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Haven of Echoes ist ein neues Projekt der von der Kritik gefeierten Musiker Paul Sadler (Spires) und Andreas Hack (Frequency Drift), das anspruchsvolles Songwriting, durchdachte Texte und emotionale Gesangsdarbietungen in den Vordergrund stellt.
Paul ist vor allem als Sänger, Gitarrist und Songwriter der gefeierten britischen Progressive-Metal-Band Spires bekannt und besitzt eine eindringliche Stimme, die von seidenweich bis rau und gequält reicht. Sein Talent für einfallsreiche Melodien und vielschichtige Gesangskompositionen steht im Mittelpunkt dieses aufregenden neuen Projekts.
Andreas Hack ist ein Musiker aus Deutschland, dessen ehemalige Band Frequency Drift sich mit Konzerten in ganz Europa eine internationale Fangemeinde erspielte und weltweit acht Alben veröffentlichte, die von Fans und Presse gleichermaßen begeistert aufgenommen wurden.
Das Duo kommentiert: „Sirensong funktioniert wunderbar als Eröffnungstrack und als Einführung in Haven of Echoes, da es sich mit dem vielleicht durchschlagendsten Thema des Albums befasst, nämlich Isolation und unsere allmähliche Trennung voneinander. Insgesamt bietet der Song jedoch eine Botschaft der Hoffnung, die darauf hindeutet, dass es immer einen Weg zurück gibt, auch wenn es ein unglaublich schwieriger Weg zu sein scheint. Musikalisch verkörpert es auch die dunklen und ahnungsvollen, aber eindringlich schönen Klanglandschaften, die auf dem gesamten Album zu finden sind."
Als Gastmusikerin bereichert die ehemalige Bandkollegin von Andreas, die E-Harfenistin Nerissa Schwarz, die Musik mit einem breiten Klangspektrum, von unheimlichen Ambient-Klanglandschaften bis hin zu energiegeladenen Ausbrüchen. Sie schrieb auch die Musik zum düsteren und grüblerischen The Lord Giveth.... E-Gitarren, akustische Saiteninstrumente, analoge Synthesizer, digitale Klangerzeuger und dynamische Drums fügen der Musik weitere schillernde Töne hinzu.
Hack gelingt es auch mit diesem Projekt, den Hörer zu fesseln und in verschiedene Dimensionen seinen Klang- und Kompositionskosmos zu entführen.
Die Vielfalt an progressiven Elementen mit cinematischen Episoden und einem leichten Einschlag von Gothic, den unvergleichlichen Stimmen von Sadler und Schwarz verleihen dem Album vielmehr einen New Art Rock Stempel als denn einen klassischen Progressive Rock Stempel.
The Indifferent Stars ist definitiv ein Grower und wird sich einen Stammplatz in der Nähe des Players und im Player erspielen.
Gleichgewicht entsteht inmitten von Extremen. VARIALS wechseln nahtlos zwischen Momenten vernichtender Kraft und melodischer Ausgeglichenheit und setzen Harmonie inmitten entgegengesetzter Pole frei. Das Quintett aus Philadelphia – Mitchell Rogers [Gesang], Mike Foley [Bass], James Hohenwarter [Gitarre], Shane Lyons [Gitarre] und Sean Rauchut [Schlagzeug] – schärft diesen charakteristischen Stil weiterhin mit sengender Intensität, unbändiger Energie und kompromissloser Kreativität. Nach zig Millionen Streams und Anerkennung von Decibel, Revolver und Alternative Press, um nur einige zu nennen, liefert die Band auf ihrem dritten Album für Fearless Records „Scars For You To Remember“ kontrolliertes Chaos wie nie zuvor.
„Wir schreiben schwere Songs, die gleichzeitig eingängig und strukturiert sind“, sagt Mitchell. „Es ist nicht nur heavy, um heavy oder übermäßig poppig zu sein. Wir treffen uns irgendwo in der Mitte. Im Grunde ist Varials der schwerstmögliche Ausdruck des kumulativen Geschmacks der Band“, grinst er.
Das Album bietet wirklich nicht viel Neues aus den Bereichen Metalcore, Nu-Metal, Alt-Metal, sondern kombiniert die Stile und produziert sie auf dem derzeitigen technischen Niveau. Das klingt alles gut und professionell, bringt uns aber musikalisch nicht weiter, sondern verwaltet Dagewesenes auf einem hohen Level.
