den Monaten nach dem unerwarteten und tragischen Tod von Kittys Mutter und erforscht verschiedene Themen wie psychische Erkrankungen, aufgestaute Wut, unsterbliche Liebe und natürlich Trauer. Vom thrashigen Howl in die Nacht, der 'Bloodsuckers' eröffnet, bis zur zerbrochenen Ballade 'This Is Not The End', die eine ergreifende Reflexion von Kittys noch immer starken Emotionen darstellt, wird hier ein Aufruf an alle Außenseiterinnen und Außenseiter gerichtet.
Kitty sagt abschließend: "Das Erschaffen dieses Albums gab mir einen Grund, aufzustehen, als ich wirklich nicht sicher war, ob ich das könnte. Ich habe versucht, alles, was ich gefühlt habe, hineinzulegen: den Schmerz, die Wut, die Trauer und sogar die unerwarteten Momente von Schönheit und Glauben. Ich hoffe, es lässt dich dich weniger allein fühlen. Ich hoffe, es lässt dich größer, stärker und mutiger fühlen. Wir mögen beschädigt sein, aber das bedeutet nicht, dass wir wertlos sind. Dies ist eine Platte für die Besiegten, die Zerbrochenen. Wir mögen gebrochen sein, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht ganz sind. Bloodsuckers für immer, Saint Agnes für immer."
DDENTs neueste EP "Ex Auditu (Teil 2)" ist ein kraftvolles Werk der Instrumental-Post-Metal-Kunst. Im Kontrast zum ersten Teil erkundet sie die Themen Staunen und Schöpfung durch die Natur auf düstere und metallische Weise. Die Kombination aus Louis Lamberts meisterhafter Komposition und Ausführung sowie der eindringlichen Violine von Jun-Gui Kwon in "La Nuit Transforme" erzeugt eine beeindruckende Atmosphäre. Die drei weiteren Tracks, "Océans de Mazout", "Mains sans Lumières" und "Sans Existences", setzen diese fesselnde Reise fort. Das Album ist meisterhaft gemischt und gemastert, wodurch die Komplexität und Tiefe der Musik hervorstechen. Die Kunst von Sophie Ejzenberg und die Titel von Guillaume Ossamot ergänzen das Gesamtkonzept perfekt.
DDENT, bestehend aus Louis Lambert und Marc Le Saux, hat erneut bewiesen, dass sie wahre Klangalchimisten sind. Die EP knüpft an ihr früheres Werk an und zeigt die Entwicklung der Band. Sie verwebt literarische und philosophische Einflüsse nahtlos in ihre Musik und erzeugt so eine spirituelle und sinnliche Reise für die Hörer.
"Ex Auditu (Teil 2)" erhält eine Wertung von 8/10, da sie trotz ihrer Kürze eine faszinierende und emotionale Erfahrung bietet. Die Musik von DDENT ist eine einzigartige Entdeckung, die Metal- und Post-Rock-Enthusiasten gleichermaßen ansprechen wird. Das Album ist ein weiterer Höhepunkt in der beeindruckenden Diskographie der Band und lässt auf zukünftige Meisterwerke hoffen. Ein absolutes Muss für Liebhaber von anspruchsvoller, atmosphärischer Instrumentalmusik.
Infernalische Musikliebhaber aufgepasst! Akercocke liefert mit "Decades of Devil Worship" ein höllisches Live-Erlebnis. Die schaurige Blackened Death Metal-Show, aufgenommen im Londoner Underworld 2007, beeindruckt mit brutaler Energie. Der Teufel höchstpersönlich bekommt Liebeslieder zelebriert, als die Band Tracks von ihren Klassikeralben "Rape of the Bastard Nazarene" und "The Goat of Mendes" performt. Düstere Rituale und profane Klänge verschmelzen zu einem vielseitigen Höllentrip.
