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Als SubRosa 2019 ihre Auflösung ankündigten, spürte die Heavy-Music-Community den Verlust ihrer einzigartig eleganten und intensiv atmosphärischen Doom-Andachten. Anstatt sich zu fragen, welche samtige Dunkelheit noch auf sie warten könnte, tauchten Kim Cordray, Levi Hanna, Andy Patterson und Sarah Pendleton von SubRosa schnell als neue Einheit namens The Otolith auf, mit der Hinzufügung von Matt Brotherton am Bass. Der gleichen Muse der katastrophalen Melancholie folgend, sind THE OTOLITH bereit, ihre mit Spannung erwartete Debüt-Doppel-LP „Folium Limina“ in die Welt zu bringen.
Dem Fünfer gelingt es als Neuformierung in gewisser Weise die Grundrichtung von SubRosa fortzuführen, allerdings mit einer atmosphärischeren Dichte. Die schleppenden Gitarren und Bässe, die mystisch gestrichenen und gezupften Violin-Anteile, die nicht mehr ganz so bissigen, aber dafür harmonischeren weiblichen Gesangsparts und die nun hinzukommenden Growleinwürfe machen aus diesem Debütalbum einen äußerst schweren Doom-Monolithen, der sich in die kommende dunkle Jahreszeit wunderbar einfügt und bei der geneigten Hörerschaft einen Stammplatz auf dem Dreher finden wird.
Hier ist ein weiterer klanglicher Leckerbissen aus dem Lager von Magnetic Eye Records, mit dem vierten Studioalbum von Philadelphias wilden und hexenhaften 70er-Heavyrockern RUBY THE HATCHET. Eingebettet in ihre Mischung aus Doom und Hardrock, getränkt in okkulter Psychedelia, ist „Fear Is a Cruel Master“ genau der eingängige Thriller, den die Fans von dem geliebten Quintett erwarten können. Inspiriert von klassischen Sci-Fi- und Grindhouse-Filmen, ist dieses vierte Album randvoll mit schwülen Vocals und hallenden Riffs, verpackt in erstklassiges Songwriting und wird nicht aufhören, die Fans zu beeindrucken!
Allerdings muss man feststellen, dass die Band sich in ihrem Werdegang nicht wirklich weiterentwickelt und dem Status Quo huldigt, sogar noch weiter Richtung mainstreamigem 70's Heavy Rock entgegendriftet. Dass die Songs hervorragend durcharrangiert sind und die Produktion nichts zu wünschen übrig lässt, verleiht dem Album doch noch ein wenig Glanz.
MAL stammt aus Minneapolis und ist eine 4-köpfige Band, die Hardcore, Jazz und Prog vermischt, um einen völlig einzigartigen Sound zu erzeugen. Das Power-Trio plus Sax wurde Ende 2019 gegründet und nutzte die Zeit während der Pandemie, um an seinem Sound zu feilen und das Material für ihr Debüt Malbum fertigzustellen.
Was die Jungs hier abliefern ist keine seichte Kost: hier treffen noisige Gitarrenwände auf proggige Arrangements mit dissonant freejazzigen Saxophon-Einlagen. Das Ganze wird verfeinert mit einer aggressiven Stimme, die an die hardcore-lastige Phase eines Henry Rollins erinnert.
Zwei Jahre nach "Sans Maux Dire..." bringt das Projekt NUIT D'ENCRE sein zweites Album heraus: "De l'autre Côté". Er schafft es durch acht Stücke, uns in eine musikalische Welt mit einer sehr persönlichen und originellen Identität zu führen. Der Pariser Musiker, der alle Gitarren-, Bass- und Keyboardparts übernimmt, zeichnet Klanglandschaften mit unterschiedlichen Klimazonen.
Kraftvoll und melodisch kombiniert "De l'autre Côté" abwechselnd Atmosphären, die an Crowbar, Cult Of Luna oder PG-Lost erinnern. Das rein instrumentale Universum von NUIT D’ENCRE ist fesselnd, kraftvoll und tiefgründig.
