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Die XVI. Night Of The Prog im Amphitheater Loreley begeisterte das Publikum mit einer Vielzahl von Bands und beeindruckenden Auftritten. Der Freitagabend begann mit "Time Shift Accident", die mit ihrem jazzigen Fusion-Sound das Publikum mitrissen. Danach lieferte "Abel Ganz" aus Schottland erstklassigen Neo-Prog mit Elementen von Fusion Jazz und Metal. Die schwedische Band "Agusa" begeisterte mit ihrem rein instrumentalen, psychedelischen Krautrock. Anneke van Giersbergen überzeugte trotz des Ausfalls ihrer Begleitband mit einem vielseitigen Set aus eigenen Songs, Coversongs und einem Kate Bush Set. Die Retro/Neo-Prog-Band "Cyan" verzauberte das Publikum, trotz einiger technischer Probleme, mit ihrer Musik. Schlagzeuger Nick Mason von Pink Floyd begeisterte mit einem Set voller Songs aus der frühen Pink Floyd Ära und unterhielt das Publikum mit Anekdoten zur Bandgeschichte. Das Festival verspricht auch an den kommenden Tagen ein musikalisches Highlight zu werden.
Die XVI. Night Of The Prog im wunderschönen Amphitheater Loreley hat die Rockfans in ihren Bann gezogen und für musikalische Ekstase gesorgt. Am ersten Festivaltag konnte man den Konzertbesuchern förmlich ansehen, wie sehr sie es genossen, von 14:15 Uhr bis tief in die Nacht mit grandioser Musik beschallt zu werden. Winfried Völklein, der Veranstalter, hat wieder einmal bewiesen, dass er ein Näschen für grandiose Festivalopener hat. Dieses Mal eröffnete "Time Shift Accident" den Reigen und versetzte das Publikum mit ihrem jazzigen Fusion-Sound inklusive Santana-Einschlägen in eine tanzende Trance. Es war das perfekte Warm-up, um die Gehörgänge auf Hochtouren zu bringen.
Nach einer viertelstündigen Umbaupause ging es weiter mit "Abel Ganz" aus dem musikalischen Mekka Schottland. Die Jungs zeigten, dass schottischer Neo-Prog definitiv eine Menge zu bieten hat. Mit ihrer Fusion aus Fusion Jazz, Metal und Prog-Rock brachten sie frischen Wind in das Festival und fegten damit sämtliche Zweifel beiseite, dass Schotten nur Dudelsäcke beherrschen. Fusion Jazz und Metal sorgten für die nötige Abwechslung und brachten das Publikum zum Kopfnicken. Die Zuschauer waren begeistert von der Vielfalt ihrer Musik und dem beeindruckenden Zusammenspiel der Bandmitglieder.
Der Höhepunkt des Abends war zweifellos die schwedische Band "Agusa", die das Publikum mit ihrem rein instrumentalen Set umgehauen hat. Unter dem Motto "Only the epics" wurden drei epische Songs zum Besten gegeben, die eine Stunde lang das Publikum in einen psychedelischen und folkigen Krautrock-Rausch versetzten. Die Eltern der Frontfrau waren extra aus Venezuela angereist, um das Konzert ihrer talentierten Tochter mitzuerleben. Es war ein besonderer Moment für die Band und das Publikum.
Nach einer kurzen Umbaupause betrat Anneke van Giersbergen die Bühne und sorgte für Gänsehautmomente. Die Musikerin präsentierte nicht nur ihre eigenen Songs, sondern wagte sich auch an einige Coversongs und ein Kate Bush Set. Leider hatte sie mit dem Ausfall ihrer Begleitband zu kämpfen, aber das hinderte sie nicht daran, eine grandiose Performance abzuliefern. Mit ihrer kraftvollen Stimme und ihrer charmanten Art begeisterte sie das Publikum. Als sie dann noch von Dave Forster von Big Big Train unterstützt wurde, war die Stimmung endgültig auf dem Höhepunkt. Ein bewundernswerter Auftritt, der zeigte, dass manchmal spontane Änderungen die besten Ergebnisse liefern können. Man darf gespannt sein, ob die Begleitband beim nächsten Mal mit mehr Glück gesegnet ist.