Die smart gekleideten Musiker aus London brachen Ende der 90er Jahre auf die Metal-Bühne und fesselten mit ihrem einfallsreichen Mix aus Death, Black und Progressive Metal. Britische Fans liebten ihr Debütalbum "Rape Of The Bastard Nazarene". Nach dem hochgelobten "The Goat of Mendes" schien Akercocke unaufhaltsam, doch 2007 endete vorerst ihr erstes Kapitel. Eine fast ein Jahrzehnt lange Pause folgte, bis sie 2017 mit "Renaissance in Extremis" triumphal zurückkehrten.
Akercockes "Decades of Devil Worship" bietet eine satanische Show, die mit ihrer Energie und Vielseitigkeit beeindruckt. Doch nicht jeder wird von infernalischem Metal begeistert sein. Wer sich jedoch auf das Ritual einlässt, erlebt eine teuflisch gute Zeit!
Mit "Morgöth Tales" präsentiert uns die kanadische Band VOIVOD ein besonderes Jubiläumsalbum. Auf 40 Jahre Weltraumerkundung wird zurückgeblickt, und das Ergebnis ist eine gelungene Mischung aus frischen Studioaufnahmen und einer neuen, mitreißenden Titelnummer.
Das Album beinhaltet neun sorgfältig ausgewählte Songs aus ihrer beeindruckenden, vielfältigen Diskographie zwischen 1984 und 2003, die von der aktuellen Besetzung der Band in neuem Glanz erstrahlen. Dabei schaffen es VOIVOD mühelos, uns von thrash-punkigen Klängen über progressiven Metal bis hin zu experimenteller Musik zu führen.
Besonders erwähnenswert sind die mitreißenden Neuinterpretationen von Klassikern wie "Condemned To The Gallows" und "Thrashing Rage", die uns in das Zeitalter des Metal zurückversetzen, als diese Songs erstmals veröffentlicht wurden.
Höhepunkte des Albums sind zweifellos die Kooperationen mit E-Force und Jason Newsted auf den Songs "Rise" und "Rebel Robot". Die einzigartigen Kollaborationen verleihen dem Album eine zusätzliche Dynamik und bieten den Fans ein wahres Fest der Klangvielfalt.
Die Titelnummer "Morgöth Tales" ist eine willkommene Ergänzung und zeigt die experimentelle Seite der Band in ihrer ganzen Pracht. Der Song nimmt uns mit auf eine intergalaktische Reise, bei der wir in die unergründlichen Tiefen der Musik von VOIVOD eintauchen können.
Die Band hat sich in bester Form präsentiert, und die Produktion ist tadellos. Man spürt förmlich die Energie und den Spaß, den Chewy, Rocky, Snake und "Away" beim Aufnehmen hatten. Die musikalische Reise von "Morgöth Tales" ist definitiv ein Erlebnis, dem man sich nicht entziehen kann.
Als Fazit können wir sagen: "All aboard and ready for take off!" VOIVOD beweisen erneut ihre außergewöhnliche Fähigkeit, das Universum des Metal zu erforschen und gleichzeitig frisch und innovativ zu klingen. "Morgöth Tales" ist ein beeindruckender Tribut an 40 Jahre Musikgeschichte, der die Fans begeistern wird.
Die Reise durch die düsteren Gefilde von NUCLEAR WINTERs neuem Album "Seagrave" entfaltet einen kraftvollen Klangteppich. Gary Stautmeister kombiniert donnernde schwere Rhythmen mit geisterhaften Chören und dynamischen elektronischen Texturen. Es ist keine bloße Aggression, sondern ein Schritt nach vorn mit epischer Dimension. Von "The Glimmering Landscape" bis "Black Waters" erzählt das Album von hoffnungslosen Orten, verpassten Chancen, Frustration und Nostalgie. Trotz düsterer Themen bietet es eine seltsame Ruhe und reißt mit seiner cinematischen Vielfalt mit. Insgesamt eine starke Leistung von NUCLEAR WINTER, die mit einem Augenzwinkern beweist, dass selbst düstere Reisen ihren besonderen Reiz haben.