Pieces, so heißt das neue Full-Length Album der Leverkusener Rock Band DESTINOVA. Es ist ihre bisher zweite Langspielplatte und ihre erste in neuer Besetzung.
Viele der auf Pieces enthaltenen Titel wurden bereits Jahre vor dem Aufnahmeprozess geschrieben, doch von der Band für immer noch so gut befunden, dass sie sie einfach auch auf diesen Tonträger setzen mussten. So entstand ein Patchwork-Album aus Songs, die aus verschiedenen Ären von DESTINOVA stammen und vorerst wie unzusammenhängende Stücke erschienen, woraus sich der Titel Pieces ableiten lässt.
Die vier Musiker bedienen sich instrumentell überwiegend aus den Genres Alternative Rock und Alternative Metal, aber auch Versatzstücke aus Post Rock, Stoner Rock und Indie Rock fließen in die Musik ein. Vielleicht deutet Pieces auch dieses Flickenwerk an. Man weiß nichts genaues nicht.
So beliefern sie auf diesem Album nicht nur den elanvollen Headbanger mit harten Soundbrettern und intensiven Screams, sondern bedienen auch den passionierten Musikgenießer mit fließenden instrumentellen Klängen und leidenschaftlichen Gesängen.
Auch wenn Flickenteppich eine durchaus negative Konnotation beinhaltet, so kann man getrost sagen, dass das Album zwar aus verschiedenen musikalichen Stilrichtungen gespeist wird, insgesamt aber einen deutlich zusammenhängenderen Eindruck hinterlässt, als man anfangs vermutet hatte.
Tourdates 2022
24.09. 2022 Leverkusen- KAW Kulturausbesserungswerk 01.10. 2022 Kamp-Lintfort – Club Carthago
07.10. 2022 Kronberg – Recepturkeller 08.10.2022 Euskirchen – Escalate Festival 14.10.2022 Hachenburg – Pit`s
04.11.2022 Hofen am Taunus – Harley Garage Wallau
05.11.2022 Bad Oeynhausen – AK Bel Etage 18.11.2022 Emlichheim – Jugendhaus@21
02.12.2022 Köln – Tsunami Club
Für LORNA SHORE war 2020 nichts weniger als eine Abrechnung – in einer Karriere, die auf Herausforderungen, Veränderungen und einer zielstrebigen Vision aufbaut. Für das New-Jersey-Quintett 2020 signalisierte die Pandemie einen Sängerwechsel, abgesagte Tourneen. Das folgende Jahr stellte die Band vor eine atemberaubende kreative Herausforderung in Form des Songs „To the Hellfire“ von ihrer äußerst angesehenen …And I Return to Nothingness-EP. Dennoch haben sie mit ihrem kommenden Album „Pain Remains“ ihren klanglichen Einsatz gesteigert, das nicht nur mit allem übereinstimmt, was LORNA SHORE angedeutet haben, sondern es auch noch übertrifft – brutal und großartig. „Es fühlt sich für uns wie eine Wiedergeburt von allem an – die Energie, die Band, die Moral“, sagt Drummer Austin Archey.
Pain Remains ist der Sound einer Band, die ihren Sound und ihre Identität verfeinert hat. Von den einleitenden Chorgesängen und der Orchestrierung (komponiert von Gitarrist Andrew O'Connor) von „Welcome Back, O' Sleeping Dreamer“ direkt in ein Labyrinth aus musikalischen Wendungen, Techniken und rohen Emotionen im Kern von Tracks wie „Sun//Eater“ oder „Soulless Existence“ haben LORNA SHORE ein weitläufiges Dokument voller Ehrgeiz, Seele und Können verwoben, das nur wenige erreichen können. Es ist auch der Sound von LORNA SHORE, die aus jeder Art von Kategorisierung ausbrechen und sich als großartige Extreme-Metal-Band zurechtfinden. Mit Pain Remains sind LORNA SHORE wirklich angekommen. „Das ist seit Jahren die Idee und Vision der Band“, sagt Adam. „Wir wollten nie eingeschränkt sein oder die Erwartungen von jemandem an das erfüllen, was wir sein sollten.“
Deathcore wird nach Erscheinen dieses Albums nicht mehr das Genre sein, das es bis dahin war. Lorna Shore definieren das Genre neu, reißen Grenzen ein und machen sich auf den Weg eine der Bands zu werden, die ein Genre formen und dominieren und Pain Remains wird das Album sein, auf das sich die folgenden Extreme-Metal-Bands berufen werden.