NUIT D'ENCRE ist das musikalische Projekt eines einzelnen Mannes (Franswa Felt), das uns in ein Universum entführt, in dem Sludge-, Doom- und Post-Metal-Einflüsse mit helleren atmosphärischen Post-Rock-Tönen verschmelzen. Felt versteht es als Instrumentalist auf der Klaviatur der dunklen Gefühle zu spielen, eine hellen Schein am Horizont zu kreiieren, um den Hörer dann unvermittelt wieder von der Klippe zu stossen.
Die dänische Black-Metal-Band ORM kehrt mit ihrem dritten Album „Intet • Altet“ zurück, das am 30. September 2022 über Indisciplinarian veröffentlicht wurde. Es ist ein Doppelalbum, das ORMs epischen und visionären Black Metal durch eine Erzählung über die vier Lebensphasen, die sich über vier grandiose Kompositionen entfalten, noch einmal erweitert.
Vier Songs mit einer Gesamtspielzeit von knappen 92 Minuten. Das ist erstmal ein Brocken und dann noch die Kompositionen, die sich von garstigem, skandnavischem Black Metal speisen und immer wieder in postrockige Gefilde abgleiten, um dann im nächsten Moment wieder von Black Metal Geknüppel überrumpelt zu werden. Die 19:23 von TranceFloden, som kan lede spielen die ruhige Seite der Band voll aus, in dem es getragenen Post Rock mit floydigen Elementen koppelt und opethartige Gitarrensounds einwebt. Hier ist ein absolutes Meisterwerk an düsterem Metal entstanden, das derzeit seinesgleichen sucht.
ORM wurde 2015 gegründet und veröffentlichte 2017 ihr gleichnamiges Debütalbum, das die Bühne für den epischen melodischen Black Metal der Band bereitete. Mit ihrem zweiten Album „Ir“ aus dem Jahr 2019 überwanden ORM die Grenzen des zeitgenössischen Black Metal mit einer vollständigen LP, die aus zwei langen Tracks progressiver extremer Musik bestand. ORM ist stets bestrebt, ihr künstlerisches Universum zu erweitern und die Grenzen des extremen Metals auszuloten und zu überschreiten. Eines der einzigartigen Markenzeichen der Band ist das epische Format mit langen Kompositionen und gleichzeitig persönlichen und metaphysischen Erzählungen über die menschliche Existenz.
„Underwater“ ist das vierte Studioalbum der italienischen Progsters AURA und erscheint 7 Jahre nach der letzten Veröffentlichung. Sie spielen eine Kombination von Stilen, die unter dem Genre Progressive Metal zusammengefasst werden. Ihre Musik zeichnet sich durch ungerade Taktarten und dynamische Tempowechsel, verträumte Melodien, schwere Gitarren und klaren Gesang aus.
Mit ihrem neuen Album „Underwater“ sind AURA bereit, den Hörer in ihr unglaubliches Universum aus intensiven Melodien, verträumten Atmosphären und den gewohnt großartigen technischen Fähigkeiten einzuhüllen. Beim ersten Durchlauf kommen direkt Assoziationen an Haken, Leprous und Porcupine Tree hoch, ohne allerdings als Plagiate durchzugehen.
Das Album spielt sich überwiegend im Midtempo-Bereich ab und fällt auch oft in ruhigere, sphärische Momente zurück, die in der Gitarrenarbeit auch gerne mal an die neueren Opeth erinnern. Als Rausschmeißer gestatten sich die vier Italiener noch eine zeitgenössische Cover-Version des Pink Floyd Klassikers Astronomy Domine, das sie gekonnt umsetzen, ihm einen aktuellen Atem einhauchen ohne jedoch sich zu weit vom Original zu entfernen.
Dieses Album stellt den Höhepunkt einer Karriere dar, die seit über 25 Jahren andauert und die sie dazu gebracht hat, auf wichtigen Bühnen nicht nur in Italien zu spielen. Der Wert des Albums wird durch die großartige Arbeit am Mastering im Domination Studio von Simone Mularoni und das eindrucksvolle Cover-Artwork von Annalisa Di Verniere bereichert, die das intime Universum der Band aus intensiven Melodien und verträumten Atmosphären umsetzen konnte.