Über NUCLEAR WINTER:
Aus Zimbabwe stammend, gründete Gary Stautmeister NUCLEAR WINTER im Jahr 2013 und veröffentlichte im selben Jahr die EP "The Void". Das melodisch/industrielle Death-Metal-Projekt lässt sich von Bands wie FLESHGOD APOCALYPSE, WINTERSUN, RAMMSTEIN und LORNA SHORE inspirieren und verbindet druckvollen Metal geschickt mit elektronischen Elementen. Das neue Album zeigt eine Weiterentwicklung des Projekts hin zu cineastischen Klangwelten. NUCLEAR WINTER, bestehend aus Gary Stautmeister (Musik/Gesang/Produktion/Artwork), liefert harten Metal mit einer beeindruckenden Fusion aus Stilen.
A LIGHT WITHIN haben mit "Terraform" wirklich einen Volltreffer gelandet. Die Jungs aus Kansas City haben einen Song geschaffen, der sich durch seine einzigartige Mischung aus progressiven Elementen und verzerrtem Sound auszeichnet. Man könnte fast sagen, es ist eine Art "Kontrapunkt des Metals".
Die Musik ist eine fesselnde Reise durch gegensätzliche Stimmungen, die uns mal sanft in Melodien wiegen und dann wieder mit kraftvollem Schlagzeug und dröhnenden Gitarren umhauen. Die Stimme von Kyle Brandt ist dabei wie das Herzstück, das uns durch das Labyrinth der musikalischen Landschaft führt.
Was den Song wirklich von anderen abhebt, sind die ehrlichen und unverblümten Texte. Normalerweise ist Kyle eher metaphorisch in seinen Texten, aber hier hat er einen direkten Schlag gelandet. Die Botschaft, dass wir alle unsere eigenen Süchte haben und es nie zu spät ist, unser Leben in etwas Besseres zu verwandeln, ist kraftvoll und inspirierend.
Ein wenig Humor kann man bei A LIGHT WITHIN auch entdecken. Es ist, als ob sie sagen würden: "Hey, wir können tiefsinnig sein, aber wir nehmen uns selbst nicht zu ernst." Und das ist erfrischend.
Das einzige, was mir ein wenig fehlt, ist die Vielfalt in der Songstruktur. Obwohl der Song in seinen Emotionen auf und ab geht, hätte ich mir gewünscht, dass sie noch etwas mutiger in ihren Arrangements wären.
Insgesamt ist "Terraform" jedoch ein beeindruckendes Stück Musik, das Lust auf mehr macht. Ich freue mich schon darauf, wie A LIGHT WITHIN ihre kreative Reise in einem bald erscheinenden Album fortsetzen werden. Ein definitiver Geheimtipp für alle, die nach etwas Neuem und Aufregendem suchen.
An diesem dritten und letzten Tag des Festivals traten verschiedene Progressive-Rock-Bands auf. Die ukrainische Band Karfagen eröffnete den Tag mit einem teilweise symphonischen Neo-Prog und sorgte mit ihrem Auftritt für Begeisterung. Die italienische Band Mad Fellaz präsentierte eine Mischung aus Fusion, Acid Jazz und Funk und sorgte mit ihrer großartigen Live-Musik für gute Stimmung. Die norwegische Band OAK spielte ruhigen, melancholischen New Art Rock und begeisterte vor allem die norwegische Fraktion im Publikum. Die Münchner Band Panzerballett, bekannt für ihren virtuosen Jazz-Metal, trat mit dem Schlagzeuger Virgil Donati auf und interpretierte den Track "Ode an die Freude" auf herrlich schräge Weise. Die französische Band Esthesis präsentierte phantastischen Retro-Prog mit leichten Post-Rock- und Fusion-Einflüssen. Die schwedische Prog-Metal-Band Soen begeisterte das Publikum mit ihrem ambitionierten und energiegeladenen Auftritt. Als abschließender Act trat die norwegische Band Leprous auf und überzeugte mit ihrem energetischen Set, wobei der außergewöhnliche Gesang von Einar Solberg herausragte. Trotz einiger unterschiedlicher Geschmäcker war Leprous ein würdiger Abschluss für das Festival.