„Kissin’ In The Blue Dark“ ist ein Doppelschlag, mit dem NO MORE den Herbst einläuten. 29 Songs erzählen auf zwei sehr unterschiedlichen CDs von den (Liebes)dingen, die einem so zwischen den blauen Stunden widerfahren können. NO MORE beginnen einen Rückblick mit dem poetischen Realismus von „Berlin Soul“ und verorten sich danach sofort im Hier & Jetzt mit dem Spoken-Word-Post-Punk von „Keep It Cool“. NO MORE sind Meister des Happy-Sad, ob in einem HighSpeed-PopSong wie „Paris Blue“ oder in dem leisen choralartigen „A Happy Place“. Sie lassen eine albtraumhafte Nacht in den hellen Morgen münden („ All The Dark That Shines“) und fragen entspannt groovend „Wer bin ich?“ in „It’s So Easy To Get Lost“.
Das Duo stellt diese Gegensätze offensiv heraus und erfindet sich Song für Song immer wieder neu. Tina Sanudakura umschreibt im freien Spiel des Theremins das Sehnsuchstvolle, das Unerfüllte, Rastlose. Ihre elegischen Flächen bilden das Fundament für gefühlvolle Verzerrungen bitter-süßer Melodien. Andy Schwarz crooned, erzählt, flüstert mit Tremolo und Vibrato in Stimme und Gitarre. Er schmeißt fragmentarische, Melodiesprengsel mal auf den nackten Beton, mal in die Wolken.
Der Albumtitel, einem Text von Lana Del Rey entliehen, beleuchtet die unterschiedlichsten Aspekte von Liebe,Lust und Verlust. NO MORE haben keine Angst vor der Romantik, dem Klischee und erst recht nicht vor deren Dekonstruktion.
Der schwere Rhythmus und die orchestralen Bläser, die das Ende einer Amour Fou in „Valentina“ beschreiben, verweisen auf die dunkle Seite der Nacht auf der zweiten CD. Fast gänzlich instrumental stehen minimalistische Songs urplötzlich opulent orchestralen Stücken gegenüber, verbinden die stürmische Partynacht mit dem kommenden Montagmorgen.
Es beginnt eine Wanderung durch die Nacht, geisterhaft, spooky, in Trance, taumelnd. Mal im Fiebertraum, mal meditativ. „Man denkt nur in Bildern“ hat Camus einmal gesagt und hätte zum Beweis diesen zweiten Teil von „Kissin’ In The Blue Dark“ anführen können. „The Nightly Runner“ beginnt mit schrillen verzerrten Celli, der letzte Song „First Light“ kombiniert elektrische Störgeräusche mit einem sanften Piano und einer melancholischen Melodie.
Alles passiert gleichzeitig, Wie im richtigen Leben.
No More ist es gelungen ein (Doppel)Album für die Ewigkeit zu schreiben, das im ersten Teil (CD 1) so zeitlos klingt wie die Klassiker von New Order, Joy Division und David Bowie und im zweiten Teil (CD 2) schon fast ein Soundtrack zu einem David Lynch Film sein könnte.
„Abstract Art of an Unstable Mind“ ist ein musikalisches „Es war einmal“ aus dem kreativen und unkonventionellen Geist von AUSTIN MEADE. Dank einer wahnsinnig schnellen Karrieredynamik könnten Neulinge in Meades einzigartiger Musikwelt vorgefasste Meinungen haben. Aber die Erwartungen sind verdammt: „Nur weil ich in der Texas Country Red Dirt-Szene aufgewachsen bin, denken die Leute, dass wir eine Country-Band sind. Dann kommen sie zur Show und sagen: ‚Was zum Teufel war das? Das war Rock 'n' Roll!‘“, sagt Meade. „Das Album mit ‚Violation Delight‘ zu beginnen, einem harten Song mit einem fiesen Riff, bringt die Leute dazu, zu denken ‚Oh, Scheiße, worauf bin ich da?!‘“
„Abstract Art of an Unstable Mind“ ist nicht nur ein Album, es ist ein Hörabenteuer. Die 19-Song-Sammlung überzeugender moderner Rocksongs von Sänger/Gitarrist Meade reicht vom ergreifenden, nostalgischen „Loser Mentality“ über die treibende, kantige Eröffnung „Violation Delight“ – mit einem unvergesslichen aggressiven Refrain und jammernden Gitarren – bis hin zur endlosen Sommer Songgeschichte von „Varsity Type“. Das Album kann sogar mit ein paar coolen Co-Writern aufwarten – darunter „Quicksand“ und „Forever Unfaithful“ – geschrieben mit Tyler Bryant und Caleb Crosby von Tyler Bryants Shakedown. Die Zusammenarbeit ermöglicht es Meade, seinen Gedankenwelt zu erweitern, während er der Handlung des Albums treu bleibt.