Sieben Jahre nach ihrem letzten Album ist ein neues Album der Kult-Speed-Metaller Trauma erschienen.
Verspricht der Albumtitel ein Erwachen, dann ist man nach dem ersten Durchlauf davon weit entfernt, denn die Speed-Truppe hat sich weit entfernt von ihrem Genre und spielt jetzt eher in der Power oder vielleicht noch in der NWOBHM Sparte. Die Instrumentenpersonalien machen ihren Part echt gut, aber gesanglich ist mit dem neuen Sänger Brian Allen nicht viel zu holen. Die Höhen an den entsprechenden Stellen schafft er nicht, Growls oder Gekeife greifen auch nicht und wären für die Spielart auch nicht wirklich angebracht.
Ob Trauma sich mit diesem Album einen Gefallen getan haben, sei dahin gestellt. Für Hardcore Fans kann die Platte in die Sammlung.
Bereits 2020 versammelten sich die drei Musiker von Kenneth Minor in den fränkischen Hersbrooklyn Studios, um die Arbeiten an ihrem nun erscheinenden Album Retirement aufzunehmen.
Die neue Platte bietet twangige Gitarrenriffs, Pop-Refrains, unterhaltsame Gitarrensoli, die in Klanglandschaften gehüllt sind, verzerrtes Picking, rotziges Geballer mit einem Honky-Tonk-Piano oder eine Art Blues-Punk-Attitüde mit einem Augenzwinkern (Down My Spine, Tears Don't Dry in Rainy Season, Always, When It's All Gone). Es gibt auch sumpfig-mystische, hypnotische Songs, die in Eimer mit psychedelischer Farbe getaucht sind. Songs mit unterstützenden Cellolinien und dem Einsatz eines Flügelhorns, die nach angenehmen Melodien genauso gut in einem völlig überraschenden Geräuschinferno einer bösen Fuzz-Gitarre enden könnten, die sich mit einem atonal schönen Saxophon duelliert. Mystische Tremolo-Gitarre im Wechsel mit einem punkigen Refrain und schwindelerregenden Trommelwirbeln. Oder zwei Minuten lang zu einer asketisch gestalteten „Mini-Hymne“ mitklatschen. (Down in Our Hearts, Pictures, Crew Love’s Coming, You). Dazu kommen Lieder, deren Erzählstrang klar im Vordergrund steht und der Umfang der musikalischen Untermalung jeweils unterschiedlich ist. Von einer leichtfüßigen, klimpernden Gitarrenbegleitung platziert in einem warmen Mellotronbett, über malerische Basslinien gepaart mit verträumtem Gitarrenpicking und karibisch anmutenden Beginenrhythmen bis hin zu einer gewissen mikrokosmischen Majestät. (Is This the World We’re Living In, All Your Demons, From What We Know, The Day She Came By).
Das alles liest sich ziemlich verschroben, ist aber richtig gut (hand)gemachter Indie-Garagen-Rock, der entfernt an die frühen Element Of Crime (Try To Be Mensch, Freedom Love & Happiness) erinnert. Dieses Album kommt in die Immerwiederhören-Kiste.
Ache And Impulse baut sich aus den vier Stadien eines Migränekopfschmerzes auf. Wir verstricken uns in die Moral gebrochener Menschen (Prodrom und Aura). Diese engen Standards ersticken unsere Instinkte und Gaben (Headache). Dennoch können wir aus diesem mentalen Nebel hervortreten und annehmen, wer wir wirklich sind (Postdrome).
Anker dieser Reise ist eine akribische Mischung aus Doom und Post-Metal, Sludge und Hardcore. Kolossale Riffs, spacige Zwischenspiele und triumphale Vorsätze füllen diese Tracks. Mitreißend und verheerend sprengt HARVEST OF ASH die Grenzen und bringt gleichzeitig den Beatdown.
Die Idee, das Thema Migräne in ein sludgy Doom Album zu verpacken, wurde von dem US-Trio grandios umgesetzt, so dass sich viele, die nicht mit Migräne zu kämpfen haben, vielleicht ansatzweise in Migränepatienten hineinversetzen können.