Der dritte Tag der XVI. Night of the Prog im Amphitheater Loreley war ein weiterer, wahrer Höhepunkt für Progressive-Rock-Fans. An diesem sonnigen Tag fanden sich Tausende von Musikliebhabern zusammen, um die verschiedenen Bands zu erleben und sich von den Klängen der Prog-Musik verzaubern zu lassen. Mit einem abwechslungsreichen Line-Up bot das Festival für jeden etwas.
Der Tag begann mit der ukrainischen Band KARFAGEN, die mit ihrem teilweise symphonischen Neo-Prog das Publikum sofort begeisterte. Die Band zeigte eine beeindruckende instrumentale Leistung und wurde von zwei talentierten Background-Sängerinnen unterstützt. Doch neben der musikalischen Darbietung gab es auch einen Wermutstropfen. Statt für eine Wohltätigkeitsorganisation aufzurufen, bat die Band um Spenden für die ukrainische Armee. Dies stand im Widerspruch zum vertretenen Charity-Projekt Warchild und war für einige Besucher ein persönliches Manko.
Als nächstes betraten die italienischen MAD FELLAZ die Bühne und brachten mit ihrer Mischung aus Fusion, Acid Jazz und Funk eine ganz andere Atmosphäre in das Amphitheater. Die großartige Live-Musik war sogar tanzbar. Die Band und der grandiose Sänger sorgten für eine tolle Stimmung und räumten richtig ab. Allerdings wurde von einigen Besuchern angemerkt, dass dieser Auftritt nicht proggy genug war. Dennoch waren die Mad Fellaz definitiv ein Highlight des Tages.
Mit OAK folgte eine norwegische Band, die bereits zum wiederholten Mal beim Night of the Prog auftrat. Sie präsentierten kühlen, ruhigen und melancholischen New Art Rock, der vor allem die große Norweger-Fraktion im Publikum begeisterte. Die Bandmitglieder zeigten eine beeindruckende Spielfreude und sorgten für eine berührende Darbietung.
Ein besonderer Moment des Tages war zweifellos der Auftritt von PANZERBALLETT. Die Münchner Band gilt als Frickelweltmeister und spielt virtuosen Jazz-Metal. Mit ihrem einzigartigen Stil interpretierten sie sogar Beethovens "Ode an die Freude" auf herrlich schräge Weise. Panzerballett präsentierten eine Mischung aus bisher unveröffentlichtem Material und ihren "Evergreens". Die Band begeisterte mit ihrer technischen Brillanz, obwohl ihre Musik nicht bei allen Besuchern Anklang fand. Doch genau diese Vielfalt und die unterschiedlichen Reaktionen machen Festivals wie die Night of the Prog so spannend.
ESTHESIS aus Frankreich präsentierten anschließend phantastischen Retro-Prog mit leichten Post-Rock- und Fusion-Einflüssen. Die Bandmitglieder hatten sichtlich Spaß auf der Bühne und überzeugten mit ihrer wahren Spielfreude. Besonders bemerkenswert war der Moment, als der ehemalige Gitarrist für zwei Songs auf die Bühne geholt wurde. Esthesis bewiesen, dass sie definitiv eine Band sind, die man im Auge behalten sollte.