Mit "Cyan" ging es weiter mit Retro/Neo-Prog. Die Band um Peter Jones und Luke Machin zeigte, dass sie das Publikum mit ihrem wunderbaren Set verzaubern konnte. Selbst technische Probleme, die Peter liebevoll als "guitar gremlins" bezeichnete, konnten der Professionalität der Band nichts anhaben. Sie füllten die Lücken mit einer grandiosen Interpretation von Genesis' "Ripples" und ernteten überwältigenden Applaus. Es war die perfekte Musik für einen perfekten Sonnenuntergang und ließ die Zuschauer in eine andere Zeit eintauchen.
Zum krönenden Abschluss des Abends betrat Nick Mason, der legendäre Schlagzeuger von Pink Floyd, die Bühne. Mit einem Set voller Songs aus der frühen Pink Floyd Ära brachte er das Publikum zum Beben. Man konnte förmlich spüren, wie die Zeit zurückgedreht wurde und die Atmosphäre der 70er Jahre wieder auflebte. Nick Mason war in Hochform und unterhielt das Publikum mit kleinen Anekdoten zu Songs und zur Bandgeschichte. Es war wie ein Ausflug in eine vergangene Ära, als die Musik noch echte Gefühle auslöste und man nicht nur mit dem Smartphone in der Hand herumstand.
Insgesamt war der erste Tag des XVI. Night Of The Prog Festival ein voller Erfolg. Die Vielfalt der Bands und die Qualität der Musik begeisterten die Besucher. Von jazzigen Fusion-Klängen über abwechslungsreichen Neo-Prog bis hin zu psychedelischem Krautrock und den Klassikern von Pink Floyd - es war für jeden Geschmack etwas dabei. Der erste Tag bot eine musikalische Reise durch die verschiedenen Facetten des progressiven Rocks und sorgte für unvergessliche Momente.
BRAY ROAD hat mit "Focused, Fierce, Relentless..." ein Album veröffentlicht, das ihre einzigartige Einstellung und Herangehensweise widerspiegelt. Die aus Milwaukee stammende Dreierbande zeigt sich hier von ihrer besten Seite und liefert einen Mix aus Thrash und Groove Metal. Die Band, 2011 von Gitarrist und Sänger Nino Nienas gegründet, ist benannt nach einer Straße in Elkhorn, WI, auf der Berichte über die Kryptozoologie-Kreatur "Beast of Bray Road", einem werwolfähnlichen Wesen, kursieren.
Das Album beginnt mit "GOODBYE, MS. GODFREY", einem kurzen, aber kraftvollen Intro, das den Hörer sofort in die brutale Welt von BRAY ROAD eintauchen lässt. "NOBODY'S JUNIOR" ist ein Höhepunkt des Albums, mit intensiver Energie und einem beeindruckenden Zusammenspiel der Bandmitglieder. "FEED THE BEAST" und "POSSIBLE VIOLENCE" halten das Tempo hoch und zeigen die aggressive Seite von BRAY ROAD. "RIDE" hingegen präsentiert eine fesselnde Melodie und verbindet sie geschickt mit der Härte des Thrash Metals.
"FOCUSED, FIERCE, RELENTLESS..." bleibt seinem Namen treu und zeigt eine Band, die sich weiterentwickelt hat und ihre musikalische Richtung konsequent verfolgt. Die Texte sind oft düster und nachdenklich, während die Riffs und Soli beeindrucken. Die Produktion ist solide und vermittelt die Live-Energie der Band.
Einige der besten Momente des Albums sind in "DARK PASSENGER" und "TAKES ONE TO KNOW ONE" zu finden. Hier zeigt BRAY ROAD ihre musikalische Reife und Kreativität, während sie ihren charakteristischen Thrash/Groove-Metal-Sound beibehalten.