Es gibt musikalisch nicht viel Neues zu entdecken. Es sind vor allem typische Rocksongs US-amerikanischen Schlags. Das mag sich jetzt despektierlich lesen, ist es aber mit nichten. Es sind ausnahmslos gute Rocksongs, die den Hörer zum mitwippen einladen und ihn gedanklich im Cabrio über südstaatliche Highways cruisen lassen.
NOTHING MORE veröffentlichen am 14. Oktober ihr neues Album Spirits über Better Noise Music. Spirits zählt musikalisch zu den bis dato fokussiertesten, abenteuerlichsten und intensivsten Werken der Band, wobei introspektive, philosophische Texte mit ungeschminkten, wuchtigen Hymnen vereint werden. Das Album wurde von der Band - Jonny Hawkins (Gesang), Daniel Oliver (Bass), Mark Vollelunga (Gitarre) und Ben Anderson (Schlagzeug) - und ihrem langjährigen Manager Will Hoffman gemeinsam geschrieben und produziert.
Es dokumentiert die stürmische Zeit, die die Welt in den letzten zwei Jahren erlebt hat und fängt Themen wie Verzweiflung durch Isolation, die Spirale von Drogenmissbrauch, den Schmerz zerbrochener Beziehungen und das Überleben in der Selbstständigkeit ein, während es die Mission von NOTHING MORE zusammenfasst: Reflektieren, Provozieren, Inspirieren.
Das Album hat in den harten, metallischen Nummern seine Stärken und in den ruhigerenn, balladesken Stücken definitiv seine Schwächen. Grundsätzlich weiß die Band, wo sie mit ihren Kompositionen steht und braucht niemandem mehr beweißen zu müssen, wer sie sind und was sie können. Die Fan-Gemeinde wird das Album herzlich willkommen heißen und feiern.
Die aus Turin stammenden Doom- und Weed-Metaller Tons veröffentlichen mit Hashension ihr drittes Full-Length-Album und preisen, wie es der Albumname nicht nur andeutet, den Gott des bewußtseinerweiternden Grüns.
Das musikalische Rezept ist genauso dreckig und ätzend wie viele Keller-Kiffer-Clubs. Der Malstrom aus langsamem, sludgy Doom Metal verbunden mit den Grundfesten ihrer Hardcore-Basis lässt Fans von Bongzilla, Dopethrone oder Weedeater noch eine Extratüte drehen für diesen Trip.
TONS wurde 2009 von Mitgliedern verschiedener Hardcore-Bands aus der Turiner Szene gegründet. Ganz langsam und heftig behandeln Tons Themen rund um Gras mit viel Humor, mit einem gewissen Hang zur Esoterik, der die Stadt Turin auszeichnet. 2010 nahmen sie ein Demo auf und 2012 die erste „Musineè Doom Session“ in voller Länge auf Heavy Psych Sounds. Im Jahr 2013 begannen Tons, europäische Veranstaltungsorte zu beackern und die Bühne für Bands wie Bongzilla, Unsane, Church of Misery, Napalm Death und Pentagram zu öffnen. Die Band spielte auch auf den renommierten Festivals Duna Jam auf Sardinien und Incubate Fest in Tillburg (NL). 2018 veröffentlichten TONS ihr zweites Album „Filthy Flowers of Doom“ auf Heavy Psych Sounds, gefolgt von der „Doom Sessions Vol. 4'-Split-EP mit den Sludge-Meistern Bongzilla im Jahr 2021.
"Yeah Baby!", seit Jahren der Slogan von Frontmann Marius, spontan von der Bühne gerufen und letztendlich zusammenfassend die energiegeladene und lebenslustige Party-Attitüde der Band. "Ich habe das erst bemerkt, als die Leute anfingen, "Yeah, Baby!" zu rufen, wenn sie mich auf der Straße trafen. Ich schätze, das ist jetzt irgendwie bei mir hängen geblieben. Es hätte auch schlimmer sein können", schließt Marius ab.