Als Co-Headliner betraten die schwedischen Prog-Metaler von SOEN die Bühne und präsentierten einen ambitionierten und energiegeladenen Auftritt. Die Band interagierte sowohl mit dem Publikum als auch untereinander und sorgte mit schönen Singalong-Parts für eine mitreißende Atmosphäre. Einige Besucher hatten den Wunsch, den neuen Track "Unbreakable" zu hören, doch dieser wurde auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen und dann doch nicht erfüllt. Dennoch war der Auftritt von Soen eine wahre Freude, auch wenn er überraschend 20 Minuten früher als geplant endete.
Schließlich war es an der Zeit für den abschließenden Act des Festivals, die norwegische Band LEPROUS. Mit einem energetischen Auftritt betraten sie die Bühne und präsentierten ein Set, das härter als der vorherige Auftritt von Soen war. Der außergewöhnliche Gesang von Einar Solberg war ein Genuss für die Ohren und sorgte für Gänsehautmomente. Leprous waren ein amtlicher Closer für das Festival, auch wenn ihre Musik für einige Besucher zu hart war.









Insgesamt war die XVI. Night of the Prog ein gelungenes Festival, das eine breite Palette an Progressive-Rock-Bands präsentierte. Jede Band brachte ihren eigenen Stil und ihre eigene Energie mit, und das Publikum konnte die Vielfalt des Genres in vollen Zügen genießen. Obwohl nicht jede Band den Geschmack aller Besucher traf, war die Stimmung doch durchweg positiv und die Begeisterung für die Musik spürbar. Die Night of the Prog bewies erneut, dass sie zu den führenden Festivals für Progressive-Rock-Musik gehört und auch in Zukunft ein absolutes Muss für Fans sein wird.
Das XVI. Night Of The Prog Festival fand im Amphitheater Loreley statt und bot eine aufregende Mischung aus progressiver und alternativer Musik. Die Bands Aëdon, Fuchs, Venus Principle, Franck Carducci & The Fantastic Squad, Wishbone Ash und The Musical Box sorgten für ein unterhaltsames Programm voller Energie und musikalischer Vielfalt. Von der melancholischen Atmosphäre von Aëdon bis hin zur extravaganten Show von Franck Carducci gab es für jeden Musikliebhaber etwas zu entdecken. Höhepunkt des Abends war die beeindruckende Aufführung von The Musical Box, die die legendäre Genesis-Show "The Lamb Lies Down On Broadway" in all ihrer Pracht zum Leben erweckten.
Der XVI. Night Of The Prog brachte am zweiten Festivaltag die Loreley zum Beben. Die Musikliebhaber strömten am 15.07.2023 in das Amphitheater, um sich von den Klängen der Progrock-Bands verzaubern zu lassen. Der Einlass begann um 14:15 Uhr, und pünktlich um 15:00 Uhr eröffnete Aëdon den Reigen.
AEDON, eine Band, die irgendwo zwischen Alternative und Progressive anzusiedeln ist, begeisterte das Publikum mit ihrer Energie, Leichtigkeit und Melancholie. Ihre Musik war wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Überraschende Akkordwechsel, dreistimmiger Gesang und abwechslungsreiche Songs fesselten die Zuhörer. Man konnte förmlich spüren, wie die tragische Geschichte der Göttin Aedon aus der griechischen Mythologie in den Melodien widerhallte. Obwohl der Bandname "Nachtigall" bedeutet, konnte man von einem Gesangswettbewerb mit den Vögeln noch nicht sprechen. Aber hey, sie hatten ja auch erst den Anfang gemacht!
Als nächstes betrat FUCHS die Bühne. Nein, nicht der pelzige Waldbewohner, sondern das Projekt des Multiinstrumentalisten Hans-Jürgen Fuchs. In den letzten zehn Jahren hatte er sich zur festen Größe der deutschen Progrock-Szene entwickelt. Mit ihrem Album "Too Much, Too Many", das pünktlich zur Night Of The Prog veröffentlicht wurde, präsentierten sie eine energetische und unterhaltsame Show. Es ist faszinierend zu sehen, wie Hans-Jürgen Fuchs seine musikalischen Geschichten erzählt und dabei verschiedene Stimmungen und Akkordbewegungen einbezieht. Die Live-Besetzung der Band war fantastisch und sorgte für beste Spiellaune und jede Menge Entertainment.