Dennoch, obwohl "Focused, Fierce, Relentless..." ein solides Album ist, fehlt es manchmal an Originalität und Innovation. Die Songs neigen dazu, sich etwas zu ähneln, was die Langzeitwirkung des Albums etwas beeinträchtigt. Einige Variationen im Songwriting hätten das Hörerlebnis bereichern können.
Insgesamt verdient "Focused, Fierce, Relentless..." eine Bewertung von 6/10. BRAY ROAD beweisen ihre Fähigkeiten als Thrash/Groove-Metal-Band, doch um sich von der Masse abzuheben, müssten sie möglicherweise mutiger sein und neue musikalische Pfade erkunden. Trotzdem ist dieses Album eine energiegeladene und wilde Fahrt, die Fans des Genres sicherlich zu schätzen wissen werden.
Das neue Album "Omnibus One" von A DARK HALO bietet eine beeindruckende Mischung aus Cyber-Metal und progressiven Elementen. Mit einer Gesamtbewertung von 7/10 präsentieren sie eine ansprechende musikalische Vielfalt, die den Hörer fesselt.
"Thin Be The Veil" eröffnet das Album und vermittelt mit unheimlichen Gesangseinlagen ein Gefühl der Unsicherheit. Der Song beschreibt das Gefühl, an der Schwelle des Wahnsinns zu stehen und beeindruckt durch den Kontrast zwischen harten Strophen und hymnischen Refrains.
In "Starfall" (feat. Kathleen Cylkowski) verschmelzen wunderschöne Klaviermelodien und beeindruckende, klare Gesangsharmonien mit kraftvoller Metal-Instrumentierung. Dies verleiht dem Song eine ätherische Note und erzeugt eine Atmosphäre der Vorfreude.
"I, Revenant" beeindruckt mit einer ansteigenden Spannung durch orchestrierte Elemente und führenden Synths. Dies führt zu einem gewaltigen Ausbruch von schweren Gitarren und dröhnendem Schlagzeug, der den Hörer mitreißt.
Mit "The Disquiet" beschließt das Album mit einem Song über die Ängste, denen wir gegenüberstehen, und der Hoffnung auf bessere Zeiten. Die musikalische Gestaltung wechselt zwischen schweren und leichten Instrumentierungen und erzeugt dadurch eine intensive Wirkung. A DARK HALO zeigen in diesem Song ihr gesamtes Können und beenden das Album mit einem unvergesslichen Höhepunkt.
Die Bandmitglieder, angeführt von Dave Lowmiller und Melrose, präsentieren ihre einzigartigen Stilelemente in einer beeindruckenden Weise. Auch die Remastering-Arbeiten von Tommie Bonajo tragen zu einem überzeugenden Klangbild bei.
Insgesamt ist "Omnibus One" von A DARK HALO ein gelungenes Album, das die Vielseitigkeit und Innovationskraft der Band demonstriert und definitiv Lust auf mehr macht. Fans des Genres werden dieses Album zu schätzen wissen.
QUIET MAN (früher bekannt als God Root) bringt die Dunkelheit zurück in die Welt der Psychedelia. Ihr Debütalbum "The Starving Lesson" ist alles andere als leise. Mit einer Mischung aus Sludge und vielschichtigen Klängen ist es nicht nur politisch und ökologisch geprägt, sondern auch emotional und spirituell fesselnd.
Die Band drückt aus, dass sie nicht auf den üblichen Regenbogen- und Sonnenschein-Psychedelik-Zug aufspringen wollen, sondern eher eine Erfahrung ähnlich wie ein psychedelischer Rausch in einem Autounfall bieten möchten. Ihre Musik soll ein physisches Sinneserlebnis sein, besonders bei Live-Auftritten. Sie glauben, dass Musik die Physiologie eines Menschen verändern kann und sie streben danach, den Zuhörern eine psychedelische Erfahrung und Katharsis durch ihre Performances zu vermitteln.