Neun eigene Songs, eine Fugazi-Coverversion, verpackt in 28 Minuten mitreißenden, stimmungserhellenden Punk'n'Roll. Das ist die Mischung, die uns das norwegisch-australische Duo präsentiert. Es wird nicht lange gefackelt und gibt dem Hörer direkt eins auf die Zwölf. Das Album macht einfach nur Laune und ist mit Sicherheit ein Garant für Gigs, die den Schweiß von den kleinen Club-Decken tropfen lassen wird.
“Yeah Baby” ist das mittlerweile dritte Album der beiden. Aufgenommen während des Lockdowns. Aufgenommen auf einem Dachboden im Herzen von Oslo. Und ihrer DIY-Einstellung entsprechend, wurde die Platte von Schlagzeuger Paul Daniel aufgenommen, gemischt und gemastert - Und das Cover hat er gleich mitgestaltet. “Aber es gibt noch mehr DIY- und Familiy-Spirit auf dem Album, denn meine Mutter und mein kleiner Bruder Sebastian spielen beide Saxophon und Trompete auf "Guess Who", sagt Marius Kromvoll.
Bei solch einem Album gibt es nicht viel Neues zu entdecken, aber das braucht es auch nicht, denn es soll enfach nur die Stimmung heben und nach vorne gehen.
Die italienischen Metal-Legenden LACUNA COIL veröffentlichen am 14. Oktober ihr Geburtstagstörtchen „Comalies XX“. Dies ist nicht nur eine Neuaufnahme, sondern eine vollständig dekonstruierte und neu erstellte Version ihres dritten Albums „Comalies“, das ursprünglich 2002 veröffentlicht wurde.
Jetzt, 20 Jahre später, wird dieser unbestreitbar hymnische Millennial-Klassiker in neuem Gewand – produziert von Marco Coti Zelati und gemischt von Marco Barusso – am 14. Oktober 2022 über Century Media Records veröffentlicht, erhältlich als Ltd. Deluxe 2CD Artbook, 2CD Jewelcase, Ltd. Gatefold 2LP+2CD & LP-Booklet und digitales Album, mit der Original- und Neuversion der 13 Tracks.
Die Band zum Album:
„Willkommen zu ‚Comalies XX‘, einer brandneuen Platte. Um den 20. Geburtstag von „Comalies“ zu feiern, waren wir der Meinung, dass dieses besondere Album mehr als ein Remastering verdient hat. Wir haben ihm nicht nur ein neues Kleid verpasst, wir haben ein neues Skelett gebaut und ihm eine neue Haut und ein neues Leben gegeben. „Comalies XX“ lebt und läuft alleine, dies ist kein Remake oder Neustart, es ist „Comalies“ auf Steroiden!"
Dem ist eigentliche nichts hinzuzufügen, denn ein Vergleich mit der Ursprungsfassung ist kaum angebracht. Die Härte hat zugenommen, die gutturalen Töne des männlichen Gesangsparts verleihen den Songs eine aggressivere und düstere Stimmung. Hier wird im Re-Arrengement nicht gekleckert, sondern geklotzt. So dürfen zukünftig gerne mehr Geburtstagsversionen großer Alben ausfallen.
Vier Jahre nach dem Erfolg des Breakout-Albums Volta ist Boogie Belgique mit Machine zurück. Ihr sechstes Album zieht sowohl musikalisch als auch politisch eine Parallele zu den 1930er Jahren. Der Sound des Albums ist eine Hommage an die musikalischen Trends des Jahrzehnts wie Schlagersänger, Big Bands und Swing. Die Band bringt dieses Konzept in ihrem herausragenden Album „Wonder“ zur Geltung, einem modernen Crooner-Track, der von Harold Orlobs Hit „I Wonder’s Kissing You Now“ inspiriert ist, mit Anspielungen auf Fan-Favoriten wie „Goodnight Moon“ und „Forever & Ever“.
In beiden Epochen soll die Musik eskapistisch sein. In den 30er Jahren tanzten Musikfans ihre Sorgen durch Ausgelassenheit weg. In der Moderne, in der dieses Album spielt, lädt Boogie Belgique seine Zuhörer ein, langsamer zu werden, zu atmen und sich von den hektischen Ablenkungen des modernen Lebens zu erholen, die viele von uns verschlingen.
Die Parallele zeigt sich auch in den wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Schattenseiten des Jahrzehnts, die letztlich zu katastrophalen Ereignissen führen. Obwohl die Bedrohung in ihrer Musik nie explizit genannt wird und die Bedeutung des Albumtitels Machine jedermanns Interpretation offen steht, ist diese drohende Präsenz etwas, das in vielen Themen des Albums zu sehen ist. Boogie Belgique hat das Gefühl, dass sie kurz davor stehen, Dinge zu verlieren, die in dieser Welt wertvoll sind, und warnt seine Zuhörer vor gefallenen Königreichen (Tales of Old) und den Gefahren ihres ständig wachsenden Konsums in der heutigen Zeit (Risk).