VENUS PRINCIPLE, bestehend aus ehemaligen Mitgliedern von CRIPPLED BLACK PHOENIX, begeisterten das Publikum mit ihrem dunklen, melodischen Art-Rock. Ihr Debütalbum "Stand in Your Light" ist ein Werk der Liebe und offenbart die reife Erfahrung der beteiligten Musiker. Die Musik von VENUS PRINCIPLE ist geprägt von Schmerz und Dunkelheit, aber auch von zarten Momenten der Hoffnung und Wärme. Die Band fügt ihrem klassischen Rock eigene Zutaten hinzu und schafft damit ein einzigartiges Klangerlebnis. Der Auftritt von VENUS PRINCIPLE war ein emotionaler Höhepunkt des Abends.
FRANCK CARDUCCI & THE FANTASTIC SQUAD brachten anschließend den Prog'n'Roll-Zirkus auf die Bühne. Mit Kostümen, Make-up und einer Prise Wahnsinn eroberten sie die Herzen des Publikums. Die Bandmitglieder verkörperten verschiedene Seiten der Musik von Franck Carducci, und man konnte nicht anders, als sich von ihrer Show mitreißen zu lassen. Es war eine Mischung aus Genesis, Alice Cooper, David Bowie und einem Hauch von Wahnsinn. Wer braucht schon logische Erklärungen, wenn man von einem 12-saitigen Gitarren-Hals zu einer Bassgitarre wechseln kann? Es war ein musikalisches Feuerwerk, das die Zuschauer bis zum letzten Ton gefangen hielt.
Und dann kam der Höhepunkt des Abends: WISHBONE ASH! Die Band, die schon 1969 in London gegründet wurde, war eine wahre Legende des Progressive Rock. Ihr unverwechselbarer Sound und ihre Melodien hatten die Zuhörer über die Jahre hinweg begeistert. Sie experimentierten mit verschiedenen Genres und schafften es immer, ihre Fans zu überraschen. Mit den Twin Lead Guitars und der energiegeladenen Performance zogen sie das Publikum in ihren Bann. Die "alten" Herren hatten sichtlich viel Spaß auf der Bühne und brachten eine wahnsinnige Energie mit. Es war ein rockiger Fast-Abschluss des Abends, der das Publikum begeisterte und zum Abrocken brachte.
Zu guter Letzt war es Zeit für THE MUSICAL BOX, die kanadische Band, die die legendäre Genesis-Show "The Lamb Lies Down On Broadway" originalgetreu nachstellt. Es war die ultimative Chance für die Genesis-Fans, diese einzigartige Show live zu erleben. Obwohl die Stimme von Denis Gagné nicht mehr ganz an Peter Gabriel heranreichte, war die Performance dennoch beeindruckend. Das Publikum wurde in die Welt von Genesis entführt und konnte sich kaum von der Bühne losreißen. Es war ein spektakulärer Abschluss des Festivaltages und ließ die Herzen der Fans höher schlagen.
Insgesamt war der zweite Tag des XVI. Night Of The Prog ein großartiger Festivaltag mit einer gelungenen Auswahl an Bands. Jeder Auftritt hatte seinen eigenen Charme und bot eine musikalische Reise durch verschiedene Stile und Genres. Das Amphitheater Loreley war der perfekte Veranstaltungsort für dieses außergewöhnliche Ereignis. Musikliebhaber wurden mit einer Vielfalt an Klängen und Emotionen belohnt und konnten unvergessliche Auftritte erleben. Es war ein Tag voller Prog-Rock, guter Stimmung und unvergesslicher Erlebnisse.