FRAYLE wurde 2017 von Gitarrist Sean Bilovecky (ehemals Disengage, Plattenkünstler von Man's Ruin) und Sängerin Gwyn Strang, einer Sängerin mit einer verführerischen Stimme und einem ebenso überzeugenden Gespür für Bilder, gegründet. Ihr „Lullabies Over Chaos“-Ansatz beim Songwriting gibt der Gruppe die Freiheit, zu erkunden, was mit harter Musik möglich ist; ihr herrlich ominöser Sound ist das Ergebnis komplexer Schichtung und Tonstapelung, während er gleichzeitig die perfekt empfindliche Balance zwischen wogenden, schweren Riffs und eindringlichen Gesangsmelodien herstellt.
Mit Skin & Sorrow scheint die weibliche Reinkarnation von Type O Negative gefunden zu sein, die sich mit Ozzy und Björk in einem düsteren Hinterzimmer inmitten eines Pentagrams vergnügt.
Mit ihrer betörenden Stimme und den schweren, schleppenden Riffs zieht Strang den Hörer in den Bann und verschlingt ihn im Sumpf ihres perfekt vorgetragenen Doom Pops.
FRAYLE EUROPEAN TOUR 2022:
Nov. 1 – Willemeen – Arnhem (NL)
Nov. 2 – Patronaat – Haarlem (NL)
Nov. 3 – VII – Rotterdam (NL)
Nov. 4 – Ragnarök – Bree (BE)
Nov. 5 – Damnation Festival – Manchester (UK)
Nov. 6 – The Black Heart – London (UK)
Nov. 8 – Simplon – Groningen (NL)
Nov. 9 – Alte Meierei (DE)
Nov. 10 – Stengade – Copenhagen (DK)
Nov. 11 – Plan B – Malmo (SE)
Nov. 12 – The Abyss – Gothenburg (SE)
Nov. 13 – Revolver – Oslo (NO)
Nov 15 – MTC – Cologne (DE)
Nov. 16 – Backstage – Munich (DE)
Nov. 17 – Heinrichs Club – Gera (DE)
Nov. 18 – Zolkatine – Bremen (DE)
Nov. 19 – Gloomaar Festival – Neunkirchen (DE)
Im Februar haben Emetropia ihr Symphonic Rock Album Equinox vorgelegt, das sich an den Genregrößen on Epica, Therion oder Nightwish orientierte.
Nun haben die Schweden eine orchestrale Version dieses Albums nachgelegt. Hatte das ursprüngliche Album noch seine Momente und Höhepunkte, so ist diese Version in ihrer orchestralen Fassung einfach nur entbehrlich, denn es wird weder den typischen Symphonic Metal Fan, noch den Klassi Fan ansprechen. Dafür ist dieses Gebilde zu sehr in Richtung Musical mit einem Touch von Pirates Of The Carribean ausgelegt.
Die neue Kraft im U.S. Technical Death Metal, PROCEED ON YOUR WAY TO OBLIVION, hat am 23. September ihr Debütalbum Ceremorphosis über Blood Blast Distribution veröffentlicht. Die Band besteht aus aktuellen und ehemaligen Mitgliedern von Through The Eyes Of The Dead, Cognitive, We Are The Romans und Aronious.
Was der US-Vierer hier abliefert ist übelstes Tech Death Geballer in irrwirtziger Geschwindigkeit, schnellste Riffs und Gitarrenläufe, ein Drum-Geknüppel aus der Hölle mit wahnsinnigen Tempiwechseln und dazu ein horrendes Gekeife und Geknurre am Mikrofon. Dieses Album gehört zu den extremsten Alben, die hier im Player gelandet sind. Technisch zeigen die vier, was sie auf ihren Instrumenten beherrschen. Das ist aber musikalisch nicht immer das Maß aller Dinge.
Lorimer Burst präsentieren auf ihrem aktuellen Longplayer Voyager eine Reise durch unendliche Weiten. Von einer Band, die sich nach extremen Radiowellenausbrüchen und ihr zweites Album nach dem NASA-Raumsondenprogramm benennt, kann man nichts anderes erwarten als ein Post Rock Album, das zum einen von unendlich schwerer Stille getragen wird und sich dann zu absoluten energetischen Ausbrüchen emporhangelt.