"The Starving Lesson" ist die musikalische Untermalung des Selbstaussterbens der Menschheit und eine deutliche Aussage über das unvermeidliche Ende. Das Album beginnt mit "Pressure to Burrow", einem Track über den Verlust des Selbst auf mikro- und makrosozialer Ebene, während man zusehen muss, wie geliebte Menschen den chaotischen Drogenkonsum nicht überleben. Dies zieht eine thematische Parallele zur selbstzerstörerischen Ökozid, den wir als Spezies verursachen.
Mit "At Operating Temp" wird ein Noise-Intermezzo eingeführt, das Klänge von Zahlensendestationen enthält - codierte und automatisierte Botschaften, die an Spionageagenten über Kurzwellenfrequenzen gesendet werden. Diese Übertragungen werden das Leben auf der Erde überdauern. "From Tomorrow's Dead Hiss" hebt das Thema von einfacher Selbstzerstörung auf ökologischen Völkermord an.
Die Band erläutert, dass dies die Verbilligung und Entwertung des menschlichen Lebens durch die Machenschaften des Kapitalismus mit der Verbilligung und Entwertung der Erde und ihrer Ressourcen in Verbindung setzt. "Set To Boil Is The New Standard" beschreibt das militärisch-industrielle System als Frankenstein-Monster, das von einem Meister befreit ist und auf totale Dominanz und Antileben programmiert wurde. Es nährt sich vom Blut der Ausgebeuteten für sinnloses Kapital bis zur Vernichtung.
"The Post Abandoned" verwendet Klänge von Kurzwellenstationen, einschließlich des "Dead Hand Systems", das eine nukleare Vergeltung auslösen soll, falls niemand mehr am Leben ist, um den "Knopf zu drücken". Währenddessen ist "The Starving Lesson" eine Bitte, sich von der Maschine abzuwenden und nicht an ihrer Gewalt teilzunehmen.
"All Along, We Were Beautiful Radiant Things" ist eine Umdeutung eines hoffnungsvollen und inspirierenden Zitats aus Emma Goldmans "Living My Life": "Ich will Freiheit, das Recht auf Selbstausdruck, das Recht auf schöne, strahlende Dinge für alle." Für sie bedeutete Anarchismus genau das, und sie würde danach leben, trotz der ganzen Welt - Gefängnisse, Verfolgung, alles. Ja, selbst trotz der Verurteilung ihrer eigenen engsten Genossen würde sie ihr schönes Ideal leben.
Das Album wurde von Scot Moriarty in den Backroom Studios in Rockaway, NJ aufgenommen und von Magnus Lindberg (Cult of Luna) gemastert.
Fazit:
QUIET MAN's "The Starving Lesson" ist ein fesselndes Album, das düstere Psychedelik mit politischen und ökologischen Themen verbindet. Eine kraftvolle und intensive Erfahrung.
VALLETTA's Debütalbum "Come Alive" aus Raleigh, North Carolina, ist eine eindrucksvolle Reise in die Welt des Heavy Metal. Mit einer Mischung aus schwarzem Rock 'n' Roll und kraftvollen Grooves schaffen sie eine einzigartige Klanglandschaft. Das Album erkundet die Idee, in sich selbst und in der Umgebung gefangen zu sein, was in den kraftvollen und düsteren Texten zum Ausdruck kommt.
Die raue Gitarrenarbeit und eingängigen Riffs verbinden sich perfekt mit der dynamischen Percussion und den dämonischen, harschen Vocals. Schon beim Opener "Come Alive" bis hin zu "Bringing the Worst" präsentieren VALLETTA eine beeindruckende Vielfalt an Gitarrenklängen, donnernden Rhythmen und melodischen Leads. Dabei balanciert die Band geschickt ihre anspruchsvollen Melodien gegen den schweren Bass und die düsteren Texte aus.