Trotz des inhaltlichen Tiefgangs (oder gerade deswegen) schafft es die Band ihrer Intention eines entschleunigenden Eskapismus ein Ausrufezeichen hinzuzufügen und den Hörer musikalisch für eine knappe Stunde zu beruhigen.
The Mañana People veröffentlichten am 14. Oktober ihr neues Album. Song Cycle, Or Music For The End Of Our Times, das zweite Album des deutsch-kolumbianischen Multiinstrumentalisten-Duos The Mañana People, ist ein weiterer tiefer Einblick in ihre exzentrische Mischung aus Pop-Sensibilität und experimenteller Selbstsabotage.
Die Sammlung von zehn Songs, die zwischen Elementen von Freak-Folk und Art-Pop schwingt, bietet sich überlagernde minimalistische Gitarrenarrangements, kombiniert mit gruseligen Synthesizern und ungebundenen Gesangsharmonien, die eine filmische Gesamtästhetik von Lo-Fi erzeugen. Die Kassettenveröffentlichung enthält eine besonders eigentümliche Bonusversion von ABBAs Souper Trouper.
Diese Spiel zwischen Folk, Singer/Songwriter und Art-Pop kommt so entspannt um die Ecke, dass man sich erst beim wiederholten Durchlauf der Größe dieses Albums bewusst wird. Das Album kommt definitiv in die Kiste der immer wieder zu spielenden Alben.
Norwegens abgefahrenste und einzigartigste Prog-Band TUSMØRKE ist zurück – diesmal mit einem weiteren Kinderalbum über künstliche Intelligenz, technologische Fortschritte, die Singularität – und alte mesopotamische Götter, denn Tusmørke lehrt uns immer etwas über die alte vergessene Geschichte.
Intetnett erzählt eine Geschichte über zwei böse Wissenschaftler, die einer ahnungslosen Schule ein selbstlernendes Computersystem unterwerfen. Das System namens Intetnett erobert bald die Köpfe von Schülern und Lehrern gleichermaßen - mit Ausnahme eines technikbegeisterten norwegischen Lehrers, einer Vertretung ohne Zugangsdaten und einer kleinen Gruppe von Schülern. Mithilfe elektronischer Impulse steuert der Computer eine in der Schulküche lebende Ameisenkolonie und übernimmt die Kontrolle über alles.
Die Welt gleitet dann langsam in einen totalitären Albtraum. Niemand denkt mehr für sich, niemand träumt mehr, und die menschliche Kultur selbst ist in Gefahr. Aber jemand vermisst die Menschen! Unten in den tiefsten Tiefen hungern die alten mesopotamischen Götter aus Mangel an menschlicher Aufmerksamkeit. Sie wollen der Menschheit helfen, ihre Freiheit wiederzuerlangen. Das einzige, was Intetnett stoppen kann, ist Technologie aus einer vergangenen Zeit: Magie! Der norwegische Lehrer, der Stellvertreter und die Kinder erhalten Anweisungen, wie man einen Golem beschwört, der Internett entgegentreten und den gefährlichen Computern den Stecker ziehen kann.
Das Album besteht aus den beiden Originalmusicals „Intetnett“ und „Når Enden er Golem“, die 2017/2018 für die Aktivitetsskolen Nordstrand geschrieben und dort uraufgeführt wurden.
Diese abgefahrene und düstere Geschichte ist verpackt in feinsten Retro-70's-Folk-Prog, der Fans von Ruphus, VdGG, King Crimson, Black Widow und Wobbler auf den Plan rufen kann. Allerdings wird eine Hörbarriere die norwegische Sprache sein, in der alle Songs vorgetragen werden. Wer sich davon und von der Tatsache, dass es sich um ein Kinder-Musical handelt, nicht abschrecken lässt, kommt in den Genuss bester norwegischer Prog-Kunst.
Das neue Album enthält 17 akribisch ausgearbeitete Songs, die neue klangliche Territorien erkunden und vor dem politischen Hintergrund der 1980er Jahre spielen, während sie den Zeitgeist einer Periode in der Menschheitsgeschichte anzapfen, die sich als gleichbedeutend mit der Gestaltung unserer Welt erwiesen hat. Von den Hallen einer verlassenen amerikanischen High School bis zum weinbefleckten Kopf von Gorbatschow – das Album ruft ein allumfassendes Gefühl unguter Nostalgie hervor, als würde die Menschheit gemeinsam mit einer zersprungenen, rosaroten Brille in die Vergangenheit blicken.