Das Trio aus Hannover hat es geschafft ein Post Rock Statement abzuliefern, das ganz oben im Genre mitspielt. 38 Minuten gebündelte Energie.
Zurücklehnen, anschnallen und den Trip durch die Weiten des Post Rock Universums genießen.
Ghoster wurde auf einer Party geboren. Eigentlich nicht, sondern auf 74 Partys. Die Art von Party, bei der die Zeit zu schnell vergeht, bei der zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens nichts existiert. Die Art von Parties, die man immer wieder erleben möchte. Ben und Greg mögen Partyenden nicht besonders. Und sie mögen es, wenn der Sound «hart» wird, weil sie es vermissen, mit einer Rockband auf die Drums zu hauen. Wenn sie also an den Knöpfen drehen, um Techno zu machen, ist es nicht wirklich Techno. Es geht mehr um das Erbe ihrer vergessenen Indie-Rock-Träume, abzüglich der Langeweile und der giftigen Ambitionen. Sie behielten jedoch den großen verzerrten Bass bei. Wenn Ghoster mit Maschinen improvisieren, behalten sie nur die Unfälle, um das Unerwartete zu polieren. Die Bedingungen für eine gute Party schaffen und wild werden lassen.
Bei ihrer ersten EP-Veröffentlichung im Jahr 2019 wollte Ghoster anonym bleiben. Vielleicht aus Angst, sich von der eigenen Persönlichkeit in die Quere kommen zu lassen? Ghoster leben für die Shows, das Durcheinander, den Moment, die Überraschungen. Die Tracks von Sombre Crame waren von den ersten Shows des Duos geprägt, und sie haben das Beste davon bewahrt. Wenn Ghoster auf die Bühne kommen, werden Genres irrelevant. Bleibt nur noch eine Frage: Party? Eine Antwort: Party!
Wer minimalistischen Techno mag oder besser gesagt minimalistische elektronische Musik,zwischendurch auch mal in Richtung Indie und Post-Punk schielt, der ist bei dieser 20-minütigen 4-Track-EP gut aufgehoben. und wil tanzen, tanzen, tanzen.
Hintergrundinfos zur Band:
St Ouen. Fast Paris, aber nicht ganz. Weniger Druck, mehr Freiheit. Ein Ort, an dem es einem «egal» ist. Der Geburtsort von Ghoster: Innerhalb weniger Stunden entsteht in Gregs Studio Fête 0. 2 Jahre später wird der Track in einer Chanel N°5 Kampagne verwendet. Entgegen aller Logik.
Jetzt ist St Ouen auch Bens Zuhause geworden. St Ouen bietet eine Leichtigkeit und ein dringend benötigtes «Nachgeben», denn Ben und Greg kommen in ihrem Alltag nicht zur Ruhe: Sie arbeiten sich an 36 Projekten gleichzeitig den Arsch ab. Ihre Begegnung musste stattfinden, nachdem sie sich viele Jahre lang spät in der Nacht getroffen hatten.
Ihre Zusammenarbeit beginnt mit einem unerwarteten Erfolg: Gemeinsam kreieren sie die Soundsignatur für Citroën und setzen sich gegen viele weitaus berühmtere Producer durch. Ben und Greg haben so viel Spaß zusammen und Ben bringt Greg bei, wie man Improvisation willkommen heißt und wie man feiert. Und Greg bringt Ben bei, wie man RIESIGE Bassklänge erzeugt.
The Signal Heard Through Space ist eine 60-minütige Rockoper des Progressive-Metal-Quintetts PARIUS, die das zusammenhängende Songwriting von Bands wie Mastodon und Opeth mit den Exzentrizitäten von Bands wie Mr. Bungle, The Mars Volta, Ayreon oder Devin Townsend kombinieren.