Besonders hervorzuheben ist der Track "Saint", der von der Suche nach sich selbst und den Herausforderungen auf dem Weg erzählt. Die Musik wechselt zwischen hoffnungsvollen Akkordfolgen und düsteren Passagen und spiegelt so die Höhen und Tiefen der Geschichte wider. Ebenso fesselnd ist "Soot & Ash", das die Vorstellung des Verlorenseins und des ziellosen Umherirrens verkörpert. Die rhythmischen Grooves verleihen dem Song einen marschartigen Charakter, während die düstere Dissonanz den Weg zunehmend undurchsichtig macht.
"Come Alive" ist ein gut durchdachtes Album mit eingängigen Hooks und einer düsteren Atmosphäre. VALLETTA taucht tief in intensive und emotionale Themen ein, die sich in ihrer kompositorischen Vielfalt widerspiegeln. Die Musik trifft mit kraftvollem und fesselndem Sound ins Mark.
Die Bandmitglieder Donald Boyd (Bass), Justin Valletta (Schlagzeug), Keenan Carroll (Gitarre und Lead-Gesang) und Will Goodyear (Lead-Gitarre) zeigen eine beeindruckende musikalische Chemie, die sich in jedem Song widerspiegelt. Mit Mitgliedern von Bands wie MO’YNOQ, LORD ALMIGHTY, BARISHI, BETWEEN THE BURIED AND ME, PRAYER FOR CLEANSING und HOPESFALL sind sie eine versierte und talentierte Gruppe von Musikern.
"Come Alive" ist in verschiedenen Formaten erhältlich und bietet den Hörern die Möglichkeit, dieses beeindruckende Werk digital, auf Vinyl, CD oder Kassette zu genießen.
Insgesamt verdient "Come Alive" von VALLETTA eine Bewertung von 6/10 - ein solides Debüt mit Potenzial für noch mehr Großartigkeit in der Zukunft.
CALLIGRAM kehrt mit ihrem neuesten Album "Position | Momentum" zurück und präsentiert eine eindringliche Verschmelzung aus wütendem D-Beat-Punk und eiskaltem Black Metal. Die Aufnahmen im The Parlour Studio unter der Regie von Russ Russell verleihen den Songs eine rohe Energie und ermöglichen atmosphärische Momente, die das Album in eine bedrückende und düstere Atmosphäre hüllen.
Matteo Rizzardo liefert seine Vocals erneut in seiner Muttersprache Italienisch, und selbst für diejenigen, die die Sprache nicht verstehen, vermitteln seine Gesangsdarbietungen eindringliche Botschaften von Schmerz, Chaos, Kampf und Angst. Die wachsende Explosivität seiner Stimme verleiht dem Album eine besondere Intensität.
Interessanterweise ist "Position | Momentum" für Rizzardo keine Form der musikalischen Katharsis oder Therapie. Stattdessen war die schwierigste Arbeit für ihn, außerhalb der Band, das Akzeptieren und Analysieren seiner eigenen dunkelsten Teile. Dieser persönliche Prozess floss in die Songtexte ein und verleiht ihnen eine aufrichtige und purgierende Qualität.
Musik wird oft als Heilmittel betrachtet, das Leiden lindern kann, aber CALLIGRAM setzt mit "Position | Momentum" auf das Gegenteil - eine kraftvolle Feier des Schmerzes, des Todes und des Chaos.
Das Album bietet eine gelungene Mischung aus rasenden Tracks und ruhigeren Passagen, die dem Hörer Momente zum Durchatmen bieten, bevor die nächste Woge an Intensität hereinbricht. Die Kombination aus brachialem Sound und raffinierten atmosphärischen Elementen macht "Position | Momentum" zu einem starken und kohärenten Werk.