Man hört einen düsteren Leonard Cohen (oder war es doch Nick Cave), der sich ein Duett mit Bruce "The Boss" Springsteen teilt, Tony Banks stößt zu den poppigen YES der 90125-Ära. Cindy Lauper koketiert mit Madonna. Das Ganze ist in ein modernes Kleid gehüllt, lässt den Hörer eine kleine Zeitreise vollbringen, ihn dabei aber immer noch mit einem Bein im Hier und Jetzt stehend.
Dieses Album, das zwischen Nostalgie und gescheiterten Revolutionen changiert, ist ein absolut einzigartiger Star für den Soundtrack des Jahres 2022.
Sun Voyager werden häufig als Heavy Psych Rockformation betitelt, was der ganzen Geschichte allerdings nicht ganz gerecht wird, denn auf ihrem neuen slbst betitelten Album vereinen sie den Heavy Psych Sound mit schrammelndem und trotzdem modern klingendem Garage Rock der alten Schule und fügren dem Gemenge noch schöne repetitive Krautstrukturen bei. Und so entsteht ein Album, das sich der strikten Heavy Psych Kiste völlig entzieht und den Hörer in entrückte, chaotische Klangkosmen entführt.
SUN VOYAGER wurde 2014 gegründet und angetrieben von ihrem Split-Album mit Greasy Hearts. SUN VOYAGER ist ein Heavy-Psychedelic-Rock-Kraftpaket aus New York, das frühe Metal-Einflüsse aus der Comedown-Ära mit Kraut-Jam-inspirierten Stoner-Rock-Freakouts verschmelzt. Nach der Veröffentlichung ihres Debüts „Seismic Vibes“ aus dem Jahr 2018 nutzten SUN VOYAGER das Beste aus ihren ausgedehnten Tourneen, um auf der Bühne zu experimentieren und ihre Jam-Facette zu verfeinern, mehr auszuflippen, mehr zu grooven und gleichzeitig eine ganz neue Ebene ihres Sounds zu finden. Die Proben verwandeln sich dann in zweistündige Jams und der Sound ihres neuen Albums „Sun Voyager“ stammt zu einem großen Teil aus diesen Experimenten.
Über das Album sagt SUN VOYAGER: „Dieses Album wurde wirklich als Band geschrieben. Wir verbrachten zwei Jahre damit, einfach zusammenzukommen und zu sehen, was passieren würde, und der größte Teil der Musik stammt aus wilden 15-minütigen Voice-Memo-Jams wo wir drei die Tasche gefunden haben und du hättest dort sein sollen. Die lyrischen Themen reichen von drohendem Untergang über Arschtritte bis hin zum Verlieben."
Wer sagt, dass (Post)Punk, Noise, Indie, Psychedelic und Progressive Rock nicht friedlich auf einem Album und sogar in einzelnen Tracks koexistieren können, der hat sich dieses Album der Washington DC Rocker von Caustic Casanova noch nicht angehört.
Dieser Genre-Mix ist so wild, abstrus und gleichzeitig vereinnahmend und betörend. Das Album fasziniert in seinen fünf Tracks mit einer Spielzeit von einer dreiviertel Stunde, wobei der Closer "Bull Moose Against The Sky" mit 22 1/2 Minuten die Hälfte der Spielzeit ausmacht und diesen schon oben aufgeführten Genre-Mix nochmals vervollkommnet.
2005 als Trio bestehend aus der Schlagzeugerin und Sängerin Stefanie Zäkner, dem Bassisten und Sänger Francis Beringer und dem Gitarristen Andrew Yonki gegründet, wählten CAUSTIC CASANOVA einen Weg, um ihre aufregend unvorhersehbare Musik, die von sardonischem Noise Rock bis hin zu proggy Sludge reicht, ständig zu verfeinern. Nach einer Reihe stolzer DIY-Veröffentlichungen erregte CAUSTIC CASANOVA die Aufmerksamkeit von Kylesa, die das dritte Album „Breaks“ der Band über ihr eigenes Label veröffentlichte. Nachdem CAUSTIC CASANOVA ihre pure Rock-Wut auf mehr als einem Dutzend US-Tourneen zu den Riff-hungrigen Massen gebracht hatten, wandten sie ihr routiniertes Können an, um für das triumphale Album „God How I Envy The Deaf“ von 2019 ein härteres, fröhlicheres, aufrichtiges Set an aufrichtigen Songs herauszuschlagen.