Die Platte ist das Full-Length-Debüt für Schlagzeuger Dan Silver und die erste Veröffentlichung der Band mit dem Keyboarder Sean Gallagher. Produziert mit dem berühmten und Grammy-nominierten Jamie King, ist das Album eine echte Rockoper, die mehr als doppelt so lang ist wie The Eldritch Realm aus dem Jahr 2018.
Hier wird ein 61-minütiger Rockopus geschaffen, der sich an die absoluten Prog-Metal-Größen anlehnt und ihnen in nichts nachsteht.
Die Band über das Album:
„The Signal Heard Through Space ist eine konzeptionelle Rockoper, die die Geschichte eines Weltraumkapitäns erzählt, der ein Notsignal hört, sei es real oder in einem Traum, und sich aufmacht, seine Quelle zu finden. Das Album zeichnet die Suche des Kapitäns auf, während er sich abmüht mit den Selbstzweifeln, die mit dem Versuch einhergehen, seine Ziele zu erreichen, während er gleichzeitig hoffnungslos gezwungen ist, seine Mission zu erfüllen. Er trifft auf ein kosmisches Wesen namens „The Formulator", das ihn auf seiner Reise sowohl unterstützt als auch behindert. Das ist die Botschaft des Albums der Ausdauer angesichts von Widrigkeiten und der Entwicklung der Kraft, die Ziele, die Sie sich selbst gesetzt haben, trotz des Ergebnisses zu erreichen.
Musikalisch haben wir uns jede Rockoper angesehen, die wir finden konnten, von Jesus Christ Superstar bis Ziltoid the Omniscient, und am Ende haben wir eine Menge Ideen getestet. Wir haben wahrscheinlich Material im Wert von 3-5 Alben geschrieben, das wir verschrottet haben, bevor wir das meiste Material geschrieben haben, das auf dem endgültigen Album landen würde. Wir waren einfach noch nicht bereit, dieses große, zusammenhängende Album zu schreiben, das unser Sänger Louis Thierry konzipiert hatte – es dauerte ein paar Jahre.“
Die Zeit, die die Mitglieder von ALTER BRIDGE getrennt verbrachten, entfachte ein neues Feuer und erschuf den Drang nach neuer musikalischer Härte, bis sich das Quartett – bestehend aus Myles Kennedy (Gesang/Gitarre), Mark Tremonti (Gitarre/Gesang), Brian Marshall (Bass) und Scott Phillips (Schlagzeug) – an die Arbeit für das neue Album Pawns & Kings machte. In Zusammenarbeit mit dem langjährigen Produzenten und Kollaborateur Michael "Elvis" Baskette wurde das Album zu einer massiven, beeindruckenden und für Arenen gemachte Produktion und ist ein weiteres musikalisches Highlight des erfahrenen und eingespielten Kennedy/Tremonti-Dreamteams.
Auf Pawns & Kings liefern ALTER BRIDGE drei epische Hymnen, von denen zwei eine Spielzeit von über sechs Minuten haben: der nachdenkliche und absolut epische Titeltrack "Pawns & Kings", das düster-riffige, progressiv beeinflusste "Sin After Sin" und das gefühlvolle achteinhalbminütige "Fable Of The Silent Son". "Silver Tongue" wird von einem packenden Riff eingeleitet, das in einen der mitreißendsten Refrains der Bandgeschichte übergeht – Myles Kennedy singt: "Truth of a crime. You can’t outrun. Under the spell of my silver tongue”.
Tracks wie "Holiday" und "Season Of Promise" sind dagegen klassische facettenreiche und metallisch beeinflusste ALTER BRIDGE Rock Offenbarungen, die Fans seit nunmehr einer Generation verzaubern. Songs wie Opening Track "This Is War", "Dead Among The Living" und "Last Man Standing" betonen mit aufsteigenden Leads, herausstechenden Vocals und persönlichen Texten die härtere Seite einer Band, die sich über die gesamte Spieldauer in Höchstform präsentiert. Bei dem erhebenden "Stay" übernimmt Lead Gitarrist Mark Tremonti den Leadgesang – eine Konstellation, die erstmals auf dem vierten Album, Fortress (2013), zu hören war und seitdem immer wieder die Vielseitigkeit der Band und der einzelnen Musiker zeigt. Nach fast 20 gefeierten Karrierejahren ist Pawns & Kings eine musikalische Offenbarung von ALTER BRIDGE, die weiterhin von Höhepunkt zu Höhepunkt eilen und durch ihre herausragende Kreativität Menschen weltweit berühren und begeistern.