Insgesamt verdient das Album eine Bewertung von 6/10, da es zwar musikalisch beeindruckend ist und den Hörer in seinen Bann zieht, aber auch eine gewisse Emotionalität und Zugänglichkeit vermissen lässt. Dennoch ist "Position | Momentum" ein eindringliches Werk, das die Band auf ihrem künstlerischen Weg weiter voranbringt.
"Position | Momentum" erscheint am 14. Juli unter dem Label Prosthetic Records und wurde von Russ Russell aufgenommen und von Grant Berry gemastert. Das Artwork stammt von Deborah Sheedy.
Exiled Hope's neue Single "Blood of the Ancients" ist ein dramatisches Meisterwerk. Sofia Frasz gelingt es, ihre authentische künstlerische Identität zu entfalten. Die Kombination aus extremer Metal-Energie und zarten Folk-Einflüssen verleiht dem Song eine einzigartige Atmosphäre. Der Song erzählt die Geschichte eines unwissentlich Unsterblichen, der nach Sinn in seinem unheilvollen Dasein sucht. Sofia's Kompositionsfähigkeiten sind beeindruckend, und ihre Stimme fesselt den Hörer von Anfang bis Ende. Die Kollaboration mit anderen talentierten Künstlern verleiht dem Album "Apocrypha" zusätzliche Tiefe. Obwohl der Song beeindruckend ist, könnte die Struktur manchmal straffer sein. Insgesamt ist "Blood of the Ancients" ein vielversprechender Vorgeschmack auf das kommende Album und zeigt Sofia's künstlerische Reife.
Die frische Band The Iron Roses, angeführt von Sänger Nathan Gray, bekannt durch Boysetsfire, I Am Heresy und sein Soloprojekt, hat eine neue Single namens "Screaming For A Change" veröffentlicht. Die Single dient als Auftakt für ihr neues Album, das politisch aufgeladenen, hymnischen Punkrock mit Reggae, Ska sowie post-hardcore und Metal-Einflüssen verspricht.
Bereits in den ersten Takten des Songs wird deutlich, dass The Iron Roses eine einzigartige Fähigkeit besitzen: Sie verbinden wütende, kraftvolle Lyrics mit Musik, die den Geist erhellt und die Seele erhebt. Diese seltene Kombination lässt ihre Authentizität erstrahlen und erzeugt eine unwiderstehliche Energie.
Im gegenwärtigen Musikmarkt scheint der ursprüngliche Geist des Punk verlorengegangen zu sein. Doch The Iron Roses beweisen, dass dieser Geist immer noch lebendig ist und mitreißende Songs hervorbringt, die einen dazu bringen, in der Küche zu tanzen und lauthals mitzusingen.
Es ist unbestreitbar, dass die Bandmitglieder über herausragendes musikalisches Talent verfügen, aber es ist ihre aufrichtige Leidenschaft und politisches Engagement, die ihre Musik so kraftvoll machen. Die Texte der Songs fungieren als Protestsongs gegen Ungerechtigkeiten und die dunklen Zeiten, die wir erleben.
Es ist eine Freude, zu sehen, wie diese sechs Individuen ihre Wahrheit singen. Ihr Wachstum und ihre Entwicklung in den letzten Jahren sind beeindruckend und haben zu diesem beeindruckenden Album geführt. Ihre Musik verkörpert eine Kraft, Liebe und Leidenschaft, die die Welt heute dringend braucht.
Die Single "Screaming For A Change" sowie das begleitende Video repräsentieren nicht nur eine sozial und politisch fortschrittliche Botschaft, sondern auch die Herzlichkeit einer vielfältigen Gruppe von Menschen, die das Leben und ihre Musik genießen. Sie zeigen, dass der Kampf für Veränderung auch freudvoll und lebensbejahend sein kann. Die Band ist bereit, ihre Wut und Frustration in ihre Musik fließen zu lassen, und dies wird spürbar, wenn sie im Herbst auf Tour gehen.