„Mit einem instinktiven Verlangen nach Chaos lässt sich Red Mess von zahlreichen Bands und Künstlern der brasilianischen Underground-Szene inspirieren, denen es gelingt, schmutzig klingende Platten zu machen.“
Mit ihren schweren, schleppenden Gitarren erfinden sie den Stoner Rock nicht neu, klingen aber trotzdem frisch, frech und rotzig. Sollten sie diesen Sound auch so auf die europäischen Bühnen bringen (die Europtour steht in den Startlöchern), dann wird es definitiv ein Erlebnis für die Stoner Fangemeinde. Ziel des Albums war es jedenfalls den Sound ihrer Liveshows ins Studio und somit auf das Album zu transportieren.
Das Trio wurde 2013 in Londrina, Brasilien gegründet, wobei sich Douglas (Drums) und Thiago (Gitarre) schon seit Kindestagen kennen, aber mit dem Einstieg von Drummer Lucas bekam es Struktur und wurde zu einer der spannendsten Bands des Brasilianischen Rock-Underground.
2017 wurden RED MESS zu einer Brasilien-Tour von Stoned Jesus (Ukraine) eingeladen. Aktuell verlegen sie ihren Schwerpunkt nach Europa und möchte hier Fuß fassen. Die Band bewegt sich musikalisch zwischen den Fixpunkten Progressive und Stoner Rock. Bislang gibt es drei EPs ("Crimson" 2014, "Drowning in Red" 2015, "Phantom Limb" 2022) und mit "Into the Mess" 2017 ein Album, wobei alle auf dem Brasilianischen Label Abraxas Records veröffentlicht wurden. Jetzt bringen RED MESS ihr zweites Album "Breathtaker" über All Good Clean Records (Norwegen) raus und starten im Herbst 2022 ihre erste Europatournee.
ORANGO, Norwegens Melodic-Classic-Rock-Powerhouse, ist mit einem neuen Studioalbum zurück. Auf “Mohican” präsentiert das Trio um Helge Bredeli Kanck, Trond Slåke und Hallvard Gaardløs – zusammen mit einigen Gästen – zehn Tracks, die beweisen, dass ihnen noch lange nicht die Puste ausgeht.
Zehn Classic-Rock-Tracks, die an die große Zeit des (Hard)Rock und Blues Rock erinnern, gute Laune verbreiten und immer zu mitwippen einladen. Das Album läuft durch, man fühlt sich umschmeichelt von den "alten" Vibes. Es gibt keine Ausreisser nach oben oder unten. Aber genau das ist das "Problem" des Albums, es ist viel zu beliebig in diesem Genre. Dies soll natürlich nicht an der ursprünglichen Qualität der Musik rütteln.
Wenn man nicht wüsste, dass sie sich in den Bergen Norwegens verstecken, könnte man meinen, ORANGO sei in den Smoky Mountains von Tennessee oder an den Küsten Südkaliforniens zu Hause. Zwischen den südländisch gefärbten, gefühlvollen Riffs und sonnendurchfluteten dreistimmigen Gesangsharmonien der Band bieten sie Classic Rock der Meisterklasse. “Mohican” fühlt sich besonders herzlich und persönlich an, ein Faden der Sehnsucht zieht sich durch die zehn Songs des Albums. Vielleicht liegt dies an der Phase des Übergangs und der Fremdheit, in der sich die Band während des Songwritings befand, wie Gitarrist/Sänger Helge Kanck erklärt:
„Mohican war nicht immer der Plan. Ich hatte genug Songs für drei weitere Alben geschrieben, aber während der Pandemie sah die Band wenig voneinander, spielten keine Gigs, und die Tour zur Unterstützung unserer “Battles”-Wiederveröffentlichung wurde abgesagt, da der VÖ mit dem Corona-Lockdown Norwegens zusammenfiel. Es fühlte sich an wie sehr dunkle und langweilige Zeiten. Aber nach einigen guten Proben, waren wir bereit dort einzusteigen wo wir aufgehört hatten. Mohican ist ein Album voller guter Laune, und die Aufnahmesessions waren durchweg großartige Zeiten, in denen alle Bandmitglieder alles gaben und hart daran arbeiteten, unser bisher bestes Album zu machen. Echte Bandharmonie!“