Alles in allem lässt sich das Album gut an und weiß mit Sicherheit auch Fans von Queensrÿche zu begeistern.
In einer Zeit, die Musikproduktionen so richtig fett wirken lassen und bei denen an nichts gespart wird, kommt das Pariser Duo Electric Jaguar Baby mit einem LoFi-Album um die Ecke und präsentiert 12 Songs, die sich anhören wie eine Live-Aufnahme aus dem Proberaum oder ein Demo.
Alles scheint sehr simpel gehalten zu sein: eingängige Riffs, reduzierte Instrumentierung von Antoine D'Aiello (Gitarre, Gesang) und Franck Devaux (Schlagzeug, Gesang). Aber genau das ist es, was den Charme des Albums ausmacht: roh, ungeschliffen und dann noch verschiedene Musikrichtungen zwischen den Tracks vereint. Auf dem Album mischen sich Garage Rock, Stoner Rock, Surf Rock, Punk und Beat. Das Ganze rotzt man wie Kurt Cobain dahin und schon ist dieses Album fertig.
Wer den überproduzierten, perfektionischten Auskopplungen entfliehen will, der sollte auf dieses Album setzen.
Mit ERANAËS hat Stephan Lipp, ehemaliger Sänger von Second Reign, Anfang des Jahres sein Soloprojekt gestartet, um mit hochkarätigen Gastmusikern, die jeweils ihren eigenen Charakter und Spielstil einbringen, einen außergewöhnlichen Klangkosmos zu schaffen. Für die Veröffentlichung der ersten Single „After The Rain“ am 06.10.2022 hat der Schweizer Musiker bei Dr. Music Records unterschrieben und sich musikalisch die Unterstützung von Edge Of Paradise Sängerin Margarita Monet sowie Tastenmagier Derek Sherinian (u. a. Dream Theater, Joe Bonamassa, Whitesnake) gesichert. Doch auch die übrige Besetzung mit Eluveitie-Schlagzeuger Alain Ackermann und Gitarrist Simon Burri (Rage Of Light, Vorax, Sinverse) kann sich sehen lassen. Produzent Mack Schildknecht (China, The Three Sum, Fueled By Grace) saß zudem nicht nur an den Reglern, sondern steuerte zusätzlich auch noch den Bass bei. Chris Beyerlein von Stem Masters (Schandmaul, Fiddler’s Green, Stahlmann) sorgte anschließend mit seinem tighten, aufgeräumten wie auch druckvollen, imposanten Sound für den Feinschliff beim Mastering. Mit der Single „After The Rain“ (feat. Margarita Monet & Derek Sherinian) samt Musikvideo mit subtiler Optik haben ERANAËS einen bemerkenswerten Mix aus Melodic und Progressive Metal erschaffen, der mit tiefgründigen Lyrics das ernste Thema Kindesmissbrauch in den Vordergrund rückt. Die folgenden Teaser vermitteln einen ersten ergreifenden Eindruck und lassen das Leiden der jungen Protagonisten erahnen, ohne die beiden Kinder im Videoclip moralisch angreifbar zu machen:
ERANAËS stellen heute auch das Single-Cover von „After The Rain“ vor, welches nicht den Standards entspricht, zeigt es doch ein Gemälde des Schweizer Künstlers Christophe Terraz, der das bedrückende Thema mit seiner ureigenen Bildsprache aufgreift. Das spezielle Zusammenspiel aller Akteure lässt diese Single trotz des ernsten Hintergrunds zu einem einzigartigen musikalischen Erlebnis werden. Dank seiner starken Eingängigkeit setzt sich der Song sofort in den Gehörgängen fest und hat die geballte Aufmerksamkeit von Fans und Medien mehr als verdient.