Mit ihrer starken Identität und ihrer mitreißenden Musik werden The Iron Roses zweifellos viele Hörer erreichen. Die Welt braucht Bands wie sie, die uns einen Soundtrack zum Kämpfen geben, wenn die Zeiten düster sind und die Zukunft ungewiss erscheint.
Djinn-Ghül, das international gefeierte Duo bestehend aus Grant Nachbur (Nephrectomy) und Junior Patiño (Voraraephilia), präsentiert ihr drittes Album "Opulence" weniger als zwei Jahre nach ihrer hochgelobten EP "Mechalith". Die Evolution ihres Sounds ist deutlich spürbar und erreicht mit diesem Release ein neues Level der Extremität.
"Opulence" zeigt sich als kraftvolles, industriell geprägtes Death-Metal-Meisterwerk, das mit neun Tracks die Hörer in eine Welt unvorstellbarer Brutalität und futuristischer Klänge entführt. Die Zusammenarbeit mit Gastvokalisten wie Jordan James von Disentomb, Phlegeton von Wormed, Sara Crow und Alex Marr verleiht dem Album zusätzliche Vielseitigkeit.
Die Klanglandschaften variieren zwischen brachialer Death-Metal-Brutalität und beeindruckend mechanischen Tönen, die perfekt ineinander verschmelzen. Djinn-Ghül beweisen erneut ihre Fähigkeit, mit nur zwei Mitgliedern ein derartiges Maß an Kraft und Komplexität zu erzeugen.
Die Acrylmalerei des chinesischen Künstlers Guang Yang ziert abermals das Albumcover und vermag die Atmosphäre von "Opulence" in visueller Form einzufangen.
Obwohl "Opulence" eine eindrucksvolle Leistung darstellt und technisch beeindruckt, bleibt es hinter den Erwartungen zurück. Die Innovation scheint zuweilen zu fehlen, und die Songs verschmelzen zu einer homogenen Masse, die die Identität der Band etwas verwässert.
Insgesamt verdient "Opulence" eine Bewertung von 5/10, da es zwar solide und gut ausgeführt ist, aber nicht die herausragende Originalität und Tiefe bietet, die von Djinn-Ghül zu erwarten wäre. Dennoch wird es Fans des Genres sicherlich ansprechen und diejenigen begeistern, die nach einem kraftvollen, technisch versierten und düsteren Death-Metal-Album suchen.
Progenitors "Eldritch Supremacy" vereint dunkle und introspektive Erforschung durch atmosphärische Riffs, rasante Melodien und donnernde Blast Beats. Obwohl sie fesselnd klingen, fehlt es an Innovation. Die okkulten und uralten Kräfte mögen inspirieren, aber das Album erreicht sein volles Potenzial nicht. Die Vocals sind kraftvoll, aber es fehlt an Abwechslung und Dynamik. Die immersive Klanglandschaft erzeugt eine düstere Atmosphäre, die den Hörer in andere Welten entführt, doch die Langatmigkeit in einigen Stücken mindert das Gesamterlebnis. Die Produktion ist solide und das Artwork beeindruckend, aber insgesamt bleibt "Eldritch Supremacy" hinter den Erwartungen zurück. Eine solide Leistung, aber es fehlt der Wow-Faktor.
LanzerRaths viertes Album "Metagalactic Domination" ist eine düstere Entdeckungsreise in die Tiefen des Black Metal. Seit ihrer Gründung im Jahr 2018 verfolgen die Gründungsmitglieder "I" und "II" konsequent ihre Vision einer DIY-Black-Metal-Band, die die Energie und Emotionen reiner Amateurmusiker einfängt, ganz im Einklang mit den Pionieren des Genres.
Das Album präsentiert eine vielseitige Klanglandschaft mit fesselnder Atmosphäre, aggressiven Riffs, blastbeats und gnadenlosen Vocals, die Botschaften der Dunkelheit vermitteln. Die Themen Wahnsinn, Verzweiflung, Geheimnis und Elend durchdringen ihr klangliches Universum und legen den Grundstein für das, was noch kommen mag.
"Metagalactic Domination" entführt den Hörer in kosmische Korridore einer Realität jenseits der Wahrnehmung und irdischer Bindungen. Durch raffiniertes Songwriting verbindet das Album brutale Ausbrüche von Black-Metal-Gewalt mit melodischen, jenseitigen Passagen zu etwas Obskur-Düsterem.
Jeder Song entfaltet seine eigene düstere Geschichte, ohne dass es sich je nach "Track by Track"-Schema anfühlt. Die musikalische Reise fließt nahtlos von einem Track zum nächsten und führt den Hörer in eine hypnotische, dunkle Welt.
Die Produktion ist solide und fängt die Rohheit und Intensität der Musik gut ein. Die einzigartige Kombination aus roher Energie und melodischer Schönheit sorgt für eine fesselnde Atmosphäre.
Das Album zeigt auch eine starke instrumentale Finesse, die sich durch die Präzision und die Nuancen der Musiker zeigt. Besonders die Stimmen von "I" und "II" ergänzen sich gut und tragen zur emotionalen Tiefe der Musik bei.
Ein Highlight des Albums ist der Bonustrack "Through Comstats We Scream", der die Dunkelheit des Albums in einem finalen, eindringlichen Höhepunkt kulminiert.
Dennoch ist "Metagalactic Domination" nicht frei von Mängeln. Einige Passagen wirken etwas repetitiv und hätten eine zusätzliche Abwechslung vertragen können. Auch wenn das Album insgesamt solide ist, fehlt es ihm an einigen Stellen an Originalität, um sich von anderen Veröffentlichungen im Black-Metal-Genre abzuheben.
Insgesamt ist "Metagalactic Domination" ein solides Werk, das die Essenz des Black Metal einfängt und den Zuhörer auf eine dunkle, mystische Reise mitnimmt. Trotz einiger Mängel bietet das Album eine fesselnde Erfahrung für Fans des Genres.
Inhumed, die kanadische Melodic Death Metal Band aus Winnipeg, Manitoba, beeindruckt mit ihrer neuesten EP "Feasted Upon Like Carrion". Das Quintett, 2016 gegründet, verbindet auf geschickte Weise Einflüsse aus dem Death Metal der 90er Jahre mit modernen Elementen.
Das Album bietet eine solide Darbietung, obwohl es nicht ganz die erwartete Furore erzeugt. Dennoch zeigt die Band vielversprechendes Potenzial. Die Instrumentalarbeit ist beeindruckend, insbesondere die kraftvollen Gitarrenriffs, die an Obituary, Bloodbath und Carcass erinnern. Die Kombination aus Mike Masons vielseitigem Gesang und den Growls von Ian Garraway verleiht der Musik eine dynamische Atmosphäre.
Textlich bewegt sich die Band in düsteren Themen wie Horror, Tod, Verwesung und Religionskritik. Dies fügt eine düstere und morbide Note hinzu, die zum Gesamtcharakter des Genres passt.
Das Album weist jedoch einige Schwächen auf. Obwohl die Songs solide komponiert sind, fehlt es ihnen an einzigartiger Identität. Einige Passagen könnten besser ausgearbeitet sein, um die Hörer stärker zu fesseln. Zudem ist die Produktion nicht ganz ausgereift, was dazu führt, dass die Songs nicht ihre volle Wirkung entfalten können.
Inhumed haben bereits mit "Volume 1" ein solides Full-Length-Album und den kraftvollen Track "I Feel Nothing" veröffentlicht. Ihre Live-Auftritte werden für ihre Energie und Mitreißfähigkeit gelobt, was sie zu einer vielversprechenden Live-Band macht.
Zusammenfassend ist "Feasted Upon Like Carrion" eine solide EP mit ansprechenden Elementen, aber es fehlt der letzte Schliff, um sich von anderen Bands des Genres abzuheben. Dennoch werden Fans des melodischen Death Metal ihre Freude an diesem Werk haben.