Nach der Veröffentlichung dieser bemerkenswerten und doch thematisch beklemmenden Debüt-Single erscheint am 08.12.2022 mit „After The Rain“ (Piano Version) zunächst eine weitere sanftere, aber nicht weniger intensive Variante des Songs als Single, die auch eine zusätzliche Orchester-Fassung beinhaltet, gefolgt von weiterer Musik im kommenden Jahr. Einige Songs sind bereits geschrieben und warten nur noch darauf, aufgenommen zu werden. Lassen wir uns überraschen, wer bei den kommenden Songs mitwirken wird. Für den Moment erfreuen wir uns an der herausragenden musikalischen Qualität von „After The Rain“ (feat. Margarita Monet & Derek Sherinian) und schenken dem allerersten ERANAËS Kapitel die gebührende Beachtung.
Die Staaten sind groß, also braucht es etwas Bombast im Sound, um den Raum zu füllen. Und es gibt viele Musiker, also braucht man etwas Geschick, um aufzufallen. Und viele Kulturen kommen zusammen, also braucht man einige harmonische Melodien und Gesangslinien, um sie alle anzusprechen. Deaton Lemay Project (D.L.P.) bietet all das!
Roby Deaton, Keyboarder aus derselben Wahnsinnsklasse wie Vincent Crane, Keith Emerson oder Jordan Rudess, gründete das Project mit Schlagzeuger Craig LeMay, der sich mit Prog genauso wohl fühlt wie mit Power-Metal. Er klingt wie eine Mischung aus Peart, Palmer und dem frühen Genesis Phil Collins. Auf ihrem neuesten Album „The Fifth Element“, dem ersten, das in Europa erscheint, ist es einfach, die Hörer zu überwältigen. Aber zwei Gitarristen bringen einen schönen Ausgleich zum kraftvollen Keyboardsound. Der iranische Sänger Hadi Kiani ist eine echte Entdeckung, mit einer kristallklaren Stimme, die an einen jungen Dennis De Young erinnert. Musikalisch reicht das Album von AOR bis zu Uptempo-Prog-Metal-Songs.
Fans von Dream Theater werden das DEATON LEMAY PROJECT sicherlich lieben. Fans von Symphony X oder frühen Styx auch. Sogar die epische Grandiosität des frühen Kansas findet sich auf „The Fifth Element“. Die von PPR veröffentlichte limitierte europäische Version wird einen Bonustrack enthalten, der nicht auf der US-Pressung war.
Queensrÿche haben mit Digital Noise Alliance ihr 16. Album und viertes Album in der Nach-Tate-Ära veröffenlicht.
Mit ihrer aktuellen Besetzung aus LaTorre, Wilton, Jackson, dem Gitarristen Mike Stone und dem Schlagzeuger Casey Grillo blicken QUEENSRŸCHE in die Zukunft und gleichzeitig auf den Einfluss und die Wirkung ihrer Vergangenheit zurück. „Wenn du zwei der ursprünglichen Mitglieder hast, kannst du nicht anders, als diese QUEENSRŸCHE-Elemente zu bekommen“, sagt Jackson, der die Band 1982 mit Wilton gründete. „Das liegt in unserer DNA. Aber es ist auch schön, frische Ideen oder Interpretationen von Todd, Casey oder Mike Stone zu hören.“ Für LaTorre ist diese Balance zwischen Vergangenheit und Gegenwart der Band entscheidend. „Wir sind alle Verfechter bestimmter Eigenschaften, die sehr bezeichnend für den Sound der Band sind“, sagt der Frontmann. „Die Herausforderung für uns besteht darin, diese Geschichte und die Nuancen zu vereinen, die für die Band wichtig und treu sind, sich aber dennoch modern anfühlen.“
Und genau das ist es, was die Fans bekommen: ein Queensrÿche-Album, ein erstklassiges Hardrock Album mit den bandtypischen Elementen und einer gewissen Progressive Rock Attitüde. Selbst die Ballade Forest knüpft an den Bandbestseller Silent Lucidity an. Den einzigen Ausreißer im negativen Sinne kommt als Coverversion des Billy Idol Klassiker Rebel Yell daher, den es auf dem Album nicht gebraucht hätte.